Als Leonie Alex kennenlernt, glaubt sie, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Doch schon bald entpuppt sich ihr vermeintlicher Traummann als ihr größter ein krankhaft eifersüchtiger Mann, der ihr das Leben unerträglich macht, der ihr Vertrauen missbraucht und ihren Selbstwert zerstört - und irgendwann sogar ihren Glauben. Dennoch empfindet Leonie eine Liebe für diesen Mann, die trotz Gewalt, Demütigung und Kontrolle niemals aufzuhören scheint - bis sie die Wahrheit nicht mehr leugnen dass diese Beziehung in Wirklichkeit rein gar nichts mit wahrer Liebe zu tun hat! Doch als die junge Frau dies erkennt, ist es bereits zu spät. Jetzt lässt ihr Freund sie nicht mehr gehen ...Häusliche Gewalt ist - leider - keine Seltenheit. Mit ihrem Buch möchte die Autorin anderen Frauen, die Erfahrungen mit Gewaltbeziehungen und emotionaler Abhängigkeit gemacht haben, die Selbstanklage und Scham nehmen. Vor allem aber möchte sie ihnen den Glauben wiedergeben, dass ein Leben "ohne ihn" möglich ist. Ein freies Leben. Ein glückliches Leben. Eine bewegende Lebensgeschichte, die trotz ihrer Schwere Hoffnung schenkt.
Diese Buch hat mich bewegt und bringt mich zum nachdenken. Dass Gewalt in Partnerschaft keine Seltenheit ist, weiß man, aber dieses Buch bringt so viel Verständnis und Klarheit in das Thema. Sie zeigt Handlungsweisen und erklärt auch Verhaltensmuster, die sehr nachvollziehbar sind. Es ist erschreckend, zu welchen Dingen Menschen fähig sind und wie sie andere an sich binden können. Es ist wunderschön, dass Gott wirklich alles heilen kann.
Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Einerseits erzählt die Autorin hier die Geschichte ihres Martyriums, die Geschichte einer toxischen Beziehung. Anhand ihrer Erlebnisse kann man erschreckend deutlich die einzelnen Phasen solcher Beziehungen nachvollziehen: von der blinden, euphorischen Verliebtheit zum absoluten Albtraum. Von Erfahrungen und Geschichten wie dieser sollte es deutlich mehr in der Literaturwelt geben, denn Verhaltensmuster toxischer Beziehungen werden in viel zu vielen modernen Liebesromanen als normal und begehrenswert dargestellt. Andererseits ist dies der Bericht einer tiefreligiösen Frau. Der Text ist gespickt mit Bibelzitaten und ihren religiösen Ansichten, was auf nichtreligiöse Leser befremdlich wirken kann. Mir persönlich war es zu viel und mir drängte sich am Ende der Gedanke auf, dass hier die eine Abhängigkeit gegen eine andere eingetauscht wurde, was für Leser*innen mit ähnlichen Erfahrungen kontraproduktiv sein könnte.