Das Leben in den verwinkelten Gassen Atails ist hart, vor allem, wenn man nicht zu einer der großen Magierfamilien gehört. Die Straßenzauberin Stern schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben, als ihr eines Tages der Schlüssel zum Haus der tausend Welten in die Hände fällt, das einst der Sitz der Magiergilde war. Der Legende nach soll es unendlich viele Räume beherbergen, gefüllt mit Schätzen und Artefakten, die selbst aus einfachen Zauberern die mächtigsten Magier der Welt formen können. Gemeinsam mit ihren Gefährten Fuchs, Ako, Baelis und Salter macht Stern sich auf den Weg dorthin. Aber sie sind nicht die Einzigen, die die Geheimnisse des Hauses ergründen wollen. Noch ahnen die Schatzsucher nicht, was im Inneren des Hauses wirklich auf sie wartet ...
T.S. Orgel ist das gemeinsame Pseudonym der Brüder Tom und Stephan Orgel.
Tom Orgel wurde im März 1973 in Görlitz geboren. Er ist Mediengestalter und diplomierter Grafik-Designer und arbeitete bereits als Dozent, Herausgeber und Redakteur eines Kunstmagazins und in der Art Direktion mehrerer Werbeagenturen. Heute lebt er mit Frau und Kind im Spessart und verdient sein Geld als selbständiger Grafik-Designer und Texter. Er bekämpft seinen Rollenspielentzug mit dem Schreiben von phantastischen Erzählungen.
Sein Bruder Stephan Orgel, Jahrgang 1976, ist Verlagskaufmann und hat Betriebswirtschaft studiert. Er lebt und arbeitet heute irgendwo in Hessen in der Verlagsbranche, unter anderem als Redakteur für ein Fachmagazin. Er ist begeisterter Rollenspieler und verbringt einen Großteil seiner Freizeit mit dem Schreiben von phantastischen Geschichten.
Ich hab ja schon ein paar Bücher der Brüder Orgel gelesen und auch das neue klang für mich äußerst vielversprechend. Leider hat der Klappentext völlig andere Erwartungen geweckt und spiegelt das, was passiert, auch nicht so wider.
Aber von Anfang an: Der Prolog war sehr gut und hat extrem meine Neugier geschürt. Hier gab es einen kurzen Einblick aus der Vergangenheit, was anderen in dem "Haus der tausend Welten" widerfahren ist, bzw. in dem "Haus der aufgehenden Sonne". Der Bezug zu dem Lied "House of the rising sun" wird sofort klar, da direkt am Anfang ein paar Zeilen aus dem Songtext stehen - ich denke mal, das so ziemlich jeder die Fassung von 1964 der Band "The Animals" kennt. Tolles Lied übrigens!
Die ersten Kapitel sind dann nach den Figuren benannt, um ihre Lebensumstände und ihr Umfeld näher vorzustellen:
Zum einen die Söldnerin Baelis, die in arge Bedrängnis gerät den Gelehrten Salter, der sich auf der Flucht befindet den Straßendieb Fuchs, der sich mit Gaunereien über Wasser hält und die Reisende Ako, die man noch gar nicht einschätzen kann.
An sich eine tolle Idee, allerdings zog es sich für mich sehr in die Länge. Die ganze Vorstellung der Charaktere, welche Wege sie nach Atail geführt haben, wie sie in das "Haus der tausend Welten" kommen etc., dauerte mir einfach zu lang. Die Zauberin Stern selbst, die ich als Mittelpunkt des Geschehens eingeschätzt hatte - wegen dem Klappentext - wurde erst später präsent und meine Neugierde auf das Haus selbst musste sich wirklich lange gedulden. Ich hatte wohl einfach komplett andere Erwartungen.
Die vielen Beschreibungen an sich mag ich gerne in Fantasy Büchern, aber hier wirkten sie mir oft fehl am Platz. Zwar konnte ich mich in dem jeweiligen Moment durch die anschaulichen Details gut reinfinden, aber zur Gesamtsituation hab ich keinen Draht gefunden. Es ist schwierig in Worte zu fassen, denn es ist definitiv unterhaltsam geschrieben mit reichlich Ideen und Originalität, aber ich war immer nur Zuschauer und nie so wirklich dabei. Lieber als phantasievolle Tiere oder Pflanzen, Kleidungsstücke, Waffennamen oder ähnliches hätte ich mir auch mehr Erklärungen zur Siegel-Magie gewünscht. Sowas fasziniert mich total, aber da gab es leider nichts näheres dazu. Überhaupt von der ganzen Magie - also Erklärungen darf man nicht erwarten, sondern sich einfach auf das Unerwartete einlassen ;)
Wer auf Romantik oder Liebeleien hofft wird enttäuscht sein - dafür gibts eine Menge Abwechslung und Überraschungen. Vor allem ab der Hälfte konnte mich die Geschichte wieder mehr mitnehmen und da hat für mich auch der spannende Teil begonnen. Am Ende wird zwar wieder ein Bogen geschlagen zu den "Einführungskapiteln", trotzdem war es für mich an manchen Stellen zu viel und an manchen zu wenig. Die Erklärung, mit denen die beiden Autoren dann am Ende aufwarten, war allerdings ziemlich cool und hatte auch einige Hintergedanken über das Schicksal, das man selbst in die Hand nehmen sollte. Auch der Humor fehlt nicht, der mich desöfteren zum Schmunzeln gebracht hat - und ich fand auch die Idee sehr kreativ, wie Stern und Ako in ihrer Aussprache Besonderheiten aufgewiesen haben. Nicht zu auffallend, so dass es den Lesefluss stört, sondern einfach in ihrer Eigenart, die ihnen etwas besonderes verliehen hat. Interessant fand ich auch, dass drei der "machtvollsten" Figuren Frauen sind, auch wenn die Parts insgesamt gut aufgeteilt waren.
Unnötig waren die vielen Leerseiten, die fast allen neuen Kapiteln vorausgehen - praktisch dafür das Glossar am Ende, das alle Erklärungen zu den Begriffen liefert.
Eine sehr abenteuerliche und originelle Geschichte, die ich mir in der Umsetzung und im Aufbau etwas anders gewünscht hätte.
Ein wirklich gutes und spannendes Buch. Man taucht ohne große Probleme sofort in die Welt der Geschichte ein. Diese hat mehrere Protagonisten, welche entweder allein oder als Gruppe auftreten. In jedem Kapitel bewegt sich die Geschichte fort, obwohl sie jeweils gerade wen anders auf seiner Reise begleitet. Hinten im Buch findet sich ein Namensverzeichnis. Dieses habe ich nicht benötigt, da die Figuren optisch und charakterlich wirklich super beschrieben sind, so dass man sich genau merken kann, wer welche Rolle spielt. Zur Mitte des Buches treffen dann alle aufeinander, da sie natürlich das gleiche Ziel verfolgen. Und die seit Anfang des Buches bestehende Spannung wird sogar noch erhöht. Man möchte also die gesamte Zeit im Geschehen bleiben und erfahren, was im Haus der tausend Welten passiert.
Bei einigen Bewertungen habe ich gelesen, dass die 200-seitige Einleitung gefühlt zu lang und zu zäh war, bis endlich der "richtige" Part im Haus stattfand. Ich muss sagen, dass ich es genau andersrum empfunden habe. Die "Einleitung" hätte für mich so weitergehen können und meinetwegen hätten die Figuren dann unterwegs oder in der Stadt alle gemeinsam ein Abenteuer erleben können. Den Part im Haus fand ich zu Beginn doch eher repetitiv. Sie kämpfen sich durch Landschaft A, sie kämpfen sich durch Landschaft B, dann begegnen sie Gegner A, dann Gegner B; das empfand ich als nicht sonderlich spannend. Erst gegen Ende kam wieder etwas Fahrt auf.
Was ich besonders mochte: - flüssiger Schreibstil - die Beschreibungen der Landschaften und Orte - Fuchs (auch im Zusammenspiel mit Ako) - die Idee des Hauses
Was ich weniger mochte: - die Idee des Hauses wurde viel zu wenig ausgeschöpft - die Figuren hätten viel mehr Hintergrundinformationen benötigt (insbesondere Tara) - die Figuren bleiben ziemlich emotionslos: - das Schicksal von - das Ende: die Auflösung (die Hintergründe) - waren mir einfach zu schwach bzw. wurden für meinen Geschmack nicht ausreichend untermauert bzw. erklärt.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Kurzbeschreibung des Buches absolut irreführend ist und die Geschichte absolut falsch darstellt. Ich finde es immer sehr schade, wenn so etwas gemacht wird, denn so hat der Lese absolut falsche Vorstellungen von der Geschichte. In diesem Fall lässt sich der Grund nicht einmal in einer schlechten Übersetzung suchen, denn T. S. Orgel ist das deutschsprachige Pseudonym zweier Brüder, die gemeinsam Fantasygeschichten schreiben und gestalten.
Inhaltlich liegt das Augenmerk auf jeden Fall auf dem Haus der tausend Welten, welches als Etablissement von der "Königin der Nacht" Mlima geführt wird. Das besondere an diesem Haus ist wohl in erster Linie das Tor, welches im Inneren existiert und nicht (so scheint es) geöffnet werden kann. Es ranken sich viele Geschichten darum und natürlich auch große Sagen großer Schätze hinter dem Tor. Die Versuchung ist somit sehr groß, doch muss das Tor zunächst geöffnet werden. Was jedoch dahinter liegt, übersteigt jegliche Vorstellunen.
Wie man "Das Haus der tausend Welten" am besten beschreibt? Nehmt es wörtlich, denn dieses Haus binhaltet nicht nur mehr Räume und Stockwerke, als es von Außen vermuten lässt. Seid vorsichtig, sonst bringen seine Schrecken und Geheimnisse schnell den Tod.
Die Erzählung beginnt mit der Einführung vieler unterschiedlicher Charaktere und ich war sehr positiv überrascht, wie geschickt das Autorenduo dies bewerkstelligt. Mein Namensgedächnis ist sonst nicht besonders gut und ich habe oft schwierigkeiten mit vielen Charakteren zugleich zurecht zu kommen, ohne die Übersicht zu verlieren, doch T.S. Orgen verflicht die Handlungsstränge so geschickt miteinander, dass selbst ich keinerlei Probleme hatte jede der individuellen Personen gut im Gedächtnis zu behalten.
Wir begleiten insgesamt gleich drei Gruppen auf ihrem Weg hinter das Tor im Haus der tausend Welten und erleben auf unterschiedliche Weise die Schrecken der magisch veränderten Stockwerke. Zum einen handelt es sich um eine Gruppe von ehemaligen Straßenkindern, die unter der Anleitung ihrer Anführerin Stern den Schritt ins ungewisse wagen. Mit dabei sind die unterschiedlichsten Personen, allen voran Fuchs mit seiner wilden Art und auch Ako, die Bardin, als zufällig dazugestoßene Gefährtin. Und natürlich will auch die Besitzerin des Hauses, Mlima, den vermeintlichen Reichtum für sich einstreichen und findet durch den Magister Salter, der nicht weiß wie im geschieht, ihren Weg durch das Tor. Die dritte Gruppe wird angeführt von einer Frau mit hoher Stellung in der Stadt und gemeinsam mit ihrer Söldnerin Baelis scheint dieser Pulk zunächst am unwichtigsten zu sein, jedoch halten T.S. Orgel noch einige Überraschungen für uns bereit.
Manches Mal musste ich tatsächlich an eine Haus-Version von Jumanji denken, denn was zunächst überaus harmlos wirkt, stellt sich doch umso schneller als sehr tödlich heraus. Natürlich macht genau dies auch den Reiz des Buches aus. Gepaart mit der "Magie", welche unsere Charaktere zum Teil auch selbst besitzen, bietet diese Geschichte wirklich sehr spannende Szenen.
Es stellt sich als wahnsinnig schwierig heraus, dieses Buch zu beschreiben und in ein paar wenige Worte zu fassen. Die Story ist sowohl ruhig, als auch rasant. Gut strukturiert in einem wirren Magie-Haus. Rationale treffen auf gefühlsgesteuerte Charaktere. Ehemalige Straßenkinder treffen auf ... *Spoileralarm* ;)
Mir hat "Das Haus der tausend Welten" sehr gut gefallen und auch die Tatsache, dass ich weder ahnte was als nächstes geschieht, noch den leistesten Verdacht hatte, wie all das einmal Enden soll. Dies wird wohl nicht mein letztes Buch der beiden Brüder gewesen sein.
Ein Haus, dessen Inneres weit mehr zu bieten hat, als es von außen den Anschein macht? Das vor Magie, fremdartigen Wesen oder gar unbekannter Vegetation strotzt? Grenzen für Fantastisches und Tödliches scheinen im Haus der tausend Welten nicht zu existieren, wie auch die verschiedenen Gruppierungen auf ihrem Wettlauf zum obersten Stockwerk und dem von dort lockenden unendlichen Reichtum, bald feststellen. Das Buch kommt gewohnt fantasievoll daher, bietet viel Neues und damit viel Unverbrauchtes. Auch wenn ich mir an manchen Stellen einige weitreichendere Erklärungen und Beschreibungen gewünscht hätte, ist das kein Grund zu klagen. Schließlich besitze ich selbst Fantasie, die dadurch angeregt wird. Die Idee, die Umsetzung und der Wettlauf sind spannend erzählt, die Charaktere gut und von daher kann ich das Buch durchaus weiterempfehlen.
Sechs „Helden“ – neun Schicksale und als Leser erkennt man nicht immer wer „Held“ – „Nebenfigur“ oder „Strippenzieher“ der Handlung ist; fast schon wie im realen Leben. Der Spielraum der Handlung verengt sich immer mehr von einer Welt, auf eine Stadt und schließlich auf eine Haus und eröffnet bei aller Beschränkung des Ortes immer wieder vielseitige Szenarien.
Atail ist eine Stadt hoch in den Bergen, die etwas Besonderes haben muss. Hier ist das Klima – im Gegensatz zum rauen Hochgebirge, in der sie liegt – stets angenehm milde und freundlich. Das Leben pulsiert, wie in anderen Städten auch. Und die Stadt kann mit einer kleinen Attraktion aufwarten, der „Aufgehenden Sonne“, einem schon legendären Gasthaus. Und dorthin führt letztendlich der Weg all der Helden, um die es in diesem Roman geht. Streuner, Barden, Krieger, Magier – wenn man so will die klassische Heldenrunde, jedoch mit sehr menschlichen Ecken und Kanten – nicht einfach nur edel und mutig. Da das Leben aller unterschiedlich verlief erhofft sich jeder von Ihnen etwas anderes von seiner Reise durch dieses wundersame Haus und stellt sich den dort lauernden Gefahren anders.
Daraus ergibt sich eine tiefgründige, spannende und zugleich atemberaubende Geschichte, voller Wendungen und Entwicklungen, die nicht immer gleich vorher zu sehen sind. Zudem besticht der gesamte Roman durch Charaktere, die wirklich individuell und nicht stereotyp heldenhaft angelegt sind, so dass sich trotz bisweilen dichter atmosphärischer Grundstimmung situationsbedingte humorvolle bis witzige Dialoge ergeben, die das Buch zu einem schönen Erlebnis machen.
Generell muss man den Autoren absolut Anerkennung zollen, wie gekonnt sie immer wieder Andeutungen auf unsere reale Erlebniswelt machen, Bekanntes aus dieser entlehnen und zu einer absolut eigenständigen Welt umformen.
Ein Highlight für mich war eine der ersten Beschreibungen des Gasthauses der „Aufgehenden Sonne“. Ich hatte das Gefühl, dass man als Protagonist nur noch einmal wieder vor die Tür des Gasthauses treten müsste um zu sagen: „Es ist von Innen viel Größer!“.
Ich hatte über 500 Seiten absoluten Lesespaß und kann den Roman nur empfehlen. Man muss ihn einfach gelesen haben. Und ja, ich denke, dass er Pen- und Paperspielern besonders viel Vergnügen bereiten wird, denn mann fühlt sich selber an so manch Abenteuer erinnert, in denen es bisweilen Entscheidungen zu treffen galt, von denen man selber wusste: „Dumme Idee, aber so bin ich halt nun mal.“
Das Haus der aufgehenden Sonne ist weniger ein Gasthaus als vielmehr ein Ort, an dem sich die Menschen vergnügen können. Mlima ist hier die Königin der Nacht und herrscht in diesem Haus. Doch diese Macht alleine reicht ihr nicht. Aber nicht nur sie giert nach Macht, sondern noch zwei weitere Gruppen bestehend aus Gaunern und Adeligen. Doch der Weg ins Haus Innere gestaltet sich schwieriger als erwartet, denn das Tor zum eigentlichen Haus öffnet sich nur alle Jahre. Daher ist das Zeitfenster äußerst knapp und sie haben nur diese eine Chance. Doch als sich das Tor öffnet, beginnt ihr Reise durch zahlreiche Räume, die man dem Haus nicht angesehen hat. Hier scheint Magie – Shao – im Spiel zu sein. Und als wenn die zahlreichen Räumen nicht schon ein Labyrinth für die Gruppen bildet, kommen auch noch unerwartete Gefahren hinzu, die ihren Plan durchkreuzen. Die Hetzjagd beginnt.
Als ich das Cover gesehen habe, hat es mich direkt in seinen Bann gezogen und als ich den Klappentext gelesen habe, war es klar, dass ich das Buch lesen musste. Und ich muss sagen, dass es mir ziemlich gut gefallen hat. Das Haus der Tausend Welten bzw. das Haus der aufgehenden Sonne ist wirklich sehr fantasievoll und kreativ geschrieben. Auch die einzelnen Charaktere sind wirklich sehr unterschiedlich und nehmen einen auf eine Abenteuerreise mit, die magischer wohl nicht sein kann.
Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen, die bis zum Schluss im Buch überlebt haben. Denn diese waren irgendwie besonders und hatten kaum bis keinen Machtgedanken. Sie haben sich alle auf das besonnen, was sie haben. Gerade auch am Ende kam das sehr deutlich rüber und hat mich wirklich bewegt. Dennoch kam ich mit den Charakteren sehr oft durcheinander, sodass ich öfters hinten ins Buch gucken musste, wer er/sie ist. Es sind schlichtweg zu viele Charaktere, die das Haus betreten. Erst nach und nach, als sich die Gruppen ausdünnen, wird es für mich übersichtlicher. Leider sind es auch ungewöhnliche Namen, sodass ich sie mir auch teilweise einfach merken konnten.
Ich fand auch die einzelnen Räume mit ihrem Inhalt sehr schön. Jeder Raum war auf seine Art und Weise etwas Besonderes. Ich fand es nur schade, dass man von den Räumen keine Hintergrundinformation bekommen hat. Bzw. mir haben die Hintergrundinformationen zum Haus gefehlt. Warum wurde das Haus mit den Räumen in dem Umfang erstellt und warum hat man eben diese Räume so gestaltet. Das kam für mich jetzt nicht so gut rüber. Zumindest konnte ich darin keinen Sinn erkennen. Denn wenn man es genau nimmt, kommt man über diverse Wege zum Ziel.
Mir hat auch der Humor in dem Buch gefallen. Die Schlagabtausche waren wirklich herrlich. Die Gespräche waren witzig und spannend zugleich.
Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe, kann ich euch das Buch wirklich empfehlen. Denn es liest sich wirklich flüssig. Die fast 600 Seiten waren für mich wirklich sehr unterhaltsam und gut.
In Atail steht ein Haus von dem die Legende sagt, es beherberge tausend eigene Welten, schreckliche Bestien und Schätze, die man nicht träumen kann. So schlägt es viele Abenteurer immer wieder in die Hallen des Hauses, doch keine von ihnen kehren wieder. Als sich mehrere Gruppen von Abenteurern aufmachen, das Haus zu erforschen und reicher zu werden, als es die Vorstellungen erlaubt, erfährt der Leser, was hinter den vielen Türen lauert …
Manchmal gibt es Bücher, die will man so sehr lieben, dass einem gar nicht bewusst wird, wie lange man sich damit quält. Leider, leider war Das Haus der tausend Welten so ein Buch. Die Prämisse klingt toll: Eine Gruppe Abenteurer will ein altes Haus erforschen, das von Innen größer ist als von außen (Allons-y!) – eine Zauberin, eine Kriegerin, ein Dieb, ein Mönch und eine Reisende (die sich als Bardin herausstellt: noch besser!), fast so, als würde man in einem RPG eine Party erstellen. Jeder Charakter hat eine Rolle zu spielen und dementsprechend auch seine Eigenheiten. Doch über mehr als 350 Seiten hinweg war es kaum möglich, die Charaktere auseinander zu halten, denn ihre innere Stimme ist absolut identisch. Egal, ob wir Fuchs (dem Dieb) oder Ako (der Sängerin) folgen, ihre Denkweise und somit die Erzählart ist gleich. Dass wir zudem nicht eine Gruppe begleiten, sondern mehrere, tut ihr übriges. Vielleicht lag es an mir, denn High-Fantasy schafft es nur auf eine Art, mich zu begeistern: mit den Charakteren. Ich brauche einen Kvothe, eine Arya, einen Tyrion oder einen Hadrian, einen Bilbo Beutlin oder einen Revolvermann, um epische High-Fantasy (ok, der dunkle Turm ist keine echte High-Fantasy, but: who cares?) genießen, lieben zu können. Und hier konnte ich das nicht finden. Dass ich zudem über mehrere hundert Seiten hinweg kaum einen roten Faden erkennen konnte (ach: gar keinen), tat sein Übriges. Die Geschichte zog sich, denn ich verstand auch nach der „Erklärung“ des Hauses nicht, weshalb die Figuren ihre Reise unternehmen, denn von ihrer Vergangenheit erfahren wir nichts bis kaum etwas.
So kann ich leider sagen, dass dieses Buch eine große Enttäuschung für mich war und ich es nach mehr als 350 quälenden Seiten abbreche – etwas, da bei mir äußerst selten geschieht.
**Rezension: "Das Haus der Tausend Welten" von T.S. Orgel**
T.S. Orgel entführt uns in "Das Haus der Tausend Welten" in die verwinkelten Gassen der Stadt Atail. Die Straßenzauberin Stern findet den Schlüssel zu einem mysteriösen Haus, das unzählige Räume voller Schätze und magischer Artefakte beherbergen soll. Gemeinsam mit ihren Gefährten macht sie sich auf die gefährliche Reise, die Geheimnisse des Hauses zu lüften.
Die Idee hinter dem Buch ist originell und faszinierend: Ein Haus mit unendlich vielen Räumen, gefüllt mit Schätzen und Artefakten die eine spannende Welt erwarten lassen. Leider bleibt die Ausführung hinter dieser spannenden Prämisse zurück. Die Beschreibung des Hauses und seiner Legenden ist oberflächlich, und viele Fragen bleiben unbeantwortet. Der mystische Reiz des Hauses wird nur zaghaft vermittelt, und das Magiesystem wird nicht richtig erklärt.
In gut geschriebenen Büchern entstehen oft lebendige Bilder und Szenarien im Kopf des Lesers, die die Geschichte zum Leben erwecken. In diesem Buch bleiben die Bilder jedoch verschwommen und unvollständig. Die Szenarien entfalten sich nur zaghaft und lassen oft den gewünschten Eindruck vermissen.
Das Buch wirkt wie eine Ansammlung guter Ideen, denen jedoch der rote Faden und die umgebende Welt fehlen. Ansätze werden gemacht, jedoch finde ich sie mehr verwirrend als hilfreich.
Trotz dieser Kritikpunkte gibt es auch ein paar positive Aspekte. Die Charaktere sind interessant, und ihre Interaktionen sind oft unterhaltsam. Zudem gelingt es T.S. Orgel, eine gewisse Grundspannung aufrechtzuerhalten, die den Leser bei der Stange hält.
Insgesamt bietet "Das Haus der Tausend Welten" einige unterhaltsame Momente und interessante Ideen, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück, die der Klappentext weckt. Für Leser, die eine tiefgehende und bildgewaltige Fantasy-Geschichte suchen, wird dieses Buch enttäuschend sein.
Wer jedoch leichte Unterhaltung sucht und nicht wirklich aufpassen will wird vielleicht Gefallen daran finden.
Inhalt: Wir befinden uns in einem Gasthaus mit einer geheimnisvollen, sagenumwobenen Tür, die sich nur etwa alle 60 Jahre zu öffnen scheint.
Die Lieder berichten vom größtem Reichtum, dass man sich vorstellen kann!
Mehrere Gruppen machen sich teils freiwillig, teils unfreiwillig auf den Weg um das Geheimnis zu lüften.
Schreibstil: ganz große Klasse! Obwohl wir uns in einer ganz neuen Welt mit vielen Kulturen, Göttern und Menschenrassen wiederfinden, kommt man nie durcheinander. Es ist so gut formuliert, dass ich nie das Gefühl hatte überfordert zu sein oder zu vergessen um wen es sich gerade handelt.
Dazu beigetragen haben unter anderem sehr bildliche Namen wie Fuchs und Kratzer, die gleich ein vielleicht etwas Klischeehaftes aber doch passendes Bild vermitteln.
Allgemein: Ein einfaches Setting und doch so viel größer von Innen als von Außen! Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und man wird von Seite zu Seite überrascht!
Das Buch über hatte ich immer eine leichte grusel Gänsehaut was sehr gut zum feeling gepasst hat!
Mit einem rundum würdigem Ende.
Insgesamt ein richtig dicker Schmöker mit absoluter Leseempfehlung!
Das Haus der tausend Welten ist der Wahnsinn – und damit meine ich nicht nur ein wahnsinniges Lesevergnügen. Das ist nämlich nicht nur Titel des Buches, sondern gleichzeitig auch Programm. Obwohl das Haus eigentlich als Unterschlupf – oder als Königspalast, je nachdem, wie man das sehen möchte – der „Königin der Finsternis“ fungiert, birgt es auch ein gefährliches Geheimnis: ein versiegeltes Tor, um das sich unzählige Legenden ranken und hinter dem angeblich die Erfüllung aller Wünsche liegen soll. Natürlich kennt die nicht nur die „Königin“, sondern auch der Rest der Protagonisten – oder zumindest ihre Anführerin Stern. Die hat für alles einen Plan, den sie aber gerne für sich behält. Ihre Anhänger folgen ihr voller Vertrauen zum Haus der tausend Welten, in dem sie recht schnell auf die dritte der drei Protagonisten Gruppen treffen: die der legendären Kriegerin Baelis. Um alle Charaktere kurz zu umreisen, sind sie eindeutig zu zahlreich. Man findet aber auf jeden Fall den ein oder anderen Stereotypen sowie das ein oder andere Klischee wieder. Allerdings sehr gut und harmonisch verpackt. Mehr möchte ich zur Handlung aber auch gar nicht verraten, um das Leseerlebnis nicht zu schmälern.
Fazit So viel soll gesagt sein: das Haus der tausend Welten ist eine Geschichte, die seinesgleichen sucht. Mit leichten Horror Aspekten zieht sie den Leser vollkommen in ihren Bann und kann mit einigen Überraschungen punkten. Wer allerdings nach Fantasy mit großen, epischen Schlachten sucht, sollte lieber weitersuchen. Für mich eine glasklare Leseempfehlung für alle, die mal wieder etwas frischen Wind im Genre suchen. Mein erstes, aber definitiv nicht letztes Buch des Autoren Duos.
Bei diesem Buch hat mich nicht nur das wunderschöne Cover neugierig gemacht, sondern auch der Klappentext. Ein Haus voller Schätze und Artefakten und noch nie war jemand der hineingegangen ist wieder herausgekommen. Das hat nicht nur mich, sondern auch die muntere Truppe um Stern herum fasziniert. Stern hält ihre kleine Bande mit ausgeklügelten Plänen am Laufen, nur die Belohnung war bis dato nie besonders. Das soll sich nun ändern, den sie und ihre Gefährten haben vor das Haus zu bezwingen. Das alleine klingt schon mega spannend und ich kann sagen, nach den ersten Seiten war ich so ans Buch gefesselt, das ich es gar nicht mehr aus den Händen legen wollte. Das liegt nicht nur an der wirklich interessanten Idee,sondern auch an dem wirklich gelungenen Setting. Für mich als Leserin war es herrlich die tollen Beschreibungen der verschiedenen Orte zu lesen. So konnte ich schön und schnell in die Handlung eintauchen. Was mir auch sehr gefallen hat, waren die verschiedenen Charaktere die das Buch wirklich lesenswert gemacht haben.
Auf den ersten Seiten lernen wir die unterschiedlichen Mitglieder von Sterns Gruppe nämlich sehr gut kennen. Meine Favoriten waren dabei Salter, Fuchs, Stern und auch Tara. Über sie erfahren wir eine Menge und mir persönlich hat es Spaß gemacht zu lesen wie sie alle zusammentreffen um dieses große Abenteuer zu bestreiten. Hierbei ist es den beiden Autoren geglückt alle Figuren zu etwas Besonderen zu machen. Jeder einzelne hat seine Eigenheit. Bei Salter mag ich das er sich eher zurückhaltend gibt, er ist etwas schüchtern- vor allem bei Frauen. Aber sonst recht liebenswert. Tara ist eine junge Frau die auch verschlagen sein kann. Stern ist eine klevere Strategin die Versagen gar nicht leiden kann und Fuchs ist ein charmantes Schlitzohr. Natürlich sind da auch noch viele andere Figuren wie die grobschlächtige Baelis ect. auch sie ist ein toller Charakter. Fazit Beim Schreibstil gefällt mir das man ohne Probleme dem Text folgen kann. Es gibt keine komplizieren Worte und auch sonst fand ich es angenehm zu lesen. Das bildhafte erzählen können die beiden Schriftsteller auf jeden Falls sehr gut. Deshalb bin ich auch recht schnell durch die Seiten gekommen und war am Ende etwas traurig als das Buch schon zu ende war. Ich kenne schon die Blausteinkriege der beiden und muss sagen das sie sich von Buch zu Buch steigern. Ich persönlich finde dieses Buch hier richtig klasse. Der Leser bekommt ein tolles Setting mit vielen interessanten Wesen und Charakteren. Eine spannende Handlung rundet das Werk ab und macht es für mich zu einem wirklich tollen Fantasybuch. Für Fantasyfreunde ist es auf jeden Fall einen Blick Wert finde ich.
Gute und spannende Geschichte voller interessanter Details. Viele unterschiedliche Protagonist.innen, die sich erst sehr spät treffen, anders als der Klappentext das behauptet. Alles in allem gut, aber der letzte Funke der mich mitfiebern lässt hat gefehlt. 3,5 Sterne
Autoren: T. S. Orgel Verlag: Heyne Preis: 14,99€, Taschenbuch Seiten: 592 Seiten ISBN: 9783453319790 Erscheinungsdatum: 10. Februar 2020
5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️ Inhaltsangabe: Entnommen von: www.randomhouse.de Das Leben in den verwinkelten Gassen Atails ist hart, vor allem, wenn man nicht zu einer der großen Magierfamilien gehört. Die Straßenzauberin Stern schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben, als ihr eines Tages der Schlüssel zum Haus der tausend Welten in die Hände fällt, das einst der Sitz der Magiergilde war. Der Legende nach soll es unendlich viele Räume beherbergen, gefüllt mit Schätzen und Artefakten, die selbst aus einfachen Zauberern die mächtigsten Magier der Welt formen können. Gemeinsam mit ihren Gefährten Fuchs, Ako, Baelis und Salter macht Stern sich auf den Weg dorthin. Aber sie sind nicht die Einzigen, die die Geheimnisse des Hauses ergründen wollen. Noch ahnen die Schatzsucher nicht, was im Inneren des Hauses wirklich auf sie wartet ... 🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️🏰⚔️ Meine Meinung: Hallo ihr Süßen 💕 "Das Haus der tausend Welten", ist weit mehr als ein Fantasy Abenteuer, es ist eine grandiose Saga über ein Gebäude das mehr zu bieten hat, als es von außen her scheinen mag. Es ist eine Saga, über geniale ausgearbeitete Charakter und Handlungen die man nicht so schnell vergessen wird. Es ist eine Art Fantasy Road Trip, ein Trip durch diese Mauer, die niemand kennt und niemand überlebt hat. Denn einmal betreten, verlässt niemand je wieder dieses Gebäude! Tja so einfach ist die Handlung dann doch nicht! Auf den knap 580 Seiten, passiert unglaublich viel und sehr viele Charaktere werden auf dich zu kommen. Aber eines kann ich die versprechen, wenn es dich erst einmal gepackt hat, dann kannst du dieses Buch nicht wieder weg legen! Ein Fantasy Highlight der Extraklasse und ein großes Abenteuer Epos, mit kleineren Schlachten, die aber nicht minder spannend sind. Absolute Empfehlung ! Ganz lieben Gruß Sonja/Shaaniel
Das Cover gefällt mir ziemlich gut, da es relativ ruhig gehalten ist und gut zur Geschichte passt.
Auch der Schreibstil konnte mich wieder von der ersten Seite an überzeugen, denn er ist flüssig, sehr leicht zu lesen, auf jeden Fall spannend und abwechslungsreich. Ich bin super ins Buch reingekommen und wollte danach immer gleich wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht und was wohl als nächstes passieren wird.
Die Charaktere sind wirklich super beschrieben und man kann sie sich ziemlich gut vorstellen. Am Ende des Buches gibt es auch noch ein Namensverzeichnis, wenn man mal kurz wen vergessen hat, aber das brauchte ich in diesem Fall gar nicht. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, die die Charaktere einzigartig macht. Manchmal hätte ich sogar gerne noch ein kleines bisschen mehr über sie gewusst.
Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch, das einem schöne und unterhaltsame Lesestunden bescheren kann. Es bleibt durchgehend spannend und abwechslungsreich. Ich kann es also definitiv empfehlen.
Rezension Für diese Rezension habe ich gerade den Klappentext des Buches noch mal gelesen und verwirrt festgestellt, dass einige Dinge nicht stimmen oder einen sehr falschen Eindruck hervorrufen. Zum Glück habe ich ihn nicht noch mal gelesen, bevor ich das Buch angefangen habe. Sonst wären bei mir einige Erwartungen geweckt worden, die das Buch dann gar nicht erfüllt. Beispielsweise erweckt der Klappentext den Eindruck als sei Stern die Protagonistin. Das ziehe ich jedoch stark in Zweifel. Zum einen, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Charakteren nie die Erzählperspektive übernimmt, zum anderen, weil sie zwar eine Gruppe anführt, die das Haus betritt, ansonsten für die Geschichte selbst aber kaum eine Rolle spielt. Ich finde es daher sehr irreführend, wie der Klappentext um sie herum aufgebaut ist. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Baelis und Salter gar nicht zu ihren Gefährten gehören, sondern zu anderen Gruppen, sodass sie sich irgendwann im Laufe der Handlung das erste Mal treffen. Letztlich tut das dem Buch keinen Abbruch, weil ich den Klappentext erst im Nachhinein gelesen habe, aber erwähnenswert finde ich es trotzdem, gerade auch um andere Leser vor falschen Erwartungen zu warnen.
Zum Buch selbst muss ich sagen, dass ich mich am Anfang sehr schwer getan habe. Das erste Fünftel, immerhin über 100 Seiten, befasst sich im Grunde nur mit der Vorstellung der Charaktere. Die ersten fünf Kapitel werden von vier unterschiedlichen Personen erzählt und der Prolog zuvor von noch einer anderen Figur. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit verschiedenen Erzählperspektiven in einem Buch, aber hier dauerte es einfach ewig, bis die Beschreibungen von Handlung abgelöst wurden. Da die Figuren unterschiedlichen Berufen nachgehen, nämlich Dieb, Heilerin, Magier und Söldnerin, und unterschiedlicher Herkunft sind, wodurch Geographie, Gesellschaftssysteme, Religionen etc. in verschiedenen Teilen der Nation vorgestellt werden, ist der Anfang des Buches sehr zäh. Teilweise hatte ich das Gefühl als hätte ich gerade von fünf unterschiedlichen Büchern jeweils das erste Kapitel gelesen. Da die Figuren jeweils auch noch mit anderen namentlich genannten Personen interagieren, gab es bereits am Anfang eine solche Flut aus Namen, dass ich mir nicht einmal mehr sicher war, wie viele Erzähler es denn nun eigentlich gab. Ganz zu schweigen davon, dass ich die Namen der anderen Figuren dem jeweiligen Erzählstrang überhaupt nicht zuordnen konnte. Jedes Mal, wenn die Perspektive wechselte, musste ich eine ganze Weile darüber nachdenken, um welche Person es jetzt geht und welche der vorherigen Kapitel ihr zugeordnet waren. Mit der Zeit wurde es besser, weil ich die Namen langsam gelernt habe und weil viele Charaktere gestorben sind, sodass es grundsätzlich weniger Figuren wurden.
Trotzdem muss ich zu den vielen Figuren und Perspektiven sagen, dass ich die Überlegung dahinter verstehe. Die Charaktere betreten bald das Haus der Aufgehenden Sonne, sodass weitere Beschreibungen der Welt und der Umstände außerhalb des Hauses schwierig unterzubringen wäre, weshalb die vielen Beschreibungen vermutlich alle an den Anfang geschoben wurden. Außerdem bieten sich durch die unterschiedlichen Perspektiven viele Möglichkeiten, die Wunder des Hauses zu beschreiben, ohne eine Gruppe von Figuren durch alle skurrilen Räume und tödliche Gefahren hetzen zu müssen. Nachdem ich die Charaktere und ihre Gruppen einmal auseinanderhalten konnte, hat mir diese Umsetzung sehr gefallen, weil dadurch viele verschiedene Räume besucht wurden. Ich fand dieses magische Haus mit seinen unmöglichen Zimmern wirklich faszinierend. Hin und wieder werden die Erzählstränge miteinander verknüpft, indem Räume durchquert werden, indem schon andere Gruppen waren, oder indem die Figuren auf Wesen treffen, die eine andere Gruppe bereits terrorisiert haben. Dadurch gibt es bei den Handlungssträngen schon auf dem Weg zum großen Finale immer wieder Berührungspunkte.
Nachdem ich mich einmal halbwegs unter den Charakteren zurechtgefunden habe, fand ich die Geschichte an sich richtig interessant. Die Idee hinter allem und die Reise durch die unzähligen Räume des Hauses war wirklich spannend. Worauf alles hinauslaufen würde, wusste ich zwar schon relativ bald, aber das hat der Spannung nicht geschadet, weil ich die Rollen der einzelnen Figuren meist nicht vorhersehen konnte. Irgendwo bin ich dann doch immer wieder überrascht worden. Zum Teil liegt auch das wieder an meiner Verwirrung über die vielen Perspektiven und Charaktere. An einem Punkt wurden Hintergründe zu einer Figur offenbart, was ich aber nach zehn oder elf Seiten erst gemerkt habe. Für mich war praktisch fast unvorhersehbar, wer welche Motive und welches Ziel hat, weil ich schon beschäftigt genug damit war, die Figuren überhaupt auseinanderzuhalten. An diesem Punkt hat mich das allerdings nicht mehr gestört, weil es mir einige Überraschungen beschert hat, die sehr geschickt vorbereitet wurden und die ich wirklich nicht haben kommen sehen.
Fazit Der Anfang des Buches war sehr zäh. Es wird aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wobei zunächst alle Figuren inklusive Herkunft etc. vorgestellt werden. Diese Vorstellungsphase dauert mehr als 100 Seiten, wonach dann endlich die Handlung wirklich beginnt. Ab dann fand ich die Geschichte aber spannend. Die vielen Perspektiven haben durchaus ihren Sinn und werden auch immer wieder miteinander verknüpft. „Das Haus der tausend Welten“ war nach dem langwierigen Einstieg ein spannendes, interessantes Buch mit einer sehr coolen Idee und bekommt dafür vier Schreibfedern.
Ich bedanke mich beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.
Irgendwie brauchte die Handlung ewig, um in die Gänge zu kommen, was vielleicht daran liegt, dass sie aus der Sicht vier verschiedener, am Anfang berührungsloser Charaktere erzählt wird, die alle eingeführt werden. Bis das geschehen ist, sind 200 Seiten vergangen und erst dann ging die eigentliche Handlung um das Haus der tausend Welten überhaupt los. Somit hatte ich das Gefühl, ewig zu warten, bis die Ereignisse losgehen, und dann hat die Handlung es irgendwie verpasst, mich mitzunehmen, denn so wirklich fesseln konnte mich das Buch nie. Ich hatte kein Problem damit, es beiseitezulegen, und hatte auch nie wirklich den Drang weiterzulesen.
Was vielleicht daran lag, dass mir die Charaktere ziemlich egal waren. Und ich muss sagen, ich war relativ überfordert mit der Zuordnung und vier Perspektiven sind ja nun auch nicht überragend viel. Verwirrt hat mich, dass zwischendurch die Sichtweise mitten im Absatz gewechselt wird, wenn zwei der erzählenden Charaktere an derselben Handlung beteiligt sind. Obwohl ich aber sonst jemand bin, der Charaktere ganz gut zuordnen kann, war ich hier teilweise total verwirrt, wer die auftretenden Personen waren, was sie ausmacht und überhaupt. Teilweise konnte ich bis zum Ende nicht wirklich die Namen zuordnen und wurde dann damit überrascht, dass Charaktere wichtig wurden, die ich als beiläufige Randcharaktere registriert hatte. Es gibt ein Personenverzeichnis am Ende, das ich leider zu spät entdeckt habe, allerdings bezweifle ich, dass es mir viel geholfen hätte.
Hinzu kam, dass mir irgendwie keiner der Charaktere wirklich sympathisch wurde. Was vielleicht auch daran lag, dass sie in meinen Augen alle relativ blass blieben, trotz Potenzial, und mir teilweise die Motive nicht ganz klar waren - oder besser: Die meisten wirkten wie passive Mitläufer*innen. Es gibt ein paar angedeutete Backstories, aber im Großen und Ganzen konnte ich mir zu keinem der Charaktere wirklich ein Bild machen, was eben dazu führte, dass sie mir relativ egal waren. Und es ist nicht so, als hätten sie kein Potenzial gehabt. Trotzdem konnte mich nichts davon berühren und nichts hat für mich wirklich Tiefe entwickelt oder Form angenommen. Ich hatte das Gefühl, dass fast alle Charaktere vor allem aus Egoismus handeln, und ja, ich habe mir die Genrebeschreibung für Grimdark vorher durchgelesen, und düster und brutal klang nach etwas, das mir gefallen könnte. Allerdings finde ich dabei gerade das moralisch Graue interessant, und das kam hier irgendwie nicht zum Tragen.
Was mich auch verwirrt hat, war die Sache mit der Magie. Es gibt irgendwie Shao, das vor allem der Oberschicht vorbehalten ist, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, fast jeder der Charaktere hat irgendeine magische Begabung, die meist erst dann zutage tritt, wenn sie gerade irgendwie nützlich ist, und ansonsten auch nicht weiter erklärt wird. Was dazu führte, dass das auf mich vollkommen willkürlich wirkte.
An sich fand ich es ganz cool, dass es verschiedene "Völker" gibt und Ako auch eine BIPoC ist (und lesbisch dazu), aber ich fand teilweise die Darstellung nicht ganz unproblematisch. Sie wird nämlich dauernd als "die Schwarze" beschrieben, und ich sag mal so, wenn keine weiße Frau als "die Weiße" beschrieben wird, ist das problematisch.
Neben der ganzen Kritik aber auch mal ein positiver Punkt: Die Idee hinter dem Ganzen fand ich tatsächlich ganz cool. Ein Haus, das im Inneren um Einiges größer ist, zahlreiche verschiedene Räume verbirgt und quasi wie der Albtraum eines Hauses, das einen gefangen hält und mit immer neuen und brutaleren Gefahren aufwartet? Definitiv eine sehr coole Idee. Dementsprechend fand ich es schade, dass mich die Umsetzung nicht überzeugen konnte, denn das Konzept fand ich ziemlich faszinierend und das Ende hat auch nochmal einen interessanten Konflikt aufgemacht. Trotzdem war das Buch wohl leider nicht mein Fall.
Fazit: Sehr coole Idee, deren Umsetzung mich aber leider nicht überzeugen konnte, da ich bis zum Schluss nicht wirklich in die Handlung reingekommen bin und mich das Buch überhaupt nicht fesseln konnte. Mir fiel es schwer, die Nebencharaktere zuzuordnen, und allgemein waren mir die Charaktere relativ egal, auch weil sie eher blass blieben.
Ein riesengroßes Haus voller Geheimnisse, Fallen und Magie? Voller Schätze und mysteriöser Artefakte? Genau meins! Dachte ich, als ich die Inhaltsbeschreibung das erste Mal las. Dann ein ganzer Haufen voller unterschiedlicher Charakter? Das bedeutet Spaß! Und interessante also – also stürzte ich mich kopfüber in dieses düstere fantastische Abenteuer aus der Feder der Gebrüder Orgel. Es war ja schließlich nicht das erste Mal, dass mich ein Buch von ihnen begeistern können sollte – in den Blausteinkriegen bin ich schließlich auch versunken, ganz so wie es sich für einen guten Fantasyroman gehört.
Noch kurz zum Cover. Das rote Schloss im Zentrum vor dem düsteren Hintergrund zog mich sofort an, ganz so wie wohl auch die Schatzjäger in der Geschichte – Die Wirkung sollte das Cover wohl auch erzielen und hat bei mir auf jeden Fall ins Schwarze getroffen.
Der Beginn kann fesseln. Man merkt wie die Brüder die verschiedenen Charaktere in Stellung bringen und lernt sie einen nach dem anderen kennen. Stern, die Zauberin, die Söldnerin Baelis und den Gelehrten Salter, ebenso wie Fuchs, der sich mit Diebstählen über Wasser hält und die Reisende Ako – sie alle haben persönliche Gründe, um in die Stadt Atail zu reisen – und doch kommen sie in kleinen Gruppen mehr oder minder freiwillig in das Haus der 1000 Welten – und müssen alsbald um ihr Leben fürchten. In begann, einzelne Charaktere interessant zu finden – die Orgels haben uns eine recht lange Zeit gegeben, uns an die Charaktere zu gewöhnen – und das war auch gut so. Hätten sie am Anfang die Charaktere nicht beschrieben und wären auf ihre Motivationen, Emotionen eingegeganen, ich glaube, ich hätte das Buch irgendwann zugeklappt. Ich bin leider der Lesertyp, der mit den Charakteren mitfiebert und sie gerne lieb gewinnt – wenn dann auch noch die Story stimmt, bin ich glücklich.
Glücklich? Nun, das war ich mit diesem Buch nicht ganz. Ich kann noch nicht einmal genau den Finger auf die Wunde in meinem Leserherz legen – fest steht aber, sobald sie das Haus betreten hatten, hat das Buch mir die Tür vor der Nase zugeschlagen und ignorierte mich, wie ich gegen das Holz schlug und um Einlass bettelte. Natürlich – die Figuren müssen sich durch das Haus kämpfen, um die Schätze zu finden und ihre eigene Haut zu retten. Das war ja auch der Grund, aus dem ich das Buch zur Hand genommen hatte. Was war also mit mir los? Ich erwischte mich selbst dabei, wie ich Absätze übersprungen habe, um schneller voran zu kommen und Seiten quer gelesen habe – das hatte das Buch nicht verdient. Ich legte es für ein paar Tage zur Seite, nur um wieder beim selben Verhaltensmuster zu landen, als ich das Buch wieder aufschlug. Eigentlich waren die Szenen vollgepackt mit Action - die jedoch in meinem Kopf kaum zündete und schon gar kein Feuerwerk auslöste. Mit enttäuschten Erwartungen konnte es auch nicht zusammenhängen – schließlich wusste ich ja im Voraus, was auf mich zukommen würde und hatte mich darauf gefreut! Aber die Figuren hatten mich einfach vergessen. Erschienen sie mir auf den ersten 100 Seiten spannend und interessant in ihrer Entwicklung, wurde ihnen in dem weitläufigen Gemäuer die Farbe und die Strahlkraft geraubt – Sie arbeiten sich von Stockwerk zu Stockwerk und ich versuchte nur am Ball zu bleiben – Doch wirklich Freude konnte ich wirklich nur am Anfang finden.
Schade! Das Buch konnte mich einfach nicht mitnehmen – und deshalb vergebe ich für dieses Werk der Orgelbrüder nur 3 Sterne. Vielleicht findet ja meine Freundin, an die ich es gern weitergebe, mehr Freude daran.
das cover von dem buch ist genial und die idee hinter der geschichte ebenso.
was für mich etwas flach gefallen ist, ist die eigentliche umsetzung.
ich weiß nicht ob einfach zu weit ausgeholt wurde - das eigentlich haus des titles wird erst um seite 200+ betreten oder wirklich erwähnt- oder ob es einfach nur zu langatmig und langgezogen wurde?
vielleicht bin ich auch einfach nicht die perfekte leserin für diese art buch.
ich mag gerne etwas mehr... weltbau -gib mir mehr wirkliche hintergrund geschichten und erklärungen und wieso die charaktere so sind wie die sind, woher sie alle von diesem haus wissen und wann die tote geöffnet wurden und wie lange es versucht wurde....
all das ging unter in dem langatmigen anreisen der vielen charaktere. und anstatt diese anreisen zu nutzen im mehr die welt und magie und alles dazwischen zu erklären und erkunden wurde sich lieber auf unnütze kämpfe und dumme Streitereien und nicht wirklich gut geschriebene diebesszenen fokussiert.
da es mein erste buch bei den autoren ist weiß ich nicht ob es eine entscheidung war die worte zu wählen. damit meine ich das wann immer möglich lieber schimpfworte als andere worte zu benutzen, möglichst ekelhaft und krasse beschreibungen zu benutzen statt einfachere und weniger wiederliche beschreibungen zu wählen....
einfach gesagt: es wurden interessante entscheidungen in diesem buch getroffen die leider nicht meinem persönlichen lesestil zu gute gekommen sind.
im großen und ganzen hatten die autoren gute ideen aber waren meiner meinung nicht wirklich in der lage es gut umzusetzen.
es ist ein lesbares buch und gut genug das es einige leute gibt die es wirklich mögen würde.
aber ich denke für die meisten ist es zu langatmig und langweilig für was das buch wirklich hergibt um ein fantastisches buch zu sein.
Es ist erneut eine Welt mit viel Potenzial, die die Orgel-Brüder hier geschaffen haben. Allein - sie schöpfen dieses Potenzial nicht aus. Vielleicht ist dies auch deshalb nur ein Einbänder, keine Trilogie wie die "Blausteinkriege", obwohl eine Fortsetzung problemlos möglich wäre.
Tatsächlich erinnert "Das Haus der tausend Welten" eher an ein Jump-'n'-Run-Computerspiel - irgendwo in Mervyn Peakes "Gormenghast" angesiedelt und mit Anklängen an E. R. Eddisons "Der Wurm Ouroboros" - statt an eine sorgfältig ersonnene Welt mit ebenso sorgfältig ersonnenen Charakteren, denn sowohl Welt als auch Charaktere bleiben oft blass. Das ist ausgesprochen schade, denn beispielsweise Fuchs, der Goog oder Stein hätten deutlich mehr als holzschnittartige Züge verdient. Ebenso hätten unerwartete Wendungen mehr Aufmerksamkeit gebraucht, so blieben sie ein immerhin interessantes Skelett. Und warum auch immer gleich im Titel des Buchs gespoilert wird, bleibt vermutlich das Geheimnis des Lektorats.
Die Gründe für das Handeln der Hauptcharaktere bleiben großteils nebulös, kauzige Nebencharaktere einfach in der Geschichte zurück, offensichtlich zu erkennende Hintergrundhandlungen ungeklärt, das Ende ist unbefriedigend. Alles in allem eine nette Unterhaltung zwischendurch, aber weit von den "Blausteinkriegen" entfernt.
Das Haus der Tausend Welten hat mir unheimlich gut gefallen. Die erste Hälfte mag etwas schwierig zu lesen sein, weil sich viele Charaktere und paralelle Handlungsstränge vorfinden, aber umso mehr Spaß bereitet es dann, wenn diese sich miteinander verknüpfen und alle aufeinander treffen.
Zeitgleich haben die Autoren es geschafft, einen Ort zu erschaffen, der einem eine grausige Faszination abverlangt und den man trotzdem gerne selbst erleben würde, weil er einfach so erstaunlich ist.
Der Schreibstil an sich ist logisch, fantasiereich und teilweise auch überraschend.
Jedem, der das Buch liest, empfehle ich, danach noch einmal den Prolog zu lesen!
The story follows several main characters who find themselves in a house with a sheer endless number of rooms and at least as many dangers, seeking treasures, while not exactly knowing what their purpose there is.
The main focus of the story is the plot and the action. You learn enough about the main characters to create a good idea of who they are as a person, and who to like, dislike, trust, and distrust, but their development is more on the shallow side. More interesting are the relationships between the characters, and how they change and form during the book.
Overall, it's a fun adventure story with lovable characters you can root for.
- hab Stern von Anfang an nicht gemocht - was genau wollte Mlima jetzt im Haus? Und warum war es ihr so wichtig, dass alle sterben? - hätte schon gerne erfahren, ob das mit dem Gott funktioniert hätte (obwohl ich mir was anderes ob im Haus gewünscht hätte) - bis auf das Ende war das Buch sehr spannend - auch wenn es mehrere Wege durch das Haus gibt, fand ich es schwer nachzuvollziehen, wo wer gerade ist, sprich wer ist gerade a weitesten oben - Titel verspricht eigentlich mehrere Welten, dabei sind es nur diverse verlassene Räumlichkeiten. Welten definitiv nicht
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Eine wahrhaft abenteuerliche Geschichte mit immer neuen Wendungen. Die beiden Autoren haben sich viel Mühe gegeben sich immer aberwitzigere Welten mit immer neuen Gefahren auszudenken. Leider fehlt der letzte Funken. Und Protagonisten einfach kommentarlos umzubringen ist auch nicht sehr nett. Aber es war ein unterhaltsames Buch, das ich durchaus empfehlen kann.
Dieses Buch ging am Anfang zwar etwas schleppend los, steigerte sich aber zusehends in der Mitte. Es wurde richtig spannend und auf das Ende wäre ich so wohl niemals gekommen.