Das Phänomen Transidentität oder Transsexualismus begegnet uns heutzutage an vielen Orten. Transidente Menschen treten auch in Talkshows und Doku-Sendungen auf, wo sie über ihr Leben berichten in einer im Vergleich zu früheren Zeiten zwar toleranteren, aber noch längst nicht wirklich akzeptierenden Gesellschaft. Udo Rauchfleisch skizziert den Weg vom Pathologiekonzept »Transsexualismus« zur »Genderdysphorie« bis hin zur »Geschlechtsinkongruenz« und dem nichtpathologischen Begriff der »Transidentität«. Er fordert die absolute Selbstentscheidung der Transidenten über die von ihnen gewünschten Schritte in ihrer sogenannten Transition. Eine professionelle Begleitung Transidenter hat meist den Charakter eines transaffirmativen Coachings. Neben Transmenschen selbst und ihren Angehörigen richtet sich das Buch vor allem an Fachleute der verschiedenen Disziplinen, die an der Begleitung und Therapie von Transidenten beteiligt sind.
Das Buch wendet sich an ein interessiertes Fachpublikum sowie Angehörige. Im Rahmen dessen ist es denke ich einwandfrei und eine sinnvolle Einführung in den Themenkomplex. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man diesen mit weniger Anglizismen beschreiben könnte aber da ich auch aus Community Publikationen kaum Bemühungen kenne, eigene Worte zu finden, statt englische zu importieren, kann man das natürlich nicht dem Autor im Speziellen ankreiden. Guter, kurzer Überblick.
Ein guter kurzer Einstieg für einen trans*affirmative Haltung in der Psychotherapie. Auch als Mensch, der sich viel mit dem Thema auseinander setzt, habe ich ein paar Gedanken für mich selbst mitnehmen können. Empfehlung für jede*n Psycholog*in!