Als der Hypochonder Konstantin nach dem Tragen von sechs Wasserkisten ein Ziehen im Oberbauch verspürt, ist der Fall für ihn Leberkrebs im Endstadium! Im Wartezimmer seines Hausarztes trifft er dann aber Freya, eine Yogalehrerin kurz vor der Abreise nach Thailand. Normalerweise würde Konstantin bei dem Wort "Thailand" an Malaria, Ruhr und Typhus denken. Doch als Freya ihn in ihr Camp einlädt, denkt er an Sonne, Palmen und Sandstrände. Und beschließt, da er ja eh bald sterben wird, ihr Angebot anzunehmen. Es beginnt eine Reise, die sein Leben verändert.
Jonas Erzberg lässt uns an den Gedanken eines Hypochonders teilhaben, und das gelingt ihm recht überzeugend. Als die Hauptfigur Konstantin eine erschüttternde Diagnose erhält, reist er Hals über Kopf nach Thailand, um die hübsche Freye wiederzusehen, die er kurz zuvor im Wartezimmer der Arztpraxis kennengelernt hatte. Es folgen allerlei skurille Situationen und noch skurrillere Charaktere, die mich durchaus zum Schmunzeln gebracht haben. Das darf auch alles überzogen sein und für die Geschichte allein hätte ich 3 Sterne vergeben. Aber zum einen springt die Geschichte völlig unnötigerweise immer wieder zwischen der Hauptgeschichte und Rückblenden hin und her, die manchmal einfach den Lesefluss stören und auch an seltsamen Stellen wieder zurückspringen und zum anderen ist die Sprache vollgepackt mit nervigen Vergleichen und Metaphern, die ich persönlich in den meisten Fällen völlig unnötig fand. Da ich den Roman als Hörbuch gelesen habe, kann ich nur ein paar Beispiele geben und nicht einfach zurückblättern:
Es war ein tiefes und schönes Lachen, das wie eine Sommerbrise durch die verwitterte Landschaft meines Gemüts fegte.
Die Öffnung der Handtasche lechzte mich an wie ein gieriger Schlund.