Mutation ist ein Science-Fiction-Roman, der mich vollkommen überrascht hat und in dem eine komplex-geniale Geschichte versteckt ist. Genaueres erzähle ich euch unten, spoilerfrei im Text.
Meine Meinung zum Cover:
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich hinter diesem Cover keine so geniale Geschichte vermutet habe. Erst als ich es größer machte, konnte ich die gewählten Motive richtig erkennen. Was genau alles darauf sein soll, ist mir noch immer nicht klar. Aber zum Glück ist der Inhalt des Buches wichtiger. 🙂
Meine Meinung zum Inhalt:
Der Beginn dieses Buches war für mich sehr seltsam. Ich habe mich wirklich gefragt, in was ich da hinein geraten bin. Mehr und mehr begann ich die Geschichte zu mögen. Der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr verschachtelt, trotzdem flüssig zu lesen, nachdem ich mich daran gewöhnt hatte. Irgendwann fiel es mir gar nicht mehr auf. So ungewöhnlich der Beginn war, so gut entwickelte sich die Geschichte.
Nach einem sehr informativen Rückblick, der einen Ticken zu lang war, fand ich mich wieder zurück im Geschehen. Der Rückblick gehört im Nachhinein zu meinen liebsten Abschnitten, weil ich hier enorm viel über meine Lieblingsprotagnisten Alice erfuhr. Die Geschichte ist spannend und mit einer genialen Komplexität geschrieben. Der Autor hat im Hintergrund eine verzwickte Verschwörung entwickelt, die er gekonnt in seine Geschichte integriert hat. Bis zuletzt war auch ich auf der „falschen Fährte.“
Ich muss aber sagen, dass ein paar Szenen ein wenig zu ausschweifend waren und man sie ein bisschen hätte kürzen können. Vor allem so manches Gespräch oder die Gedankenspiele. Nach Kapitel 4 habe ich kurz überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Denn das gewählte Stilmittel wirkte übertrieben und sorgte für die Gedanken, wo ich da wohl hinein geraten bin. Zum Glück habe ich weitergelesen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass Ivan Ertlov in seinem Werk polarisiert und immer wieder auf Dinge aus der „realen“ Welt hinweist und auch so manches kritisiert. Viele Komponenten sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern spiegeln die Wahrheit wieder. Trotz allem ist in der Geschichte auch eine gehörige Portion Humor vorhanden. Immer wieder nimmt sich der Hauptprotagonist Captain John Harris selbst aufs Korn, schafft es aber in den richtigen Momenten ernst und klar zu sein. Überhaupt zeigt er des Öfteren, dass viel mehr ihm steckt. Ich war überrascht, welch tiefen Einblick ich in die Psyche von Captain Harris bekam. Sein Handeln konnte ich dadurch besser nachvollziehen.
Die Science-Fiction kam in diesem Buch nicht zu kurz. Die Military Elemente und die Schlachten waren so realistisch beschrieben, wie ich es selten erlebt habe. Hier ist auch am meisten Spannung zu finden, welche mich meisterhaft mitfiebern ließ. Die Technik hat mir vom ganzen Buch am besten gefallen. Je näher das Ende kam, umso stärker fieberte ich mit. Dabei vor allem beim finalen Kampf, ich konnte das Lesen nicht mehr unterbrechen. Das letzte Kapitel und der Epilog waren ein krönender Abschluss dieses Buches.
Mein Fazit:
Ich habe hier ein ungewöhnliches, aber richtig gutes Military Science-Fiction Buch gelesen. Der Schreibstil ist verschachtelt, aber trotzdem flüssig zu lesen. Manche Szenen sind zu ausschweifend, dennoch erlebte ich ein komplex-spannende Geschichte, die richtig tolle Elemente enthält. Die zugrunde liegende Idee ist gut eingebaut und offenbart die Wahrheit konstant. Das Buch polarisiert und beinhaltet eine gehörige Portion Humor. Die besten Kapitel waren die Letzten, die zu einem krönenden Abschluss führten.
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!