Haruki Murakami sitzt auf einem Stühlchen in einem Zimmer, und Herr Droste ist ein sehr guter Mensch. Die Geschichten von Sibylle Berg sind schön, aber keineswegs harmlos, durchzieht sie doch ein untergründiges Unbehagen. Wenn Sibylle Berg schreibt, dann ist Schluss mit dem journalistischen Einerlei. Man spürt ihre Schreibwut, ihren schonungslosen Blick, einfach alles, was sie berühmt und berüchtigt gemacht hat. In ihren Artikeln und Reisereportagen erfährt man alles über noch bessere Menschen, geschlechtliche Dinge, Werbung und Freizeitaktivitäten. Und natürlich alles über Frau Berg. Denn sie teilt nicht nur aus, sondern richtet sich auch gnadenlos selbst.
Gold versammelt Frau Bergs Reiseberichte aus Wien, Bangladesh, Weimar und Castrop-Rauxel, ihre Porträts von Gerhard Schröder und dem Massenmörder Leszek Pekalski. Die schönsten Leserbriefe ihrer Fans, die heftigsten Verrisse ihrer Kritiker und sogar drei Gedichte.
Für die Taschenbuchausgabe hat Frau Berg ein paar neue Texte geschrieben, als Bonbon sozusagen. Mehr Berg, mehr Gold.
Sibylle Berg was born at and spent her childhood in Weimar where she also worked as a puppeteer until moving to the West in 1984. She studied briefly at the Dimitri theatre school in Ticino and then had various jobs. She began to write, published her first articles and reportage, and was a columnist for the "Zeit-Magazin". Her first book appeared in 1997, and other novels and stories followed. "Helges Leben" was her first play. Sibylle Berg lives in Zurich.
3,5/5 Viele gute Artikel und Geschichten. Die Grundidee finde ich auch gut. Aber nicht jeder Artikel ist ein banger und manche mittelgut gealtert. Xoxo