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Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 in Zürich) war ein Schweizer Dichter und Politiker.
Seine Lyrik regte eine Vielzahl von Musikern zur Vertonung an, mit seinen Novellen "Romeo und Julia auf dem Dorfe" und "Kleider machen Leute" hatte er Meisterwerke der deutschsprachigen Erzählkunst geschaffen. Schon zu seinen Lebzeiten galt er als einer der bedeutendsten Vertreter der Epoche des bürgerlichen Realismus.
Crossdressing im 19. Jahrhundert? Ja, bei Keller! 3 der 7 kleinen Erzählungen thematisieren die Verkleidung und das Oszillieren der Binarität, wodurch eine Grenzüberschreitung damaliger Geschlechterverhältnisse vorgeführt wird. Ein sehr progressives Denken und eine extrem empfehlenswerte Lektüre!
Christliche Mythen mit sehr fragwürdiger Message aus heutiger Sicht: antifeministisch bis misogyn, transphob und religionafanatisch. Es gibt bessere Klassiker.
Kristallklare Geschichten, deren Inhalte mittelalterlichen christlichen Legenden entnommen und an einem warmen irdischen Frühling wiederbelebt sind.
Projekt für Gemälde: Keller findet in der Schublade seines Nachttischchens in einem Berliner Hotel zwei verstaubte Kosegarten-Bände und sagt alle Termine für den nächsten Morgen ab (500x600cm, Öl).
Lustig, provozierend, einfach zu lesen, macht glücklich und traurig zu gleich. Ein paar Legenden gefallen mir mehr als andere, aber mit den letzten Beiden, die SO SCHÖN sind, konnte ich nicht unter 4 Sterne geben. Ein vergessenes Juwel.