Pour Raffaele, de retour en Sardaigne juste après la guerre, elle se situe sur le Continent.
Mais une fois là-bas, Ester, sa jeune épouse, a le mal du pays, elle qui était pourtant si pressée d’en partir...
Alors la famille y retourne. Leur fille, Felicita, s’adapte aux humeurs locales et s’initie avec la même conviction au communisme et au sexe.
De ses amours naîtra un drôle de petit bonhomme, Gregorio. Au fil des ans et des rencontres, ils avanceront dans leurs vies imparfaites, croisant la route d’autres êtres en quête de bonheur.
Pour tous, Felicita est l’indispensable pivot. Car à ses yeux les gentils ne sont pas des perdants et la terre promise est au coin de la rue.
Milena Agus was born in Genoa to Sardinian parents, and now lives in Cagliari, a recurrent setting for the action in her novels. She used to teach Italian and History at a secondary school, and is now at the Liceo Artistico of Cagliari "Foiso Fois". “The House in Via Manno" (originally published in Italy as “Mal di pietre"), her second novel, won three Italian literary awards, and has been a bestseller in Italy, France, and Germany. In December 2008, Milena Agus was awarded the prestigous Zerilli-Marimò Prize in New York. A film adaptation of the novel is to be directed by Nicole Garcia. Her work has been translated into 18 languages.
Nata a Genova da genitori sardi, vive e lavora a Cagliari, dove insegnava italiano e storia all'Istituto Tecnico "Meucci". Ora lavora presso il Liceo Artistico di Cagliari "Foiso Fois". È un'esponente della Nuova letteratura sarda. Il suo primo romanzo, “Mentre dorme il pescecane” (Nottetempo, 2005) ha avuto due ristampe in pochi mesi, ma è stato “Mal di pietre” il libro che l'ha rivelata al grande pubblico (tradotto in cinque lingue, è stato in testa alle classifiche in Francia, dove è stata promossa a notorietà internazionale). “Mal di pietre” ha vinto il Premio Forte Village e il Premio Elsa Morante, e si è segnalato fra i finalisti del premio Stresa di Narrativa, del Premio Strega e al secondo posto nel Campiello. È tradotta in diciotto lingue.
È sempre bella la prosa di Milena Agus, così impregnata di malinconia e incanto. Anche stavolta si riconferma la piacevolezza della lettura, ma purtroppo essa non si accorda con quella della storia raccontata in questo nuovo romanzo non all’altezza, a mio parere, di precedenti suoi lavori, primi fra tutti “Mentre dorme il pescecane” e “Mal di pietre”. Eppure quella della terra promessa sarebbe stata un’idea più che valida da sviluppare, così come il collaudato intersecarsi di Sardegna e continente, in un girotondo continuo di speranze e illusioni, si rivela, come pure in altri scritti, una carta letteraria vincente. “Ma la verità è che nessuna terra promessa è all’altezza della sua fama”: si presenta immancabilmente uno scontento di fondo, un senso di non appagamento infine devastante, nonostante il fermo desiderio di lasciare la propria terra e le aspettative riposte insieme ai sogni nella nuova destinazione qualunque essa sia (l’Isola, il Continente, un altro continente, un nuova città…). Troviamo sempre quel che cerchiamo nell’odissea del nostro andare? Quasi mai, e ciò viene messo ben in luce dall’autrice. Molto promettente la prima parte del romanzo, decisamente più affrettata e un po’confusionaria la seconda, dove il susseguirsi dei personaggi ha qualcosa di discontinuo che non convince pienamente, anche se quello di Felicita, con la sua riflessiva felicità senza l’accento, colpisce piacevolmente. Nel complesso, una lettura non certo imprescindibile nell’ambito della interessante produzione della Agus, ma che regala, ancora una volta, una bella scrittura e una manciata di sogni e riflessioni che, in fin dei conti, non guastano mai.
Lettura estiva, leggera. L'inizio della storia prometteva meglio, una saga famigliare, poi a metà, personaggi che erano centrali spariscono. Il capitolo in America poco credibile. Un finale da commedia all'italiana. Ho dato 3 stelle perché sono generosa.
Fünf Jahre hat Ester im Krieg auf ihren Verlobten gewartet, immer in der Hoffnung, dass er sie weg aus dem tristen sardischen Dorf in eine bessere Welt führen würde, weg von der alten und zermürbten Mutter, die nie Freude im Leben empfunden hat. Doch als sie Raffaele wiedersieht, ist dieser nicht mehr wiederzuerkennen. Kaum etwas ist übrig von der Liebe, die sie einst für den Marinesoldaten empfand, der sich inzwischen in Genua niedergelassen hat. Auch Raffaele liebt eigentliche eine andere, doch fühlt er sich dem Druck ausgesetzt, sein Versprechen zu halten. Sie bekommen eine Tochter, Felicita, doch Ester wird auch in Genua nicht glücklich und drängt auf die Rückkehr nach Sardinien. Bleibt die Hoffnung, dass es der nächsten Generation besser ergehen möge und diese das Glück findet. Felicita trennt jedoch mehr als nur der fehlende Akzent in ihrem Namen davon und so bleibt auch ihr nur zu hoffen, dass wenigstens ihr Sohn eines Tages seinem Herzen wird folgen und glücklich werden können.
Milena Agus‘ Roman erzählt von Träumen und Hoffnungen, alle Figuren hegen diese und erwarten, dass sie sie an einem anderen Ort erfüllen können. Doch das gelobte Land zerrinnt ihnen zwischen den Fingern, wenn immer sie es zu greifen glauben. Sie bleiben auf der Suche, werden jedoch auch immer wieder ausgebremst, festgehalten von Konventionen, denen sie sich verpflichtet fühlen, oder Regeln, die sie sich selbst auferlegen und finden nur selten den Mut, das zu tun, was sie eigentlich im Leben tun wollen. Und so bürden sie ihre eigenen Unzulänglichkeiten der nächsten Generation auf, die es nicht nur besser haben, sondern ihre nicht verwirklichen Träume realisieren soll.
Das Festland, die Insel, Amerika - drei Kapitel, drei Orte, drei Verheißungen. Der italienische Titel des Romans, „Terre promesse“, greift zurück auf die biblische Vorstellung des versprochenen bzw. gelobten Landes, in welchem die Zukunft der nachfolgenden Generationen des Volkes Israel liegen solle, die auch von den europäischen Auswanderern gen Amerika benutzt wurde. Doch ebenso wie der American Dream nicht für jeden in Erfüllung ging, erfüllen sich auf für die Figuren bei Milena Agus die Träume nicht und sie müssen erkennen, dass es nicht an der Umgebung liegt, für ihr Glück zu sorgen, sondern dass sie dieses nur in sich selbst finden können.
Mit vielen Metaphern und beeindruckenden Sprachbildern geschmückt begleitet die Autorin ihre Figuren bei ihrer Suche, hier liegt der Charme und die Stärke des kurzen Romans. Es ist nicht ganz einfach Sympathien zu empfinden, zu störrisch und miesepetrig ist Ester, bei Felicita fällt dies leichter, wenn sie jedoch auch eigenwillig und verquer erscheint. Um bei den Bildern der Autorin zu bleiben: die Figuren sind Inseln, zwar gemeinsam als Familie eine kleine Inselkette bilden, doch letztlich nicht wagen sich einander wirklich zu nähern und das auszusprechen, was sie bewegt. Dies führt unweigerlich zu einer latenten Tristesse, die sich über den Text legt und schon früh andeutet, dass für echtes, ausschweifendes Glück, nicht wirklich Platz im Leben dieser Familie ist. Poetisch mit deutlichem Hang zur Melancholie.
Eine seltsame Geschichte, die nicht so ganz meins waren. Ich fand es komisch zu lesen und konnte mich auch absolut nicht in die Charaktere hineinversetzen. 2,5 Sterne
Das Cover spricht einen auf den ersten Moment an, es zeigt ein wunderschönes schwarz-weiss Bild mit einer sehr nachdenklich wirkenden Frau und der Titel sowie der Name der Autorin, des Verlags und die Genrenbezeichnung sind wunderbar in das Cover eingefügt. Sehr ansprechend gemacht und ein Cover, was heraus sticht. Ester ist eine Suchenden, sie sucht immer, sie treibt die Sehnsucht nach Perfektion, die sie aber irgendwie nie erreichen kann. Sie möchte immer das haben, was sie gerade nicht hat und das überschattet ihr Leben. Sie scheint nie zufrieden zu sein, auch schafft es ihr Verlobten Raffaele nicht, sie zu bestärken. Ähnlich geht es auch Esters Tochter Felicita, sie hat diese Art der Sehnsucht ihrer Mutter übernommen, aber sie versucht immer das Positive in allem zu sehen, auch wenn das Leben noch so schwer ist. Die Art von Felicita macht das ganze Buch besser und man mag sie vom ersten Moment an. Mit Ester, Raffaele und Felicita zeichnet Milena Agus drei Menschen, die es in ihrem Leben nicht einfach haben, aber mit denen man sich sehr gut identifizieren kann. Im Grunde geht es in dem Buch um die Suche nach einem besseren Leben, das sich eben ausserhalb des kleinen Dorfes und ausserhalb des begrenzten Lebens abspielt und man kann sagen, dass es immer wieder neue Herausforderungen im Leben gibt. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und liest sich gut, Milena Agus schreibt sehr empathisch, was das Buch sehr nah an den Charakteren gestaltet. Milena Agus ist selber in Genua geboren und man merkt auch im Buch, dass sie sich mit ihrem Buch auf bekannten Gebiet bewegt, weil sie beschreibt alles sehr bildhaft und so kann man sich die Gegend, in der der Roman angelegt ist, sehr gut vorstellen. Trotzdem sollte man in dem Buch keinen grosse Spannung erwarten, es plätschert eher so vor sich hin, manchmal hat man auch mit dem Lesen etwas Schwierigkeiten, weil manche Sätze etwas sehr abgehackt wirken, das kommt aber erst im Laufe der Buches, was auch ein Problem mit der Übersetzung sein könnte, aber trotzdem fühlt man sich in dem Buch sehr wohl und man erfährt viel über das Leben und was Glück bedeuten kann, es ist eben eher ein nachdenkliches Buch, was vor allem Sinnfragen stellt und daran sollte man sich einlassen können.
Fazit: "Eine fast perfekte Welle" ist eher ein leises Buch mit sehr nachdenklichen Ansätzen, dass man liest und eher darüber nachsinnt und eben nicht die grosse Familiengeschichte, die man vielleicht vom Klappentext her erwartet. Man erwartet von dem Buch auch etwas anders, aber es ist ein sehr feinsinniges Buch mit vielen Sinnfragen, also etwas anderes, was man vom Klappentext her erwartet, aber trotzdem absolut lesenswert.
"Eine fast perfekte Welt" von Milena Agus ist ein tolles Lesevergnügen. Auf knapp 200 Seiten schildert die Autorin eine Art Familiengeschichte im Zeitraffer. "Wie schafft man es bloß, an einem solchen Ort zu leben?" In Sardinien zu leben, Armut, wenig Komfort, keine Entfaltungsmöglichkeiten, strenge Familiensitten ... es ist kein Wunder, dass Ester sich schon als junges Mädchen weg träumt. Wie schön muss es woanders sein! Vor allem könnte man in der ferne, weit weg von Sardinien, endlich glücklich werden!
Wir begleiten Ester zu verschiedenen Orten Italiens, aber nirgends ist das Glück. Letztendlich überwiegt das Heimweh, denn nur in Sardinien kann man glücklich werden, und wir reisen zurück. Esters Tochter hingegen ist von klein an überall glücklich, denn überall gibt es einzigartige Dinge, Farben, Gerüche, denen Glück innewohnt.
Dieser Roman hat nicht nur einen wunderbar humorvollen, manchmal schon fast ironischen Schreibstil, er berührt mit Schicksalsschlägen, mit Wendungen und mit wunderbaren Romanfiguren. Ich habe laut gelacht, hier und da fassungslos gelesen, ab und zu ein Tränchen weggewischt, oft aber das Buch in den Schoß gesenkt, um nachzudenken. Hält mir die Autorin da ganz geschickt den spiegel vor´s Gesicht? Erkenne ich mich da wieder? Ist "Glück" und die Fähigkeit "glücklich zu sein" angeboren? Muss man naiv und blauäugig sein, um überhaupt glücklich sein zu können? Warum verbinden wir ein "glückliches Leben" so oft mit einem bestimmten Ort? Was braucht der Mensch überhaupt, um glücklich zu sein?
So ein warmherziger, berührender Roman, der fesselt, raffiniert immer wieder an den entscheidenden Punkt kommt, habe ich schon sehr lange nicht mehr gelesen. Für mich ist dieses Buch eine ganz besondere Perle. Ich hoffe inständig, dass ich manche Zeile noch längere Zeit mitnehmen kann, wenn nicht, werde ich es wohl wieder und wieder lesen.
My first book in Italian :) I am glad I understood it and loved it! Thanks to the person, who showed it to me (07/17). The last paragraph of page 147 seems very meaningful to me.
Il mio primo libro in italiano :) Sono molto contenta che l'ho capito e mi piace tantissimo! Questo, grazie alla persona che me lo ha mostrato (07/17). L'ultimo paragrafo della pagina 147 mi sembra molto significativo.
Il piacere di leggere la narrazione della Agus si rinnova sempre, dopo ogni libro. I personaggi, ben sviluppati ed amabili, rimangono impressi anche mentre non si legge. Il sentimento è presente, puro, nostalgico. Bello. Fresco. Speranzoso.
Eine sardinische Familie über drei Generationen steht hier im Mittelpunkt. Auf der Suche nach Arbeit und dem Wunsch nach einem besseren Leben leben sie teilweise auch auf dem italienischen Festland. Der Letztgeborene wandert sogar nach Amerika aus, um als Jazzpianist seine Kunst zu leben. Die Autorin geht hier vor allem den Fragen nach: Wie kann man – innerhalb dieser unperfekten Welt - ein glückliches Leben führen? Wie soll man sich zur Welt und seinen Mitmenschen verhalten?
Der Roman wirkte auf mich gar nicht recht wie ein Roman, sondern mitsamt seinen Figuren eher wie eine Staffage für die Gedanken und Moral, welche die/den Leser*in erreichen sollen. Von den Figuren erwartete ich daher schon recht schnell nicht allzu viel Tiefe und Komplexität. So gab es zur Veranschaulichung ihrer Gedanken zwei Typen - die Pragmatiker, die das Glas eher halb voll sahen, den Blick auf die positiven Sachen lenkten, genügsam und hoffnungsvoll waren. Dann gab es die anderen, die ewig Unzufriedenen, die Hadernden, die das Glas eher halb leer sahen und selten eine innere Ruhe bzw. Glück spüren konnten. Die Autorin zeigt hier deutlich, dass es keine perfekte Welt gibt und dass von den eigenen Erwartungen und Vorstellungen abhängig ist, wie glücklich man ist. Gleichzeitig betont sie, dass man mit Güte, Anstand, Offenheit und Hilfsbereitschaft die Welt zu einem besseren und glücklicheren Ort machen kann. Noch einige Dinge mehr kann man entdecken, so z.B. dass auch Musik/ tätiges Schaffen und das Meer glücklich machen können..:)
Insgesamt las sich der Roman etwas hölzern, holzschnittartig, kühl und spröde, manchmal gar überzogen und albern (eine Frau bringt sich um, weil ihr Sohn eine Frau mit einer verbrannten Gesichtshälfte heiratete). Dennoch gab es durchaus auch poetische, berührende und erheiternde Momente! Mich machte er vor allem nachdenklich und ließ mich wieder darauf besinnen, was denn wirklich wesentlich ist. Davon nehme ich auf jeden Fall aus der Lektüre etwas mit sowie einige interessante Eindrücke aus Sardinien.
Insgesamt wäre das Ganze dennoch als Essay stimmiger gewesen oder aber die Autorin hätte sich tiefer mit den Figuren befassen und dabei mehr zeigen anstatt dozieren sollen.
Non mi delude questa scrittrice che sa descrivere le donne sarde come me le immagino. Un racconto che attraversa più generazioni in tre luoghi diversi che per i sardi sono delle terre promesse: il Continente e l’America. Ho conosciuto emigrati dell’uno e dell’altro posto che hanno trovato la loro terra promessa oltre il mare che separa la Sardegna dal resto del mondo. Ma nonostante abbiano trovato la terra promessa questi Sardi restano ancorati alla loro origine e soffrono della distanza dalla loro terra, il mal di Sardegna come lo chiamava, tra gli altri, Marcello Serra. Lo stesso male di cui soffro anch’io, ma tornare in Sardegna, come fa una delle protagoniste del racconto, si rivelerebbe un errore nell’impossibilità di coniugare il cuore con il lavoro; non resta che emigrare. Le eroine di questo racconto un po’ malinconico affrontano la vita come solo le donne sanno fare, con il sacrificio che è loro chiesto dalla società come se fosse un obbligo, un dovere cui il destino di nascere donna le ha chiamate a compiere.
I am not disappointed by this writer who seems to know how to describe Sardinian women as I imagine them. A story that spans several generations in three different places that for Sardinians are promised lands: the Continent and America. The continent is the rest of Italy beyond the sea, the mainland, America is the United States. I know emigrants from both places who found their promised land beyond the sea that separates Sardinia from the rest of the world. But despite having found the promised land, these Sardinians remain anchored to their origin and suffer from the distance from their land, “the sore of Sardinia” as Marcello Serra called it, among others. The same disease that I also suffer from, but returning to Sardinia, as one of the protagonists of the story does, would prove to be an error in the impossibility of combining the heart with work; all that remains is to emigrate. The heroines of this somewhat melancholy tale face life as only women can, with the sacrifice that society asks of them as if it were an obligation, a duty to which the destiny of being born a woman has called them to fulfil.
In Sardinien wird Ester an Raffaele versprochen, doch aus dem Krieg kehrt ein ganz anderer Mann wieder, als sie ihn kennenlernte. Dennoch heiraten die beiden. Mit der Hochzeit kehren sie auch ihrer Heimat vorerst den Rücken, ziehen zuerst nach Genua, dann nach Mailand. Die kleine Tochter Felicita wächst im Norden Italiens auf, so sehr sich die Ester bemüht die Stigmata ihrer Herkunft nicht zu zeigen, leidet die Familie unter der Trennung von ihrer Herkunft. So ziehen sie wieder zurück. Auch in dem sardischen Dorf bleibt Felicita eine Außenseiterin. Doch der adlige Sisterne beginnt eine Affäre mit ihr. Aus dieser Affäre entsteht ein Kind. Obwohl Sisterne Felicita aus Pflichtgefühl heiraten möchte, wählt Felicita ihren eigenen Weg, gegen die Zwänge der Gesellschaft. Alleine zieht sie in die Stadt, bekommt ihr Kind, findet ihren Weg und verhält sich dabei vollkommen anders, als ihre Umgebung es gewöhnt ist.
Milena Agus zeichnet ein Familienportrait einer scheinbar normalen sardischen Familie, die durch verschiedene Erlebnisse zahlreiche Schicksalsschläge verkraften muss. Vor allem Felicita, ein Sonderling, ist sich ihrer Rolle bewusst, bricht aus den normalen Zwängen aus, um sich ihren eigenen Weg zu bahnen. Vorurteilsfrei begegnet sie neuen Menschen und baut so ein Leben für sich und ihren kleinen Sohn aus. Als dieser erwachsen wird, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Während die Geschichte von Felicitas Familie erzählt wird, fließen zahlreiche geschichtliche Ereignisse und Bemerkungen in den Roman ein. Diese befinden sich durchgehend auf einer impliziten Ebene und werden nicht näher thematisiert. Obwohl wir viel von Felicita und ihren Lebensumständen erfahren, wurde ich mit ihrem Charakter nicht warm,. Wie in der Lebensrealität des Romans entzieht sie sich dem Lesenden.
Die junge Ester lebt auf Sardinien und sehnt sich nach einem freien Leben fernab ihrer Heimatinsel. Es zieht sie aufs Festland, bis die Sehnsucht sie erneut überkommt und unterfüllt bleibt, als sie wieder in ihrer Heimat wohnt. Ihre Tochter Felicita ist ganz anders und findet in den kleinen Dingen des Lebens Erfüllung und Freude, während es ihren Sohn hinaus in die große Welt zieht. So versuchen drei Generationen einer Familie Zufriedenheit und Glück zu finden, in einer Welt, die nicht perfekt ist...
Das Buch ist in drei Abschnitte geteilt und erzählt in jedem die Geschichte einer Person aus einer der drei Generationen einer Familie, die ihren Ursprung in Sardinien hat. Der Schreibstil ist angenehm, manchmal etwas fad und insgesamt nicht so spannend oder außergewöhnlich geschrieben.
Die Charaktere bleiben, wie ich finde, recht oberflächlich und sind nicht so eingehend dargestellt wie es möglich gewesen wäre. Alle drei verbindet die Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit mit ihrem Leben im Allgemeinen und wie sie ihr Glück in dieser Welt auf unterschiedliche Arten finden und erleben, oder auch nicht.
Insgesamt fand ich die Handlungen aber recht belanglos und langweilig. Es fehlte mir Tiefgründigkeit, oder ich konnte sie während des Lesens nicht erfahren und bemerken. Diesbezüglich hatte ich viel höhere Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Kleine Details der Geschichte (z.B. Felicitas Arbeit) waren ungewöhnlich und bemerkenswert und konnten mein Interesse etwas wecken.
Fazit: Blasse, öde Charaktere und eine Geschichte ohne Besonderheit oder tieferen Sinn. Leider eher ein Flop!
In "Eine fast perfekte Welt" erzählt Milena Agus eine Familiengeschichte, in der alle Mitglieder auf die ein oder andere Weise auf der Suche nach einem besseren Ort sind. Vereint in der Suche werden aber auch Unterschiede und die daraus entstehenden Spannungen und Konflikte erzählt.
Besonders getrieben von dieser Sehnsucht nach einem gelobten Land ist Ester. Auf mich wirkte sie wie jemand, der sich im Hamsterrad abstrampelt. Sie läuft permanent einem diffus definierten Besseren hinterher, kommt jedoch nie an, denn wenn sie ihren jeweiligen Sehnsuchtsort erreicht, scheint sie schon etwas anderes zu wollen. Tragisch, dass es ihr sogar beim eigenen Ehemann so ging, denn "Sie liebte ihn mehr, wenn er weg war." Im Gegensatz zu Ester sieht ihre Tochter Felicita immer das Positive in der Welt um sich herum und macht jeden Ort zu einem, den sie lieben kann.
Die Sehnsucht nach einem Ort, an dem man sich vollends wohl fühlt, ist ja ein sehr universelles Thema, das wahrscheinlich bei jedem Leser* eigene Träume und Sehnsüchte hervorruft. Agus schreibt mit einer unglaublichen Intensität, schafft sehr authentische Figuren, erzählt schnörkellos aber trotzdem irgendwie poetisch, sehr emotional (typisch italienisch) und oft voller Melancholie über das traditionelle Sardinien. Ich musste mich zeitweise richtig bremsen, um dieses Buch nicht zu verschlingen, sondern es zu genießen...und am Ende vergisst man fast, dass es ein Roman ist und hat selber Sehnsucht und Lust auf eine Reise ans Meer.
" Béate optimiste. C'est mignon. Peut-être que je suis un peu différente, en effet. C'est-à-dire qu'il m'arrive de penser et d'agir d'une manière pas tout à fait normale. du reste, on dirait que le monde normal, tel qu'il est, ne produit que des épaves, comme vous, et je ne sais pas pourquoi, des gens comme moi, avec mon cancer. Il faudrait s'entraîner à penser et à agir d'une façon tout à fait différente et voir si le monde change."p 138 Seule Felicita peut prononcer de telles paroles, soyez en surs. Felicita est née à Gênes, a grandi à Milan et a "immigré" en Sardaigne parce que Ester ,sa mère, ne pouvait plus vivre ailleurs qu'au village, que Gabriele, son père, voulait le meilleur pour Ester. Une enfance difficile entre l'autoritarisme et la méchanceté de sa grand-mère, le tempérament dépressif de sa mère obnubilée par le qu'en-dira-t'on, la patience angélique de Gabriele , ajoutez y le harcèlement à l'école parce qu'elle n'a pas le type sarde, qu'elle parle avec un accent différent et qu'elle est ronde voir boulotte... mais il en aurait fallu plus pour changer Felicita.. ensuite vint l'amour , ensuite ... et toujours le besoin d'aimer et d'être aimée ... Une fois encore Milena Agus m'a conquise. Une écriture à la fois fluide, alerte où chaque mot pèse son poids. A noter la belle traduction de Marianne Faurobert. Un regard plein d'humanité et d empathie porté sur tous ceux qui nous entourent. Si seulement cela pouvait être la normalité. Sainte Felicita que Dieu vous bénisse.
Eine fast perfekte Welt ist ein wunderbarer Roman. Die Autorin schafft es, einen Familienroman in 3 Generationen auf kleinen Raum zu erzählen und dabei Städte wie Genua, Mailand und New York einzubeziehen, aber im Vordergrund steht natürlich ganz und gar Sardinien. Hier heiraten Ester und Raffaele ein paar Jahre nach dem Krieg, nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Sie ziehen weg, kommen aber zurück mit ihrer kleinen Tochter Felicita, die ein frohes Gemüt hat. Als junge Frau bekommt Felicita einen Sohn, der später Jazzpianist wird.
Immer wieder gibt es kleine Momente, die zu bewegen vermögen, z.B. als Raffaela und Felicita ihre biestige Großmutter erstmals ans Meer bringt. Die alte Dame. Die das Meer stets ablehnte, liebt es schließlich.
Am meisten geht es darum, wie verschieden die Menschen das Leben sehen. Die Gespräche darüber sind originell gemacht und meisten ist Felicita die positive, die erzählt, was es heißt, das Leben zu lieben.
Milena Agus hat ein fast ein perfektes kleines Meisterwerk geschrieben.
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Es wurde gelobt und gefeiert und der Klapptext war auch ansprechend. Und dann kam die Lektüre.
Anfangs dachte ich wirklich noch, es wird besser und weniger negativ, aber es blieb dabei. Die Familienmitglieder wurden nur oberflächlich beschrieben und konnten aufgrund der wenigen Seiten sich auch kaum weiterentwickeln. Es war ein "Abarbeiten" der Generationen. Das Poetische und das Berührende an dieser Geschichte konnte ich nicht finden. Dafür gab es Ester, die sich in ihrer negativen oder auch unperfekten Welt eingerichtet hat. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass sie etwas wirklich ändern wollte. Sie war, für mich, eine stets schlecht gelaunte und nörgelnde Figur, die auch den anderen Figuren kaum die Chance auf Glück geben konnte oder wollte.
Ich habe mich durchgequält und war nach dem Lesen des Buches nicht wirklich gut gelaunt. Mich hat diese Geschichte leider nicht berührt und gefangen genommen. Das Buch ließ mich unzufrieden und enttäuscht zurück.
Il tema di oggi è Anima e/o Coscienza, un libro che mi ha insegnato tanto.
Un libro che mi ha colpito molto in merito a contenuti e racconto è stato l’ultimo di Milena Agus “Terre Promesse” la storia di questa famiglia sarda che emigra per cercare la terra promessa appunto, e la storia della loro figlia che non si sente di appartenere a nessun luogo e tutte le sue avventure e disavventure. Questo storia mi ha fatto riflettere non solo sulle mie origini e sulla storia della mia terra o meglio terre, perché sono frutto di un matrimonio misto, ma anche sulle emozioni che i personaggi provano. Pur essendo un romanzo breve mi ha fornito molti spunti di riflessione e l’autrice è riuscita a dipingere magistralmente questi personaggi, tanto che la sensazione è quella di conoscerli davvero e fa dispiacere lasciare. Credo che questo sia il miglior complimento che si possa fare ad uno scrittore
Meine Meinung: Diese Autorin begleitet mich schon viele Jahre und ich liebe ihre Art Geschichten zu erzählen und freute mich unsagbar auf ihr neues Buch und was soll ich sagen, auch dieses Mal bin ich absolut begeistert.
Denn dieses Buch ist ebenso poetisch, wie bildhaft geschrieben, von einer unsagbaren Intensität und fesselte mich genau dadurch auf jeder Seite. Wie es die italienische Autorin schafft ihre Charaktere bildhaft und authentisch zu zeichnen ist großartig und genau deshalb können diese die gnadenlose Emotionalität des Schreibstis tragen und machen dieses Buch zu einem bewegenden und literarisch hochwertigen Lesegenuss!
Mein Fazit: Ein großes Buch, welches mich prägend und nachdenklich zurückgelassen hat und dessen Art der literarischen Emotionalität mich beeindruckt zurückgelassen hat.
“Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?” - diese Frage stellen sich die Protagonisten des Romans „Eine fast perfekte Welt“ (Original: „Terre Promesse“) der sardischen Autorin Milena Argus. Da ist Ester, die sich, nachdem sie mit ihrem Mann aufs Festland gezogen ist, nach ihrer Heimat Sardinien zurücksehnt. Alles erscheint ihr dort besser gewesen zu sein. Doch als sie schließlich zurückkehrt, vergeht die Sehnsucht nicht. Sie träumt weiter von einem Ort, an dem sie glücklich wird. Ihre Tochter Felicita scheint das Glück gefunden zu haben. Sie liebt ihre Heimat und überhaupt nimmt sie das Leben und die Welt, wie sie ihr gerade begegnen. Während sich die Mutter sehnt nach Perfektion, lebt die Tochter im Augenblick. Ihr eigener Sohn Gregorio hingegen scheint nicht hineinzupassen in die Welt voller Momentaufnahmen und Sekundenglück der Mutter. Es zieht ihn nach New York, wo er sich eine Karriere als Jazz-Musiker erhofft. Doch wird er, dort angekommen, sein Glück finden?
Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, wie ein Drei-Generationen-Roman auf 200 Seiten erzählt werden soll. Was das betrifft hat Milena Agus hat mich allerdings überzeugt. Kurz und prägnant und dennoch poetisch schafft sie eine gewisse Tiefe. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und atmosphärisch. Leider aber schlägt sie im letzten Drittel einen seltsam philosophischen, beinahe predigenden Ton an, der nicht zur bisherigen Erzählung passt. Schade, denn dadurch verlor der Roman meiner Meinung nach seinen Charme.
Un romanzo breve che si legge in un respiro, per la capacità dell’autrice di accompagnarti con una scrittura asciutta, essenziale e un contenuto di dettagli da essere epica umana. Donne soprattutto, e una in particolare che ti rimane nelle lacrime, per la capacità di trovare sempre la sua terra promessa nonostante le ferite.
Je découvre la littérature sarde avec Milena Agus et j'aime beaucoup son style sans fioritures. Terres promises est une saga familiale. Chacun cherche la terre promise dans sa quête du bonheur, mais cette terre peut se trouver au coin de la rue et l'herbe n'est pas forcément plus verte ailleurs.
Dans ce roman, chacun des personnages est à la recherche de ce qui constituerait sa terre promise et qui contribuerait à son bonheur. Résolument optimiste, ce court texte fait du bien. Un joli conte à mettre entre les mains de tous les pessimistes.
Ognuno di noi ha una propria terra promessa. Grazie e a questo libro viviamo la storia di più generazioni di una famiglia alla ricerca del proprio obbiettivo.
J'ai reproché à ce livre d'être beaucoup trop réaliste, mais en arrivant à la fin, je trouve que c'est une belle histoire de famille, pleine de charactère et d'optimisme.