Ein goldener Mercedes, Wind in den Haaren und das Meer vor Augen - vier Jugendliche auf dem Weg nach Lissabon ...
Was Romy, Konrad, Nele und Julian auf ihrem gemeinsamen Weg nach Lissabon erwartet, scheint der perfekte Sommerroadtrip nach dem Abitur zu sein. Doch dass jeder von ihnen weit mehr als nur leichte Sommerklamotten im Gepäck hat, wird dem eher durch Zufall zusammengewürfelten Quartett erst im Lauf der Reise klar. Denn in Wahrheit geht es bei diesem Roadtrip um nichts weniger als die Suche nach sich selbst, dem eigenen Leben, der großen Liebe und wahrer Freundschaft.
Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete. Mittlerweile harrt eine große Fangemeinde ihren nächsten Veröffentlichungen entgegen, die in mehreren großen Publikumsverlagen erscheinen.
Ich habe seit so einem Jahr mal wieder ein Buch an einem Tag gelesen und das kann nur eins bedeuten: I LOOOOVED IT ♥️😢 Es hat Spaß gemacht die Vier auf ihrer Reise zu begleiten, bei der jeder so seine Lasten mit sich rumträgt und sich auf die Suche nach seinen Weg begibt. Ernste Thematiken, die einen mitnehmen und zum Nachdenken bringen..
Ich weiß garnicht so recht wo ich anfangen soll🥺Ich bin mehr als froh dieses Buch gelesen zu haben. Das Cover und der Titel passen perfekt zum Inhalt 🦋 Das Buch macht total Lust auf Meer, Sommer, Sonne und Strand🌊Auch wenn das Setting wunderschön ist, werden hier ernste Themen thematisiert. Die Autorin hat 4 wundervolle Charaktere geschaffen mit denen man sehr gut wachsen kann und sich von jedem etwas mitnimmt🤍 Ich musste die ganze Zeit schon fast weinen, aber beim Brief war ich dann komplett raus🥺 Konrad, Nele und auch Romy haben mein Herz🌷Ich werde zu 100% weitere Bücher der Autorin lesen
Mein erster Jugendroman von Adriana und sofort hat mich der Schreibstil begeistern können. Sehr bildhaft schafft sie es das Setting immer wieder fantastisch darzustellen. Bei einem Roadtrip-Roman absolut wichtig! Die Reise von Romy, Nele, Konrad & Julian ist aber natürlich kein Reiseroman, sondern eine Geschichte rund um vier Jugendliche, um die 20, welche ihren Weg suchen und vor allem ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen haben.
Jede/r hat so sein Geheimnis, welche zum Teil verflochten sind. Die einzelnen „Probleme“, aus denen am Anfang immer wieder ein großes Geheimnis gemacht wird, waren für mich von Anfang an klar und bei Auflösung keine Überraschung. Vielleicht sollten sie den Leser auch nicht überraschen, allerdings führte es hier und da, gerade in der ersten Hälfte, zu ein paar Augenrollmomenten. Ich hätte jeden einzelnen, bis auf Nele welche mir von Anfang bis Ende am sympathischsten war, zwischendurch gerne einmal geschüttelt und gesagt „Sag doch einfach was los ist!“ Das Schweigen und die Geheimniskrämerei führte zu vielen unnötigen Dramen. Aber vielleicht darf ich mir als Außenstehende kein Urteil erlauben, wie es ist mit solcher Art Problemen & Sorgen. Hinzukommt, dass ich locker 15 Jahre älter bin als die Protagonist*innen und in deren Alter vielleicht auch noch nicht wusste, dass es immer besser ist mit offenen Karten zu spielen, wenn das Verschweigen zu Unverständnis führt.
Alles in allem aber ein schöner Roman, der besonders für Jugendliche zu empfehlen ist!
Triggerwarnung: Depressionen, Tod & Trauerbewältigung
Es sind die Erlebnisse und Erfahrungen, die einen Menschen verändern, einen Charakter formen, sein Verhalten beeinflussen. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, die ihn zu dem macht, der er jetzt gerade ist. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und seine ganz individuelle Art damit umzugehen. Wie unterschiedlich wir alle sind und dass es sich immer lohnt, einen Menschen genauer anzusehen, diese Message gibt Adriana Popescu ihren LeserInnen sehr eindrücklich und doch behutsam erzählt, mit auf den Weg.
Der neue Roman der Stuttgarter Autorin nimmt uns mit auf eine Reise. Zusammen mit Romy, Julian, Konrad und Nele begeben wir uns in einem alten Mercedes auf einen Roadtrip quer durch Frankreich, Spanien und Portugal. Vier junge Menschen, alle auf der Suche. Auf der Suche nach Antworten, nach der Wahrheit, nach Sicherheit, nach Liebe und nach sich selbst.
Eine Geschichte über das Leben – so echt, knallhart, brutal und wunderschön es sein kann. Mal in allen Farben strahlend, mal düster und grau. Mit Romy, Julian, Nele und Konrad hat Adriana Popescu vier spannende Charaktere geschaffen, die sie so liebenswert, authentisch und respektvoll zum Leben erweckt, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als sie ins Herz zu schließen. Auf den ersten Seiten lässt sie ihre Leserinnen und Leser einen recht oberflächlichen Blick auf ihre Charaktere werfen, so wie man „Fremde“ eben betrachtet. Ich erwischte mich selbst dabei, wie ich die vier sofort in unterschiedliche Schubladen steckte, doch so schnell sie in diesen gelandet waren, kamen sie auch wieder herausgekrochen.
Ich lernte vier junge Menschen kennen, die mich mit ihren individuellen Geschichten sehr berührt haben. Zusammen saß ich mit ihnen im Auto, lauschte ihren Gesprächen und ihren Gedanken, erfuhr von ihren Ängsten, durchbrach mit ihnen hohe Mauern, fühlte mich in einem Moment glücklich und frei und im nächsten nachdenklich und gefangen.
„Morgen irgendwo am Meer“ hebt sich deutlich von anderen Jugendbüchern ab. Ungern stecke ich es in die Schublade „Jugendbuch“, denn auch wenn unsere vier jungen Heldinnen und Helden zwischen 17 und 19 Jahre alt sind und auch ihrem Alter entsprechende Sorgen haben, bin ich mir sicher, dass sich jede/r Leser/in, ganz unabhängig von ihrem/seinem Alter zwischen den Zeilen wiederfinden kann. Adriana Popescu ist nicht nur nah an ihren Figuren dran, sondern auch an ihren Leserinnen und Lesern. Ihr unverwechselbarer Schreibstil, der sowohl melancholisch nachdenklich als auch erfrischend leicht durch die Geschichte führt, lullt ein, macht glücklich und lässt die Seiten nur so fliegen.
Ich habe geschmunzelt, geträumt, nachgedacht und geweint. Die Geschichte hat mich in vielerlei Hinsicht berührt, ohne dabei zu schwer zu werden – ganz im Gegenteil. Auch wenn viel Schmerz, Hoffnungslosigkeit und Angst auf den 480 Seiten stecken, geht man mit dem positiven Gefühl, das man trotz der Tiefgründigkeit in jedem einzelnen Kapitel spürt, aus dieser Geschichte heraus. Mir fällt es schwer, Romy, Julian, Nele und Konrad loszulassen, aber ich bin mir sicher, sie gehen ihren Weg. Und vielleicht sieht man sich ja wieder… morgen, irgendwo am Meer…
Dieses Buch war seit über einem Jahr auf meinem SUB gelegen und nachdem ich es jetzt gelesen habe, habe ich es wie immer genossen. Und ich glaube Layla kannte ich schon. 😉 4 Sterne
Adriana Popescu hat vergangenen Sommer etwas geschafft, was nur wenigen Autoren gelingt. Mit ihrem Werk „Mein Sommer auf dem Mond“ erschuf sie Protagonisten, mit denen ich mitleiden, mitlachen und mitwachsen konnte. Eine Lektüre, die mich nachwirkend ins Staunen gebracht hat und dass ich damals, völlig zu Recht, als eines meiner Lieblingsbücher bezeichnet und ihm die Höchstwertung verliehen habe. Daher nicht besonders verwunderlich, dass ich mich ungemein auf das neue Buch der Schriftstellerin gefreut habe und die Erwartungshaltung an die Lektüre vergleichbar hoch war. Ob nun „Morgen irgendwo am Meer“ diese meiner Meinung nach einhalten kann, das erfährst du in der folgenden Rezension.
Es ist kein großes Geheimnis, dass ich momentan in einer kreativen Tiefphase stecke, die aus der Unzufriedenheit an mir selbst entstand und unter der auch der Spaß am Lesen und Bloggen leidet. Die Autorin schaffte es aber während den knapp fünfhundert Seiten Buchlänge mit ihrem leichten, authentischen Schreibstil, in mir die Freude an der Literatur zu erwecken und man bekommt schnell Lust, die Lektüre in einem Rutsch durchzulesen. Was ich, nebenbei erwähnt, auch getan habe.
„Morgen irgendwo am Meer“ lässt sich zwar sehr gut mit seinem Vorgänger vergleichen und weist unverkennbar Parallelen auf, distanziert sich jedoch von diesem am Ende, weil er eine ganz andere Richtung einschlägt. Ich bekomme richtig Lust auf Urlaub, Sonne, Strand und das jugendliche Leben unter Liebe und Freunden, wenn ich das Buch lese: Es eignet sich daher perfekt als Sommerlektüre.
Die Autorin konstruiert geschickt unterschiedlichste Charaktere, die sie auf diesem zunächst etwas merkwürdig erscheinenden Road-Trip zusammenwürfelt und wie in einem chemischen Versuch miteinander reagieren lässt. Jede Figur hat ihr eigenes Päckchen zu tragen, eine eigene, glaubwürdige Hintergrundgeschichte, nachvollziehbare Beweggründe für die Weise, wie sie sich verhalten. Dadurch, dass das Buch in den vier verschiedenen Perspektiven verfasst ist, gibt Popescu ihren Hauptfiguren genügend Raum zum Entfalten. Ehrlich gesagt hatte ich anfangs ein paar Probleme, da sie zunächst schwer fassbar erscheinen, sich aber im Laufe des Romans immer mehr sich selbst und den anderen gegenüber öffnen, was eine tolle Beobachtung für den Leser ist.
Es stimmt so vieles an dem Buch, was sich löblich in dieser Rezension erwähnen lässt. Das Erzähltempo stimmt völlig, es geht immer schön treibend voran. Man fühlt sich als Leser involviert in diese sonderbare, nicht immer ganz bequeme Reise. Die Zwischenmenschlichkeit, die Beziehung unter den Figuren erscheint authentisch. Die Autorin trifft meiner Meinung nach mit ihrem Können den jugendlichen Nerv der Zeit und erschafft lebensechte und berührende Situationen, die mich faszinieren.
Auch lässt sie ihre Protagonisten echte, starke Entwicklungen durchschreiten, die für mich ehrlich inspirierend sind. Hier wachsen die Figuren über sich selbst hinaus, dürfen sich aber genauso legitim ihrem Schmerz hingeben und Schwäche zeigen. Und das ist es, was die Leser aus diesem Buch gelernt haben sollten: Es ist okay, verletzlich zu sein. Eine tolle Botschaft, die auch in meinem persönlichen Umfeld momentan große Relevanz besitzt. Vielleicht ist es Popescu deswegen gelungen, mich ebenfalls mit diesem Werk voll abzuholen.
Im direkten Vergleich mit „Mein Sommer auf dem Mond“ schwächelt vorliegendes Werk unmerklich. Es trifft nicht ganz diesen intimen Ton, der mich so berührt hat, ist emotional nicht so tiefgreifend. Ich möchte diese Gegenüberstellung jedoch nicht in meine Bewertung miteinfließen lassen, denn dafür, dass ich mit einer derart hohen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen bin, die sich fast nicht erfüllen lässt. So ist diese nicht zielführend für eine möglichst neutrale Rezension.
Mit „Morgen irgendwo am Meer“ hat Adriana Popescu es erneut geschafft, mich vollständig von ihrem literarischen Können zu begeistern. Sie schreibt vielschichtig, lebendig und trifft dabei authentisch den jugendlichen Sinn der Zeit. Große Sommerempfehlung!
2,5 Sterne Es hat sich einfach in meinen Augen extrem gezogen und ich habe für meine Verhältnisse echt lange gebraucht um es zu beenden. Zeitweise habe ich wirklich überlegt es abzubrechen weil es mich einfach nicht gepackt hat.
,,Wenn ich ganz ehrlich sein will, wusste ich das schon die ganze Zeit. Aber zwischen wissen und verstehen besteht ein ebenso großer Unterschied wie zwischen verstehen und akzeptieren.'' - Romy (S. 422)
Okay, dieses Buch ist ein ziemliches Überraschungspaket. Und das liegt daran, dass der Klappentext etwas vollkommen anderes verspricht, als die Geschichte letztendlich ist, und sich dann während des Lesens trotz aller Vorhersehbarkeit auch noch herausstellt, dass die Geschichte nicht das ist, was die Geschichte sein will. Klingt kompliziert? Let me explain! Zum einen lässt es der Klappentext so scheinen, als wären Romy, Julian, Nele und Konrad eine Gruppe von Freunden, die einen Roadtrip bis nach Lissabon macht, und dabei gemeinsam Abenteuer erleben. Die Beziehungslage ist jedoch wesentlich komplizierter und bietet daher nicht das fluffige Sommer-Freundschafts-Buch, was man vielleicht sonst erwarten würde. Romy und Julian sind nämlich erst seit einigen Monaten ein Paar, kennen sich also noch nicht total gut. Romy und Konrad sind alte Bekannte, haben jedoch wegen eines ,,mysteriösen Zwischenfalls'' in der Vergangenheit keinen Kontakt mehr, leiden jedoch beide darunter. Und Nele ist einfach nur jemand, der per App eine Mitfahrgelegenheit nach Lissabon sucht, und so in das Dreiergespann hineingerät. Und wie kommt dieser Trip überhaupt zustande, wenn alle sich so fremd sind? Nun, Konrad sucht Anfang des Buches Kontakt zu Romy und schlägt ihr vor, den Trip - obwohl sie MONATELANG nicht miteinander gesprochen haben! - gemeinsam um der alten Zeiten willen zu unternehmen. Und Romy sagt zu. Und weil Julian das berechtigterweise irgendwie komisch findet, lädt er sich selbst ein.
Alleine diese Ausgangslage ist schon so unangenehm und unnatürlich, dass die angenehme, sommerliche Stimmung, die man sich von dieser Lektüre erwartet, so gut wie weggefegt ist. Und leider bleibt das auch einen Großteil des Buches so durch die schlimmsten YA-Tropes, die es gibt: ,,Nein, ich kann da nicht drüber sprechen'' und ein Geheimnis aus Dingen zu machen, die gar keine Geheimnisse sind. Denn es wird schon in den ersten Seiten klar, dass Konrad und Romy beide mentale Probleme haben und irgendwas Finsteres mit sich herumschleppen. Hat man schon ein paar dieser Art von Bücher gelesen, weiß man auch, was es ist. Daher ist es recht anstrengend, dass Adriana Popescu über die Hälfte des Buches ein großes Geheimnis daraus macht und es ihr dadurch misslingt, Spannung aufzubauen. Stattdessen wächst nur die Anspannung zwischen den Charakteren, die sich gegenseitig angiften, besonders Julian und Konrad. Fast möchte man die beiden an einer Raststätte einfach stehen und sich alleine streiten lassen, weil es so ein dummes Alphamännchen-Getue ist. Romy schafft sich allerdings ihre Probleme im Laufe der Geschichte auch irgendwo selbst, weil sie nicht offen kommunizieren kann bzw. der Autorin dazu dient, durch ihre Verschwiegenheit möglichst viel Dramatik zu erschaffen. Zwar hat sie auch einen Grund dafür, den man gut nachvollziehen kann, je länger dieser Zustand allerdings andauert und je mehr Missverständnisse es gibt, desto mehr möchte man sie ebenfalls aussetzen.
Der einzige Lichtblick bei den Charakteren ist Nele, die zwar auch nicht gänzlich ohne eigene Probleme ist, sie allerdings sehr ehrlich mit den anderen umgeht und eine Art Gruppen-Mami für alle wird. Da ich selbst der Mom-Friend meiner Truppe bin, kann ich mich sehr gut mit ihr identifizieren, und finde auch ihre quirlige, direkte Art sehr sympathisch. Wäre sie nicht in dieser Truppe, würde die Handlung auch gar nicht weitergehen, weil sie die einzige ist, die die anderen zu sinnvollen Handlungen überreden kann. Von daher: Gäbe es ein Buch nur über Nele und wie sie ihr Leben mit ihrer Kamera manövriert - das wäre wesentlich toller geworden als dieses Buch!
Es ist auch schade, dass diese ganzen Streitereien und Anzickereien einen Großteil des Buches einnehmen, denn dadurch kommt das eigentliche Leitmotiv der Geschichte erst ganz spät ins Rollen. Popescu konzentriert sich nämlich (zu spät) auf die Bewältigung der Probleme der Figuren und greift dabei Themen wie mentale Gesundheit, Depressionen, Verlust und Zukunftsängste auf. Auch muss man ihr zugute halten, dass, obwohl sie Julians und Romys Beziehung als so positiv portraitiert und doch schlimme Dinge darin geschehen, nicht beschönigt und sich traut, einen ihrer Hauptcharaktere dadurch sehr unsympathisch zu machen. Leider auch ein bisschen zu unsympathisch, um mit ihm am Ende des Buches mitzufühlen, insbesondere wenn man bedenkt, wie wenig Positives sich im Laufe der Geschichte zwischen ihm und den Charakteren entwickelt. Außerdem scheinen viele Szenen so ... dramatisch? Aufgrund von Spoilern ist es schwierig, darüber zu sprechen, aber als Betroffene der Themen liegt es einem etwas schwer im Magen, wie gefährliche Situationen entstehen, nur damit sie nachher nicht mehr aufgegriffen oder näher thematisiert werden. Wie bei so vielem kann man bei diesem Buch eben sagen: Too little too late!
Und das größte Manko: Dafür, dass das ein Buch rund um einen Roadtrip quer durch Europa ist, kriegt man erstaunlich wenig von den Haltepunkten mit! Mehr als ,,Die Stadt ist schön'', ,,Es sind hier lauter Touristen wie wir'' und ,,Die Sonne scheint so toll'' hat Popescu meistens nicht dafür übrig, wenn die Figuren durch Barcelona, Lissabon oder sonst eine Stadt schlendern. Vielleicht auch kein Wunder angesichts dessen, wie beschäftigt sie mit ihren eigenen Problemen sind und penetrant schlechte Laune herrscht, aber doch für den Leser sehr enttäuschend. Wenn man schon den Freundschafts-Aspekt des Klappentexts nicht erfüllt bekommt, und den Roadtrip-Aspekt auch nicht - was soll einem diese Geschichte sonst großartig geben? Drama. Und das meistens sehr Sinnloses. In den circa letzten 50 Seiten des Buches tauchen Szenen auf, die endlich in die Tiefe gehen, die Charaktere etwas mehr Bindung zueinander aufbauen lassen, und auch einen schönen Abschluss für das finden, was Konrad und Romy früher gemeinsam durchgemacht haben. Hätte Popescu sich von Anfang an hierauf konzentriert, wäre das Buch definitiv was geworden!
Morgen irgendwo am Meer liest sich leider wie eine Geschichte, die nicht über den ersten Entwurf hinausgekommen ist und mehr erzählen wollte, als eigentlich in sie hineinpasst. Dadurch, dass die Charaktere sich kaum (mehr) kennen und viele Konflikte entstehen, hat die Autorin kaum Zeit, sich für die Beschreibung der eigentlichen Reise zu interessieren oder die Figuren in ihrer Entwicklung voranzutreiben. Zwar kann man ansatzweise mit ihnen mitfühlen und schließt Nele absolut ins Herz, allerdings ist das Drama zwischen den vieren oft so unnötig und pubertär, dass man nur mit den Augen rollen und schnell drüberlesen kann. Das Drama streckt die Geschichte und macht unnötigerweise aus Dingen ein Geheimnis, die sowohl für die Charaktere als auch für den Leser keins sind. Lediglich am Ende der Geschichte scheint Popescu die Entwicklung und Freundschaft zwischen ihnen zu schaffen, die sie von Anfang an im Sinn hatte, und das macht sie auch relativ rührend. Aber ich will ehrlich sein: Es wäre kein Verlust gewesen, hätte man Julian und seine Story komplett herausgestrichen. Denn dann wäre einfach weniger Drama, toxisches Verhalten und negative Aufregung gewesen und hätte mehr Zeit für das gelassen, was in so einem Buch eigentlich erzählt werden soll.
Gestaltung: Dass Adriana Popescu sehr berührend und lebensbejahend schreibt, hatte ich schon durch "Mein Sommer auf dem Mond" bemerkt. So war für mich schon beim Lesen dessen klar, dass ich weitere Werke von ihr lesen werde. "Morgen irgendwo am Meer" ist eines dieser Bücher, bei denen ich bereits beim Klappentext wusste, dass sich hier eine ganz wunderbare Geschichte verbirgt. Und so war es auch! Bereits die Grundidee sprach mich direkt an, so dass ich unmittelbar nach dem Eintreffen mit diesem Buch beginnen musste. Optisch ist dieses Buch eher schlicht gehalten, und wäre mir in der Menge vermutlich nicht gleich aufgefallen. Was unglaublich schade gewesen wäre, weil mir dadurch eine wunderbare Geschichte entgangen wäre.
Einstieg: Wie schon bei den "Astronauten" schuf die Autorin auch hier bereits von Beginn an eine Atmosphäre, in der ich mich augenblicklich wohlfühlte. Durch die Leichtigkeit und den unterschwelligen Humor erweckt es immer wieder ein Gefühl, als würde ich von einer langen Reise nach Hause kommen. Und diesen Flair schuf Adriana Popescu auch hier wieder. Sie schlägt sich dabei nicht mit Prologen herum, was zu dieser Geschichte vermutlich auch nicht gepasst hätte, sondern beginnt unmittelbar mit der eigentlichen Geschichte. Dabei steht zu Beginn die Frage im Raum, was nun nach der Schulzeit passiert. Ebenso verspürte ich genau wie auch die Protagonisten, Reisefieber und wollte direkt meine Sachen packen, um mit Julian, Konrad, Nele und Romy nach Lissabon zu reisen.
Charaktere: Zunächst schreckte es mich ein wenig ab, dass die Geschichte nicht nur aus einer, sondern gleich aus vier Perspektiven erzählt wird. Durch den personalen Ich-Erzähler, der sich durch alle vier Erzählsichten zieht, war es für mich gerade zu Beginn etwas verwirrend, was vermutlich auch den recht kurzen Kapiteln geschuldet war. Zum Glück waren diese Sorgen schon bald wie weggeblasen, denn je weiter ich voranschritt, umso gelungener empfand ich die Erzählweisen. Aufgrund der Anzahl der Protagonisten, ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass man den einen mehr mag als den anderen, dennoch sind alle Figuren unglaublich facettenreich und mit ganz viel Liebe gezeichnet. So schloss ich Konrad, Romy, Nele und selbst Julian absolut in mein Herz ein. Trotz oder gerade weil diese vier Figuren von Grund auf verschieden sind, haucht Adriana Popecsu ihnen so viel Leben ein, dass ich sie nur schweren Herzens ziehen lassen konnte. Durch den Ich-Erzähler tauchte ich in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Figuren ein, und konnte ihr Handeln sehr gut nachvollziehen. Es wäre kein Popescu-Buch, wenn nicht der ein oder andere Protagonist ein kleines Päckchen zu tragen hätte. Und dafür ziehe ich meinen imaginären Hut, denn all dies ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen. Da mein eigenes Ende der Schulzeit noch gar nicht mal so lange her ist, hatte ich von Anfang an eine ganz besondere Verbindung zu den einzelnen Figuren. Wie auch ihnen quälte mich die Frage, wie es für mich weiter gehen soll. Kein Wunder also, dass ich mich so gut in die Figuren hineinversetzen konnte.
Handlung: Die Schulzeit ist vorbei, und nun? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur Konrad, Romy, Nele und Julian, sondern bei mir ist es selber nicht so lange her, als mir diese Frage durch den Kopf geisterte. Das war vermutlich der Grund, warum ich von Beginn an eine ganz besondere Beziehung zu diesem Buch hatte. Adriana Popescu thematisiert dabei hervorragend den Unmut und auch die Ungewissheit, was nun nach der Schulzeit kommen soll, dabei vergisst sie aber keineswegs Themen wie Freundschaft, Träume und Wünsche und die erste große Liebe. Diese Mischung gefiel mir wahnsinnig gut. Verpackt in einem Roadtrip gleicht das gesamte Buch einer Reise. Zu Beginn ist man noch aufgeregt, und ist in Aufbruchstimmung, dann kommen Zweifel, ob das denn das richtige sei, schließlich sammelt man unvergessliche Momente und will am liebsten die Zeit stehen lassen. Ich hatte während des Lesen nie das Gefühl es sei nur ein Buch, sondern ich war mitten drin. Ich kam mir vor wie der fünfte Passagier und erlebte das Abenteuer namens Leben hautnah mit. Zudem vergisst die Autorin auch sehr sensible Themen nicht, was dem gesamten Buch irgendwie noch das gewisse Etwas verlieh. Ich will jetzt auch gar nicht weiter drauf eingehen, welche Themen sie hier aufgreift, denn das muss man schon selber erleben. Nur so viel sei verraten: es ist so voller Gefühl, dass ich mit den Figuren mitgefiebert habe, mich mit ihnen gefreut habe, aber auch um sie bangen musste und doch ab und an mal eine Träne vergießen musste.
Schreibstil: Adriana Popescu schreibt wie gewohnt locker und angenehm, so dass die Seiten nur so flogen. Durch die relativ kurzen Kapitel, die irgendwie immer spannend endeten, entstand ein regelrechter Lesesog, dem ich absolut nicht entkommen konnte und wollte. Der unterschwellige Humor von Adriana Popescu, zauberte mir nicht nur hin und wieder ein Schmunzeln auf die Lippen, sondern lockerte die mitunter teils melancholische Stimmung immer wieder hervorragend auf. Ganz besonders gefiel mir, wie die Autorin mit diversen Themen umgeht, dabei war es zu keinen Zeitpunkt zu viel, sondern einfach passend. Es ist ein Roadtrip, der so voller Gefühl und so lebensbejahend ist, dass ich das Buch einfach nicht zur Seite legen wollte. Tatsächlich erst, als ich es beendete. Wie ich es bereits kannte, sind auch hier wieder ganz besonders schöne Botschaften versteckt, die nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch lebensbejahend sind.
Mein Urteil
"Morgen irgendwo am Meer" ist wieder einmal ein absolut typisches Adriana Popescu Buch. Ein unglaublich berührender Roadtrip, der die Reiselust direkt entfacht. Es ist eine Geschichte über tiefe Verbundenheit, über Träume und Wünsche die erfüllt werden wollen, und über die Ungewissheit bzw. auch die Angst, wenn die Schulzeit plötzlich vorbei ist und der Ernst des Lebens an der Tür klopft. Der unterschwellige Humor und die damit einhergehende Leichtigkeit, machten dieses Buch wieder einmal zu einem absoluten Lesegenuss, dabei vergisst die Autoren aber keineswegs sensible Themen. Berührend, gefühlvoll und absolut von Liebe gezeichnete Figuren, was will man mehr? Ich vergebe 5 von 5 Welten.
“Geh dahin zurück, wo du warst, bevor du dich verlaufen hast. An den letzten sicheren Ort.“
4,5⭐️
Was so leicht und unbeschwert klingt, geht doch tiefer als man zuerst annimmt. Ab den ersten Seiten ist dann schon zu erwarten, dass Einiges auf den Leser wartet und typisch Jugendbuch hat es mich sehr berühren können. Jeder ist hier auf der Suche nach etwas, vor allem aber nach sich selbst. Gerade der bildliche Schreibstil und die schnellen Perspektivenwechsel der vier Protagonisten haben mir gefallen, sodass man sie ganz toll im Einzelnen kennenlernen konnte. Sie erzählen ihre Geschichten zu gleichen Teilen, wozu jedem während des Roadtrips genügend Raum und Zeit gegeben wird. Es sind junge Menschen, die sich wie Freunde angefühlt haben und erst noch ihren Platz in der Welt finden müssen. Eigentlich wie die meisten von uns selbst noch.
Die Bücher von Adriana Popescu lese ich immer wahnsinnig gerne. Zuletzt konnte sie mich mit „Mein Sommer auf dem Mond“ hellauf begeistern. Das Buch ist einfach nur wow! Ich war nun sehr gespannt, ob mich Adriana Popescus neues Buch wohl genauso flashen würde wie „Mein Sommer auf dem Mond“.
Das Abitur ist bestanden und die Sommerferien stehen an. Vier Jugendliche beschließen, zusammen in einem alten Mercedes einen Roadtrip nach Lissabon zu unternehmen. Romy, Konrad, Julian und Nele – die vier sind ziemlich verschieden und das Verhältnis zueinander ist nicht immer das Beste. Was sie aber alle gemeinsam haben: Sie alle haben ihre Päckchen zu tragen und haben Geheimnisse voreinander. Die vier werden auf ihrer Reise zu sich selbst finden, sie werden lernen, loszulassen und erfahren, was wahre Freundschaft wirklich bedeutet.
„Mein Sommer auf dem Mond“ hatte ich oben als „wow“ bezeichnet. „Morgen irgendwo am Meer“ ist für mich dann wohl ein „wow hoch 2“. Ich bin so begeistert von dem Buch! Ich habe es inhaliert, anders kann man es nicht nennen. Einmal angefangen mit dem Lesen, konnte ich einfach nicht mehr damit aufhören. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Adriana Popescu hat einen so wundervollen Schreibstil, von dem könnte ich euch hier endlos etwas vorschwärmen. Ich bin ja eigentlich nicht so jemand, der sich beim Lesen Zitate notiert, aber bei den Büchern von Adriana Popescu halte ich mittlerweile immer Stift und Papier griffbereit, da ich in ihren Werken ständig über Sätze stolpere, die einfach so wunderschön geschrieben sind.
Mich hat die Geschichte, die wir hier zu lesen bekommen, auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Oder nein, falsch, hier muss es natürlich ein emotionaler Roadtrip der Gefühle heißen. ;)
Ich lese liebend gerne Roadtrip-Romane und habe mittlerweile schon so einige gelesen. „Morgen irgendwo am Meer“ zählt nun definitiv zu meinen Favoriten. In diesem Buch stecken so viele Emotionen und so viel Gefühl. Die Geschichte ist zutiefst berührend, sie ist sehr tiefgründig, stellenweise auch bedrückend, sie ist ernst, zugleich aber auch humorvoll, sie wühlt auf und lässt einen Wut, Trauer, Mitleid und Freunde empfinden. Ich steh ja total darauf, wenn mich ein Buch emotional so richtig mitnimmt. Mein Lesespaß war hier daher wirklich einfach nur perfekt!
Was mir an den Büchern von Adriana Popescu immer besonders gut gefällt: Ich finde mich in ihren Charakteren immer so wieder. Irgendwie ist immer mindestens ein Charakter dabei, mit dem ich so einige Gemeinsamkeiten habe. Ich kann daher immer so wunderbar in die Handlung eintauchen und fühle mich beim Durchschmökern immer so herrlich wohl und so verstanden.
Auch in „Morgen irgendwo am Meer“ war das der Fall. Die vier Jugendlichen, mit denen zusammen wir uns auf eine aufregende Reise nach Lissabon begeben werden, wurden allesamt erstklassig von der Autorin ausgearbeitet. Sie wirken alle so authentisch und lebensecht. Romy, Julian, Konrad, Nele – alle haben sie ihre Päckchen zu tragen, alle haben sie so ihre Geheimnisse. Im Verlaufe des Buches erfahren wir immer mehr über die Jugendlichen, lernen ihre Geschichten näher kennen und verstehen ihr Handeln immer besser. Besonders schlimm fand ich Romys und Konrads Schicksalsschläge. Aber die Probleme von Julian und Nele möchte ich auf gar keinen Fall kleinreden, auch deren Gepäck, das schwer auf ihren Schultern lastet, löst in uns Lesern jede Menge Emotionen und Mitgefühl aus.
Ich habe alle vier ganz fest in mein Herz geschlossen. Bei Julian habe ich leider etwas gebraucht, ehe ich komplett mit ihm warmgeworden bin. Ich weiß auch nicht, irgendwie hatte er etwas an sich, was mich ein bisschen gestört hat. Zum Ende hin habe ich aber auch ihn noch sehr lieb gewonnen.
Mein absoluter Liebling war Nele. Sie ist ein ganz besonderer Mensch. Na ja, okay, die vier sind natürlich alle auf ihre Art besonders und einzigartig, aber Nele hat für mich einfach dieses gewisse Etwas. Ich weiß gerade gar nicht, wie ich das genauer beschreiben soll. Vermutlich habe ich mich in Nele einfach am besten wiederfinden können.
Da die Geschichte aus der Sicht von allen vier Jugendlichen im Wechsel erzählt wird, ist mir aber der Zugang zu allen prima gelungen. Diese wechselnden Erzählperspektiven fand ich hier hervorragend gewählt. Ich mag das generell richtig gerne, wenn Bücher aus mehreren Sichten erzählt werden. Das Lesen wird dadurch so schön abwechslungsreich.
Ich habe Romy, Nele, Konrad und Julian liebend gerne auf ihrem Selbstfindungstrip begleitet. Das Buch erzählt eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Vertrauen und dem Erwachsenwerden. Es geht um Verlust und Trauer, um das Ankommen und das Loslassen. Es werden psychische Krankheiten angesprochen und Familienprobleme. Man wird hier mit so einigen schweren Themen konfrontiert, aber durch die einfühlsame und gefühlvolle Weise, mit der die Autorin die Themen behandelt, wirkt die Story an keinster Stelle zu beklemmend. Ich musste des öfteren sogar sehr schmunzeln, denn neben dem Ernst kommt hier auch der Humor nicht zu kurz.
Was mir ebenfalls unheimlich gut gefallen hat, ist das Setting. Es verschlägt uns an viele verschiedene Orte. Lyon, Arles, Barcelona, Lissabon...alle Schauplätze werden großartig von Adriana Popescu beschrieben, sodass eine wunderbare und so schön sommerliche Atmosphäre entsteht. Ich hatte von allen Haltestationen tolle Bilder im Kopf und hatte irgendwie richtig das Gefühl, live bei diesem unvergesslichen Roadtrip dabei zu sein. Ich kann mich da eigentlich immer nur wiederholen: Adriana Popescu weiß mit Wörtern umzugehen, wie sie es alles schreibt und beschreibt ist einfach Wahnsinn. Ihre Geschichten sorgen stets für pures Kopfkino und eine angenehme Gänsehaut.
Fazit: Mich hat „Morgen irgendwo am Meer“ auf einen emotionalen Roadtrip der Gefühle mitgenommen. Ich konnte richtig in das Buch abtauchen und habe es quasi inhaliert. Mich hat die Geschichte der vier Jugendlichen zutiefst berührt. Sie hat mich mitfühlen, Wut, Trauer und Freude empfinden lassen, sie hat mich aufgewühlt und mir öfters ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Mein Lesespaß war hier einfach nur perfekt! Ich habe die vier Jugendlichen liebend gerne in ihrem alten Mercedes nach Lissabon begleitet und war am Ende richtig traurig, dass die Reise so schnell wieder vorbei war. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, Adriana Popescu ist hier etwas Großartiges gelungen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!
So ein tolles Buch. Ich habe mich in die Geschichte verliebt, in Nele, Julian, Konrad und Romy, in ihren Roadtrip, in Adriana Popescus Schreibstil. Ein wahnsinnig tiefgründiges Buch über Schmerz, Trauer, Liebe und Freundschaft.
Für mich war es leider eine Enttäuschung. Das erste Drittel des Buches könnte man einfach löschen und die Geschichte würde den gleichen Sinn ergeben. Ich verstehe die Entscheidung nicht, die Geschichte so in die Länge zu ziehen. Ich konnte oft nicht nachvollziehen warum sich die Charaktere so verhalten wie sie es tun. Das Ende fühlt sich hohl an... Der Schreibstil hat mich auch nicht gepackt.
Dieses Buch hat etwas geschafft, das noch nie ein Buch bei mir geschafft hat. es hat mich zum weinen gebracht, ein paar Tränen entlockt. Und warum? Zum einen, weil Adriana den Leser abgeholt und mitgenommen hat. Man hat sich gefühlt als wäre man mitten drin. Man lernt die Personen und ihre Geschichten, wie im echten Leben, nach und nach kennen und lieben. Dann der Schicksalsschlag in ihrem Leben, der der ganzen Geschichte aber auch ihren Sinn gibt. Anschließend, nach dieser Offenbarung, das Auseinanderbrechen. Ich selbst stehe gerade quasi auch an so einem Punkt. Ich baue die einen Windmühlen ab, höre auf gegen sie zu kämpfen, akzeptiere sie und fange an zu verstehen. Anderseits bauen sich gerade neue auf, Kämpfe beginnen. Ich konnte mich wunderbar mit den Personen identifizieren und bin jetzt traurig, dass die letzte Seite Gelsen ist. Ich bin mir sicher, dass dieses nicht das letzte Buch ist, was ich von dieser tollen Autorin gelesen habe.
Romy, Konrad, Nele und Julian: Vier Jugendliche, die sich aus ganz verschiedenen Gründen für einen Roadtrip nach Portugal zusammen schließen. Wer eine locker und leichte Sommerlektüre erwartet, wird bald eines besseren belehrt. Die Geschichte bietet so viel mehr und ist tiefgründig und emotional. Es geht darin um die Suche nach sich selbst, dem eigenen Leben, der großen Liebe und wahrer Freundschaft. Dabei werden auf eine feinfühlige und verständliche Art und Weise auch psychische Probleme thematisiert. Der Leser erhält Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt aller vier Protagonisten, was ich sehr gelungen fand. Insgesamt ein tragisch-schöner Roman, der zum Nachdenken anregt, aber auch Hoffnung macht.
3.5 ⭐️ Not perfect but good. The summer-y feeling, the depth, the sea salt you can basically smell through the pages, … I think this story and the characters will stick with me for a while longer, especially Nele :) (Critic: Julian being suicidal comes basically out of nothing, the focus should have been more on the road trip and the idea of the trip than on all of the unnecessary drama, Romy and Julian -> worst communication skills ever haha)
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MEINUNG Erst einmal muss ich wieder los werden, wie gut die Autorin aus mehreren Perspektiven von Jugendlichen schreiben kann. Das ist mir vor allem bei "Mein Sommer auf dem Mond" schon aufgefallen und ist hier wieder definitiv so.
Es liest sich sehr flüssig, die verzwickten Emotionen werden jeweils sehr gut eingefangen. Auch die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss. Längen kann ich ebenfalls nicht beklagen. Die Perspektiven wechseln zwischen Romi, Julian, Konrad und Nele, jeweils in Ich-Perspektive, und nehmen einen mit auf die emotionale Reise.
Die Handlung ist sehr beziehungsbetont und emotional, man sollte wissen, dass man hier keine leichte Sommerlektüre vorliegen hat. Es geht viel um die Vergangenheit, um psychische Probleme und die Beziehungen zueinander. Dies war definitiv auf eine Art spannend, sodass man stets am Ball blieb. Doch das große Geheimnis, was erst spät aufgelöst wird, fand ich sehr vorhersehbar und so leider auch schon oft gelesen. Dennoch gibt es verschiedene Spannungshöhepunkte. Auch so manche Taten - allen voran bei Konrad und Julian - überraschten mich doch sehr. Die Charaktere allgemein sind wirklich gut gemacht, die Autorin hat die jeweiligen Persönlichkeiten sehr gut gezeichnet.
FAZIT Alles in allem ein stimmiger und vor allem emotionaler Roman, der durch einen angenehmen Schreibstil besticht. Wer leichte Sommerlektüre sucht, sollte lieber nochmal weiterschauen - wer eine Gefühlsachterbahn quer durch Südeuropa möchte, ist hier richtig.
- 4 von 5 Feenfaltern -
Vielen Dank an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!
Was Romy, Konrad, Nele und Julian auf ihrem gemeinsamen Weg nach Lissabon erwartet, scheint der perfekte Sommerroadtrip nach dem Abitur zu sein. Doch dass jeder von ihnen weit mehr als nur leichte Sommerklamotten im Gepäck hat, wird dem eher durch Zufall zusammengewürfelten Quartett erst im Lauf der Reise klar. Denn in Wahrheit geht es bei diesem Roadtrip um nichts weniger als die Suche nach sich selbst, dem eigenen Leben, der großen Liebe und wahrer Freundschaft.
Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich bereits das Buch „Paris, du und ich“ gelesen, welches mir so so so gut gefallen hat, weshalb ich umso gespannter auf dieses hier war.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht wo und wie ich anfangen soll. Ich habe so viel zu sagen und doch fehlen mir die Worte. Kennt ihr das? Aber ich denke, am besten wäre es einfach mal mit dem Cover anzufangen.
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war ich hin und weg. Es ist in wunderschönen blau-türkis Tönen gehalten und natürlich ist auch das Meer zu sehen, da das Meer eine größere Rolle spielt, wie der Titel schon verrät. Auf dem großen Felsen sieht man nur die Umrisse der vier Protagonisten und nicht direkt ihre Gesichter, so dass einem noch der Raum für die eigene Vorstellung der Charaktere gelassen wird. Das ist auch eines der Gründe, wieso ich kein großer Fan von Menschen auf dem Cover bin, da man sonst so eingeschränkt wird. Die Gestaltung des Buches sprüht nur so vor Summervibes, so dass man gleich Lust auf Sommer, Sonne, Strand und Meer bekommt.
Romy, Konrad, Julian und Nele. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die auf einem Summer-Roadtrip nach Lissabon sind. Die Gruppe hat sich eher zufällig zusammen gefunden, denn als Konrad Romy vorschlägt mit ihm nach Lissabon zu fahren, beschließt Julian, Romys Freund, kurzerhand mitzukommen, da sich dieser Konrad anscheinend in die Beziehung der beiden stellt und das lässt er auf keinen Fall durchgehen. Zu diesem chaotischen Trio stößt zuletzt noch die lebensfreudige Nele, die eine Mitfahrgelegenheit nach Madrid sucht und gerät dabei in eine ziemlich verzwickte Sache.
Hinter diesem Buch steckt weit mehr als ich gedacht habe, viel mehr. Das es sich bei diesem Roadtrip nicht nur um eine gewöhnliche sommerliche spaßige Reise handelt, wissen wir alle, oder? Wie der Klappentext schon verrät entpuppt sich dieser Trip als „die Suche nach sich selbst, […] der großen Liebe und wahren Freundschaft.“ Und hinter den Vieren verbirgt sich mehr als sie preisgeben wollen. Das Buch zeigt, dass nicht jeder ok ist, nur weil er es vor gibt, dass jemand, der immer so positiv erscheint sowohl versteht, wie es sich anfühlt keine heile Welt zu haben, dass man einen Schritt wagen muss um weiter zu gehen, dass man lernt loszulassen und nicht immer zurückblickt und noch so viel mehr. Als Leser kann man von diesen vier Charakteren sehr viel mitnehmen.
Jeder der vier Protagonisten hat seine Ecken und Kanten und hat dennoch dieses i-Tüpfelchen, was ihn besonders macht. Keiner von ihnen ist perfekt bzw. hat alles im Griff, aber das ist was sie so authentisch macht. So unterschiedlich sie auch scheinen mögen, haben sie doch was gemeinsam. Romy, Konrad, Julian und Nele, sie tragen alle ein Päckchen mit sich, müssen „gegen Windmühlen kämpfen“, selbst, wenn ihr Äußeres etwas anderes sagt.
Besonders Nele und Konrad konnten sich in mein Herz einschleichen. Die vor positiver Energie sprühenden Nele liebt das Fotografieren, doch dazu schleppt sie keine Spiegelreflexkamera mit sich herum, sondern ihre wertvolle Kodak, was einen ganz bestimmten Grund hat. Und der griesgrämige Konrad trotzt nicht immer so von mieser Laune, denn auch er besitzt ein großes Herz.
Der wunderbar flüssige Schreibstil der Autorin lässt einen nur so über die Seiten fliegen und vermittelt ein unglaubliches Summer-Feeling, so dass ich selbst direkt Lust auf den Sommer bekommen habe, obwohl ich nicht so der Sommermensch bin. Außerdem ist der Schreibstil sehr gut an die Zielgruppe angepasst, denn es fallen auch Wörter wie „creepy“ oder „weird". Das Buch wird aus den Perspektiven der vier Protagonisten erzählt. Aus diesem Grund hat man immer einen guten Überblick über die Gefühlslage der einzelnen Personen. Ich war anfangs nur ein bisschen verwirrt, weil ich nie zwischen den Sichten der beiden Jungs unterscheiden konnte und deswegen immer zurück blättern musste um nachzuschauen wer es jetzt ist, aber das hat sich dann relativ schnell wieder gelegt. Natürlich fehlt es dem Buch auch nicht an einer Prise Humor. An einigen Stellen musste ich wirklich schmunzeln.
Was ich sehr schade fand, ist, dass man von Neles Geschichte weniger erfahren hat. Sie war eher der Charakter, der in die chaotische Beziehung zwischen Romy, Konrad und Julian geworfen wurde und dafür sorgen wollte, dass nicht alles aus dem Rudergerät. Nur am Ende wurde ihre Geschichte aufgegriffen, die nicht mal so geschickt und stückchenweise in die Handlung eingefädelt wurde, wie bei den anderen, sondern es kam nur ganz kurz und das war's dann auch. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin einfach nur noch schnell irgendwie die Geschichte einbringen wollte. Ich war ein bisschen enttäuscht, vor allem auch weil sie mein Lieblingscharakter ist. Außerdem bleiben auch noch einige Fragen bezüglich der früheren Geschehnisse zwischen Romy und Konrad offen. Ich hätte mir da noch einige Antworten gewünscht.
Fazit:
Ich habe lange nicht mehr ein solch mitreißendes und berührendes Buch gelesen. Die Geschichte der vier, die jeweils auf der Suche nach etwas anderem sind, hat mich so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Ich muss sagen, dass das Buch auch zum Teil inspirierend war und ich einiges mitgenommen habe. Bis auf ein paar Kleinigkeiten konnte mich das Buch doch sehr überzeugen und ich würde es jederzeit weiter empfehlen! 4,5 von 5 Sternen!
Hat mich leider nicht so abgeholt wie die Astronauten. Lag aber nicht an der Geschichte per se, sondern wahrscheinlich eher daran, dass dem Lektorat ein grober Schnitzer ziemlich am Ende durchgerutscht ist und das Korrektorat sehr viel übersehen hat. Solche Dinge reißen mich immer sehr aus dem Lesefluss und schränken den Lesegenuss ziemlich ein. Eine ausführliche Bewertung gibt es demnächst noch auf dem Blog.