Familienfest mit Folgen ... Horst Willemsen wird 70! Und natürlich will der passionierte Camper seinen Ehrentag auf einem besonders schönen Campingplatz feiern. Also hat Sophia ihren Platz am Hirschgrund schon vor Saisonbeginn geöffnet. Doch dann liegt das Geburtstagskind eines Morgens tot auf dem Steg am See. War es Mord? Na gut, Sofia hat Jonas, ihrem Kommissar, versprochen, sich nie wieder in seine Ermittlungen einzumischen. Aber was kann sie dafür, dass einfach jeder in der Familie Willemsen ein Geheimnis zu hüten scheint? Und außerdem ist Sofia selbst in Gefahr - immer wieder zieht sie dieselbe Karte aus Evelyns Tarot - den Tod!
"Der Tod braucht keine Sonnencreme" ist der fünfte Teil der erfolgreichen Bayern-Krimi-Reihe "Sofia und die Hirschgrund-Morde" von Susanne Hanika. Krimi trifft auf Humor, Nordlicht auf bayerische Dickschädel, Wieder-Single-Frau auf Jugendliebe und feschen Kommissar - dazu jede Menge Leichen, Mörder und Ganoven. Und all dies vor herrlich bayerischer Kulisse!
eBooks von be Thrilled - mörderisch gute Unterhaltung!
Ich mag diese Reihe einfach 💗 Auch dieser Band hat mir wieder richtig gut gefallen und mich gut unterhalten können. Dabei geht es für mir gar nicht unbedingt in erster Linie um den Kriminalfall, sondern eher um die Charaktere. So langsam gewöhnt man sich an sie, schließt sie vielleicht zum Teil sogar ins Herz. Das mag ich an Serien. Aber hier hat mir auch der Kriminalfall sehr gut gefallen. Spannend, rätselhaft und auch durchaus humorvoll. Eine sehr gelungene Mischung.
Auch in diesem Band dreht sich die Geschichte wieder um einen Mord am Campingplatz von Sofia Ziegler. Dieses Mal war das Ende allerdings leichter zu erahnen als bei den vorherigen Teilen. Nachdem die Geschichte ja generell zu mehr Humor als Spannung tendiert, ist das aber grundsätzlich nicht weiter schlimm. Anhand kleiner zeitlicher Angaben- ohne sich direkt auf einen speziellen Tag festzulegen- ist es leicht zu erahnen wann die Geschichte stattfindet, auch weitere Details zur Jahreszeit etc. passen gut ins Bild und regen zu mehr Fantasie an. Sowohl die alt bekannten als auch die neuen Protagonisten der Geschichte sind wieder liebevoll und detailliert gezeichnet. Schade ist, dass die Hauptprotagonistin auch in diesem Teil keine markante Weiterentwicklung durchmacht, ihr Verhalten und ihre Einstellung gewissen Dingen gegenüber ist teilweise kindlich bockig und langweilig; man hätte sich das zu Nutze machen und die Geschichte hinsichtlich einiger Weiterentwicklungen des Campingplatzes erweitern können. Es finden sich keine markanten Unstimmigkeiten bez. zeitlicher oder anderer Fakten. Der Schreibstil ist nachwievor angenehm, keine allzu langen Sätze, gut gewählte Kapitellängen und ein einfacher, flüssiger und unkomplizierter Schreibstil. Auch wenn die Geschichte mit bayrischem Witz, leichter Romantik und aufregenden Neuigkeiten gespickt ist, so kann das Buch alles in allem nicht wirklich überzeugen. Es liegt weniger an diesem Teil selbst, prinzipiell ist das Buch nicht schlecht, aber die Thematik ist nach so vielen Büchern mittlerweile einfach ermüdend.
Im ersten Teil dieser Reihe ging mir Evelyn furchtbar auf die Nerven, aber inzwischen finde ich sie großartig. Nicht nur, weil sie ständig einen neuen Spleen hat (diesmal die Wahrsagerei), sondern weil sie sich immer mehr als gute Freundin zeigt. Der Todesfall ist sehr spannend, auch wenn ich recht schnell wusste, wie die Sache gelaufen war. Aber es macht Spaß zu verfolgen, wie Sofia ihre Beobachtungen macht und Schlüsse zieht.