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Dort: Roman

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Als Sebi eines Nachmittags Lydia begegnet, weiß er: Sie ist die Frau seines Lebens. Um mit ihr ins Gespräch zu kommen, riskiert er alles – sogar das Leben des kleinen jungen, mit dem sie am See spazieren geht... In einem unbeobachteten Moment stößt Sebi Zünd ein Kind in den See. Er springt hinterher, um es zu retten, aber der Junge ertrinkt. Was kann die Aufmerksamkeit der erwachsenen Halbschwester Lydia, die Sebi auf sich ziehen wollte, ihm jetzt noch bedeuten? – Er ist schuld am Tod des kleinen Milo. Aber Lydia sieht in ihm den vergeblichen Retter, und tatsächlich bahnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte an. Doch Sebi erträgt die Last seiner Schuld nicht und begeht einen zweiten gravierenden Fehler ... Als er der Lebensgefährtin seines Vaters das Verhängnis, das auf ihm lastet, andeutet, ahnt er die Folgen nicht. Ständig in Angst, dass sie ihn verraten und ausliefern könnte, fügt er sich ihren Anordnungen – bis er ein dunkles Geheimnis aufdeckt. Wendet sich nun das Blatt? Niko Stoifberg entwickelt einen eindringlichen Sound, der den Leser sofort gefangen nimmt. Ein aufwühlender Debütroman!

269 pages, Kindle Edition

Published February 18, 2019

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About the author

Niko Stoifberg

3 books3 followers
Niko Stoifberg is a Swiss writer and cartoonist.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Cathrin.
406 reviews14 followers
April 18, 2019
In einer wahnwitzigen Kurzschlussaktion stößt der Ich-Erzähler ein kleines Kind in einen See, um durch dessen Rettung die Aufmerksamkeit der Begleiterin des Kindes auf sich zu ziehen. Das Kind ertrinkt.
Soviel verrät bereits der Klappentext und vielleicht ist das eigentlich schon zu viel, anderseits bewegte mich dies zum Kauf des Buches.
Das Buch beginnt vielversprechend, spitzt sich auf die angekündigte Situation zu und liegt danach noch für einige Kapitel auf gutem Kurs ein richtig gutes Buch zu werden. Nach knapp der Hälfte nimmt die Erzählung dann aber plötzlich einen sehr (sehr!) seltsamen Verlauf. Die Handlungen sämtlicher Figuren waren mir in keiner Weise mehr verständlich und das ganze Setting völlig irrsinnig. Noch dazu wurde es leider zunehmend immer langweiliger, über viele Kapitel passiert nichts von wirklicher Bedeutung und auch das Ende hinterlässt ein großes Fragezeichen in meinem Kopf.
Wäre da nicht der tolle Beginn, würde ich einen Stern vergeben. Sehr sehr schade.
Profile Image for Conny.
623 reviews87 followers
May 15, 2019
Sebi Zünd sieht die Frau seiner Träume. Um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, stösst er das Kind, das sie begleitet, in den See, um anschliessend als grosser Retter dazustehen – doch der Junge ertrinkt. Trotzdem sieht Lydia in Sebi den vergeblichen Helden, und er muss fortan mit seinem Geheimnis leben. Aber er ist nicht der einzige ohne reines Gewissen …

Die Geschichte fängt wirklich gut an. Das Unglück wird so schnell beschrieben wie es passiert, die familiären (Miss-)Verhältnisse werden nach und nach ausgebreitet. Mit dem Protagonisten und seiner Verzweiflung kann man sehr gut mitfühlen. Leider jedoch nicht mit den anderen Figuren: Diese handeln denkbar unglaubwürdig, insbesondere die Familie des ertrunkenen Jungen. Die Reaktion (Rache? Bestrafung?) dessen Mutter – eigentlich deren allgemeines Verhalten, auch in der Vergangenheit – kann ich bis zum Schluss nicht nachvollziehen, ich sehe keinerlei Logik in dem, was sie tut. Es musste wohl einfach der Geschichte dienen. Die Aufdeckung dunkler Familiengeheimnisse die entstehenden Abhängigkeiten zwischen den Figuren fand ich wiederum sehr gelungen. "Dort" hinterlässt mich also zwiegespalten: Manche Aspekte der Geschichte haben mir sehr gut gefallen, aber als Ganzes wirkt es irgendwie zusammengeschustert.
1 review
February 8, 2021
Zum Inhalt:

Als Sebi Lydia sieht, weiß er sofort, dass sie die Frau seines Lebens ist. Nachdem er sie und den Jungen, mit dem sie unterwegs ist, etwas länger beobachtet hat, beschließt er ihre Aufmerksamkeit zu eregen. Um sich als heldenhaften Retter darzustellen stößt er den Jungen in den See und springt hinterher. Doch leider kann er für den jungen Milo nichts mehr tun...

Im Schatten dieser Tragödie kommen sich Sebi und Lydia näher. Doch nicht nur Sebi hat ein schreckliches Geheimnis, dass starke Schuldgefühle und grauenhafte Albträume auslöst, auch Lydias Familie und die neue Freundin seines Vaters haben etwas zu verbergen...

"Im Traum ist alles plötzlich klar, im Traum da gibt es keinen Zweifel, ist die Wahheit wie ein Fieber, füllt uns an und schüttellt uns. Im Traum ist die Wahrheit plötzlich da, man kann sie nicht ergründen, nur erfahren, nur erleiden"

Meine Meinung:

So fühlte sich das Buch für mich auch an, wie ein Traum voller schrecklicher Wahrheiten, wie ein Albtraum. Sebi, Lydia und die anderen Protagonisten hatten für mich etwas kaltes, herzloses. Auf eine krankhaft wirkende Art ignorieren sie das Schicksal anderer um selbst zu profitieren. Und das ist vermutlich auch die große Frage des Romans: Kann ich für mein eigenes Glück andere ins Unglück stoßen? Die Antwort, die der Roman auf diese Frage findet, hat mich total abgestossen, da sie sich von meinen eigenen moralischen Grundsätzen stark unterscheidet. Die Geschichte war für mich wie ein Verkehrsunfall, einerseits will man nicht hinsehen, andererseits kann man nicht anders. Ich habe hingesehen und das Buch beendet. Das war jedoch ein wahrer Kampf, die Handlung wird mit jeder Seite absurder und abstoßender, doch vor allem der Schreistil war unfassbar langatmig.

Das Lesen des Buches forerte meine gesamte konzentration, da der Schreibstil mir kompliziert und verschachtelt vorkam. Besonders in Sebis Albtträumen, habe ich teilweise Passagen übersprungen, da sie mir einfach zu kompliziert waren und nicht zum weiteren Verlauf beigetragen haben. Als in der zweiten Hälfte des Buches ein Protagonist eingeführt wurde, der in seinen Sätzen dauerhaft zwischen Deutsch und Englisch wechselt, habe ich erneut darüber nachgedacht abzubrechen, da Dialoge mit ihm eine qual für mich als Leserin waren.

Da der Roman jedoch stark angefangen hatte wollte ich bis zum Ende lesen, da ich auf ein starkes Ende hoffte. Das kam jedoch nicht, das Ende war absolut unzufriedenstellend, ließ mir Fragen offen und schien mir abrubt und kontextlos. Gleichzeitig war ich sehr froh das Buch beendet zu haben und mich nicht mehr mit den Protagonisten und ihren grauenhaften taten auseinander zusetzen.

Fazit:

Die Idee des Buches, die der Klappentext andeutete hat mich sehr überzeugt und diese wurde zu Anfang der Geschichte gut umgesetzt. Was danach kam hat mich nur noh abgeschreckt und das Lesen war mir viel zu anstrengend. Wegen der Idee, dem starken Anfang und der dahinter steckenden Frage, wie weit man für das eigene Glück gehen kann gebe ich 2/5 Sterne. Ich empfehle allen, die sich von schrecklichen Taten und grauenhafter Moral nicht abschrecken lassen, dem Buch eine Chance zu geben, Bei mir hat "Dort" seine Chance jedoch vertan.
Profile Image for Kathrin (la_chienne).
64 reviews21 followers
December 13, 2020
Niko Stoifbergs Debütroman "Dort" beginnt äußerst dramatisch. Sebi, der Ich -Erzähler, verguckt sich in die Fotografin Lydia, die mit ihrem kleinen Halbbruder in der Nähe des örtlichen Sees unterwegs ist. Als Lydia durch ein eingehendes Telefonat abgelenkt ist, greift Sebi den Jungen und wirft ihn ins tiefe Wasser, um unmittelbar danach heldenhaft zu dessen Rettung hinterherzuspringen. Sebis Plan, hiermit Lydias Aufmerksamkeit und Wohlwollen auf sich zu ziehen, geht auf. Doch der kleine (mongoloide) Junge ertrinkt. So fußt die zwischen den beiden jungen Menschen beginnende Beziehung auf Sebis dunklem Geheimnis.

Noch während ihn Schuldgefühle und schreckliche Albträume plagen (Lydia wirkt indess nicht arg mitgenommen vom Tod ihres kleinen Halbbruders.), nähern sich die beiden an. Und auch in Lydias Familie, die ein Luxushotel in den Bergen führt, und mit der Sebi bald schon – nicht nur rein örtlich – näher verbunden sein wird als erwartet, ruht ein tiefdunkles Geheimnis...

Für mich die zentrale Frage des Romans:
Wie weit darf man gehen, um zu bekommen, was man will? Darf man fürs eigene Glück jemand anderen ins Unglück stürzen?

Die Protagonisten wissen gegenseitig von ihren skrupellosen Missetaten, die trotz der Schwere ihrer Schuld jedenfalls nach außen keine weiteren Konsequenzen mit sich ziehen.

Der Roman hat mich wirklich überrascht. Er ist durchweg beklemmend (nicht nur was die Handlung an sich betrifft, sondern gerade auch die Beschreibung des besonderen Hotelpersonals, der Örtlichkeiten und der Albtraumsequenzen). Es ist ein Blick in menschliche Abgründe, so tief wie von der felsigen Hohwand in den dunklen See (den beiden zentralen Handlungsorten).
Profile Image for Meta Data.
127 reviews1 follower
September 10, 2020
Es lohnt sich, diese Geschichte bis zum Ende zu lesen. Auch wenn das Buch streckenweise zäh, holprig und mühsam ist, die Pointe ist gut. Und es geht auf, sehr durchdacht alles, oder geträumt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
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