Was ist der Preis für ein Leben?An einem eiskalten Morgen auf einem Feld nahe Frankfurt macht die Polizei eine grausame Die Leichen von sieben Kindern. Und die Opfer müssen vor ihrem Tod ein furchtbares Martyrium durchgemacht haben. Darauf deuten frische Operationsnarben an ihren Körpern hin. Mara Billinsky ist zutiefst erschüttert - und zugleich fest entschlossen. Sie will den Täter um jeden Preis fassen. Dabei verärgert sie mit ihren eigenwilligen Ermittlungsmethoden und ihrer sturen Art nicht nur ihren Chef - sondern auch den neuen Staatsanwalt. Doch die "Krähe", wie Mara von ihren Kollegen genannt wird, bleibt hartnäckig und kommt so einem Verbrechen auf die Spur, dessen Ausmaße sie fassungslos machen ..."Ein Thriller der Extra-Klasse" (Bambarenlover, Lesejury)"Durch seine atemberaubenden, realistischen und detaillierten Beschreibungen beschert Leo Born den Lesern regelmäßig Gänsehaut" (Pandora 2711, Lesejury)" Suchtgefahr!" ('Tweed, Lesejury)eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!
Auf einem Feld in Frankfurt werden sieben vergrabene Leichen gefunden. Es handelt sich bei allen um Jugendliche, deren Körper Narben aufweisen. Nicht nur Kommissarin Mara Billinsky ist geschockt, diese Entdeckung geht allen unter die Haut. Mara stürzt sich Hals über Kopf in die Ermittlungen, stößt dabei aber mal wieder bei ihrem Chef, aber auch bei dem neuen Staatsanwalt auf wenig Gegenliebe und wird wieder von dem Fall abgezogen. Aber Mara kann es nicht lassen und ermittelt weiter und kommt einem grauenvollen Verbrechen auf die Spur.
Lautlose Schreie ist der zweite Teil der Mara - Billinsky - Reihe von Leo Born.
Ihr neuester Fall geht Mara Billinsky, "die Krähe", ziemlich unter die Haut, und dir toten Jugendlichen verfolgen sie durch ihre Gedanken und Ermittlungen. Auch wenn sie bald von ihrem Chef und dem neuen Staatsanwalt erstmal ausgebremst wird, kann und will sie nicht von diesem Fall lassen, und muss sich erstmal mit einem anderen Mordfall auseinandersetzen.
Mara Billinsky, die sich nicht nur durch ihr düsteres Aussehen von ihren Kollegen abhebt, sondern auch durch ihre Art nicht gerade einfach zu nehmen ist, ist eine sehr ungewöhnliche Ermittlerin, der ich wirklich gerne durch die Geschichte folge. Ihre unangepasste Art, aber mit dem Herzen am rechten Fleck unter der rauen Schale, kniet sie sich immer tief in ihre Fälle hinein. Ihr Partner Rosen ist nicht nur äußerlich das genaue Gegenteil von ihr, und zusammen ergeben die beiden ein wirklich außergewöhnliches Ermittlerpaar. Mara Entwicklung in diesem Teil hat mir ausgesprochen gut gefallen, vor allem im Zusammenspiel mit ihrem Chef, der langsam anerkennt was er an Mara hat. Auch über Maras Vergangenheit erfährt man als Leser wieder ein bisschen mehr und wird neugierig ob sie diesen Fall irgendwann (vielleicht im nächsten Teil) lösen und damit auch für sich abschließen kann.
Die verschiedenen Charaktere in diesem Buch haben mir gut gefallen, ich empfand sie gut ausgearbeitet und sie hatten genug Tiefe, damit man sich als Leser ein gutes Bild von ihnen machen konnte.
Der Thriller wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt, die alle auf ihre Art interessant und spannend erzählt sind und langsam ineinander greifen. Der Spannungsbogen war für mich von Anfang an gut ausgearbeitet und konnte mich bis zum Ende hin für sich einnehmen. Auch die zugrunde liegende Thematik des Falls, schockiert, lässt einen aber auch nachdenklich werden.
Mein Fazit: Ein spannender, schockierender und auch nachdenklich machender Thriller mit "der Krähe" Mara Billinsky, der mir wirklich ausgesprochen gut gefallen hat und mir fesselnde Lesestunden bereitet hat.
Kommissarin Mara Bilinsky muss sich in ihrem neuen Fall mit einem getöteten Geschäftsmann kümmern und den Täter finden. Doch die Ermittlungen, die sie und ihr Kollege Rosen anstellen verlaufen in einer Sackgasse. Sie kommen erst weiter als die Entdeckung von toten Kindern mit Narben, mit ihrem Fall kollidiert. Jetzt heißte es einer Bande auf die Spur zu kommen, die Kinder als Objekte benutzt, doch der Weg ist noch sehr weit, um die Täter zu ermitteln.
Der Thriller "Lautlose Schreie" von Leo Born nimmt ein Thema aufs Korn, das ein sehr schreckliches ist. Kinder sozusagen als Verhandlungsobjekte zu nehmen und damit Geld zu verdienen. Der Hauptcharakter Mara Bilinsky, die Krähe genannt, findet sich in diesem Fall sehr heftig angesprochen und so setzt sie alles daran, um hier Klarheit zu bekommen. Die Story ist sehr authentisch erzählt und auch sehr spannend. Sie reißt mit, da der Inhalt sehr emotional ist. SO auch ein Zweig der Geschichte, die ihren Freund Rafael betrifft, der genau mit einem Mädchen aus diesem Umfeld Kontakt hat und sie bewschützen möchte. Hoch emotional und spannend und so ist der gesamte Thriller erzählt, mit einer sehr direkten Sprache. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende sehr gut entwickelt und hat auf dem Weg auch immer wieder Überraschungen zu bieten. Ich mag die Hauptperson und damit den Thriller, da sie keine Konventionen kennt und als einsamer Wolf, oder einsame Krähe, ihren Weg geht. Die Figur des Rosen passt super in diesen Kontext. Ich habe schon mehrere dieser Thriller gelesen und ich war immer begeistert, also kann ich auch diesen Band sehr gut empfehlen.
Autor: Leo Born ist das Pseudonym eines deutschen Krimi- und Thriller-Autors, der bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht hat. Der Autor lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main. Dort ermittelt auch – auf recht unkonventionelle Weise - seine Kommissarin Mara Billinsky. (Quelle: Luebbe)
Mara bekommt es bei Ihrem neusten Fall mit zwei Kinderleichen zu tun. Am Tatort angekommen, muss Mara jedoch feststellen, dass es nicht bei den zwei Leichen bleiben wird, denn es finden sich noch mehr Kinderleichen. Plötzlich wird Mara jedoch von diesem Fall abgezogen und bekommt einen neuen Mordfall zugewiesen, den sie nur widerwillig annimmt. Trotz neuem Fall bleibt Mara trotzdem noch an den Kindermorden dran und steckt nachher tiefer drin, als ihr lieb ist.
Der Thriller “Lautlose Schreie” ist in vier Teile mit insgesamt 68 Kapiteln aufgeteilt. Eine wirkliche Überschrift bekommen dabei nur die Teile selbst, bei den Kapiteln weißt allein die Ziffer auf das jeweilige Kapitel hin. Die gewählten Titel für die jeweiligen Teile, sind kurz und treffend formuliert. In fast jedem Kapitel wechselt dabei die Sicht auf die Handlung, sodass der/die Leser/-in, die Handlung immer wieder aus einer anderen Sicht verfolgt. Alle Handlungsstränge werden aber am Ende logisch und sinnvoll zusammengeführt. Zu Beginn des Buches findet man sich in einer Situation von der man keinerlei Informationen hat, schon hier baut der Autor eine Menge Spannung und Motivation zum Lesen auf. Dann geht alles auch recht schnell und der/die Leser/-in bekommt mit, worum es in diesem Buch geht. Das gewählte Thema, das ich hier keinesfalls spoilern möchte, hat es definitiv in sich und sorgt sicherlich für einige Momente, in denen man nur mit dem Kopfschütteln kann. Leider kann ich hier auch schon einen kleinen Negativpunkt anführen, der aber keinesfalls den Lesespaß raubt. Man bekommt recht schnell im Buch heraus, worum es eigentlich geht und das noch bevor es im Buch selbst aufgeklärt wird (zumindest war dies bei mir der Fall). Bei manchen Büchern würde das zum Abfall der Spannung führen, jedoch ist das bei “Lautlose Schreie” nicht der Fall. Leo Born schafft es trotzdem, die Spannung und Motivation so hochzuhalten, dass man bis zur letzten Seite weiterlesen möchte. Der Autor bedient sich dabei einer breiten Palette Mitteln, wie zum Beispiel Informationen die angesprochen aber nicht direkt aufgelöst werden (im Laufe des Buches werden aber dann alle Informationen aufgelöst). Die Charaktere passen gut in die Handlung und werden mit reichlich Informationen gefüllt. Dabei möchte ich positiv anmerken, dass bereits bekannte Charaktere (Mara, Klimmt, usw.), mit zusätzlich zu Band 1 erhaltenen Informationen ergänzt werden. Das Bild dieser Charaktere wird also noch genauer. Aus diesem Grund, würde ich empfehlen Band 1 (Blinde Rache) ebenfalls zu lesen, auch wenn sich “Lautlose Schreie” auch unabhängig lesen und verstehen lässt. Hin und wieder gibt es auch kleine Rückblicke auf Band 1, diese sind aber recht dünn und reichen keinesfalls aus, um den ersten Band zu ersetzen. Einige der Charaktere haben einen ausländischen Hintergrund und reden deshalb in englischer Sprache. Dies trägt ebenfalls zur Authentizität beim Lesen bei. Alle die nicht sonderlich gut englisch verstehen und nun “Angst” haben sie könnten diese Stellen nicht verstehen, kann ich an dieser Stelle beruhigen, denn auch ohne englisch lässt sich alles gut verstehen. Das Ende des Buches könnte dann allerdings nicht jedem Gefallen aber es passt zum Buch und lässt noch viel Platz für ein weiteres Buch dieser Reihe.
Cover: Das Cover von “Lautlose Schreie” ist im Gegensatz zum Vorgänger Band “Blinde Rache” in Schwarz gehalten, weshalb es auf den ersten Blick etwas düster wirkt. Man kann die Abbildung einer Krähe erkennen, wie sie ja auch bereits auf dem Vorgänger Band zu finden war. Diese Krähe passt perfekt zur Protagonistin des Buches, da sie den Spitznamen “Krähe” bekommen hat. Unter der Krähe steht der Titel des Buches, welcher sich gut vom Hintergrund abhebt. Insgesamt gefällt mir das Cover wirklich gut. Es passt zu dem bereits erschienen Band der Reihe aber auch zu dem Inhalt des Buches selbst.
Fazit: Mit “Lautlose Schreie” führt Autor Leo Born die Geschichte um Mara weiter. Viele bekannte Charaktere tauchen wieder auf und werden mit neuen Informationen versorgt, die dem/der Leser/-in ein genaueres Bild erlauben. Ebenfalls trägt dazu der sehr detailreiche Schreibstil des Autoren bei, welcher für ein tolles Lesevergnügen über fast 500 Seiten sorgt. Von mir kann es für diesen Thriller nur eine Bewertung geben und das ist 5/5 Sterne.
Klappentext: In Frankfurt wurden auf einem Feld die vergrabenen Leichen von sieben Jugendlichen aufgefunden. Die Narben an ihren Körpern deuten auf ein Martyrium kurz vor dem Tod hin. Kommissarin Mara Billinsky will sich mit voller Kraft in die Ermittlungen stürzen. Doch mit ihrer Sturheit und ihren unkonventionellen Methoden verstört sie ihren Chef wie auch den neuen Staatsanwalt – und wird von dem Fall abgezogen. Als sie trotzdem weiterermittelt, kommt sie einem Verbrechen auf die Spur, das ihr das Blut stocken lässt. (Quelle: Luebbe)
"Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht." (Abraham Lincoln) Nach ihrem ersten Erfolg in Frankfurt arbeitet Mara Billinsky weiterhin bei der Kripo, allerdings muss sie noch immer abwertende Blicke einstecken. Dann jedoch erschüttert ein grausamer Leichenfund das ganze Revier. Den auf einem Feld in der Nähe Frankfurts werden die vergrabenen Leichen von sieben Kindern und Jugendlichen aufgefunden. Narben an ihren Körper deuten daraufhin das sie schreckliches mitgemacht haben mussten. Als Mara die Ermittlungen einleiten möchte, wird sie erneut von Klimmt und dem neuen Staatsanwalt ausgebremst. Mara soll sich hingegen mit Jan Rosen um den Tod eines Hotelgastes kümmern, noch ahnen sie nicht das dieser ebenfalls mit dem Tod der Kinder zu tun haben könnte. Dann jedoch kommt sie Machenschaften näher, die selbst für Mara unfassbar sind. Sie kommen einem Verbrechen auf die Spur, welches im Grunde eine Nummer zu groß für sie ist. Als Mara und Rosen erste Spuren überprüfen begeben sie sich dabei in große Gefahr.
Meine Meinung: Ein dunkles Cover und eine Krähe mit ausgebreiteten Flügeln zierte das zweite Buch von Leo Borns Ermittlerin Mara Billinsky. Daher passte es sehr gut zum Vorgängerband besonders, da die Krähe Maras Beiname ist. Der Schreibstil war wie schon im letzten Band locker, flüssig, unterhaltsam in mehrere Kapitel eingeteilt und mit einem hohen Spannungsbogen. Wieder gab es verschiedene Handlungsstränge die zu einer unfassbaren Story zusammengeführt wurden. Denn diesmal ging es um eine europaweite Organisation die ihre Macht und Einflüsse bis nach Russland spielen ließ. Dadurch wurde dieser Fall für ihren Chef HK Klimmt, das Team und Mara eine wahre Herausforderung. Entsetzt und gleichzeitig bewundert hatten mich, diese Verbrecher und ihre großen Einflüsse, die hier dargestellt wurden. Ich könnte mir gut vorstellen, das dies auch im realen Leben so geschehen könnte. Zudem ging es um Maras Vergangenheit um den Tod ihrer Mutter, bei dem der neue Staatsanwalt Christian von Lingert eine besondere Rolle einnahm. Gefreut hatte es mich, das Mara in ihrem Team und schlussendlich auch bei ihrem Chef mehr Anerkennung bekam. Endlich sah er über Maras Tattoos, Piercings und ihre dunkle Kleidung hinweg und erkannte, dass er mit ihr eine sehr gute Ermittlerin bekommen hatte. Dagegen waren die Risse bei Mara und ihrem Vater Erich Billinsky noch immer groß und ein vernünftiges Gespräch der beiden ist nach wie vor schwierig. Auch ein Wiedersehen mit Rafael, den Mara und Hanno noch immer unterstützen gab es in diesem Teil, selbst er ist insgeheim in den Fall involviert. Darüber hinaus konnte mich Frankfurt als Lokalkolorit erneut überzeugen, man bekam einen Eindruck von den dunkelsten Ecken dieser Stadt. Wieder einmal konnten mich die Charaktere hundertprozentig überzeugen. Allen voran Mara mit ihrer toughen, dynamischen und ehrgeizigen Art kam sie einem zwar manchmal etwas kühl und abweisend vor, doch im Grunde hat sie im inneren ein weiches Herz. Ferner war weiter ihr Kollege Jan Rosen auch Spatz genannt an Maras Seite, der sich langsam zu einem guten Polizisten mausert. So denke ich, dass die beiden in Zukunft ein ideales Team werden könnten. Deshalb freue ich mich auf weitere Folge und gebe diesem Buch eine Leseempfehlung für alle Thriller Liebhaber und 5 von 5 Sterne.
Mara Billinsky ist zurück und ermittelt weiter in Frankfurt. Ein raffinierter Thriller, der mehr Wahrheiten enthält, als man glauben möchte. Ein enormer Spannungsbogen und wunderbar ausgearbeiteten Charakteren sind der absolute Pageturner.
Das Cover ist großartig und sagt mit wenig viel aus. Definitiv ein Eyecatcher und verlockt einfach sich das Buch genauer anzuschauen. Außerdem natürlich passend zu „Der Krähe“.
Leo Born hat es geschafft einen hervorragenden Thriller zu schreiben, den man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Schon recht früh war es zu erkennen, um was es in der Geschichte geht. Das hat aber der Spannung keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, der Autor hat es dennoch geschafft den Spannungsbogen durchgehend oben zu halten, was mich persönlich beeindruckt hat. Es kam nie Langeweile auf und mit jeder gelesenen Seite wollte man mehr wissen.
Passend zur Spannung ist „Lautlose Schreie“ auch noch atmosphärisch hervorragend getroffen. Immer wieder bekam ich während des Lesens eine Gänsehaut. Manche Szenen waren schlichtweg atemberaubend. Dazu ein düsteres Frankfurt mit seinen Schattenseiten. Das Alles fügt sich perfekt mit der Geschichte zusammen und ist absolut stimmig. Das war für mich noch das Sahnehäubchen auf der Story.
Allein die Thematik des Buches ist enorm bedrückend und je mehr man darüber nachdenkt, desto beängstigender ist es. Leider steckt mehr Wahrheit dahinter, als man es vielleicht vermutet. Eine hochbrisante und dazu aktuelle Thematik, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen kann.
Insofern hat mich der ganze Schreibstil von Leo Born gefesselt. Authentisch, flüssig, spannend und man merkt kaum wie schnell die Seiten gelesen werden. Ein durchgängiger Lesespaß von der ersten bis zur letzten Seite.
Die Charaktere haben mich auch wieder beeindruckt. Ganz vorne natürlich Mara, die nach wie vor zu meinen Lieblingsermittlerinnen gehört. Ich mag ihre harte Schale. Mara ist außergewöhnlich und alles andere als eine typische Ermittlerin. Sie wirkt oft kühl und knallhart, ehrgeizig und vor allem kann sie sich durchbeißen. Dennoch lässt uns der Autor immer wieder unter die harte Fassade schauen und man erkennt Maras weichen Kern. Eine tolle und authentische Figur, der man ihr Tun und Handeln abnimmt. Was man hier besonders im Fall von Rafael und Shaqayeg feststellen kann.
Aber auch andere Charaktere wie Rosen, Klimmt oder Edgar gefallen mir. Sie wirken mir echt und passend. Jedem einzelnen nehme ich ihre Rolle ab. Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen und das Gesamtpaket macht es für mich glaubwürdig.
Besonders gefallen mir aber auch die suspekten Charaktere, die man nur schwer durchschauen kann. Mit Ariane wurde eine Figur geschaffen, die man kaum einschätzen kann. Einerseits unsympathisch, aber durchaus hoch interessant. Genau diese Mischung gefällt mir.
Fazit: Ein origineller und atmosphärischer Thriller mit charakterstarken Protagonisten. Spannung pur sorgt für das Kribbeln. Ich finde „Lautlose Schreie“ hervorragend und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und somit fünf von fünf Sternen.
Düster, spannend, grausam... wieder ein harter Fall für die Krähe!
Kurz zum Inhalt: In einem Vorort von Frankfurt werden auf einem Feld die nur spärlich verbuddelten Leichen von sieben Kindern gefunden. Die Ermittlerin Mara Billinsky, die mit ihrer optisch etwas anderen Erscheinung - Piercings, Tattoos und in schwarzer Kleidung - polarisiert und ihr Kollege Jan Rosen müssen mühsam vielen verschiedenen Spuren nachgehen, jedoch rinnt ihnen der Fall immer wieder aus den Händen. Bis sie einer grausamen Organisation auf die Spur kommen...
Meine Meinung: "Blinde Rache" ist der zweite Teil der Reihe um Mara Billinsky. Der Roman ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Informationen aus dem Vorgänger-Band sind geschickt im Geschehen integriert. Man trifft alle alten Bekannten wieder und ist sofort wieder mitten drin im Geschehen Frankfurts! Die Schreibweise von Leo Born ist flüssig und schnell zu lesen, auch aufgrund der kurzen Kapiteln und der Cliffhanger am Ende. In jedem Kapitel gibt es einen Sprung zu einer anderen Szene, die sich erst im Verlaufe des Buches nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzen.
Mara Billinsky ist wieder typisch sie - sie will den Fall auf alle Fälle auflösen, und geht dabei auch über Anweisungen ihres Chefs und des neuen Staatsanwalts hinweg. Sie setzt sich durch, und ich mag, dass sie weiter und weiter ermittelt, auch wenn ihr Steine in den Weg gelegt werden, weil sie einfach Gerechtigkeit für die Toten will. Ich war positiv überrascht, dass ihr ihr Chef Rainer Klimmt, der sie Anfangs immer noch nicht ganz ernst nimmt, sie und ihre Art, ihre Arbeit, gegen Ende endlich wertschätzt. Auch ihrem Vater Edgar Billinsky kommt sie in kleinsten Schritten näher heran. Mara ist lebendig, man fiebert mit ihr mit, und auch die Familienzwistigkeiten sind authentisch. Sehr traurig ist natürlich Maras Geschichte; ihre Mutter wurde ermordet, als sie noch ein Kind war, und seitdem ist sie quasi auf der Suche nach deren Mörder. Ich hoffe sehr, dass hierzu im nächsten Band etwas mehr Licht ins Dunkel kommt... Auch Jan Rosen hat sich stark entwickelt und kommt in "Lautlose Schreie" stärker zur Geltung.
Leo Born hat es super geschafft, mich mit Plot und Auflösung dieses Thrillers sehr zufrieden zu stellen. Ich finde es toll und überzeugend, wenn eine Auflösung lebensnah und authentisch ist.
Das Cover passt perfekt zum 1.Teil - es befindet sich wieder die Krähe (Mara's Spitzname im Kommissariat) darauf, und die beiden Farben sind gegenverkehrt zum Vorgängerband. Es lässt sich somit eindeutig der Mara-Billinsky-Reihe zuordnen, was mir sehr gut gefällt.
Fazit: Grandiose Fortsetzung der Reihe - konstant hoher Spannungsbogen, authentischer Plot, realistische Auflösung. 5 verdiente Sterne von mir!!
Auch wenn es sich um den zweiten Fall von Ermittlerin Mara Billinsky handelt, kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings empfehle ich, bei der Reihenfolge zu bleiben, denn so kann man die Rahmenhandlung besser nachvollziehen und weiß vor allem schon mehr von Mara. Der Fall an sich ist aber abgeschlossen.
Und weiß Gott nichts für schwache Nerven. Gerade wenn es um Kinder geht, bin ich sehr dünnhäutig, und hier wird eine Kinderleiche nach der anderen gefunden. Und nicht nur das: Durch einige Passagen erfährt man auch - zumindest indirekt - wie die Kinder vorher gelitten haben. Das hat mich doch ziemlich berührt und auch wenn es an dieser Stelle nur Fiktion ist, ganz schön schockiert.
Das besondere: Es treffen mehrere Handlungsstränge aufeinander, die am Anfang nichts miteinander zu tun zu haben scheinen - aber eben dann doch ein großes Ganzes ergeben. Und hier ist auch mein kleiner Kritikpunkt: Denn man kann sich sehr schnell erschließen, wie alles zusammenpasst, auch wenn nichts direkt bzw. erst sehr spät, angesprochen wird.
Super fand ich, dass Mara jetzt nicht auf einmal die Top-Ermittlerin ist und alle sie lieben - denn im ersten Teil hatte sie ja zu kämpfen, von ihren Kollegen und vor allem von ihrem Chef ernstgenommen zu werden. Wie sie sich hier präsentiert und wie sie auch hier wieder kämpfen muss, um bei den großen Fällen mitarbeiten zu dürfen, ist sehr authentisch und wird nicht romantisiert.
Auch wenn man - was ich ja bereits kritisiert habe - schneller als die Ermittler begreift, was hinter allem steckt, ist und bleibt die Handlung sehr spannend, denn es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Es gibt viele Hinweise, aber wirklich greifen kann man die Täter nicht. Man hofft und bangt also mit.
Das Ende ist dann fast ein wenig ernüchternd, aber trotzdem sehr passend. Es ist eben doch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, was es sehr realitätsnah und authentisch macht. Denn manchmal sind auch die besten Ermittler einfach machtlos.
Insgesamt wurde ich wieder sehr gut unterhalten. Das Buch war spannend und ging mir besonders nah. Allerdings fand ich den ersten Teil der Reihe etwas besser, deswegen gibt es für "Lautlose Schreie" 4 Sterne.
Auf einem Feld nahe Frankfurt werden 7 Kinderleichen entdeckt. Mara ist fassungslos und erschüttert aber auch fest entschlossen den verantwortlichen zu fassen. Natürlich ermittelt Mara wieder Mal nicht Standardmäßig, sondern auf ihre eigene Weise und eckt damit wieder gewaltig bei ihrem Chef und dieses Mal auch beim Staatsanwalt an. Aber Mara bleibt hartnäckig und macht eine skandalöse & schockierende Entdeckung. Durch das Vertrauen in die falschen Leute und auf falsche Informationen begibt Mara sich in größte Gefahr.....
Mein Fazit: Es geht um den aktuellen Fall, Raffael's Begegnung mit dem Mädchen Shaqayeg, Mara's Privatleben und um Familie Hornauer.... Raffael, Mara und ihr Team sind schon bekannt aus Band 1. Bei den Erzählungen von Evelyn Hornauer kristallisiert sich langsam & nach und nach heraus worum es geht. Ebenfalls interessant ist die Begegnung von Raffael und Shaqayeg. 3 Storys in einer Geschichte empfand ich zwischenzeitlich als zu viel und ab & an verlor ich kurz den Faden, man erkennt aber schnell wie diese 3 Storys miteinander zusammenhängen. In fast jedem Kapitel wechselt der Erzähler, also folgt man den Erzählungen von 4 - 5 Personen. Man musste sich schon konzentrieren. Dieser stetige Wechsel bringt zwar Abwechslung aber man muss sich auch ständig auf neue Schauplätze und Handlungen einlassen. Die Story war echt gut durchdacht und die Thematik Mal was ganz anderes. Trotzdem konnte mich dieser Teil nicht so abholen wie Band 1. Mir wurde es gegen Ende hin ein wenig zu viel des guten und stellenweise war es mir zu unrealistisch. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, es konnte mich sehr gut fesseln und ließ mich mitfiebern. Aber an Spannung hat einiges gefehlt und vieles war für mich sehr vorhersehbar. Das nimmt dem Buch aber keinesfalls seinen Reiz 😊 Allein schon Mara's Leben, sowohl privat als auch beruflich, zu verfolgen macht unheimlich viel Spaß! Ich vergebe 🌕🌕🌕🌗🌑 und spreche eine Leseempfehlung aus
Bereits der erste Teil von Mara Billinsky hatte mir unglaublich gut gefallen! Natürlich war ich sehr gespannt wie es weiter gehen wird.
Ich habe mich dieses Mal für das Hörbuch entschieden. Sabina Godec als Sprecherin war die perfekte Wahl! Ich mochte ihre Stimme auf Anhieb. Sie schaffte es mühelos mich in den Bann der Geschichte zu ziehen.
Der Einstieg ins Buch fiel mir unglaublich leicht denn der Schreib und Erzählstil des Autoren sind einfach genial. Hinzu kam noch die einnehmende Stimme von Sabina Godec, das war einfach die perfekte Kombi.
Alle Charaktere wurden authentisch und greifbar gezeichnet. Besonders Mara hat mein Herz im Sturm erobert. Sie ist einfach völlig anders und genau das macht sie zu etwas besonderem. Sie sagt und tut was sie will und sie gibt niemals auf.
Die Handlung war hier echt nervenaufreibend und unglaublich spannend! Es gab zahlreiche Wendungen die ich niemals erahnt hätte. Aber diese passten perfekt und steigerten die Spannung sogar noch. Auch das Seeting im Buch war einfach grandios! Da ich selbst in Hessen lebe und Frankfurt natürlich kenne fand ich es großartig auch die dunkle Seite von Frankfurt kennen zu lernen.
Leider kann ich zum Inhalt nichts weiter sagen da die Spoiler Gefahr einfach zu groß ist. Aber eins muss ich einfach erwähnen, ihr müsst diese Reihe unbedingt lesen.
Packende und nervenaufreibende Spannung, bis zur letzten Seite.
Klare Leseempfehlung!
Fazit:
Mit „Lautlose Schreie - Mara Billinsky 2" gelingt Leo Born ein atemberaubender Thriller voller Spannung. Bitte mehr davon!
Auf einem Feld bei Frankfurt werden die vergrabenen Leichen von sieben Jugendlichen gefunden. Was ist ihnen angetan worden? Kommissarin Mara Billinsky will sich in den Fall stürzen und ihn aufklären, doch aufgrund ihrer unkonventionellen Methoden wird sie von dem Fall abgezogen. Aber sie ist hartnäckig und ermittelt trotzdem weiter - und kommt einem furchtbaren Verbrechen auf die Spur.
Der zweite Fall für Mara Billinsky war wieder ein Volltreffer! Ein richtig spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Der Schreibstil war prima zu lesen, sehr spannend und konnte richtige Bilder in meinem Kopf erzeugen. Mara fand ich wieder großartig. Ich mag ihre eigenwillige und spezielle Art total gerne. Auch ihre Entwicklung, die sie seit dem ersten Band durchgemacht hat, gefiel mir super. Es hat mich für sie gefreut, dass ihr Chef so langsam merkt, was er an ihr hat. Das würde auch Zeit, denn Mara ist einfach große Klasse! Der Plot war wirklich harte Kost und hat mich ganz schön beschäftigt. Doch so schockierend die Story und deren Hintergründe auch waren, so spannend war sie auch. Ich war wirklich absolut gefesselt und mochte das Buch nicht mehr beiseite legen. Der Spannungsbogen wurde hervorragend aufgebaut und konstant gehalten.
Ein großartiger und richtig spannender zweiter Fall für diese außergewöhnliche Ermittlerin. Ich will mehr lesen von Mara! Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Leo Born präsentiert uns den zweiten Fall für Mara Billinsky.
Von Beginn an werden verschiedene Handlungsstränge verfolgt, die nach und nach zusammengeführt werden. Die Spannung hält sich konstant und der illegale Organhandel als Schwerpunkt tut sein Übriges. Im Laufe der Ermittlungen taut Klimmt Mara gegenüber auf. Ihre Persönlichkeit wirkt äusserlich kalt und distanziert, sie hat Ecken und Kanten & trägt selbst genügend Altlasten mit sich herum: Das alles lässt sie auf mich aber umso echter wirken.
Der illegale Organhandel ist aus meiner Sicht harter Tobak und nichts für schwache Nerven. Einzigst die losen Enden, die sich auch zum Schluss hin nicht klären, führen mich zur 4 Sterne-Bewertung. Ausserdem bin ich sehr gespannt darauf, was die Fortsetzung bereithält.
Spannendes Buch! Ich fand alle Charaktere wirklich toll, genauso wie die Geschichte. Leider hab ich aus Versehen mit dem 2. Band angefangen, werde mir den 1. aber über Spotify anhören. Die Geschichte konnte man sich irgendwann schon selbst zu Ende denken, auch wer der "Hauptbösewicht" war, dennoch sehr gut gemacht!
*Spoiler im nächsten Absatz!!!*
Auch finde ich toll, dass das Ende mehr oder weniger offen geblieben ist und dass der Fall nicht geklärt werden konnte. Das macht es mMn realistisch, denn so eine riesen Organisation wird sicherlich nicht so schnell zerschlagen. Ich freue mich auf die folgenden Teile!
Zum zweiten Mal schon ermittelt Mara Billinsky von der Frankfurter Mordkommission in Leo Borns „Lautlose Schreie“. Dieser 464-seitige Thriller ist im März 2019 bei Bastei Lübbe erschienen. Nahe Frankfurt macht die Polizei eine bestialische Entdeckung: sieben Kinderleichen. Doch noch bevor die Ermittlungen richtig in Gang kommen, werden Mara und ihr Partner, Jan Rosen, von diesem Fall abgezogen: Zum einen wegen ihrer unkonventionellen Ermittlungsmethoden, zum anderen ereignet sich fast zeitgleich ein anderer Mord in Frankfurt. Doch die „Krähe“ lässt sich nicht so leicht auf Abstellgleis schieben, und so kommt sie nicht nur Zusammenhängen zwischen diesen Fällen auf die Spur, sondern auch einer Organisation, die an Grausamkeit ihresgleichen sucht … Mit Mara Billinsky hat Leo Born die wohl ungewöhnlichste Kommissarin erschaffen, die derzeit Deutschlands Thrillerliteratur zu bieten hat. Und genauso bedrückend wie das Schicksal der Kommissarin selbst, gestalten sich ihre Fälle. Auch in diesem zweiten Band wird wieder ein Frankfurt jenseits des Glanzes einer Bankenmetropole gezeigt: Hinter seiner Fassade lauert das Grauen, das dieses Mal auch weit über die Grenzen der Stadt, ja sogar des Landes hinausreicht. Der Fall nimmt internationale Dimensionen an, ist hochaktuell und brisant. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur noch so viel: Durch ihre Hartnäckigkeit schafft es Mara, die Machenschaften eines internationalen Verbrechersyndikats wenigstens teilweise aufzudecken, was das Ende der Ermittlungen umso glaubhafter erscheinen lässt: Eine vollständige Aufdeckung wäre hier der Realitätsnähe nur abträglich gewesen. Insofern passt das halboffene Ende sehr gut zur Thematik des Buches. Dass auch hier wieder nur scheibchenweise Informationen über die Protagonistin selbst geliefert werden, animiert, zum Nachfolgeband zu greifen, denn ebenso spannend wie der Fall selbst gestaltet sich auch ihr Schicksal. Von Anfang an mutet das Buch dem Leser ein hohes Maß an Härte zu, wobei der Autor auf allzu brutale Szenen verzichtet, resultiert die Brutalität doch eher aus der Thematik selbst, die die Lesenden neben einem Grauen auch reichlich Stoff zum Nachdenken bietet. Schon gleich zu Beginn wird das Nervenkostüm der Leserinnen und Leser reichlich strapaziert. Hat man sich nach dem Lesen des ersten Abschnitts gerade wieder beruhigt, wird man in eine grausame Realität katapultiert, die bis zum Ende, nicht zuletzt auch durch überraschende Wendungen und Begebenheiten, für einen hohen Spannungslevel sorgt. Genauso düster wie der Fall selbst erscheint auf den ersten Blick auch die Kommissarin selbst, doch kommt immer wieder zum Ausdruck, dass sie im Grunde eine zutiefst verletzte Person ist. Obgleich es sich hier um den zweite Teil einer Thrillerreihe handelt, gelingt es Leo Born geschickt, Informationen zu den einzelnen Charakteren so einzuflechten, dass sowohl Leser/innen, die den ersten Teil schon kennen, als auch Quereinsteiger/innen auf ihre Kosten kommen. Die einzelnen Charaktere sind detailliert und vielschichtig gezeichnet, insbesondere Maras Vorgesetzter, Klimmt, macht in diesem Band einen frappierenden Wandel durch und hat bei mir am Ende an Sympathie gewonnen. Als sehr fruchtbar erweist sich hier auch wieder einmal die Zusammenarbeit des ansonsten so gegensätzlichen Ermittlerduos Mara Billinsky und Jan Rosen – ein Zeichen, dass man nicht immer und überall auf einer Wellenlänge schwimmen muss, um gut zusammenzuarbeiten. Lediglich die Einstellung des Ehepaars Hornauer konnte ich nicht so recht nachvollziehen, was aber vielleicht auch daran liegen mag, dass ich selbst keine eigenen Kinder habe. Wobei ein bisschen Distanz zum Geschehen wohl auch nicht schaden kann, um Ereignisse „objektiver“ zu betrachten. Sprachlich ist dieser Roman ein weiteres Mal gut und flüssig zu lesen, rasch aufeinanderfolgende Szenen- und Perspektivwechsel sowie eine übersichtliche Kapitellänge sorgen für ein spannendes, rasantes und vielschichtiges Leseerlebnis. Auch mit diesem zweiten Teil der Mara Billinsky-Reihe konnte Leo Born mich wieder voll und ganz überzeugen, handelt es sich hier doch m.E. um die beste Thriller-Serie, die die deutsche Spannungsliteratur aktuell zu bieten hat. Zu zart besaitet sollte man als Leser/in nicht sein, aber Liebhaber/innen dieses Genres werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Ich jedenfalls warte schon gespannt auf die Fortsetzung.
Wie kam ich zu diesem Buch? Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen. Den ersten Teil (Blinde Rache) habe ich zuvor nicht gelesen.
Cover: Das Cover hüpft gleich ins Auge, für mich war es dadurch schnell ersichtlich, dass es sich um einen Thriller handeln muss. Die Krähe ist hier gut gewählt, da Mara diese Bezeichnung als Spitznamen hat.
Inhalt/Klappentext: Was ist der Preis für ein Leben? An einem eiskalten Morgen auf einem Feld nahe Frankfurt macht die Polizei eine grausame Entdeckung: Die Leichen von sieben Kindern. Und die Opfer müssen vor ihrem Tod ein furchtbares Martyrium durchgemacht haben. Darauf deuten frische Operationsnarben an ihren Körpern hin. Mara Billinsky ist zutiefst erschüttert - und zugleich fest entschlossen. Sie will den Täter um jeden Preis fassen. Dabei verärgert sie mit ihren eigenwilligen Ermittlungsmethoden und ihrer sturen Art nicht nur ihren Chef - sondern auch den neuen Staatsanwalt. Doch die "Krähe", wie Mara von ihren Kollegen genannt wird, bleibt hartnäckig und kommt so einem Verbrechen auf die Spur, dessen Ausmaße sie fassungslos machen - Bewegend, erschreckend und unglaublich spannend - Mara Billinsky ermittelt wieder!
Meine Meinung: Ich finde den Titel hammermäßig gewählt, als ich es verstanden habe, warum es lautlose Schreie heißt, habe ich gleich einen kleinen Stich im Bauch bekommen. Einfach super wenn einen die ersten Seiten schon so mitreißen und entsetzen! Ich habe das Buch regelrecht gefressen, obwohl ich mir eigentlich Zeit lassen wollte… Die Thematik des Organhandels ist ja immer wieder ein brisantes Thema und dies wird auch in diesem Buch realistisch dargestellt. Das Buch enthält einige entsetzliche Situationen bei welchen ich wirklich ins Grübeln kam.
Mara Billinsky ist eine super Frau! Mit ihrer abgewetzten Lederjacke, ihren Piercings und ihren geschminkten Augen ist sie offensichtlich eine Besonderheit bei der Polizei. Auch ihren Musikgeschmack finde ich toll. Ihre Erschütterung und seelische Belastung am und vom Tatort ist spür- und nachvollziehbar. Maras hartnäckige Art gefällt mir und ich finde es auch toll, dass sie ist wie sie ist, trotz ihrer schwierigen Vergangenheit. Den Spitznamen Krähe finde ich ebenso passend, und ich finde gut, dass sie stolz darauf ist. Mehrere Charaktere im Buch waren mir am Anfang sehr unsympathisch, z.B. Maras Chef oder der Staatsanwalt Von Lingen. Sie haben sich aber über die Dauer des Buches verändert, obwohl ich mir nie sicher war, ob sie wirklich „zutraulicher“ wurden oder ob sie etwas im Schilde führten. Auch Dr. Edgar Billinsky, Maras Vater, ist ein absoluter Unsympath. Dass er keine gute Beziehung zu seiner Tochter hat, war ja schon klar, aber dass er sich ihr gegenüber so verhält find ich krass. Ein Rechtsanwalt sollte sich (auch wenn er sich privat mit seiner Tochter unterhält) professioneller verhalten…
Schreibstil: Leo gelingt es, die Räume, die Ängste und andere Gefühle und Eindrücke der einzelnen Personen erschreckend authentisch zu beschreiben. Man fühlt in vielen Situationen mit den Opfern und anderen Beteiligten mit und steht quasi direkt daneben…
Persönliche Gesamtbewertung: Das Buch enthält einige unerwartete und erschreckende Szenen. Die Verfolgungsjagden und die Schusswechsel haben mich direkt in Atem gehalten, manchmal lagen die Nerven blank… Ich war zeitweise direkt im Buch gefangen und konnte nicht aufhören zu lesen. Dem Autor gelingt die Beschreibung der Gefühle wirklich sehr gut. Man kann immer mitfühlen und es ist, als ob man daneben steht… Meine große Heldin ist die Protagonistin Mara. Sie macht so einiges mit und behält trotzdem meist einen kühlen Kopf. Sie ist stark, setzt sich durch und das trotz ihrer schweren Vergangenheit die im Buch ja mehrmals thematisiert wird. Alles in allem kann ich nur die letzten Worte des Buches wiederholen: Dranzubleiben. Nicht loszulassen. Weiterzumachen… Ich hoffe stark auf eine Fortsetzung und werde den ersten Band (Blinde Rache) auf meine Wunschliste setzen.
„Lautlose Schreie“ von Leo Burn ist bereits der zweite Fall von der etwas anderen Ermittlerin May Billinsky. Für mich persönlich ist es jedoch der erste Fall, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Allerdings hat man keine Verständnisprobleme dadurch. Ein Quereinstieg ist unbedenklich. Das Cover des Buches ist schwarz zeigt eine Krähe und mit der roten Schrift ist es auf jeden Fall ein Hingucker und verleitet einen sich das Buch näher anzuschauen. Leo Burn zeigt mit diesem Buch, dass ein guter und spannender Thriller nicht immer in Amerika spielen muss. Der Autor wählt für seine Geschichte Frankfurt und sein Umland als Schauplatz. Durch seine atemberaubenden, realistischen und detaillierten Beschreibungen beschert Leo Burn den Leser regelmäßig Gänsehaut und lässt ihm den Atem stocken. Der Plot des Buches ist zunächst in mehrere Erzählstränge geteilt. In recht kurzen Kapiteln werden abwechseln verschiedene Erzählstränge erzählt, was dem Leser jedoch hier und da verzweifeln lässt, da der Schnitt stets an überaus spannenden Stellen passiert. Dies bedeuten allerdings nur wiederrum, dass es nicht an einer Stelle im Buch an Spannung fehlt. Die wechselnden Perspektiven stören zu keiner Zeit den Lesefluß. Besonders gelungen wie sich ganz langsam und allmählich alles zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Zwar ist relativ schnell klar in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt, jedoch tut auch dies der Spannung keinen Abbruch, denn über die Details bleibt der Leser bis zum Schluss in Unklaren. Für mich ist das Ende das eigentliche Highlight. An dieser Stelle werden ich es nicht näher benennen, aber es ist definitiv genau das richtige Ende für dieses Buches, denn dadurch wirkt alles noch authentischer. Die gewählte Thematik des Buches ist sehr präsent und macht einen sehr traurig, denn die beschriebenen Dinge sind ganz klar nicht aus der Luft gegriffen, sondern passieren jeden Tag. Die Charaktere sind, von den Hauptprotagonisten bis hin zu den Nebencharakteren, alle samt sehr liebevoll und authentisch erarbeitet und man findet ziemlich schnellen eine Beziehung zu den Charakteren. Mein Fazit: Ein durchaus gelungener und spannender Thriller, der einen jede Menge Gänsehaut beschert.
"Lautlose Schreie Ein Mara-Billinsky-Thriller von Leo Born, Bastei Lübbe AG, 1. April 2018, Kindle Edition, 401 Seiten, ISBN 978-3-7325-5275-7
"Ich bin nicht hart, sondern faktisch." (Zitat Pos. 416)
Inhalt: Ein Mädchen irrt ängstlich durch Frankfurt. Sie ist aus einem Haus geflohen, wo Kinder und Jugendliche unter schlimmen Bedingungen gefangen gehalten werden. Ein Schweizer Geschäftsmann wird in einem Frankfurter Nobelhotel ermordet. In einem abgelegenen Gelände bei Frankfurt werden sieben Kinderleichen gefunden - auffällig sind ihre Operationsnarben. Mara Billinsky, die Frankfurter Ermittlerin vermutet Zusammenhänge und will diesen undurchsichtigen Fall unbedingt aufklären. Doch wer sind die mächtigen Drahtzieher im Hintergrund?
Thema und Genre: Der zweite Band einer sehr packenden Serie, die in Frankfurt spielt. Themen sind diesmal Menschenhandel und illegaler Organhandel. Man muss den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, ein paar gedankliche Rückbkenden erklären das Setting.
Charaktere: Mara Billinsky lebt ihre dunkle Gothic Seite, von den Kollegen wird sie "die Krähe" genannt, doch inzwischen schwingt da Anerkennung für ihren kompromisslosen Einsatz als Ermittlerin mit. Auch die Gesprächsbasis mit ihrem Chef Klimmt bessert sich. Mit ihrem Kollegen Jan Rosen ist sie nun ein Team, wobei er das ruhige, besonnene Pendant zu ihr ist.
Handlung und Schreibstil: Das Buch ist in vier Teile mit kurzen Einzelkapiteln eingeteilt. Die spannende Handlung findet zeitlich fortlaufend statt, mit mehreren zusätzlichen Handlungssträngen als Teil der Geschichte. Jeder Wechsel erhält ein eigenes Kapitel, dadurch bleiben die Ereignisse chronologisch und übersichtlich. Die flüssig zu lesende Sprache, sowie die sehr realistischen Schilderungen passen zu diesem spannenden Thriller.
Fazit: Auch dieser zweite Fall der eigenwilligen Ermittlerin Mara Billinsky behandelt ein aktuelles Thema und ist sehr spannend geschrieben. Die klare Struktur und die Charaktere mit ihren dunklen Ecken und Kanten reihen Leo Born in die Liste meiner Lieblingsautoren in diesem Genre und ich warte schon auf den nächsten Mara-Billinsky-Fall.