Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.
Ava Reed wird schon immer von Büchern begleitet. Das Haus ohne etwas zu lesen verlassen? Unvorstellbar. Schließlich entdeckte sie auch das Schreiben und Bloggen für sich und kann sich nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören. Wenn sie nicht gerade wild in die Tasten tippt, geht sie ihrer Arbeit in einem Verlag nach. Ava Reed lebt mit ihrem Freund in Frankfurt am Main.
Irgendwie finde ich es so großartig, dass es so viele deutsche Autor*innen gibt, die so gefühlvoll und aus dem Herzen schreiben. Kira Gembri gehört seit langem zu meinen Lieblingsautorinnen, zukünftig werde ich Ava Reed ebenfalls dazu zählen.
Freue mich auf weitere Geschichten, die intensiv und einzigartig sind (:
Bücher mit Listen haben mir schon immer gut gefallen, so dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war. Außerdem zieht einen das Cover wirklich magisch an, die ganzen kleinen Details sind super schön gestaltet und passen perfekt zur Geschichte.
Das Buch liest sich super schnell und auch das Tempo in der Geschichte selbst ist sehr hoch. Im Buch war es manchmal ein wenig zu schnell und ich hatte manchmal das Gefühl regelrecht durchgehetzt zu werden. An mancher Station hätte die Autorin gerne noch ein paar Seiten mehr schreiben können, um so auch die Verbindung zwischen den Charakteren aufzubauen. Es hat einige Zeit gedauert bis ich wirklich mit Noel und Yara mitfühlen konnte.
Ansonsten ist die Geschichte wirklich wunderschön und die Autorin hat einen tollen Schreibstil mit einer wirklich schönen Wortwahl. Aber wie schon erwähnt hätten 100 Seiten mehr dem Buch nicht geschadet und hätte dann vermutlich auch die volle Sternezahl bekommen.
Nachdem mich Die Stille meiner Worte von Ava Reed nachhaltig beeindruckt und auf eine Art und Weise berührt hat, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte, stand für mich fest, dass ich auch Ava’s anderen Werke unbedingt lesen muss.
Es gibt sie, diese Autoren, die mitten aus dem Leben, mitten aus dem Herzen schreiben und Ava Reed ist eine davon. Sie schreibt so unglaublich gefühlvoll und emotional, dass ich mich jedes Mal wieder aufs Neue in ihren Worten verliere und nicht glauben kann, auf welche emotionale Reise mich ihre Bücher mit nehmen. Die Gefühle prasseln wie ein Hagelsturm auf einen ein und um das zu bewirken, bedarf es meist nur weniger Worte. Ava hat einfach dieses unglaublich faszinierende Talent, mit den Worten zu spielen und Leben zu erschaffen; den Figuren regelrecht Leben einzuhauchen. Sie weiß einfach, wie man mit Worten umgeht. Sie ist eine grandiose Wortkünstlerin; ein regelrechtes Schreibwunder. Ich bin unglaublich froh, sie als Autorin für mich entdeckt zu haben.
POSITIV
Hoffnungsvoll und bedrückend, berührend, aufwühlend, emotionsgeladen, gefühlvoll, Mut machend – das sind nur ein paar der Worte, die ich während des Lesens nieder geschrieben habe. Wie schon gesagt prasseln all diese Gefühle wie ein Hagelsturm auf dich ein, wie ein Lastwagen, der dich zu überrollen droht, rasen sie auf dich zu und lassen dich erst himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt zurück. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, auf die man sich einlässt, wenn man sich dazu entscheidet, dieses Buch zu lesen.
Es geht um Verzeihen und nach vorne blicken; es geht um Verlust und darum, diesen zu verarbeiten. Es geht darum das Leben neu zu erlernen. Es geht um das Wagen von Risiken, um Ängste und darum, sich ihnen zu stellen und nicht davon zu laufen. Es geht um das Verwirklichen von Träumen, es geht um das Gefühl von Freiheit, um Freundschaft, die vielleicht irgendwann zu Liebe wird. Es geht um die kleinen Wunder im Leben, das wirklich Wichtige und es geht darum, glücklich und zufrieden sein. Doch um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es manchmal einem sehr langen und steinigen Weg. Ein Weg, den Yara und Noel gemeinsam auf sich nehmen.
Ja, es gibt sie, die Klischees und irgendwie erinnerte mich die Geschichte um Yara ein wenig an die Geschichte aus Die Stille meiner Worte. Es war teilweise vorhersehbar und manchmal kam ich nicht umher, die Augen zu verdrehen, Stichwort zum Beispiel Insta Love. Doch irgendwie funktioniert es. Und es funktioniert sogar ziemlich gut. Alles was geschieht, fügt sich so wunderbar in die Geschichte mit ein, dass es absolut autenthisch wirkt. Natürlich erscheinen manche Situationen und Aspekte auch schon mal etwas gekünselt, vielleicht sogar übertrieben, dennoch bringen sie eben nicht diesen typischen Kitsch mit sich. Die Autorin stürzt sich auch nicht von einem Klischee ins nächste, es sind gerade so viele, dass es passt, nicht nur zur Geschichte, sondern auch zu den Figuren.
Anders wie bei Die Stille meiner Worte, brauchte ich bei Wir fliegen wenn wir fallen, eine Weile, bis mir klar wurde, dass es sich trotz anfänglichem Augenrollen am Ende doch um eine absolute Herzensgeschichte handeln würde; eine Geschichte, an die ich noch sehr lange zurückdenken würde, einerseits mit einem Strahlen im Gesicht und einem warmen Gefühl im Herzen, andererseits aber auch mit Tränen in den Augen.
Es hat mich getroffen, mitten ins Herz und das irgendwie vollkommen unvorbereitet, weil ich nicht geglaubt hätte, dass auch dieses Buch mich so unglaublich berühren würde.
Dass Ava Reed die Geschichte einmal aus der Sicht von Yara und einmal aus der Sicht von Noel erzählt, ermöglicht dem Leser einen noch tieferen Einblick in die Gefühlswelt der beiden Figuren, was mir auch hier wieder unglaublich gut gefallen hat. Man hat so die Gelegenheit, beide, sowohl Yara als auch Noel, auf eine Art und Weise kennenzulernen, wie es anders nicht möglich gewesen wäre. Aufgrund ihrer authentischen, wenn auch nicht immer rationalen, Denkweisen, fiel es mir überhaupt nicht schwer, eine Beziehung zu den beiden Protagonisten aufzubauen. Ganz im Gegenteil, es fiel mir unglaublich leicht und innerhalb weniger Kapitel habe ich sie ins Herz geschlossen und zwar zu gleichen Teilen. So großartig die beiden auch sind, sind sie als Team beinahe noch eindrucksvoller. Das Zusammenspiel zwischen den beiden ist herrlich, die Dialoge mal frech, mal tiefsinnig, mal lustig, mal romantisch.
Avas Worte liest man nicht einfach, man saugt sie auf wie ein Schwamm, verinnerlicht sie, man sieht praktisch dabei zu, wie sie Teil von einem selbst werden und am Ende, am Ende lebt man sie. Man lebt und liebt sie; liebt sie mit ganzem Herzen. Sie motivieren und bereichern, sie regen auch zum Nachdenken an und vor allen Dingen verdeutlichem sie einem, dass wir viel zu häufig vergessen, auch die kleinen Wunder im Leben wertzuschätzen. Manchmal sind es genau diese kleinen Dinge, die das Leben so lebenswert und wertvoll machen. Und ich denke das ist es, was uns Ava mit ihrem Buch sagen wollte; was sie ihren Lesern mit geben wollte.
Dieses Buch hat mich unglaublich berührt; emotional gesehen war ich am Ende ein absolutes Wrack. Besonders die Geschichte um Phil hat mich endlos berührt und hat mich Träne um Träne um Träne gekostet.
Poetisch und berührend, ein Buch der ganz großen Gefühle.
Diesmal war es keine Liebe auf den ersten Blick, aber es war Liebe auf den zweiten Blick – heftige, bedingungslose Liebe.
Außerdem möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, wie unfassbar schön ich dieses Buchcover finde. Sowohl mit, als auch ohne Schutzumschlag ist dieses Buch ein absolutes Schmuckstück und ein richtiger Hingucker. Dieses Cover ist so schön, ich möchte fast weinen, wenn ich es anschaue. Und es ist nicht nur schön, sondern könnte nicht perfekter zum Inhalt passen. Außerdem habe ich gerade das ziemlich große Bedürfnis, mir ein Pusteblumen Tattoo in den Nacken stechen zu lassen.
NEGATIV
Es gibt sie, die Klischees, an denen sich viele Autoren und Autorinnen ganz gerne mal bedienen. Der unnahbare gutaussehende Kerl und das verletzte Mädchen, die zusammen kein ungleicheres Paar abgeben könnten. Junge und Mädchen, die sich erst so gar nicht mögen, deren Leben auf schicksalhafte Weise allerdings aufeinander prallen wie zwei Magnete und nicht mehr voneinander los kommen.
Und ja, die Geschichte wirkt auch nicht immer realistisch. Nicht immer kann man die Entscheidungen nachvollziehen und hier und da kommt es auch schon mal zu einem Augenrollen oder einem Kopfschütteln. Gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, ein ganz normales und typisches Jugendbuch in den Händen zu halten.
Und manchmal wurden die Szenen und Momente viel zu schnell abgewickelt; hier und da hätte ich mir ein paar mehr von Ava’s wunderbaren Worten gewünscht.
Es kommt eben einfach drauf an, wie das Ganze umgesetzt wird und in die Geschichte mit einfließt. In Wir fliegen und wir fallen passt alles genauso wie es ist.
LOHNT SICH DAS BUCH?
Absolut. Ava Reed hat es mal wieder geschafft, dass ich mich absolut in ihre Geschichte verliebe. Poetisch und emotional – die Geschichte um Yara und Noel ist einfach ganz großes Kino, trotz eventueller Schwächen, die eigentlich gar keine richtigen Schwächen sind. Dieses Buch verfügt über eine Intensität, die Gänsehaut verursacht und den Leser nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Weinen und vor allen Dingen zum Fühlen bringt. Es konnte mich vielleicht nicht von der ersten Seite an überzeugen, doch irgendwann … irgendwann kam er, dieser BOOM, diese Gefühlsexplosion und es gab kein Halten mehr. Ich war verliebt. Und das war ich gerne.
Ich möchte auch hier noch kurz was los werden. Ich war mir wirklich nicht sicher, in welche Kategorie ich das Buch einordnen sollte. Ich habe die ganze Zeit hin und her überlegt, ob jetzt Erinnerungsstück oder Herzensbuch. Erinnerungsstück deshalb, da im Vergleich Die Stille meiner Worte mich noch ein bisschen mehr überzeugen, fesseln, berühren, beeindrucken konnte. Doch am Ende kam ich dann zu dem Entschluss, mein Herz entscheiden zu lassen. Es mag einige Dinge geben, die mich gestört haben; es mag auch sein, dass es mich nicht so nachhaltig beeindruckt hat wie Die Stille meiner Worte, dennoch hat mich die Geschichte mitten ins Herz getroffen, auch wenn es etwas gedauert hat. Meine Gefühle haben mich überrant wie ein Lastwagen, der ohne zu bremsen auf mich zu fährt. Und gerade weil ich so viel mit nehmen konnte; weil ich so viel von mir selbst; meinen Wünschen und meinen Träumen in der Geschichte, in Yara und in Noel wiederentdeckt habe, gehört dieses Buch einfach in die Kategorie Herzensbuch, weil die Geschichte nämlich auch genau dort ist: in meinem Herzen.
Zugegeben es ist kein perfektes Buch. Ja, sie hätte manchmal ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können und die Szenen mehr ausarbeiten können. Ja, dadurch ist sie ganz schön von einem Punkt zum Anderen gesprungen. Aber irgendwie. Ich hab selber die Geschichte im Kopf ausführlicher gesponnen. Und irgendwie hat dieses Buch so einen Zauber in sich. Irgendwie haben diese wenigen Worte trotzdem für mich gereicht und es zu 5 Sternen gebracht. Eigentlich ist es auch eine an sich sehr einfache Geschichte. Nichts so richtig Neues. Und so n bisschen mehr Charaktertiefgang wär auch nett gewesen. Ich sehe schon die Schwächen, aber ich kann einfach nicht in Worte fassen was das Buch mit mir gemacht hat. Für mich wars wie in ner Beziehung. Trotz der Fehler eben doch perfekt 😁
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Nach dem 2. Mal lesen: Ich finds irgendwie echt toll, wie so kaputte Menschen und einsame Seelen es nach Startschwierigkeiten schaffen einen Zugang zueinander zu finden. Wie beide eigentlich aus Schutz dicht machen und sich dann langsam öffnen. Wie sie sich gegenseitig dann reparieren und lernen einander zu vertrauen. Hinzu kommt, dass ich die ganzen Reisepunkte echt klasse finde. Man kriegt da auch richtig Bock drauf. Ich bin echt traurig, die beiden loslassen zu müssen, aber freu mich wieder auf sie, wenn ich das Buch erneut lesen werde. 💕
This entire review has been hidden because of spoilers.
Mittlerweile habe ich schon einige Bücher von Ava Reed gelesen und leichte Kost sind sie nie 😅. Aber sie reißen einen mit, lassen einen mitfiebern, leiden, aber auch hoffen 😊.
Bei "Wir fliegen, wenn wir fallen" war das nichts anderes 😊.
Ein nettes Jugendbuch, das für die Zielgruppe sicher ganz okay ist. Leider konnte es mich nicht wirklich berühren oder mitreißen, obwohl die Grundstory richtig toll ist. Mein größtes Problem war, dass die Situationen, in die beide Charaktere geworfen werden, weil sie die Wünsche eines alten Mannes erfüllen, der der Großvater der männlichen Hauptperson ist und am Anfang des Buches bereits stirbt. Leider werden diese Momente nämlich nicht wirklich ausgefüllt. Es gibt manche Momente, die relativ lang sind, hingegen sind die meisten aber unglaublich kurz und somit gehen sie nicht gerade unter die Haut. Ich habe nun nach ein paar Tagen schon etwas Mühe, mich zurückzuerinnern. Bis auf den Anfang, das Ende und eine Passage im Dschungel und unter dem Sternenhimmel, ist mir nichts auf Anhieb geblieben und ich müsste tatsächlich nachdenken, was die beiden Menschen hier eigentlich alles erlebt haben. Schade. Aber für Menschen, die noch im Alter der Zielgruppe sind, vielleicht viel besser und schöner und ergreifender. Das Gute an der Kürze des Buches, waren die kurzen Kapitel, welche in in Büchern immer sehr begrüße.
,,Ich dachte, ich hätte sie verloren. Die Fähigkeit, etwas ruhen zu lassen, zu vergessen. Dieses Gefühl, das dafür sorgt, dass nur dieser Moment zählt und alle Zweifel, Ängste und Probleme für wenige Sekunden verblassen. Ich glaube, ich habe sie wiedergefunden.'' - S. 102
*seufz* Was hätte das für eine schöne, inspirierende und lebensbejahende Geschichte sein können. In einem anderen Universum, in dem dieses Buch nicht explizit für Jugendliche vermarktet und geschrieben worden wäre, wäre sie das mit Sicherheit auch. Doch hier haben diverse Krankheiten des Genres YA ihren Weg in die Seiten gefunden und dem Buch sein fantastisches Potential geraubt. Denn an sich hat Wir fliegen, wenn wir fallen alle Zutaten, um eine berührende Story zu erzählen: Zwei Jugendliche, gezeichnet vom Schicksal, werden durch den Tod eines alten Mannes zusammengeführt, mit dem beide zu tun hatten. Diese beiden bekommen aus seinem Nachlass einen Brief, den er an sie richtete, darin eine To-Do-Liste, auf der diverse Dinge stehen, die der Mann in seinem Leben nicht mehr tun konnte. Sie bekommen den Auftrag, diese Dinge zu zweit zu erleben, und reisen dabei einmal quer durch die Welt. Ein rührendes Motiv, zwei Menschen, die über sich hinauswachsen und die trotz ihrer Verschiedenheit durch die Bekanntschaft zu einer Person geeint werden, und lauter Botschaften über die Wunder des Lebens. Was will man von einer Contemporary-Geschichte denn mehr? Es ist jedenfalls nicht schwer zu sagen, von was man weniger gebraucht hätte: der vollkommen unnötigen, unnachvollziehbaren und schlecht aufgebauten Liebesgeschichte.
Denn Yara und Noel haben schon alleinstehend nicht wirklich Merkmale, die sie auszeichnen, außer ihren Problemen und wie sie damit (nicht) umgehen. Yara ist jedoch bis auf ihre Weinerlichkeit und einer Handvoll dummer Entscheidungen wenigstens sympathisch, während Noel sich in regelmäßigen Abständen wie der größte Vollidiot verhält, und das nie aus nachvollziehbaren Gründen. Ständig heißt es nur, er wolle nicht verletzt werden - und ist deswegen verletzend gegenüber anderen. Perfekte Grundlage, um ihn ins Herz zu schließen, nicht wahr? Besonders ungünstig ist es, dass Reed die ,,Liebe'' zwischen den beiden wie eine Enemies to Lovers Romanze aufbauen will, zu der jedoch jegliche Grundlage fehlt. Die beiden kennen sich vor dem Tod des älteren Herrn nicht und Noel ist nur deswegen schnippisch ihr gegenüber, weil ... sie da ist? Atmet? Wer weiß das schon so genau. Und wenn das Ganze schon so unglaubwürdig anfängt, so unglaubwürdig istdie Entfaltung von liebevollen Gefühlen füreinander dargestellt. Es fehlen einfach Kernmomente, in denen die beiden einander verstehen und man merkt, dass sie beginnen, anders übereinander zu denken. Selbst wenn es platonisch statt romantisch wäre, denn man braucht bei einer so wuchtigen Idee keine dramatische Lovestory. Stattdessen driftet es sehr in Klischees ab, sorgt für ungewollt lächerliche Szenen und schreitet viel zu schnell voran. Zumindest würde es mir so gehen, wenn ein Typ mir nach zwei Wochen der Bekanntschaft sagt, dass er mich liebt und ich sein Leben verändert habe. Ganz besonders schlimm ist daran, dass die Autorin sogar versucht, süße Szenen zwischen den beiden einzuführen, es von der Chemie her aber einfach nicht stimmen will und viele Szenen viel zu dramatisch wirken. Und eben durch diese geringe Zeit, die sie miteinander verbringen, so schnell von wahrer Liebe reden und bis auf ihre Probleme nichts zu haben scheinen, was ihr Leben ausmacht, wirken sie einfach nur co-abhängig. Als hätten sie sich an das Nächstbeste, was ihnen in irgendeiner Form Trost gewährt, geklammert, es angeleckt und geschrieen ,,Das ist jetzt meins!''. Liebesgeschichten, die auf so was aufbauen, und Liebe als Allheilmittel darstellen, sind einfach schädlich für die junge Leserschaft und sollten deswegen keinesfalls unterstützt werden. Selbst Tropes wie ,,verbotene Liebe'' sind im Vergleich zu zwei Charakteren, die aus lauter Verzweiflung über sich selbst in eine Beziehung stürzen und ganz schnell ganz große Gefühle entwickeln, weniger schädlich.
Leider können auch die anderen Merkmale der Geschichte das nicht aufwiegen. Die Beschreibungen der besuchten Ortschaften und der Intensität, ein Abenteuer zu erleben, sind schlichtweg zu kurz und nach dem Lesen schnell vergessen. Dadurch wirkten diese Momente und Reisen kaum von Bedeutung und schienen nur Filler zu sein, um zu dem Romance-Aspekt zurückzukommen. Genauso sind zwar viele Zitate über das Leben, die Reed trifft, schön geschrieben, wirken jedoch in Verbundenheit mit der flachen Geschichte wie Kalendarsprüche.
Ich will nicht mehr, dass es einfach nur weitergeht, ich will nicht mehr darum kämpfen, aufrecht stehen zu bleiben. Jetzt will ich, dass jeder Tag ein Abenteuer ist, und anstatt das Gestern zu betrauern, freue ich mich auf das Morgen. Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten die Zeit für sie. - S. 149 Das Blöde am Sprachlossein ist das Sprachlossein. - S. 207 Alles, was wir haben, ist das Leben. Alles, was wir haben, ist das Jetzt. Also lebt es. - S. 291
So endet Wir fliegen, wenn wir fallen mit gängigen Messages dieses Genres, die durch die unatmosphärische und schlichtweg zu kurze Geschichte leider kaum transportiert wird und einen eher mit einem Augenrollen als wahrer Rührung zurücklässt. Insbesondere bei all dem unnötigen Drama, das sich die Charaktere schaffen, weil die Geschichte sonst schon nach 200 Seiten vorbei wäre.
Insgesamt leider eine Geschichte von vielen, die fantastisch hätte werden können, wenn sie für eine andere Zielgruppe geschrieben worden wäre. Hätte man den alten Mann selbst bei der Erledigung seiner Liste begleitet und ihm dabei zugesehen, wie er sein Leben Revue passieren lässt und kurz vor seinem Sterben wieder wahre Freude empfindet, hätte man das ganze Potential ausschöpfen können. Doch stattdessen hat man eine mit heißer Nadel zusammengestrickte Liebesgeschichte/Co-Abhängigkeit, die einfach vor einem exotischen oder semidramatischem Setting stattfindet. Leider überhaupt nicht den Hype wert, sehr seicht und höchstens mit ein paar süß geschriebenen Zitaten bestickt. Sehr schade.
Rezension auf dem Blog Das neue Jugendbuch von Ava Reed fällt sofort durch die Farbe des auf. Es ist einfach gehalten und trotzdem ein Hingucker. Die Handlung ist auch recht kurz zusammengefasst: Es geht um Noel und Yara, die sich bisher noch nicht kennen und sehr unterschiedlich sind. Aber als eine ihnen beiden vertraute Person stirbt und die beiden so verbindet, beginnt für die zwei ein gemeinsames Abenteuer. Im Mittelpunkt steht dabei eine Bucket-List (also eine Liste, die es abzuarbeiten gilt) und die Wünsche eines alten Mannes.
„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist ein Buch, das natürlich keine grundsätzlich neue Idee mitbringt. Bücher, die von Listen handeln, gibt es schon einige. Diese Geschichte bietet aber zuerst einmal sehr liebenswerte Charaktere, die absolut stimmig gestaltet sind. Sie bringen eine jeweils eigene Persönlichkeit mit und Erlebnisse, die sie geprägt haben. Während ihrer Reise durchlaufen sie eine Entwicklung, die vielleicht nicht ganz realistisch, aber dafür wirklich spannend zu lesen ist. Und kombiniert mit dem wirklich tollen Schreibstil der Autorin ließ es mich zügig durch die Seiten fliegen. Denn wer bisher noch kein Buch von Ava Reed gelesen hat, dem sei gesagt, dass sie wirklich sehr angenehm schreibt: Flüssig, jugendlich, wortgewandt. Wirklich gut ist daher auch, dass wir die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven beider Protagonisten erleben.
Am besten gefiel mir wie wir Leser von den jeweiligen Hintergründen von Noel und Yara erfahren und wir Stück für Stück mehr von ihrem bisherigen Leben gezeigt bekommen. So lassen sich die Figuren einfach besser verstehen und Dinge nachvollziehen. Doch obwohl es sich hier um eine sehr gefühlvolle Geschichte handelt und auch die Romantik nicht zu kurz kommt, fiel es mir schwer mitzufühlen. Die Emotionen werden zwar schön dargestellt, aber so richtig rein versetzen konnte ich mich nicht. Das mag daran liegen, dass sich all die Geschehnisse auf rund 300 Seiten abspielen und somit natürlich nicht genug Tiefgang erreicht wird. Ich hatte den Eindruck, dass Ava Reed den Finger auf der Vorspultaste hatte während sie geschrieben hat und deswegen alles unglaublich schnell geht. Das war wirklich schade und etwas mehr Seiten hätten dem Buch nicht geschadet.
Fazit Insgesamt ist „Wir fliegen, wenn wir fallen“ ein Buch, das sehr gut zur Zielgruppe passt und wirklich schnell gelesen ist. Für Jugendliche und Bucket-List-Freunde, die Bücher zum Träumen mögen, ist dieses rosa Schmuckstück absolut empfehlenswert.
Das war so viel schöner, als ich es erwartet hatte! Nachdem ich „Die Stille meiner Worte“ nur mittelmäßig fand, hat mich dieses Buch der Autorin total abgeholt.
Die Protagonisten der Geschichte sind Yara und Noel. Sie kennen sich nicht, aber beide kannten Phil, Noels Großvater. Und dieser hat den zweien einen ganz besonderen letzten Willen hinterlassen, der sie nicht nur sich selbst näher bringt...
Yara und Noel haben mir beide gut gefallen. Sie sind nicht perfekt und geraten oft aneinander. Ich fand die langsame Veränderung samt Rückschlägen extrem gut dargestellt. Beiden ist Schlimmes widerfahren und sie leiden auf die eine oder andere Art darunter.
„Das Hauptmerkmal der Vergangenheit? Sie ist vorbei. Das größte Problem daran? Das heißt noch lange nicht, dass sie uns loslässt.“ (S. 15)
Ihr Schmerz und ihre Ängste waren gut nachvollziehbar. Ich habe sie unheimlich gerne auf ihrer Reise in die verschiedenen Länder begleitet und gehofft, dass sie ein gutes Ende findet. Vor allem habe ich beim Lesen so viel gefühlt. Ich hatte Tränen in den Augen, habe Trauer, Verzweiflung und Wut gefühlt, wo ich davon gelesen habe. Ich habe die Chemie zwischen ihnen gespürt. Ich liebe es, wenn Bücher das so hinkriegen!
„Wir fliegen, wenn wir fallen“ hat mich wirklich gut unterhalten - und berührt. 5* von mir.
Ich muss zugeben, ich habe das Buch eigentlich nur wegen des hübschen Covers und des Titels gelesen und wie so oft, wenn ich diesen erliege, werde ich vom Inhalt furchtbar enttäuscht. Die Altersklasse ist wohl zwischen 12 und 14 angesiedelt, anders kann ich mir die Handlung und das Denken der Protagonisten nicht erklären. Ich konnte mich da jedenfalls Null einfühlen. Das ganze Buch trieft nur so von Klischees und Vorhersehbarkeit. Die Plot ist so, wie man ihn eigentlich schon hundertfach gesehen oder gelesen hat. Zwei Protagonisten, die einen unangenehmen Start haben und sich anfangs nicht mögen. Er ist nach außen unnahbar, verhält sich anfangs wie ein Arschloch, aber man weiß, dass irgendwo in ihm ein netter Kerl steckt, der eigentlich ja doch nur unverstanden ist und geliebt werden will. Die beiden nähern sich an und irgendein dummes Missverständnis führt zum kurzzeitigen Zerwürfnis bis beim Happy End dann doch wieder alles gerichtet ist. Dazu noch allerlei Missverständnissen und absurden Situationen und man hat quasi das Grundrezept für jede flache Holywood Komödie. In diesem Buch wird das ganze dann noch gespickt mit exotischen Orten und interessanten Aktivitäten. Dabei schafft es die Autorin jedoch diese so farblos und langweilig erscheinen zu lassen, was mir auch noch die letzte Freude an dem Buch und an den jeweiligen Orten genommen hat.
"Wir fliegen, wenn wir fallen" von Ava Reed habe ich ebenfalls im Rahmen der Buchclub-Wanderbuch-Aktion gelesen. Es war ein Buch, was schon mal auf meinem SuB lag, mich dann aber irgendwie nicht mehr angesprochen hatte und ausziehen musste. Durch die Aktion habe ich das Buch nun doch noch gelesen und fühlte mich in meinem Gefühl bestätigt, dass ich Jugendgeschichten mittlerweile eher weniger ansprechend finde. Mitunter empfinde ich die jungen Protagonisten doch sehr nervig/anstrengend. Dennoch ist es eine schöne und locker geschriebene Geschichte, die innerhalb der Zielgruppe ja auch viel Anklang gefunden hat und das kann ich sehr gut verstehen. Für mich war es einfach nichts mehr, dennoch bin ich aber ganz froh, dass ich das Buch nun zu meinen gelesenen zählen darf🤗📚
Inhalt: „Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.“ Eine Liste mit zehn Wünschen. Ein letzter Wille. Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen. Die Geschichte von Yara und Noel (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Es ist schwer ein Buch zu besprechen, das man eigentlich gar nicht besprechen will, weil es viel zu emotional ist. Dennoch muss ich den Versuch starten. Die Geschichte von Yara und Noel ist, wie der Klappentext schon erahnen lässt, kein spannungsgeladenes Abenteuer sondern eine sehr ruhige Geschichte, bei der jedoch auch sehr viel passiert. Yara und Noel sind beide Charaktere, die schon sehr viel durchmachen mussten. Doch sie finden beide Zuflucht bei Phil, der Noels Opa ist und im Altenheim lebt. Phil ist sehr krank und als er stirbt, bricht für Yara und Noel nicht nur eine Welt zusammen, Phil hat den beiden eine Liste vermacht, auf der seine Lebenswünsche erfasst sind. Diese Liste sollen Yara und Noel abarbeiten. Das Problem ist nur, dass sich beide nicht leiden können. Ava beschreibt diese Erfüllung der einzelnen Punkte und die damit zusammenhängende Reise um die halbe Welt sehr schön und emotional. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages durchgelesen und hatte mehrmals Tränen in den Augen. Tränen der Rührung und Tränen der Trauer gleichermaßen. Obwohl für unser Verständnis von „spannenden Büchern“ nicht viel passiert, passiert doch eine ganze Menge, denn durch diese Reise lernen Yara und Noel sich selbst zu akzeptieren und beginnen damit, ihre Geschichten aufzuarbeiten. Das fesselte mich enorm an das Buch und man wollte wissen, ob es den beiden auch gelingt, den letzten Punkt auf Phils Liste abzuarbeiten: Leben! Was unglaublich zu meiner Liebe zum Buch beigetragen hat, das war meine Liebe zu den Protagonisten. Sie sind so unterschiedlich aber haben eines gemeinsam: ein großes Herz. Auch, wenn das oft erst etwas später auftaucht. Noel ist unfassbar dickköpfig und lässt so schnell keinen an sich ran und Yara ist eine warme und liebenswürdige Person, in der ich mehr als einmal Ava wiedergefunden habe. Beide haben mich fasziniert und durch den Schreibstil, hatte ich das Gefühl, wirklich in sie hinein blicken zu können, was für die Geschichte auch dringend nötig war. Avas Buch ist etwas ganz besonderes für mich. Es ist mein neues Wohlfühlbuch und mein Gute-Laune-Schenker. Selten ist ein Buch einfach nur so schön und positiv und trotz all der Traurigkeit schließt man es mit einem Lächeln. Rückblickend waren Geschichten wie diese immer die tollsten Geschichten überhaupt und davon gibt es heute leider viel zu wenige. Danke, Ava. Fazit: Dieses Buch ist nicht nur eine nette Geschichte, die mit ihrem Emotionen für viele Tränen sorgt, dieses Buch erzählt in wenigen Worten die beeindruckende und Mut machende Geschichte zweier junger Menschen, die wieder zu sich selbst finden. Ava Reed überzeugt mit einer unglaublichen Tiefe und lässt wortgewaltige Botschaften mitschwingen. Vor allen Dingen aber ist Wir fliegen, wenn wir fallen eine Liebeserklärung an das Leben, die in keinem Bücherregal fehlen soll. Vielen lieben Dank an den ueberreuter Verlag für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.
Vor gut einem Jahr hat Yara ihre Eltern durch einen Unfall verloren. Seitdem lebt sie bei ihrer Tante Emma. Regelmäßig besucht sie in dem Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, einen älteren Herrn namens Phil, dem sie vorliest. Dort begegnet ihr auch Noel, Phils Enkelsohn. Als Phil stirbt, bekommen Yara und Noel einen Brief und eine Liste von Phils Freund ausgehändigt. Phils letzter Wunsch ist es demnach, dass Yara und Noel gemeinsam diese Liste abarbeiten. Obwohl die beiden sich nicht mögen, wollen sie zusammen Phils letzten Wunsch erfüllen.
Mein Leseeindruck:
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Abwechselnd wird aus Yaras und aus Noels Sicht erzählt, was ich sehr interessant fand, da die beiden doch sehr unterschiedlich sind. Es hat Spaß gemacht zu lesen, wie aus den beiden Streithähnen langsam Freunde wurden.
Der Schreibstil ist einfach, leicht und locker, so dass sich das Buch flüssig hat lesen lassen.
Manchmal kamen mir die Gefühlsausbrüche der beiden etwas zu übertrieben vor, aber durchaus nicht unglaubwürdig. Es ist ein sehr emotionales Buch.
Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen, und ich möchte auch gerne noch weitere Bücher der Autorin lesen.
Ava Reed hat einen tollen Schreibstil aber für mich war dieses Buch eher Durchschnittlich. Sehr klischeehaft und eine 0815 Liebesgeschichte. Daher von mir nur 3 Sterne.
3,5 Sterne Die beiden reisen sehr viel, leider kamen mir dabei einige Orte zu kurz. Durch die knappen Kapitel war das Buch sehr schnelllebig. Es hätte mir besser gefallen, wenn die Szenen und Erlebnisse länger beschrieben worden wären, denn so konnte ich die tollen Orte nicht richtig mitfühlen, da nach wirklich sehr wenigen Seiten der Ort schon wechselte. Trotzdem ist es ein nettes Jugendbuch, mit tollen Protagonisten, Sommerstimmung und Reiselust.
„Die Pusteblume verliert sich selbst, aber sie verteilt ihre Pollen in der Welt. Ein Ende und Dutzende Neubeginne.“
Zum Cover: Selbst ohne Schutzumschlag ist dieses Buch schon unglaublich schön, mit seiner Typografie, den Zitaten und den Pusteblumen, die auch beim Inhalt des Buches eine Rolle spielen, doch von außen ist es ebenso wunderschön wie von innen. Mit Schutzumschlag ist es rosa, ohne weiß, immer spielt die Pusteblume eine Rolle, die dem Pärchen am unteren Bildrand sozusagen den Weg weist, zu den vielen fantastischen Orten, die sie nur durch eine ganz bestimmte Liste gemeinsam besuchen. Diese Reise ist das Abenteuer, das sich Leben nennt. Ich finde, das verkörpert das Cover doch ziemlich gut.
Zum Inhalt: Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten. – So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.
Meine Meinung: Die Geschichte von Yara und Noel, die es beide bisher nicht leicht in ihrem jungen Leben hatten, ist sehr tiefgründig und emotional, jedoch auch sehr süß. Denn immerhin ist sie eine Liebesgeschichte und letztlich weiß man schon am Anfang, worauf es in irgendeiner Weise hinausläuft. Gerade deshalb finde ich, dass dieses Buch nicht besser ist, als die anderen beiden, realistischen Jugendbücher von Ava Reed. Ich hatte zu Anfang zwar das Gefühl, dass es das beste Buch für mich werden könnte, doch irgendwie fehlt immer dieser bestimmte, eine Funke, der mir bei Avas Büchern immer fehlt. Ich finde sie nicht schlecht, nein, aber ein gewisser Punkt ist nicht da, sodass sie mir zu Hundertprozent gefallen. Sie berühren mich zwar, aber ich werde schließlich und zum Ende hin dann doch nie ganz mit ihnen warm, auch wenn sie wirklich immer sehr individuell sind. Auch den Schreibstil, der ebenfalls immer sehr poetisch ist, mag ich unglaublich gerne, doch beides überzeugt mich eben nicht so wie es sollte. Es überzeugt mich in einer oberflächlichen Art, aber die tiefere Art und Weise nimmt mich oftmals weniger mit und ich glaube, das ist das Problem. Ich gebe jedoch nicht auf, eines Tages wird bestimmt ein Buch von Ava Reed kommen, das ich lese und das mich zu Hundertprozentig überzeugt, da bin ich mir ganz sicher.
Fazit: Bis dahin bleibe ich mit dem zufrieden, was ich habe, denn damit bin ich gut zufrieden. Es ist nichts aufregendes und großes, was mich sehr bewegt, aber es ist eine kleine, aber feine Geschichte, die Denkanstöße gibt, wenn auch auf eine süße, liebestrotze Art. „Wir fliegen, wenn wir fallen“ von Ava Reed bekommt von mir daher gute 4 Sterne, die mehr hätten werden können, wenn ich in die Welt der Charaktere mehr eintauchen hätte können. Ich habe diese gewisse, innerliche Tiefe vermisst, die schon da war, aber für mich nicht genug gewesen ist. Ein Tropfen, der das Fass nicht zum Überlaufen gebracht hätte, hat mir noch gefehlt, sowie auch schon in den zwei anderen realistischen Jugendbüchern der Autorin.
Ich habe die Zeit, die ich mit diesem Buch verbracht habe, sehr genossen. Der Plot war wirklich schön und der Schreibstil ließ sich unglaublich gut und einfach lesen. Ich mochte all die Plätze und Länder, zu denen mich die Geschichte "entführt" hat, und hatte die ganze Zeit dieses warme und gemütliche Gefühl, das man beim Lesen mancher Bücher einfach hat.
Das Buch ist nicht allzu lang, weswegen ich manchmal den Eindruck hatte, dass gewisse Sachen zu schnell passiert sind und eigentlich eine bessere Beschreibung und mehr Details verdient hätten. Aber für diese Länge war alles super.
Es war ein wirklich schönes und gutes Buch. Noel und Yara waren für mich perfekte Hauptcharaktere auch wenn ich Noel ein bisschen mehr mochte. Ich fand es schön wie die Reise aufgebaut war und die Idee dahinter. Da das Buch etwas kürzer ist, springt man zwischen den Reisen hin und her. Das fand ich etwas schade, da ich gerne auch dazwischen wüsste was passiert ist. So wirkte das ganze schnell und auch die Beziehung entwickelte sich dementsprechend schnell. Das Buch hat aber eine tolle Message und ich war richtig traurig als es endete <3
Phil lebt einsam und allein im Altersheim, bis Yara ihn kennenlernt. Sie findet in ihm einen Freund, dem sie von Tag zu Tag immer aus Büchern vorliest. Bis er eines Tages seinen letzten Weg antritt und für Yara eine Welt zusammenbricht. Als dann auch noch Noel, Phils Enkel, ins Spiel kommt und ein letzter Brief von Phil auftaucht, scheint das Chaos perfekt zu sein... Die Geschichte mit Yara, Noel und Phil ist so herzzerreißend, liebevoll, emotional und berührend. Ich bin nur so durch die Kapitel geflogen. Sie sind schön kurz und wird aus zwei Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefällt. Wieso habe ich dieses Buch so lange auf meinem SuB versauern lassen..? Danke für dieses grandiose Buch!
Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an. (Klappentext)
Vor längerer Zeit habe ich ein Fantasy-Buch von Ava Reed gelesen und jetzt habe ich zum ersten Mal Lesestunden mit einem Contemporary-Jugendbuch von ihr verbracht. Besonders die Idee mit zwei jungen Menschen, die sich überhaupt kennen oder mögen, gemeinsam auf eine Reise gehen, um eine Liste zu erfüllen, hat mich sehr neugierig gemacht. Zitat Noel : "Ich muss mich verhört haben. Nie im Leben werde ich mit der Lesemaus da drüben zusammen um die Welt reisen und diese abgedrehte Wunschliste erfüllen. Wenn überhaupt, dann mache ich das alleine, für Phil." Weder Yara noch Noel sind begeistert davon, dass die zusammen die Liste meistern sollen. So hat es sich Phil ausdrücklich gewünscht und nur deswegen entschließen sie sich dazu seinem Wunsch nachzukommen, für ihn und im Gedenken an ihn. Trotzdem können einander so gar nicht leiden und streiten sich ständig. Besonders Noel verhält sich unfreundlich gegenüber Yara und sie hält ihn für einen überheblichen und arroganten Idioten, der sie wahnsinnig nervt. Von ihrem Charakter sind sie total verschieden, fast nie einer Meinung und das fand ich sehr unterhaltsam zu lesen. Yara mochte ich als Protagonistin ganz gerne, sie liebt Bücher, was ihr natürlich schon mal ein paar Sympathiepunkte eingebracht hat. Durch den Tod ihrer Eltern musste sie einiges mitmachen und seitdem lebt sie eher nur vor sich hin. Lichtblicke waren für sie die Besuche bei Phil im Altenheim, für den sie vorgelesen hat. Anfangs war er für sie ein völlig Fremder, doch schnell ist eine schöne und sehr einzigartige Freundschaft entstanden. Auch Noels aktuelle Lebenssituation ist nicht besonders toll. Sein Alltag besteht aus seinem Job in einem Fast-Food-Restaurant, wo er es hasst zu arbeiten, und er hat keine guten Aussichten für eine bessere Zukunft, was aber auch an ihm selbst und seiner Art liegt. Er sieht sich als teamunfähiger Einzelgänger und kommt allgemein eher mürrisch und wenig freundlich herüber. Dadurch kam er oft ein wenig unsympathisch rüber. Total gut gefallen hat mir an dem Buch die gelungene Charakterentwicklung von Yara und Noel. Es war schön zu sehen, wie die Reise sie verändert hat und auch die Botschaft am Ende der Geschichte fand ich super. Zitat Yara : "Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten die Zeit für sie." Leider konnte mich die Handlung nur teilweise überzeugen. Zum einen hätte ich mir deutlich mehr Ausführungen bei den Orten gewünscht, die die beide besuchen, um die Liste abzuarbeiten. Das war viel zu kurz erzählt und zu rasch waren die beiden schon an ihrem nächsten Reiseziel. Mehr Seiten wären gut gewesen und ich fand es sehr schade, dass hier das Potenzial meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde. Und zum anderen hat mich die Liebesgeschichte nicht wirklich begeistern können. Sie war zwar süß gemacht, aber leider passierte sie zu schnell und war dadurch zum Teil unrealistisch und nicht authentisch. Zeitweise haben mich die beiden auch etwas damit genervt, wie sie über ihre Gefühle für den anderen denken. Den Schreibstil fand ich angenehm und schnell zu lesen, nur hat mich das Buch nicht total fesseln können und ich hatte nicht das Bedürfnis, unbedingt zu erfahren, was als Nächstes geschieht.
Fazit : Nicht schlecht und nett für zwischendurch, leider aber auch nicht mehr, ich hatte einige Kritikpunkte.
Eine Liste mit zehn Wünschen ist alles, was von Phil geblieben ist. Das, und die Erinnerung an den alten Mann, zu dem sich sowohl Yara, als auch Noel tief verbunden fühlen. Nach seinem Tod ist den beiden daher klar: Seine Liste muss erfüllt werden. Doch was als persönliches Abenteuer beginnt, nimmt sie beide mit auf eine Reise, die sie nur gemeinsam bestehen können, wie Phil es wollte. Und auf ihrem Weg entdecken beide, dass viel mehr in ihnen steckt,
Meine Bewertung
Wie lange habe ich darauf gewartet, dass dieses Buch endlich erscheint! Die endgültige Fassung von „Wir fliegen, wenn wir fallen“ in den Händen zu halten, wieder einmal in Yaras und Noels Geschichte eintauchen zu können, war ein berührendes Wiedersehen mit alten Bekannten, ein Nachhausekommen der besonderen Art. Diese Geschichte geht unter die Haut – wer einmal anfängt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Yaras und Noels Sicht erzählt. Und was Ava Reed hier geschaffen hat, lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Gefühlsgewaltig. Von Anfang an lässt sich leicht eine Verbindung zu Yara herstellen, die mit ihrer sanften, manchmal etwas zurückhaltenden Art eigentlich der Ruhepol der Geschichte ist. Ihren Frust behält sie tief in sich drin, ihre Ängste, Sorgen, Albträume. Davon steckt ziemlich viel in ihr, was sie auch zu so einem sympathischen Menschen macht, da sie trotzdem immer wieder den Mut findet, sich aufzuraffen und dem Leben entgegenzustellen, trotz der Erfahrungen, die sie geprägt haben.
Noel hingegen ist der kleine Rebell, der Tunichtgut, dessen Handlungen die Story teilweise auflockern, an vielen Stellen aber auch noch zum Drama hinzufügen. Nach einer gewissen Zeit, die man ihm geben sollte, versteht man auch seine Ängste ziemlich gut und lernt ihn von einer Seite kennen, die auf den ersten Blick nicht zum Vorschein kommt.
Und damit ist eigentlich auch schon die Botschaft erreicht, die rüberkommt. Verurteile niemanden, dessen Erfahrungen, Ängste und Wünsche du nicht erlebt hast. Denn vor allem letztere spielen in der Geschichte eine große Rolle: Eine Liste mit zehn Erlebnissen, die Yara und Noel gemeinsam machen müssen, um Phil zu ehren, der sie ihnen hinterließ. Für ihn erfüllen sie diese kleinen und großen Abenteuer des Lebens – sei das die Kuschelpartie mit einem Wolf, ein Bibliotheksbesuch oder eine Nacht unter den Sternen. Mit jeder Station der Reise zieht Ava Reed uns mit dem emotionalen Stil tiefer in die Geschichte hinein, sodass wirklich kein Auge trockenbleibt. Also, Taschentücher raus – dieses Buch hat es in sich. Es schießt einfach direkt ins Herz, während man Stück für Stück die Vergangenheit entdeckt, die Yara und Noel verändert und geprägt hat, tief in ihren Herzen eingeschlossen. Nur durch das Aufarbeiten miteinander können sie mit sich selbst ins Reine kommen, mit der Last, die sie tragen.
„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist für ein Jugendbuch in meinen Augen sehr erwachsen, gleichzeitig spricht es aber auch wirklich die Zielgruppe an, für die es gemacht wurde. Melancholisch, aber Hoffnung schenkend: Das ist es, was diesen Titel ausmacht. Egal, wie tief man fällt, das Fliegen sollte man nicht verlernen. Und wenn man es doch tut, braucht es vielleicht nur eine Liste an Abenteuern und einen besonderen Menschen an seiner Seite, um zurück zu sich selbst zu finden und ohne Angst in die Zukunft schauen zu können.
Für mich wird „Wir fliegen, wenn wir fallen“ immer ein ganz besonderes Buch bleiben. Ava Reed hat es von den ersten Seiten an geschafft, mich mitzunehmen, auf eine Reise, die ich nie wieder vergessen werde. Ich liebe die Charaktere, liebe den Schreibstil und die vielen wichtigen Momente, mögen sie noch so klein sein, die hier vermittelt werden. Und ich bin sehr froh, dieses besondere Buch auf seiner Reise begleitet haben zu dürfen – danke, Ava. Yara und Noel werden für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen tragen.
» INHALT « Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam.
Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.
» MEINE MEINUNG « Ich gestehe, ich hatte dieses Buch nicht so wirklich auf dem Schirm. Also ich hatte es schon das ein oder andere mal entdeckt, aber so richtig neugierig war ich tatsächlich nicht auf die Geschichte. Dann habe ich bei Audible ein wenig gestöbert und bin auf die Schnäppchen aufmerksam geworden und habe dieses Buch dort für ein halbes Guthaben gesichtet und direkt zugeschlagen. Da mein vorheriges Hörbuch ohnehin zu Ende gehört war, hab ich auch direkt gestartet und kann euch jetzt auch gleich meine Meinung dazu liefern:
Da meine Recherche zu dem Buch recht gering ausfiel, waren meine Erwartungen auch nicht sonderlich hoch. Ich hatte nicht einmal den Klappentext gelesen; sondern wollte mich einfach nur in die Geschichte fallen lassen - so viel zur Theorie.. doch in der Praxis musste ich schnell feststellen, dass "fallenlassen" zumindest in Bezug auf den Einstieg nicht wirklich möglich war. Es beginnt alles sehr emotional und sehr ergreifend; ich war sofort gefangen und fühlte definitiv mit Yara mit. Doch auch Phil's Geschichte kommt langsam ins Rollen und verdeutlicht, dass es eben kein 0-8-15-Jugend-Liebes-Geschnülze-Beginn ist, sondern einfach "tiefer" geht und auf Gefühle setzt. Doch wie gesagt: es geht lediglich am Anfang so zu, danach kommt die Normalität ins Spiel, worauf ich aber später noch einmal näher eingehe. Noel spielt natürlich auch schon in den ersten Minuten eine wichtige Rolle und bringt Leben in das ganze Geschehen. Kurz um: ein toller, überraschender und mitreißender Start in die Story, der zu überzeugen weiß.
Bevor ich nun zu den einzelnen Figuren komme, muss ich mal betonen, mit wie wenigen Personen dieses Buch auskommt. Neben den beiden Hauptprotagonisten gibt es nur wenige Rollen, die dann auch noch recht nebensächlich sind und lediglich als Brücke dienen. Doch nun zu den zwei Protagonisten: Beginnen wir mit Yara. Sie ist ein ziemlich alltäglicher Charakter, der so einige Klischees erfüllt. Standart-Eigenschaften, schwere Vergangenheit. Sie sticht aus der Masse an Buch-Figuren nicht sonderlich heraus, was aber noch lange nicht heißt, dass ich sie nicht mochte. Sie war sehr bodenständig und sympathisch, sehr normal, ohne das Talent zu haben, aus jeder Mücke eine Horde Elefanten zu machen. Mir gefiel Yara auf ihre ganz spezielle Weise, ich komme aber trotz allen positiven Aspekten nicht drum herum zu sagen, dass sie mir wohl eher nicht sonderlich im Gedächtnis bleiben wird. Doch in manchen Fällen ist das gar nicht wichtig - wichtig ist nur, dass ich die Geschichte gerne mit ihr er,- und durchlebt habe, und das war eindeutig der Fall. Sie besaß schließlich auch eine Menge Emotionen und wirkte so glaubhaft; einfach ein gutes Stück Normalität, auf das ich mich gerne eingelassen habe. Noel war dagegen etwas anders, so zum Beispiel ist er gerade am Anfang sehr mürrisch und kühl, wirkte auf mich sehr unnahbar und distanziert, was mir natürlich auch gewisse Probleme bereitete, um einen Draht zu ihm zu finden. Ich bin rückblickend froh, dass sich das alles recht zügig gebessert hat und ich doch noch mit ihm mitfühlen konnte; ansonsten hätte er einen wirklich schwierigen Stand bei mir. Letztlich kann ich sagen, dass er mir wirklich sympathisch wurde und dieser gewisse mysteriöse Einschlag definiti gefiel. Phil ist jedoch genau so wenig einzigartig, wie Yara, und doch harmonierten sie toll miteinander und ergänzten sich auf ganzer Linie.
Yara wird hier von Shandra Schacht gesprochen und ich muss sagen, sie machte ihren Job wirklich gut. Durch ihre jugendliche Stimme wirkte die Hauptfigur noch viel authentischer und realistischer und verlieh ihr ein munteres, frisches Auftreten. Außerdem fand ich ihre Betonungen der jeweiligen Szenen richtig gut - man hörte die unterschiedlichen Stimmungen von Yara gut heraus und konnte so noch intensiver mitfühlen. Und trotz dessen, dass ich rein gar nichts an der Vorleserin auszusetzen habe, fand ich hier zum ersten Mal den männlichen Part besser. Maximillian Laprell liest eigentlich ziemlich mit genau den gleichen positiven Aspekten wie Shandra Schacht, aber mir persönlich gefiel seine Stimmfarbe und seine übertragenen Gefühle einfach einen Tick besser. Das war eindeutig reine Geschmackssache und meine persönliche Meinung. Kurz nochmal zusammengefasst: ich mochte sowohl jeden Sprecher einzeln wie auch die Kombination der beiden, nur dass mir Maximillian Laprell's Stimme einfach ein wenig besser gefiel.
Der Stil von Ava Reed kenne ich ja bereits flüchtig aus "Mondprinzessin", das ich ja mal an,- aber nie weitergelesen habe. Sie schreibt sehr angenehm und flüssig, sodass man gut voran kommt und an keinen Stolpersteinen hängen bleibt. Auch die Sprache war gut gewählt, teilweise sehr emotional, teilweise sehr spannungsgeladen, und alles in allem sehr plastisch und bildhaft. Das und die schönen Hintergrundinfos versetzen einen direkt in die Welt von Yara und Phil und lassen einen richtig eintauchen und dabei sein. Geschrieben wurde übrigens aus den jeweiligen Ich-Perspektiven, was ich ebenfalls positiv in Erinnerung habe.
Nun kommen wir zum interessanten Teil der Rezension, denn ich hatte keine Ahnung, was mich ideen-technisch erwartet. Klar, eine Liebesgeschichte, aber mehr wusste ich nicht. Als ich dann die ersten Minuten gehört habe, dachte ich nur 'okay.. damit hab ich nicht gerechnet' doch bald schon wurde klar, worauf das Ganze hinauslaufen wird; nämlich auf einen Roadtrip der ganz besonderen Art, und das fand ich unglaublich interessant! Die beiden Protagonisten sollen nämlich, wie der Klappentext schon sagt, den letzten Willen von Noel's verstorbenen Großvater erfüllen; und zwar gemeinsam. Das finden beide nicht so prickelnd, da sie sich überhaupt nicht ausstehen können, willigen aber letztlich doch ein. Wie es mit Noel und Yara weitergeht steht wahrscheinlich für jedermann außer Frage, und trotzdem fand ich die Umsetzung wirklich gelungen. Es war nicht so klischeehaft, wie ich angenommen hatte und trotzdem rührend normal. Diese ganzen, unterschiedlichen Stationen, die auf der ganzen Welt verteilt lagen waren so wunderschön in Szene gesetzt und so authentisch, dass ich sowohl die Kälte von den Nordlichtern wie auch die Hitze vom Dschungel am eigenen Leib spüren konnte. Das - und nur das macht eine gute Idee bzw eine gute Umsetzung aus! Es war also nicht im herkömmlichen Sinne spannend, aber doch interessant zu verfolgen und alles andere als langweilig.
» FAZIT « In 'Wir fliegen, wenn wir fallen' von Ava Reed treffen wir auf sehr liebenswerte Figuren, sehr gute Sprecher, einen angenehmen Stil und so herzergreifende, emotionale Szenen, dass es ein wahrer Genuss war, in dieses Buch abzutauchen. Für mich kein Highlight, aber ein wunderschöner Zeitvertreib und ein Beweis, dass ich noch vieles mehr von Ava Reed lesen muss - und zwar schnell. Ich kann euch dieses Buch hier sehr ans Herz legen um euch gerade jetzt im Herbst/Winter treiben zu lassen und wärmende Gedanken zu machen.
» 4 VON 5 STERNEN « Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und möchte euch alle ermutigen, ebenfalls nach diesem Buch zu greifen. Ich kann hier natürlich nur für das Hörbuch sprechen, doch bin ich mir sicher, dass auch das Buch ein wunderschöner Zeitvertreib ist. Absolute Lese-Empfehlung; nicht jedes Buch mit ein Highlight sein, um richtig gut gewesen zu sein.
Erste Sätze Ich möchte meine Erinnerungen verbrennen. Ich möchte sie nehmen, zusammenknüllen oder zerreißen, es ist mir egal, und sie mit allem, was mir geblieben ist, in Asche verwandeln.
Klappentext Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.
Meine Meinung Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet abwechselnd aus der Sicht von Yara und Noel. Yara ist eine junge Frau, das den Tod ihrer Eltern nicht wirklich verkraftet hat und sich deshalb in sich selbst zurückzieht. Nur bei Phil kann sie selbst sein, indem sie mit dem alten blinden Mann Geschichten teilt. Sie ist klug, ruhig und schlagfertig. Noel ist ein junger Mann, der keine Ausbildung bekommen hat, weil er sich auf niemanden verlassen kann und will. Daher arbeitet er bei McDonalds und sieht keine Zukunft in seinem Leben. Selbst sein Großvater Phil hat ihn enttäuscht, obwohl er das nicht absichtlich getan hat. Beide Charaktere müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und lernen zu leben und zu vertrauen, dabei geraten sie an ihre Grenzen, entwickeln sie sich weiter und wachsen über sich hinaus. Ich konnte mich wirklich gut in beide hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.
Die Geschichte an sich ist tragisch und düster, aber auch lebensbejahend und schön. Die beiden Sprecher kannte ich noch nicht, aber sie habe die beiden Protagonisten gut dargestellt und sich gut ergänzt. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Es ist eine Geschichte aus dem Leben gegriffen und hat mich tief berührt und mitgerissen. Es ist eine Reise zu sich selbst, aber auch so viel mehr, denn man hat die Orte gemeinsam mit den Charakteren kennengelernt. Es gibt einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Ein tragischer, lebensbejahender Roman, der mich tief berührt und mitgerissen hat, weshalb er mich auch komplett überzeugen konnte, daher gibt es von mir
Bei dem Buch handelt es sich um ein Vorablese Rezensionsexemplar. Danke dafür an den Verlag und natürlich an meine liebe Ava.
Da es sich ja bei diesem Buch nicht um irgendeine Autorin handelt, sondern um meine liebe Ava, wird es dieses mal keine normale Rezension werden. Sondern eher ein Brief an dich, Liebes.
Ich habe bis jetzt jedes Buch von dir gelesen und auch dieses habe ich verschlungen. Es war wieder ein sehr intensives 10 Stunden Leseerlebnis.
Was soll ich sagen…. auch bei Buch Nummer 5 schaffst du es, dass ich diesem Buch mit meinem ganzen Herz verfalle. Dein Schreibstil ist einfach so wundervoll und du schaffst es gerade bei solchen Themen es einfach auf den Punkt zu bringen. Du schreibst so gefühlvoll und aus der Tiefe deines Herzens, was sich ganz klar bemerkbar macht.
Auch die Geschichte rund um Yara und Noel ist wieder etwas ganz besonderes. Zwei Menschen, die eigentlich nichts gemeinsam haben und doch so viel. Auch wenn es zu Beginn holprig ist zwischen ihnen, hat es mir wirklich besonders gut gefallen, zu sehen, wo die Liebe hinführen kann.
Auch die besondere Beziehung zwischen Phil und Yara hat mich wirklich sehr berührt, aber ebenso das Verhältnis zwischen ihm und seinem Enkel Noel.
Ich war mit den zwei in Irland in der Bibliothek und habe mit ihnen die Nordlichter gesehen, durch den sehr bildlichen Erzählstil war ich immer mit Yara und Noel an den Orten die sie bereist haben.
Mich hat das Buch aber auch wieder sehr nachdenklich gemacht und ich habe mir ebenfalls darüber Gedanken gemacht, was mir wirklich wichtig ist im Leben, was ich unbedingt mal erleben will und wo ich überhaupt irgendwann mal in meinem Leben ankommen möchte.
Ich habe sehr viel geweint bei diesem Buch. Es hat mich ganz tief berührt und für mich ist es ganz klar eins meiner absoluten Top3 Highlights 2017.
Liebe Ava, ich danke dir von Herzen für deine Geschichten und ich freue mich auf alle, die ich noch lesen darf! Bitte mach immer weiter mit dem Schreiben, denn genau solche Geschichten braucht die Welt! Lass dich niemals unter kriegen und bleib so wundervoll wie du bist.
Das Buch „Wir fliegen, wenn wir fallen“ bekommt deshalb ganz klar 5 von 5 Sterne mit dem Prädikat „Herzensbuch2017“.