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Tribunale

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Kovac, ex comandante dell’esercito serbo è accusato di omicidio di massa. Jasna Brandic, capo procuratore
di una task force internazionale del tribunale penale de L’Aia, ha finalmente rintracciato un testimone chiave che può dimostrare i crimini di Kovac. Il giorno dell’udienza il testimone, l’autista e una vecchia donna innocente sono uccisi in un attentato. Solo Jasna sopravvive all’attacco. Per l’investigatrice è una debacle. Il processo rischia di fallire. La notizia che potrebbe esserci un altro ex lupo grigio della milizia paramilitare serba disposto a testimoniare contro Kovac, spinge immediatamente Jasna a recarsi a Belgrado. I seguaci di Kovac sono però disposti a fare qualsiasi cosa per evitare la testimonianza. Jasna cercherà di trovare l’uomo per portarlo al tribunale de L’Aia, ma non ha ancora idea che diventerà parte di un gioco perfido. Una caccia all’ultimo sangue inizia.

261 pages, Paperback

First published March 7, 2014

21 people want to read

About the author

André Georgi

4 books2 followers

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Community Reviews

5 stars
6 (14%)
4 stars
18 (43%)
3 stars
10 (24%)
2 stars
5 (12%)
1 star
2 (4%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for sabisteb aka callisto.
2,342 reviews1 follower
July 3, 2014
Dezember 2005: Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien ist vorbei, offiziell zumindest. Inoffiziell tobt er noch weiter. Ehemalige Partisanen, wie „die Wölfe“, werden im eigenen Land wie Helden verehrt, international jedoch als Verbrecher verfolgt.
Jasna, selber in damaligen Jugoslawien geboren, ist Ermittlerin für das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, ihre Aufgabe ist es Zeugen und Beweise aus Ex-Jugoslawien zu besorgen. Als einer ihrer Zeugen vor dem Tribunal erschossen wird, überlebt sie nur durch Glück. Kurz darauf wird ihr erneut ein anonymer Tipp zugespielt, ihre letzte Chance doch noch Beweise gegen den Angeklagten Kovac aufzutreiben. Verletzt und auf eigene Rechnung macht sich Jasna auf die Jagd.

Schon nach den ersten Kapitel wollte ich das Buch einfach nur weglegen. Es gibt rein stilistisch zu viele Dinge, die mich einfach nur aufregen.
Zum einen sind da die fehlenden Anführungszeichen bei direkter Rede. Das ist nicht neu, das ist nicht innovativ und das das in meinen Augen nur einer: James Joyce ins einem Ulysses. Dort hat es künstlerische Gründe, warum er die Anführungszeichen weglässt, für einen Thriller, einen billigen Konsumroman mit nahezu keinem Anspruch, ist dieser „Kunstgriff“ nicht nur deplatziert, sondern fehlt am platze und verwirrend.
Der Autor hat Germanistik studiert, dennoch, oder vielleicht genau deshalb ist sein Stil grausam, so grausam, dass es mir teilweise fast körperliche Schmerzen bereitete. Zum einen ist die Ausdrucksweise niederste (Gossen)Umgangssprache: S. 11. Wahrscheinlich pennt das Arschloch besser als ich.
Sätze mit „und“ zu beginnen, ist einfach nur grausam: S. 13: Und schraubt die Thermosflasche auf (die Liste dieser stilistisch gruseligen Satzanfänge lässt sich beliebig erweitern). Oder S. 88: Aber Branko lehnt ab
Einwortsätze, statt Kommata: S. 17: Zwei Polizisten suchen mit Bobenhunden den Raum ab. Routine. (Auch hier lässt sich die Liste beliebig erweitern). Ganz schlimm Seite 61: Eine Dreizimmerwohnung, Einrichtung low level (Anglizismus!). Zwei Mann nehmen die Küche, links, sichern. Nichts. Go.
Verschleifungen und Umganssprache in deskriptiven Sätzen (in direkter Rede wäre es ja noch vertretbar). S. 19: Er ist eh immer im Büro. S. 20 drauf statt darauf (schwer zu sagen, es könnte an der Stelle auch ein Gedankengang oder Selbstgespräch sein).
Peinliche, deplazierte, störende Anglizismen: S. 20 perfomen. S. 58: Eine halbe Minute und ich habe Support. S. 217: Klagesound S. 229: Kick-off seiner Odyssee. S. 257: Der Sound ist anders.
Hinkende Vergleiche S. 244: Die Frisur sticht beim Hinsehen. Der Händedruck hat was (Verschleifung!) von friendly fire

Der Plot an sich ist keineswegs „thrilling“. Bereits S. 166 sind alle Puzzelstücke vorhanden und die komplette Handlung ist vorhersehbar und somit langweilig. Selbst das Überleben der Ermittlerin wir bereits lange vorher vorweggenommen und ruiniert das letzte bisschen Spannung. Der Rest der „Handlung“ ist einfach nur Beschreibung von Kampfhandlung. Ermittelt wird nichts. Das Buch mutet an, als wenn ein billiger Tatort in Buchform gepresst worden wäre.

Charakterisierung der Figuren: Fehlanzeige. Alles Archetypen und Stereotypen. Keine Seele, keine Entwicklung erinnern sie an Roboter, die handeln ohne zu Denken (bei Soldaten vielleicht nicht wirklich verwunderlich)

Fazit: Langweilig, vorhersehbar, voller Klischees und stilistisch grausam.
Profile Image for Erdmannlibob.
147 reviews9 followers
July 17, 2015
Zeit, um Luft zu holen bleibt in diesem knallharten und teils erschreckenden Thriller kaum. Die grösstenteils düstere und gewalttätige (psychisch als auch physische) Handlung wird durch die kurzen, prägnanten Sätze zusätzlich intensiviert. Äusserst fesselnd.
51 reviews
December 28, 2024
Echt voor 5 euro gekocht ofzo en elke cent waard. Spannend verhaal, over interessant onderwerp
Profile Image for Angi.
167 reviews2 followers
October 25, 2015
Der Klappentext:
Metall, Glas Blut. Alle tot. Warum lebe ich noch?
Jasna Brandic, Topermittlerin des Tribunals in Den Haag, überlebt als Einzige ein brutales Attentat auf ihren Kronzeugen. Ohne diesen droht das Verfahren gegen den Massenmörder Kovac endgültig zu scheitern. Da erreicht Jasna die Nachricht, dass ein international gesuchter Kriegsverbrecher bereit ist, gegen Kovac auszusagen – vorausgesetzt, sie schafft es, ihn vor seinen eigenen Leuten zu schützen und lebend nach Den Haag zu bringen. Jasna setzt auf eigene Faust alles daran, den Mann zu finden. Sie ahnt nicht, dass sie Teil eines perfiden Spiels ist – eine Jagd auf Leben und Tod beginnt.

Die Geschichte:
Dem Klappentext ist hier nicht mehr viel hinzuzufügen. Jasna hat einen Job, um den sie wohl kaum ein Leser beneiden wird. Sie steht unter extremem Druck und trotz aller detaillierter Planungen und Vorsichtsmaßnahmen gelingt es den Leuten von Kovac, den Kronzeugen auszuschalten.
Doch bald meldet sich ihre mysteriöse Quelle aus Serbien wieder: Branko, der früher die “rechte Hand” von Kovac war, will aussagen. Jasna besteht darauf, das Treffen mit dem Informanten selbst zu übernehmen und gerät dadurch selbst in tödliche Gefahr. Es ist kaum noch möglich, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und der kleinste Fehler kann der letzte sein.

Meine Meinung:
Zunächst musste ich mich erst etwas an den Schreibstil des Autors gewöhnen: zuweilen kurze, verknappte Sätze, die Dialoge fließen nahtlos in den Text ein, die Ausdrucksweise ist hart und deutlich. Später im Buch wirkte der Stil flüssiger – oder ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt schon vollkommen damit arrangiert. Auf jeden Fall passt er zum Thema.
Die Charaktere wirken lebendig, ihre Emotionen werden gut transportiert, man fühlt mit, man spürt ihren Schmerz. Manchmal ist dieser Schmerz wirklich schwer zu ertragen. Es geht hier immerhin um ein Thema, das nicht nur Fiktion ist: Krieg gab es zu jeder Zeit und es gibt ihn heute noch. Und die Gesichter des Krieges sind fast immer und überall gleich: Folter, Vergewaltigungen, Hinrichtungen, Massengräber, Plünderungen, zerstörte Leben und zerstörtes Land… Dem Autor gelingt es in grandioser Art und Weise, uns diese Schreckensschauplätze nahe zu bringen. Er hat für dieses Buch auch umfassend recherchiert und vielen Szenen liegen wahre Begebenheiten zugrunde.
Das Buch ist eher nichts für zartbesaitete Leser, denn Manches wird ausführlich, grausam und blutig geschildert – und das Erzählte wirkt nach.
Der Spannungsbogen bewegt sich auf einem durchgehend sehr hohen Niveau und ich muss zugeben, dass mein Pulsschlag sich während einer atemlosen Verfolgungsjagd beschleunigt hat. Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen, verschlingt ein kurzes Kapitel nach dem nächsten und fiebert mit.
Das Ende ist zwar ein Ende, aber es lässt Raum für weitere Gedanken. Der Krieg erzeugt ein sehr lautes Echo, das in manchen Menschen wohl nie mehr zum Verstummen gebracht werden kann…

Fazit:
Ein atemloser Thriller, der beim Lesen wirklich für beschleunigten Herzschlag bei mir gesorgt hat. Man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn das Gelesene manchmal schwer zu verdauen ist.
Eine klare Leseempfehlung für hartgesottene Spannungsfans, die es gern auch mal blutig mögen!
Wertung: 5 von 5 Sternen
Profile Image for Uwe Tächl.
341 reviews8 followers
May 12, 2014
Ein Thriller über UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, das uns auch ins Land der Gräueltaten führt. Er zeigt, warum es so schwierig ist, in diesen Fällen für Gerechtigkeit zu sorgen, falls es sie überhaupt geben kann, oder nicht doch im Endeffekt jede Seite nur verlieren kann.

Inhalt:
Jasna Brandic arbeitet für das Kriegsverbrechertribunal und hilft mit, dass Verbrechen an Kroaten aufgeklärt werden. Sie soll einen Kronzeugen gegen den Massenmörder Kovac sicher zum Gericht bringen. Kurz vor ihrem Ziel wird sie angegriffen und überlebt als einzige nur knapp. Der Prozess scheint somit zum Scheitern verurteilt zu sein, als sie eine Nachricht aus ihrer ehemaligen Heimat erhält. Ein gesuchter Kriegsverbrecher ist bereit auszusagen, wenn sie ihn vor den Wölfen, Kovacs Truppe, in Sicherheit bringen kann.

Setting und Stil:
Von Gerichtssaal in Den Haag bis zur heruntergekommenen Hütte in der Nähe der serbischen Grenze erwachen die Handlungsorte dank André Georgis hervorragenden Beschreibungen zum Leben. Man meint mit vor Ort zu sein und zu spüren, was um einen herum passiert. Ein Autor, der Auge fürs Detail hat und auch unschöne Dinge in Worte packen kann, die berühren.
Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, die in sich fast abgeschlossen sind. Die handlungsführenden Personen wechseln und wir bekommen umfassenden Einblick in die Ansichten aller Seiten.

Charaktere:
Kovac sitzt als Angeklagter in Den Haag und scheint trotzdem alle Fäden in der Hand zu haben. Seine Kontakte reichen weit, sein Ansehen in der Heimat ist groß und auf seine Gefolgsleute kann er sich verlassen.
Ihm gegenüber steht Jasna Brandic, die ihn verurteilt sehen will und alles daransetzt, dass dieser Fall eintreten wird. Hinter ihr steht die UN, deren Einfluss an Serbiens Grenze zu enden scheint. Sie kann nur hoffen, dass Kovacs Einfluss zu bröckeln beginnt.
Eine spannende Konstellation, starke Charaktere, viele Rückschläge und trotzdem der feste Glaube, das Ziel erreichen zu können. Menschen mit einem Ziel, für dass sie alles zu opfern bereit sind und denen ich gerne durch die Seiten gefolgt bin.

Geschichte:
André Georgi ist es mit dem Buch gelungen die Tribunale und die Probleme, für Gerechtigkeit zu sorgen, fassbar zu machen. Er schafft es de unpersönlichen Prozess, der eine knappe Pressemeldung wert ist auf die persönliche Ebene herunterzubrechen und spannend und actionreich in Buchform zu packen. Eine wichtige Geschichte, die uns zeigt, dass der Jugoslawienkrieg noch lange nicht verarbeitet ist.

Fazit:
Ein Thriller, der sich mit der nicht lang zurückliegenden Historie beschäftigt. Ein Buch, das realitätsnäher kaum sein kann. Es geht dreckig, unmenschlich und hoffnungsvoll zu und Verschnaufpausen sind eher selten zu finden. Der Kampf ums Überleben wird spürbar und man wird gefesselt sein von diesem außergewöhnlichen Buch. Ich kann es jedem empfehlen, der trockene Geschichtsfakten im Kopfkino zum Leben erweckt sehen will. Ein Roman, den man geistig verarbeiten muss und der einen so schnell nicht wieder loslässt.
237 reviews1 follower
August 28, 2015
Dieses Buch ist eindeutig sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht nur, dass man sich an einen eher sehr ungewöhnlichen Stil gewöhnen muss, auch die Handlung ist nicht so geartet, dass sie wirklich als richtig genial zu bezeichnen ist.

Mein großes Problem mit diesem Buch war vor allen Dingen wirklich der Schreibstil. Zum einen sind die Sätze oftmals sehr seltsam gewählt und auch der Satzbau ist einfach komisch. Nicht nur, dass statt Kommata oftmals einfach Punkte gesetzt werden und dann seltsame Halbsätze entstehen, die teilweise zum Beispiel auch mit einem »Und« starten oder auch nur aus ein bis zwei Worten bestehen, es werden auch teils Wendungen genutzt, die so einfach nicht passen wollen. Zum Beispiel wird einmal der Ausdruck benutzt »Die Frisur sticht«, bei der man sich ehrlich fragen muss, was der Autor einem damit wirklich sagen wollte. Des Weiteren ist es auch so, dass der Autor stark dazu neigt, dass er ab und an englische Begriffe einwirft, die einfach so vollkommen sinnbefreit sind, da man sich fragt, was da jetzt das Englische zu suchen hat, wie an einer Stelle mit folgendem Satz »Der Sound ist anders.«. Für mich einfach Dinge, die ich beim Lesen als durchaus seltsam und oftmals auch unschön empfand, wodurch das Lesen an sich schon weniger Spaß machte. Man merkt daran vielleicht dem Autor einfach an, dass er eigentlich Drehbuchautor ist, denn stelle ich mir das Buch als Actionfilm vor, dann passt es deutlich besser.

Außerdem hat er eine sehr ungewöhnliche Erzählperspektive gewählt, die zwischen einem auktorialen Erzähler, der einem ständig mitteilen muss, was noch passieren wird in der Zukunft, egal wie unwichtig es ist und einer Perspektive schwankt, bei der man wirklich jeden Gedanken der Charaktere direkt mitverfolgen kann, schwankt. Zwar eine nicht vollkommen uninteressante Perspektive, aber die durch, vor allem auch die fehlende Kennzeichnung der wörtlichen Rede, irgendwie nicht richtig angenehm war beim Lesen.

Ansonsten ist die Geschichte wirklich ein typischer Actionfilm, der oftmals wenig Sinn zu machen scheint, wo man sich oft fragt, warum die Charaktere eigentlich immer sofort so brutal reagieren müssen, auch wenn es eigentlich wenig Sinn macht. Von daher, als Film sicherlich gut, für ein Buch hat mir einfach zu viel gefehlt, da trotz ihrer doch auch vielen Gedanken, die Charaktere so weit weg von einem schienen, ich oftmals die Motivationen nicht ganz verstehen konnte und vor allem so viel so wenig Sinn ergeben wollte. Und natürlich wird auch viel mit Klischees gespielt und es gibt einfach extrem viele Gewaltszenen, die typisch Actionfilm sind, aber bei diesem Buch einfach so wirkten, als müssten sie da sein, damit es einen Füller für nicht vorhandene Handlung gibt.

Das Buch hat durchaus seine Spannung, wenn man sich irgendwie an den Erzählstil gewöhnen kann und einen Actionfilm einmal lesen möchte. Ansonsten finde ich, sollte der Autor bei den Drehbüchern bleiben, da man selbst an diesem Buch schon merkt, dass ihm das doch deutlich mehr noch liegt, denn als Film wäre das Buch sicher noch um Längen besser.
Profile Image for Brina.
2,050 reviews122 followers
July 18, 2014
Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen möchte, da bereits viele Rezensenten geschrieben haben, dass dieses Buch sehr brutal sei. Dennoch wollte ich dem Debütroman von André Georgi eine Chance geben und habe mich auf das Buch eingelassen. Ein Lieblingsbuch wird es von mir sicherlich nicht und sicherlich werde ich dieses Buch auch kein zweites Mal mehr lesen, dennoch muss ich aber sagen, dass es mir tatsächlich gefallen hat - wenn man dies denn bei einer derartigen Thematik sagen kann.

Die Geschichte wird spannend, hochintelligent und schonungslos erzählt und obwohl ich es zunächst nicht glauben wollte, konnte ich das Buch tatsächlich nur selten aus den Händen legen. Hierbei geht es hauptsächlich um die Kriegsverbrechen, die im ehemaligen Jugoslawien stattgefunden haben. Der Kriegsverbrecher Kovac soll dabei vor Gericht gebracht werden, jedoch wird der Kronzeuge ermordet, sodass der gesamte Prozess gefährdet ist. Hierbei werden sämtliche Taten ausführlich und brutal beschrieben, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist.

Die Charaktere werden ebenfalls allesamt ausführlich beschrieben, sodass man diese gut kennen lernt. Wirklich sympathisch war mir hierbei niemand, allerdings habe ich dies auch gar nicht erwartet, denn bei dieser Thematik achte ich eher auf andere Dinge, als auf reine Sympathie. Die Kriegsverbrechen und das ehemalige Jugoslawien sind dabei vom Autor sehr gut recherchiert, sodass man sich hier nicht beschweren kann.

Insgesamt ist "Tribunal" ein fesselndes und schockierendes Werk, worauf man sich sicherlich einlassen muss, aber dann positiv überrascht wird. Wer Thriller mag und sich dazu noch für Kriegsverbrechen und Gerichtsverfahren interessiert, ist hier genau an der richtigen Adresse.
9 reviews
July 28, 2014
Ein Attentat und nur Jasna hat überlebt. Sie ist eine Ermittlerin für das Tribunal in Den Haag und sollte einen Kronzeugen zur Gerichtsverhandlung bringen. Doch nur sie überlebt. Der Prozess gegen den Kriegsverbrecher Kovac beginnt zu kippen. Aber Jasna lässt nicht locker. Als jemand sich bereit erklärt, gegen Kovac auszusagen, macht sich auf eigene Faust auf, um ihn nach Den Haag zu bringen.
Ein wirklich toller Thriller, der alles hat was man sich bei einem Thriller wünscht. Die Story ist sehr spannend aufgebaut und bleibt bis zur letzten Seite mitreißend. Es gibt auch ein paar heftigere Szenen, aber das passt hier sehr gut.
Die Geschichte wird aus allen nur erdenklichen Perspektiven erzählt. In jedem Kapitel wird aus der Sicht einer Person erzählt und die Kapitel sind sehr kurz gehalten, sodass aus vielen Perspektiven die Geschichte beleuchtet wird. Dabei sieht man nicht nur die Sicht der Protagonisten, sondern auch die Gegenspieler kommen zu Wort, was die Sache sehr spannend macht.
Zum Stil lässt sich sagen, dass es nicht ganz einfach zu lesen ist. Man muss sich sehr konzentrieren und es ist nichts zum so nebenbei lesen. Mir hat es allerdings sehr gut gefallen.
Insgesamt ein toller Thriller, mit einer nicht alltäglichen Thematik. Ich kann ihn jedem empfehlen, der gern außergewöhnliche Thriller liest.
Profile Image for Vera VB.
1,501 reviews6 followers
August 7, 2016
Erg filmisch beschreven verhaal, bijna tot op de seconde in het begin. Dat is niet zo vreemd want de auteur schrijft eigenlijk voor televisie en dit is zijn eerste thriller.
Die is dan weer gebaseerd op een afrekening binnen het criminele Joegoslavische milieu, vlak voor zijn deur.
Een kopstuk uit de oorlog staat terecht voor het tribunaal in Den Haag. Na jaren is er eindelijk iemand bereid gevonden tegen de man te getuigen. Andere getuigen durven niet, worden zelf vermoord of hun familie, allemaal omdat er nog een hardnekkige tak de oorlogsmisdaden en zuiveringen blijft voortzetten. De huidige getuige wordt echter voor hij zijn getuigenis kan afleggen vermoord.
Jasna was verantwoordelijk voor het vinden van de getuige en voor zijn beveiliging en trekt terug naar voormalig Joegoslavië om een nieuwe getuige te zoeken. Die is dichter bij dan ze denkt.

Dit boek schuwt de details niet en dat maakt dat marteling en folteringen heel gedetailleerd weergegeven worden. Vermoedelijk is dit niet allemaal aan het brein van de schrijver ontsproten, maar ging het er echt zo aan toe. Oorlog, ongeacht welke, brengt altijd het slechtste in de mens naar boven.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
May 30, 2014
Den Haag, Internationaler Gerichtshof. Das Verfahren gegen einen der schlimmsten Verbrecher des Balkan-Krieges läuft. Heute sind zwei Zeugen geladen, die ihn endgültig zu Fall bringen werden, weil sie bestätigen, dass er den Tod Tausender Menschen zu verantworten hat. Jasna Brandic hat sie ausfindig gemacht und in die Niederlande gebracht. Nur noch wenige Minuten, bis sie am Ziel ist. Doch es kommt anders und am Ende des Tages steht sie und der Ankläger mit leeren Händen da. Aber in Belgrad scheint noch jemand gewillt, eine Aussage zu tätigen. Eine schwere Reise in ihre Heimat beginnt.

André Georgis Roman ist erschreckend, bedrückend und vermutlich realistischer als man sich vorstellen mag. Der Schreibstil ist bisweilen stakkatohaft, was jedoch hervorragend zur Handlung passt. Besonders die Vermischung von politischen Ereignisse, angelehnt an reale Vorkommnisse, und persönliche Betroffenheit der Figuren hat mich hier überzeugen können.

Alles in allem ein aktueller, überzeugender Thriller, der besonders in der Figurengestaltung durch Brüche und Nuancen punkten kann.
Profile Image for Cantona.
562 reviews
January 3, 2025
Wahrlich kein schlechtes Buch, erinnert vom Schreibstil her an Don Winslow. Kurz und knapp. Das Ende ist leider völlig überdreht, deshalb nur 4 von 5 Punkten.
Profile Image for Otto.
750 reviews50 followers
June 21, 2014
2 hab ich gegeben, weil es doch etwas spannend. Aber mir ist das Ganze zu voyeuristisch sexistisch, voll von Stereotypen. Aber wers gerne grauslich blu- und hirnspritzend hat, der möge lesen.
Profile Image for Jasbr.
932 reviews13 followers
June 28, 2015
Gar nicht meins...
Der Schreibstil war total holprig, die Geschichte unstrukturiert und sehr distanziert erzählt.
Ich habe das Buch abgebrochen.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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