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Die letzte Dichterin

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Die Magie in Phantopien ist versiegt. Nur noch in der Stadt Fernab gibt es einen letzten Rest, daher ist Minna Fabelreich, eine verarmte Dichterin, äußerst aufgeregt, als sie eine Einladung erhält, in Fernab an einem berühmten Dichterwettstreit teilzunehmen. Doch bald schon begreift sie, dass der Wettstreit nur ein Vorwand war, um sie in die Stadt zu locken. Denn die Königin persönlich schmiedet finstere Pläne und will nichts Geringeres, als Minna all ihrer Fantasie berauben.

416 pages, Kindle Edition

First published February 28, 2020

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About the author

Katharina Seck

14 books17 followers

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Community Reviews

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1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 30 of 33 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,722 reviews126 followers
March 15, 2020
Kunst hat keinen greifbaren Wert, aber man kann ihn "be"greifen wenn man merkt, dass die Seele des Künstlers in seinem Kunstwerk steckt, dass er etwas tief aus seinem Inneren weitergibt und wir es spüren: beim Lesen, beim Hören, beim Betrachten - eine gewisse Art von Magie.

Genau darum geht es in dieser wunderschönen Geschichte von Katharina Seck, die mir sehr zu Herzen gegangen ist und wieder einmal zeigt, dass gerade das am wertvollsten ist, das keinen zahlbaren Wert besitzt.

"Trotz ihrer jungen Jahre hatte die Geschichtenerzählerin etwas Altes an sich, als hätte
sie schon viele Leben gelebt. Und wer wusste es schon, vielleicht hatte sie das,
wo sie doch so viele Geschichten mit sich trug." S. 43

Die Autorin schickt Minna Fabelreich auf die Reise, eine der letzten Dichterinnen des Landes, die mir ihren Worten den Zauber der Phantasie entstehen lassen möchte.
An ihrer Seite ist Finn Minengräber, ein Schatzsucher, der noch lernen muss, eine alte Abhängigkeit loszulassen, um endlich seinen eigenen Weg gehen zu können.
Und - dann gibt es noch die Königin, eine böse Königin mit einem dunklen Geheimnis, dem die beiden auf die Spur kommen werden.

Von Anfang an war ich verzaubert von dem sanften, leichten und doch eindringlichen Stil, mit dem die Autorin zu erzählen weiß. Mit ihren Worten webt sie Bilder und zaubert eine märchenhafte Atmopshäre, die mich durchgehend berührt hat.

Phantopien, ein Land, in dem die Künste immer mehr verschwinden - und mit ihnen die Magie. Egal ob mit Worten, Tönen, Farben oder Formen, jedes Schaffen allein mit der Vorstellungskraft, der Fantasie, lässt etwas magisches entstehen, das Menschen verbindet. Eine wunderschöne Botschaft, von denen es reichlich gibt und jede davon auch bei mir angekommen ist.

"Du weißt am besten, was Worte ausrichten können.
Sie können Wahrheiten entstehen lassen, wo keine sind." S. 79

Oder Lügen keimen lassen, Mauern bauen oder einreißen, verletzen oder heilen ... Worte sind machtvoll und können durchschaut oder missverstanden werden. Deshalb ist es manchmal sinnvoll, erst darüber nachzudenken, was man zu sagen hat. Denn auch wenn wir die gleiche Sprache sprechen, messen wir unterschiedliche Bedeutungen und Wirkungen in das, was wir sagen und oftmals merken wir gar nicht, was wir damit bei anderen auslösen.

"Die einzige Regel hier lautet: Füge niemandem Schaden zu." S. 167

Kurz und bündig - und alles, was der Mensch an Regeln braucht. So einfach könnte es sein und deshalb musste ich diesen Satz auch unbedingt zitieren.

Diese Geschichte ist voll von Menschlichkeit aller Art, auch Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Wut, aber auch Liebe und Freundschaft und den Träumen, die einen vorantreiben, die dem Leben überhaupt erst einen Sinn geben: denn wir sind nicht dafür da, die Vorstellungen und Bedürfnisse anderer zu erfüllen, sondern unser eigenes Ziel zu finden.

Besonders schön fand ich auch die Beziehung zwischen Minna und Finn, und das Ende, mit dem ich etwas überrascht wurde, was ich sehr positiv finde. Die Handlung ist abwechslungsreich, gut durchdacht und steuert am Ende einem spannenden Finale entgegen. Ich bin einfach nur begeistert und freue mich, so viele schöne Stunden mit Minna und Finn verbracht zu haben <3

Weltenwanderer
Profile Image for Pineapples BookNook.
68 reviews4 followers
February 28, 2020
Inhalt:
Minna Fabelreich ist eine der letzten Dichterinnen von Phantopien. Als vor Jahren die Magie aus dem Land verschwand, starben mit ihr auch die schönen Künste. Nur in der Hauptstadt Fernab gibt es noch einen Hauch von Magie. Schon ihr ganzes Leben träumt Minna davon, einmal in Fernab aufzutreten, wo ihre Kunst noch von den Menschen geschätzt wird. Als sie schließlich eine Einladung zu einem Dichterwettstreit in Fernab erhält, kann die Dichterin ihr Glück kaum fassen. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn begibt sich Minna auf die beschwerliche Suche nach Fernab, denn niemand weiß, wo die Stadt wirklich liegt.

Cover:
Ich liebe das Cover und es passt für mich perfekt zum Buch. Die Farbgestaltung ist sehr reduziert und bringt dadurch den Umriss des Königsschlosses von Fernab besonders gut zur Geltung. Natürlich darf auch Minna mit ihrem Geschichtenbuch nicht auf dem Cover fehlen.

Meinung:
Ich bin schon sehr lange ein großer Fan von Katharina Seck und ihren fantastischen Geschichten. Deshalb darf natürlich auch „Die letzte Dichterin“ nicht in meiner Sammlung fehlen. Katharina Seck hat mich auf eine wundervolle Reise durch das ungewöhnliche Land Phantopien mitgenommen. Dank ihres bildhaften und emotionalen Schreibstils konnte ich mich gut auf die Figuren und das Setting einlassen. Außerdem wechseln pro Kapitel die Erzählperspektiven, sodass man die Hauptcharaktere noch besser kennenlernen kann. „Die letzte Dichterin“ beweist mal wieder, wie gut Katharina Seck ihr Handwerk versteht. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt der Plot für mich unvorhersehbar und spannend. Außerdem verzichtet die Autorin auf eine schwülstige Liebesgeschichte. Vielmehr stehen Freundschaft und Loyalität, aber auch Trauer und Verlust einer Liebe im Vordergrund. Diese Motive sind hervorragend in die Story eingeflochten und bereichern sie ungemein. Ein bisschen schade finde ich, dass das Ende zu schnell abgehandelt wurde und die Magie von Phantopien, die doch sehr oft erwähnt wird, eine zu kleine Rolle im Buch einnimmt.

Das Charakterdesign gefällt mir außerordentlich gut. Katharina Seck verleiht ihren Figuren abseits jeglicher Klischees viel Tiefgang und Individualität. Mit Minna, Finn, der Königin und dem Gabensucher Valerian treffen vier sehr unterschiedliche, aber auch äußerst interessante Persönlichkeiten aufeinander. Während man Minna und Finn schon von Beginn an sehr genau kennenlernt, umgeben die Königin einige Geheimnisse, die erst nach und nach gelüftet werden. Auch der Gabensucher bleibt zunächst etwas undurchsichtig, bis sich schließlich sein wahres Ich offenbart. Ich habe gern meine Zeit mit den Charakteren verbracht und ich bin ein wenig traurig, dass das Buch nicht noch etwas länger war.

Fazit:
„Die letzte Dichterin“ ist ein gelungener und runder Fantasyroman. Katharina Seck hat mich mit ihren wundervollen Charakteren und ihrem unvergleichlichen Schreibstil wieder einmal begeistert. Da die Welt von Phantopien dennoch mehr Potential birgt, als das Buch wirklich ausschöpft, vergebe ich insgesamt gute 4 Ananas.
Profile Image for Victoria.
373 reviews29 followers
April 24, 2020

Schon die Leseprobe hatte mich sehr gefesselt und vor allem die verschiedenen Charaktere machen die Geschichte spannend.

Katharina Seck hat einen sehr märchen- und bildhaften Schreibstil. Man hat das Gefühl man ist in der Märchenwelt von den Gebrüdern Grimm und Hans Christian Andersen. Auch die Namen der Charaktere vermitteln dieses Gefühl und sind sehr außergewöhnlich.

Es wird abwechselnd aus der Sicht mehrere Leute erzählt und so lernen wir eine Vielfalt an Charaktere aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten aus Phantopien kennen.

Wir begleiten Minna, die sich mit ihren Geschichten gerade so über Wasser hält. Ihr Geschichtenbuch ihr teuerster Besitz und sie beschützt es mit ihrem Leben. So trifft sie auch auf Finn, dieser versucht es ihr zu stehlen. Dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und gleichzeitig auch der Beginn eines großen Abenteuers.

Minna ist ein sehr zurückgezogener Charakter, aber sie kann ihren Willen sehr gut durchsetzen. Dadurch wurde sie mir sehr sympathisch, da die Leute nicht wirklich viel von ihr und ihrem Talent halten. Sie schafft es aber sich gegen die vorschnellen Urteile durchzusetzen und vor allem allen andern vom Gegenteil zu überzeugen.

Finn muss sich auch jeden Tag aufs Neue beweisen. Er hat es in seiner Familie nicht wirklich leicht und niemand glaubt, dass er wirklich etwas erreichen kann, was für einen wahren Schatzsucher wichtig ist. Minna hat ihn am Anfang ziemlich zur Schnecke gemacht und danach fängt er an ein echten Schatzsucher zu werden und nicht nur ein einfacher Dieb.

Die Dynamik der beiden war sehr schön. Sie brauchen sich gegenseitig um es in die Stadt Fernab zu schaffen und auch wenn sich ihre Wege trennen, verlassen sie sich aufeinander.
Ihre Freundschaft wächst jeden Tag, den sie zusammen verbringen und wie es am Ende ausgeht hat mir auch sehr gefallen.

Das Abenteuer was die beiden erleben war sehr spannend und auch der Dichterwettstreit an dem Minna teilnehmen möchte war sehr interessant.

Ein weiterer Charakter, der für mich das Buch ausgemacht hat, war die Königen. Malwine Wüstenwind hat ein Ziel und dieses verfolgt sie das gesamte Buch über strickt. Ihr Charakter erschien mir auf den ersten Blick sehr einseitig. Doch je öfter wir einen Einblick in ihre Gedanken hatten, desto vielseitiger wurde sie. Sie macht kurz vor dem Ende eine große Wandlung mit und was das für eine Wandlung ist, müsst ihr selber herausfinden.
Das Ende hat meiner Meinung nach einen perfekten Abschluss zu ihrer Charakterlichen Entwicklung gemacht.

Kommen wir zu dem Punkt, warum das Buch keine 5 Sterne von mir bekommen wird.
Phantopien ist eine sehr schön gestaltete Welt und auch das Magiesystem hat sehr viel Sinn gemacht. Leider haben mir manchmal ein paar Sachen gefehlt und ich hätte mir mehr
über das Land Phantopien an sich gewünscht.

Fazit

Am Ende kann ich sagen, dass "Die letzte Dichterin" ein wirklich märchenhaftes und fantasievolles Buch ist. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne und nochmal dankeschön, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.

Bis bald meine Lieben
eure Vici
Profile Image for Lizzy Curse.
298 reviews10 followers
July 31, 2021
Die letzte Dichterin von Katharina Seck

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Einzig Fernab ist die letzte Bastion voller Wunder und Fantasie. Die Dichterin Minna Fabelreich träumt davon, einmal in der Stadt auf der Bühne zu stehen und ihre Kunst darzubieten. Doch das geht nur mit einer Einladung, die Minna durch ihr Können erhält. Gemeinsam mit dem Schatzsucher Finn begibt sie sich auf die Suche nach Fernab. Wird sie den Erfolg haben, den sie sich verspricht? Und was führt die Königin im Schilde?

Der Einzelband „Die letzte Dichterin“ war mein zweites Buch der Autorin - und konnte mich leider nicht so fesseln wie „Die silberne Königin“. Vielleicht hat mich das Buch auf dem falschen Fuß oder in der falschen Stimmung erwischt? Ihr kennt es sicherlich: Wenn man das Buch aufschlägt und über die ersten Seiten stolpert. Den Weg ins Buch nicht wirklich findet, so sehr man sich auch bemüht. Ich habe lange gebraucht, ehe ich mich in den Sattel schwingen konnte - was ich unglaublich schade finde.

Die Inspiration, die „Der letzten Dichterin“ nämlich zugrunde lag, ist phänomenal gut - ist es nicht eine Urangst eines jeden Künstlers, dass seine Kunst, seine Magie irgendwann versiegt? Und genau das ist mit den Künsten in Phantopien geschehen. Sie sind am versiegen, genauso wie die Magie. Die zugrundeliegende Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert.

Mit der Protagonistin Minna Fabelreich - der Künstlerin, die durch die Lande reicht - konnte ich wirklich mitfühlen, obgleich sie mein Herz nicht im Sturm erobert hat. Jedoch konnte ich ihre fieberhafte Such nach Fernab, ihr unbedingtes Sehnen nach dieser Stadt verstehen. Finn, der Schatzsucher, war ebenfalls reizvoll und nicht auf den Mund gefallen. Sein Charakter wurde bestimmt durch die Verbissenheit, mit der er versuchte, den Klauen seiner Familie zu entkommen. Er blieb gleichzeitig blasser als Minna, obwohl ich meinen Finger nicht wirklich auf den Grund legen kann. Am meisten hat mir Valerian imponiert, der Gabensucher im Dienste der Königin - Zerrissen und stolz und gleichzeitig mit dem widerwilligen Bestreben gesegnet, das Richtige zu tun. Mit ihm habe ich streckenweise richtig mitgefiebert. Der Rest des Charakterpools blieb für mich leider eindimensional.

Die Hälfte des Buches verbringt der Leser in Fernab - und ab diesem Punkt begann das Buch für mich mehr Griff zu bekommen. Es lag besser in der Hand und die rote Linie wurde deutlicher sichtbar. War es am Anfang für mich nur eine Schatzsuche mit einem vagen Ziel, begann das Ziel nun Gestalt anzunehmen - was dem Buch einiges an Sympathie einbrachte.

„Die letzte Dichterin“ besticht durch ihre fantastische Idee, die ich wirklich feiere! Außerdem setzt der Plot nicht auf eine konstruierte Liebesgeschichte (selten, aber wahr! Vielen Dank, Katharina Seck!). Für mich hatte das Buch an sich zu wenig Substanz. Die Knochen, aus denen die Geschichte gebaut war, hätte mehr Fleisch vertragen können, um mich wirklich zu begeistern. Viele Fragen standen am Ende für mich noch immer im Raum.
Profile Image for black-eyes-black.
261 reviews8 followers
March 11, 2020
Die Autorin Katharina Seck war mir bereits ein Begriff, habe ich von ihr bereits „Tochter des dunklen Waldes“ gelesen habe. Daher war ich sehr auf ihr neustes Werk „Die letzte Dichterin“ gespannt. Dieses Fantasy- Buch ist bisher ein eigenständiges Werk.

Klappentext:
Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.

Ich hatte im Vorfeld bereits die Leseprobe zu diesem Buch gelesen. Mein Interesse war sofort geweckt gewesen. Die Grundidee hat mir sofort zugesagt und auch der Schreibstil konnte mich begeistern. Jedoch konnten meine Erwartungen an dieses Buch nicht vollständig erfüllt werden.
Der Schreibstil von Seck ist sehr märchenhaft und poetisch, sie schreibt sehr bildhaft und schafft es gekonnt, eine packende Atmosphäre zu erschaffen. Mit ihrem Schreibstil konnte mich die Autorin sofort überzeugen. Ich kannte diesen bildgewaltigen Erzählstil bereits aus ihrem anderen Fantasy- Buch, welches ich von ihr gelesen hatte, und auch dieses Mal konnte sie mich mit ihrem Erzähltalent überzeugen. Er war wie ein Sog, welcher mich in eine magische Welt gezogen hat. Zu gerne habe ich ihren Ausführungen und Ideen gelauscht und bin immer tiefer in dieses Abenteuer abgetaucht. Das System der Magie hat mir auch gefallen. Diese wurde durch die Künste und dessen Pflege in der Welt Phantopien erschaffen. Werte wie Poesie oder auch die Malerei sind Beispiele für diese Künste, welche die Magie in dieser Welt gebracht haben. Doch leider sind diese nicht mehr von großer Bedeutung, sie geraten immer mehr in Verruf, nur wenige wissen solche Talente zu schätzen oder genießen sogar solche Künste oder führen sie selber aus. Daher verschwindet die Magie immer mehr aus Phnatopien, es gibt nur noch wenig von ihr. Das Konzept der Magie hat mir persönlich gefallen, trägt es doch auch eine tiefere Bedeutung. Die Idee der Autorin hat einen leichten sozialkritischen Ton. Dennoch finde ich es schade, dass wir von der Magie selber recht wenig erfahren. An sich wird nur erzählt, wie diese in die Welt gefunden hat, wie sie erhalten werden kann. Aber über die Auswirkungen der Magie wird nicht viel erzählt. Dies fand ich schade, geht so doch das magische Etwas in diesem Fantasy- Buch verloren und wirkte auf mich persönlich auch etwas unausgereift.
Erzählt wird dieses Werk aus mehreren Perspektiven. Dadurch bekommt der Leser einen vielseitigen Einblick in die Geschehnisse, hat nicht nur einen einseitigen Blickwinkel in die Handlung. Mir hat dies gut gefallen, erhält man so auch einen tieferen Einblick in die unterschiedlichen Charaktere. Auch wird durch den Perspektivenwechsel Spannung generiert und bringt Tempo in die Handlung. Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten, ihre eigene Geschichte, welche man teilweise auch erst entdecken muss. Dennoch sind sie mir nicht wirklich ans Herz gewachsen. Ich konnte leider nicht richtig mit ihnen mit fiebern oder habe um sie gebangt, wenn sie in Gefahr waren. Ich konnte leider keine tiefere Verbindung zu ihnen aufbauen. Ich habe ihre Abenteuer gebannt gelesen. Hatte dabei aber immer das Gefühl, dass ich ihnen eher über die Schulter blicke – ein geduldeter Zuschauer bin – und nicht selber mit ihnen diese Abenteuer erlebe. Der berühmte Funke ist einfach nicht übergesprungen. Auch die weibliche Protagonistin Minna wirkte auch mich eher distanziert, viel hat man über sie nicht erfahren. Nur dass sie von zu Hause geflohen ist, dass sie aus ihrem gewohnten Umfeld ausgebrochen ist, um sich ihrer Liebe für Poesie zu widmen. Dabei wirkte sie auf mich wie ein ungeschliffener Diamant. Etwas schade fand ich auch, dass ihr männlicher Gegenpart Finn auf mich unausgereift gewirkt hat. Seine Verbindung zu der Elster hätte man besser in die Handlung einbauen können – für mich war er in dieser Geschichte eher Mittel zum Zweck. Er war Minnas Reisebegleiter, der ausgeholfen hat, wenn sie Hilfe brauchte. Gut gefallen hat mir hier hingegen die Königin, sie macht im Verlauf der Handlung eine große Wandlung durch. Ihre Person wirkte auf mich ausgereifter. Stück für Stück erfahren wir mehr über sie, über ihre Vergangenheit aber auch über ihre Gedanken. Am Anfang wirkt sie nur wie der böse Gegenpart, aber man lernt sie immer besser kennen und auch verstehen. Auch Valerian, der Gabensucher, hat mir persönlich gefallen. Ein dramatischer Charakter in diesem Fantasy- Buch, der mit seinem derzeitigen Leben hadert und ein schweres Packet schultern muss. Allgemein wirkten die Protagonisten auf mich etwas unausgereift. Hier hätten ein paar Ausführungen oder Interaktionen miteinander dem Buch gut getan.
Positiv möchte ich erwähnen, dass „Die letzte Dichterin“ ohne große Lovestory auskommt. Es werden ein paar Liebelein in die Handlung mit eingebaut, aber sie sind nicht der wesentliche Handlungsstrang. Sie sind zwar wichtig für den Verlauf der Geschichte, aber nicht der Hauptaspekt des Buches.
Die Reise nach Fernab ist leider so ein Minuspunkt für mich. Es wurde im Vorfeld betont, wie schwer es ist, diese Stadt zu finden. Für mich ging die Suche danach einfach zu problemlos, zu geradlinig. Man hätte diese Reise nutzen können, um mehr von dieser fantastischen Welt zu erfahren, Potential war auf jeden Fall vorhanden. Doch meiner Meinung nach wurde dies einfach nicht genutzt. Schade.
Das Ende hingegen konnte mich wieder überzeugen, auch eine unerwartete Wendung hält es parat. Es gibt kein klassisches Happy End. Dennoch wirkte es auch mich stimmig und hat mich als zufriedenen Leser zurückgelassen.

Insgesamt hat die Autorin Katharina Seck mit „Die letzte Dichterin“ ein solides Fantasy- Werk geschaffen. Doch leider hat es in meinen Augen ein paar Schwachpunkte. Manchmal hätten ein paar Ausführungen mehr dem Buch gut getan, hier wurde meiner Meinung nach etwas Potential nicht genutzt. Dennoch konnte es mich gut unterhalten. Hierfür möchte ich 3,5 Sterne vergeben.
Profile Image for faanielibri.
832 reviews62 followers
March 5, 2020
Nicht nur Katharina Secks Schreibstil ist verzaubernd wie immer, auch ihr neuestes Buches ‚Die letzte Dichterin‘ präsentiert sich magisch. Auch wenn es hier und da noch ausbaufähig gewesen wäre, hat es mich überzeugt und in seinen Bann gezogen.

Wer schon andere Bücher der Autorin gelesen hat, weiß was ihn erwartet: ein bildhafter, sehr poetischer Schreibstil. Die ganze Geschichte ist sehr atmosphärisch und ruhig erzählt, gefühlvoll und detailreich. Ich kann mich in den Worten richtig verlieren und genieße jedes einzelne.

Gerne möchte ich auch noch die liebvoll ausgearbeitete Karte Phantopiens, die Zeichnungen zu jedem Teil des Buches und die Auszüge aus der Historie Phantopiens erwähnen. So etwas gefällt mir immer gut und zeigt, wie viel Mühe sich mit der Gestaltung gemacht und wie intensiv sich der Autor mit seiner Welt beschäftigt auch. Die Namen der Charaktere fand ich auch genial: Minna Fabelreich, Finn Minengräber, Malwine Wüstenherz, Valerian Ohneruh, Raffgier. Sie sind so schön plakativ und passen perfekt zur Geschichte.

Protagonistin Minna, titelgebende letzte Dichterin, ist mir auf Anhieb sympathisch. Sie versucht nicht aufzufallen, mit den Schatten zu verschmelzen und das Beste aus ihrem ärmlichen Leben zu machen. Sie will den Leuten ihre Geschichten näher bringen und sie unvergessen machen, irgendwann zur größten Dichterin des Landes aufsteigen. Wie könnte sie da eine Einladung der Königin ablehnen, die zum großen Dichterwettstreit aufruft? Doch wie soll sie Fernab finden, den einzigen Ort Phantopiens, an dem die Magie noch nicht verschwunden ist?

Gott sei Dank bekommt sie Finn zur Seite gestellt, ein bisher nicht ganz so erfolgreicher Schatzsucher, der von den anderen seiner Zunft wegen seiner verkümmerten Hand als unwürdig angesehen wird. Doch er will beweisen, dass er mehr kann, als sie von ihm erwarten. Wäre da ein Besuch der legendären magischen Stadt Fernab nicht der beste Beweis?

Nach einigen Unstimmigkeiten zwischen Minna und Finn machen sie sich schließlich auf den Weg nach Fernab. Ich liebe es ja, wenn Protagonisten auf Reisen gehen. Noch dazu wird eine Karte zur Verfügung gestellt. Und dann sind sie schwuppsdiwupps am Ziel angekommen. Das fand ich so schade, gerne hätte ich mehr von ihrer Reise gelesen, Phantopien besser kennengelernt, seine Bewohner und Bräuche.

Fernab selbst lernen wir als Leser schon sehr früh können. Neben Kapiteln von Minna und Finn bekommt auch die Königin Phantopiens eine eigene Sichtweise. Ich wusste zu Beginn nicht, was ich von ihr halten soll. Sie wirkt unnahbar und skrupellos und gibt sich sehr geheimnisvoll hinsichtlich ihrer Pläne. Doch schon bald wird klar, dass ihr Vorhaben düster ist und Gefahr bedeutet.

Der Plot ist spannend und schlüssig, mit einer sehr überraschenden Auflösung, die mir aber recht gut gefallen hat. Es wurde auch nicht auf Biegen und Brechen eine Liebesgeschichte konstruiert, sie hätte auch nicht wirklich gepasst. Und doch wäre die Geschichte ausbaufähig gewesen. Neben einer detaillierteren Beschreibung der Reise, von Land und Leuten, hätte ich mir auch noch gewünscht, das Magiesystem besser kennenzulernen. Wie hat die Magie funktioniert, wer konnte sie ausüben? Einfach, um als Leser noch mehr in das Land, in die Geschichte eintauchen zu können. Und um den traumhaften Schreibstil noch ein paar Seiten lang mehr lesen zu können. 4 Sterne.
Profile Image for Letanna.
1,949 reviews60 followers
April 10, 2020
Da die Magie in Phantopien langsam versiegt, will die Königin diese wieder zurück holen. Dabei geht sie Wege, die recht brutal sind, denn sie lässt durch ihren Gabensucher die letzten Magiebegabten suchen, um ihnen ihre Fähigkeiten zu nehmen. Eine davon ist die Dichterin Minna Fabelreich, die von all dem nichts ahnt, als sie eine Einladung für einen Dichterwettbewerb in die Hauptstadt Fernab erhält.

Die Autorin entführt uns in ihrer Geschichte in die Welt Phantopien, einer Welt, die ihre Magie verliert. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von verschiedenen Personen, wobei Minna und der Schatzsucher Finn sowie die Königin und der Gabensucher den größten Teil der Handlung übernehmen.

Eigentlich erzählt die Autorin sogar zwei Geschichte, einmal geht es um die Reise von Minna und Finn nach Fernab und zum anderen geht es um die Königin und den Gabensucher. Mir hat die Idee zu dieser Geschichte umheimlich gut gefallen. Phantopien ist auf jeden Fall eine sehr faszinierende Welt.

Auf der einen Seite sind da Minna und Finn. Ich muss gestehen, dass die beiden nicht wirklich eine Gemeinschaft bilden. Jeder macht hier sein eigenes Ding, was ich persönlich schade fand. Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden ein Team bilden. Viel interessanter fand ich dagegen die Königin und den Gabensucher. Die beiden haben eine gemeinsam Vergangenheit, von der mehr erst im Laufe der Geschichte erfährt. Ihr Zusammenspiel fand ich unglaublich spannend und interessant. Eine Liebesgeschichte gibt es übrigens nicht.

Das Ende hat mich auf jeden Fall sehr überrascht Die Handlung ist übrigens am Ende abgeschlossen. Insgesamt gibt es von mir 4 von 5 Punkte.
Profile Image for Lea.
368 reviews30 followers
June 26, 2021
"Die letzte Dichterin" lief mir vor einiger Zeit über den Weg und kam direkt auf meine Want to read-Liste. Jetzt hatten eine Freundin und ich es für unseren Buddyread ausgewählt.

Was mich von Anfang an begeistert hat ist der Fakt, dass die Fantasie in dieser Geschichte und der dazugehörigen Welt einen sehr hohen Stellenwert hat. Die Menschen Phantopiens haben nämlich die Magie nach und nach verloren, weil sie immer weiter auf die Produktivität und weniger auf die Fantasie und die Künste gesetzt haben.
Besonders spannend finde ich diese Entwicklung in Bezug auf unsere heutige Welt. Ich finde, da lassen sich durchaus Parallelen entdecken...

Die Protagonistin Minna war mir von Anfang an sympathisch. Sie kämpft für die Fantasie und möchte mit ihren Geschichten das Leben der Menschen ein bisschen schöner machen. Dass diese Geschichten und Gedichte im Buch nicht nur beiläufig erwähnt, sondern auch ausformuliert werden ist ein weiterer Pluspunkt.

Auch die anderen Charaktere konnten mich von sich überzeugen. Diese sind vielschichtig angelegt und haben alle ihre Stärken und Schwächen. Besonders spannend fand ich den Gabensucher.

Das Ende der Geschichte war nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen und damit sehr authentisch.
Da aber der bekannte i-Punkt fehlte möchte ich dem Buch 4,5 Sterne geben.
Allen die gerne Träumen und für die Geschichten und Fantasie ein hohes Gut sind würde ich dieses Buch empfehlen.
Profile Image for mali.
273 reviews2 followers
May 14, 2023
Das Buch hat mich leider nicht mitgenommen. Zum einen fand ich die Charaktere zu unausgebaut und konnte nicht mit ihnen mitfühlen, auch weil das Buch auf so viele Charaktere aufgeteilt war und zum anderen war der Anfang und die Mitte sehr langatmig. Das Ende war ziemlich gut, fand es aber auch sehr schade, dass die beiden Hauptcharaktere am Ende getrennte Wege gegangen sind und alles genauso war wie vorher nur dieses Mal mit einem geplatzten Traum.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Lina Lintu.
Author 3 books8 followers
June 17, 2022
Die erste Hälfte des Buches zieht sich. Die Handlung plätschert vor sich hin, langatmig und vorhersehbar, wenn man den Klappentext gelesen hat.
Aber ziemlich genau ab der Hälfte wird es dann besser. Die Geschichte wird spannender, die Charaktere vielschichtiger, die Motivationen grauer.
112 reviews18 followers
July 11, 2021
Die Geschichte in "Die letzte Dichterin" hat mir sehr gur gefallen.
Die Autorin hat tolle und spannende Charaktere ins Leben gerufen und diese auch sehr gut beschrieben und auch die verschiedenen Orte wurden sehr gut beschrieben. Sodass man als Leser das Gefühl hatte mitten drinne zu stehen.
Dem Buch gebe ich trotzdem "nur" 4 Sterne, da es trotz allem für mich kein großes Highlight gab. Einige Ereignisse wurden im Vorwege spannender beschrieben, als sie es dann letztendlich waren und sie gingen dann doch schneller vorbei als erwartet. Das fand ich an einigen Stellen schade, aber ansonsten ist es ein klasse Buch was sehr zu empfehlen ist.
Profile Image for Sofia.
445 reviews18 followers
March 12, 2020
Aufmachung:
Ich finde das Cover wirklich schön: Es ist einfach, aber dennoch so besonders und passend zum Inhalt: Man sieht einen Teil einer Stadt, eine Frau mit Mantel, die diese betritt, und das Ganze scheint quasi aus dem aufgeschlagenen Buch unten zu kommen.
Die Symbolik des Covers ist eindeutig; es spiegelt die Bedeutung, die Geschichten für das Buch (und wahrscheinlich auch in echt 😉) haben, wider.
Der Titel ist ebenfalls simpel, aber könnte nicht passender sein.
Besonders gut haben mir die Karte Phantopiens und die Playlist am Anfang des Buches gefallen. Ich liebe Karten in Fantasybüchern, weil ich mir die Welt dann so viel besser vorstellen kann, und auch, wenn ich beim Lesen keine Musik höre, finde ich Playlisten ebenso toll, weil die Lieder in der Regel alle eine besondere Bedeutung für das Buch haben.

Meine Meinung:
Also, ich werde mich in dieser Rezension wohl oft wiederholen, denn eigentlich könnte ich auch einfach sagen: Die letzte Dichterin wird definitiv eins meiner Jahreshighlights!
Allerdings würde dieser einfache Satz auch dem Meisterwerk, das dieses Buch eindeutig ist, nicht gerecht werden. Deshalb hole ich mal etwas weiter aus!
Ganz zum Anfang fällt schon der tolle Schreibstil auf. Er ist unglaublich märchenhaft, leicht und flüssig zu lesen. Man fliegt nur so über die Seiten, ohne zu merken, wie viel man schon gelesen hat. Wirklich selten sieht man so einen guten Schreibstil, bei dem einem das Talent der Autorin schon ins Gesicht springt.
Katharina Seck schreibt hier über das Schreiben, und nur wer ebendas gut beherrscht, kann auch überzeugend davon schreiben. Ich kann nicht anders, als zu sagen, dass ich verliebt bin. Die letzte Dichterin wird ganz eindeutig nicht das einzige Buch der Autorin gewesen sein, das ich gelesen habe! ♥
Das Setting ist ebenso märchenhaft, wie Secks Schreibstil. In Phantopien ist zwar die Magie quasi ausgestorben, aber das macht die Orte dort nicht weniger magisch. Gebiete wie der Nymphorawald, die Wanderprärien oder auch die Stadt Fernab sind allesamt etwas Besonderes und Einzigartiges. Man kann sich die verschiedenen Orte sehr gut vorstellen, und auch, wenn von ihnen nicht wenig Gefahr ausgeht, möchte man unbedingt selbst dorthin reisen und sich alles einmal tatsächlich angucken. Auch hierbei merkt man, wie viel Talent und Fantasie die Autorin hat; das hat mich wirklich beeindruckt.
Am meisten haben mir jedoch die vielen unterschiedlichen Charaktere gefallen.
Minna Fabelreich und Finn Minengräber (ich liebe übrigens auch die Namensgebung!) sind unsere beiden Protagonisten, die einem auf unterschiedliche Weise sofort ans Herz wachsen.
Minna ist zwar einerseits eher zurückhaltend, aber man merkt dennoch des Öfteren, wie mutig sie ist. Sie ist bereit, alles für ihre Träume zu tun, und lässt sich trotz einiger Rückschläge nicht unterkriegen. Teilweise ist sie zwar etwas naiv, aber das kann man ihr nicht böse nehmen. Minna glaubt selbst in den unmöglichsten Situationen noch an das Gute und an Magie und gibt dem Leser dadurch Hoffnung, selbst den Glauben nicht zu verlieren. Mit Minna als Protagonistin bekommt man Mut zu träumen und an seinen Träumen festzuhalten, egal, was das Leben oder andere Personen einem in den Weg stellen.
Finn hat keine einfache Vergangenheit und bisher einen eher schlechten Umgang, der ihn zu Handlungen gezwungen hat, die er eigentlich nicht begehen wollte. Er schafft es, seinen Träumen dennoch hinterherzujagen und sich von seinem bisherigen Umfeld zu lösen. Dabei verfällt er öfter immer noch in alte Verhaltensmuster, von denen er immer mehr Abstand nimmt, da er mehr und mehr den Mut bekommt, Entscheidungen gegen das zu treffen, was er gewohnt ist.
Finn sind seine Ziele zwar sehr wichtig, aber er ist trotzdem bereit, alles für Minna zu riskieren. Dabei fand ich es sehr erfrischend, dass die beiden nur Freunde sind. Das passt zu ihrem Charakter als Einzelgänger; jegliche Liebesduselei zwischen den beiden hätte sich falsch angefühlt. Das zeigt, wie gut die Autorin ihre Figuren kennt. 😊
Die Königin, Malwine Wüstenherz, ist meiner Meinung nach die wohl interessanteste Figur des Buches. Die ganze Zeit fragt man sich als Leser: Was treibt sie an? Was ist wirklich mit ihrer Mutter passiert? Ist sie tatsächlich so böse, wie sie scheint, oder steckt da vielleicht doch noch etwas Gutes in ihr?
Man kann sich trotz all ihrer schrecklichen Taten einfach nicht vorstellen, dass sie bloß die „Böse Königin“ sein soll, wie man sie aus so vielen Märchen kennt. Man vermutet, dass mehr hinter ihrer Person steckt, weiß aber bis zum Ende nicht, wie man sie letztlich einschätzen soll. Als Leser kann man sich – auch wenn nicht all ihre Motive wirklich klar sind – sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Trotzdem bleiben ihre wahren Pläne bis zum Ende verhüllt, und man stellt sich stets all die Fragen. Die Königin ist einerseits unnahbar aber auf der anderen Seite gleichzeitig so nachvollziehbar. Dieser Kontrast macht sie für mich zu der interessantesten Figur von Die letzte Dichterin.
Auch Valerian, ihr Gabensucher, ist facettenreich, und man weiß nicht so recht, wie man ihn einordnen soll. Er hat mit der Königin offensichtlich eine gemeinsame Vergangenheit, aber bis zum Schluss weiß man nicht, was passiert ist, woher ihr gegenseitiger Hass kommt und wieso sie überhaupt zusammenarbeiten. Das einzige, was man weiß, ist, dass er in einem Dilemma mit der Königin steckt. Nur brotkrümelhaft werden die Einzelheiten aufgedeckt.
Galvan, der Hofdichter, ist eine ebenso undurchsichtige Person. Bei ihm weiß man nun überhaupt nicht, was man von ihm halten soll. Sein zweideutiges Handeln lässt einen sogar an den eigenen Zweifeln zweifeln.

Fazit:
Bei Die letzte Dichterin gibt es Fragen über Fragen. Die Charaktere sind alle miteinander verbunden, aber bis zum Schluss kennt man nicht alle Einzelheiten über ihre Schicksale. Niemand ist so, wie er scheint. Es spricht hier Vieles für das Talent der Autorin, aber vor allem ihre Fähigkeit, einzigartige, facettenreiche Charaktere zu schaffen, deren Handlungen man nie vorhersehen kann.
Das, ihr märchenhafter Schreibstil und fabelhaftes Worldbuilding machen Die letzte Dichterin nicht nur zu einem absoluten Pageturner und damit zur klaren Leseempfehlung, sondern auch zu einem Jahreshighlight für mich. Ich würde sogar guten Gewissens soweit gehen und sagen, hierbei handelt es sich um ein Meisterwerk. Wenn ich könnte, würde ich unendlich viele Lesehasen vergeben. Aber das geht nicht, also gibt’s nur die volle Punktzahl.
Profile Image for Memi.
291 reviews
March 7, 2020
Kann leichte Spoiler enthalten :)

Ganz kurz zum Inhalt. In dem Buch geht es um Minna Fabelreich, die in einer Welt lebt, welche einst voller Magie war. Doch ist diese nun aus der Welt verschwunden und nur die Stadt Fernab besitzt noch welche. Und ausgerechnet die Königin dieser Stadt, verbirgt ein dunkles Geheimnis, welches nicht nur Minna, sondern auch ganz Phantopien in Gefahr bringt.

Dies ist das erste Buch, welches ich von der Autorin lese, aber es wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein. Das Buch hat mich echt begeistert. Der Schreibstiel war einfach klasse und hat perfekt die märchenhafte Atmosphäre rübergebracht. Die gefühlvolle und detaillierte Beschreibung, hat einen einfach in den Bann gezogen.

Auch die einzelnen Charaktere fand ich klasse. Minna die Protagonisten und letzte Dichterin, war mir super sympathisch. Sie war nicht das typische Mädchen, welches auf andere angewiesen war, um in der Welt zu überleben. Sie eine Kämpferin, welche sich mit ihren Worten zu Verteidigen weiß.
Und doch steht ihr zum Glück Finn zur Seite.
Er ist ein Schatzsucher, welcher sich erst noch beweisen muss und alle dafür tut, um aus dem Schatten seiner Familie rauszukommen. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche nach Fernab … ob sie am Ende ihr Ziel erreichen? Was mir auch gut gefallen hat, ist die Tatsachen dass die Autorin nicht auf Zwang versucht hat, zwischen Minna und Finn eine Liebesbeziehung zu erschaffen. Sie waren einander wichtiger aber als gute Freunde.

Was ich etwas schade fand, war dass die Reise meiner Meinung leider viel zu schnell zu Ende war und sie ihr Ziel erreicht haben. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr von Phantopien gesehen und die Welt außerhalb von Fernab kennengelernt.
Fernab selber lernen wir sehr gut kennen und das schon relativ früh. Durch die verschiedenen Perspektiven im Buch, bekommen wir schon zu Beginn einen Einblick in die Stadt.

Die verschiedene Perspektiven fand ich übrigens echt klasse. Es war super interessant die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven zu erfahren und doch bis zum Ende einige Rätsel zu haben. Außerdem haben die verschiedenen Sichtweisen dafür gesorgt, dass die Spannung nicht verloren geht, da immer neue Informationen ans leicht gekommen sind und man alles etwas Zusammensetzen musste.

Noch kurz zum Cover, denn das finde ich einfach klasse! Es ist nicht nur ein echter Blickfänger, sonder passt auch einfach super zur Story. Selten sehe ich Cover, welches die Story so gut widerspiegelt.

Fazit

Die Story ist spannend und der Plot hat eine überraschende Auflösung, mit der ich nicht gerechnet habe. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und doch gab es manchmal Stellen, an den sich die Story etwas gezogen hat. Außerdem hätte ich gerne mehr über die Magie selber erfahren (wie funktioniert sie? Wer war in der Lage sie zu benutzen? Und wie konnte man sie benutzen?). Außerdem hätte ich gerne auch von dem Land noch mehr gesehen. Auch hätte ich sehr gerne gesehen wie Valerian und seinem Bruder gesehen.
Das Buch hat mir aber trotz allem sehr gut gefallen und ich war etwas traurig, dass ich mich schon von den Charakteren verabschieden musste. Von mir gibt es 4 Sterne.
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March 23, 2020
Mina Fabelreich ist Dichterin und Geschichtenerzählerin aus Leidenschaft und hofft darauf, eines Tages in Fernab, jener Stadt in Phantopien, in der die letzte Magie des Landes zu Hause ist, auftreten zu können. Zu ihrer Freude erhält sie tatsächlich eine Einladung zum Dichterwettstreit, den Königin Malwine Wüstenherz ausrichtet. Lediglich finden muss sie die Stadt, die für alle Fremden unsichtbar ist. Der jungen Frau wird bald klar, dass sie ihr Ziel nur in Begleitung von Schatzsucher Finn Minengräber, der seine eigenen Träume hat, gelangen kann und macht sich gemeinsam mit ihm auf den Weg. Werden sich in Fernab die Wünsche der beiden erfüllen?


„Die letzte Dichterin“ von Katharina Seck ist eine fantastische Geschichte, die einen durch die Schilderung aus wechselnden Blickpunkten von Anfang an in das Geschehen einbindet, obwohl sie im Großen und Ganzen eher mit leisen Tönen daherkommt und erst im letzten Drittel mit überraschenden, lebhaften und intensiven Szenen aufwartet.

Die Autorin beweist mit ihrer Idee eines Phantopiens, dem die Magie verloren geht, Kreativität. Die Veranschaulichung einer Welt und ihrer Bewohner, zeugt von Vielfalt, hätte allerdings durchaus ab und an umfassender gestaltet werden können. Es ist jedoch eine Freude, der detaillierten, bildintensiven und stimmungsvollen Erzählweise zu folgen, die sich in einem poetischen und atmosphärischen Rahmen nicht nur ihrer Heldin Minna widmet.

Hervorzuheben sind die sorgfältig entwickelten Charaktere der Geschichte, zu denen insbesondere die ehrgeizige Königin gehört, die anfangs mit einer Darstellung als das personifizierte Böse auftritt und im Verlauf des Geschehens aufschlussreiche Facetten offenbart.

Daneben begeistert Minna mit ihrer Leidenschaft und ihrem Enthusiasmus für das Dichten, ihrer Zurückhaltung und ihrem Bestreben, mit ihrer Kunst bei den Menschen etwas zu auszulösen. Sie kann ihre Zuhörer in den Bann ziehen, weil sie über eine besondere Form von „Magie“ verfügt. Für ihren Begleiter Finn verkörpert sie die Hoffnung, dass die alten Werte Phantopien nicht gänzlich untergegangen sind. Dass es noch Menschen gibt, denen es Ansehen und Reichtum nicht wichtig sind, denen es gleich ist, ob ihr Spiegelbild attraktiv oder unvollkommen ist, die nicht mitleidig auf verkrüppelte Menschen wie ihn herabsehen. Minna zeigt, dass Geschichten und alte Bücher bedeutsamer sind als Goldkugeln und Diamantschmuck, dass man auch den sternfernen Träumen folgen und an seinen Überzeugungen festhalten kann und nicht an den Werten festhalten muss, die Gewohnheit und Misstrauen vor Veränderung vorgeben.

Finn und seine Elster Schwarzklaue erobern schnell das Herz. Der junge Mann mit seiner verkrüppelten Hand ist einer jener Menschen, die nicht perfekt sind und ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben. Auf der Suche danach verläuft nicht alles glatt, und viele Stolperfallen kreuzen seinen Weg. Aber Finn möchte wie Minna seine Träume verwirklichen, und darum agieren die beiden auch mit einer gewissen vorwärtstreibenden Kraft miteinander.

„Die letzte Dichterin“ von Katharina Seck besticht mit einem fantasievollen, durchdachten Plot und ausgezeichneten Charakterstudien, wodurch in der Gesamtbetrachtung ein Lesevergnügen der besonderen Art geboten wird.

4,5 Sterne
107 reviews
March 10, 2020
Dieses märchenhafte Buch habe ich in einer Leserunde mit der Lesejury gelesen und ich war sehr verliebt. Das Cover ist zwar relativ schlicht aber dennoch ansprechend. Es wäre zwar kein Coverkauf geworden, ich fand es jedoch nichtsdestotrotz gut gestaltet. Mir hat vor allem aber auch der Titel "die letzte Dichterin" sehr gut gefallen und auf das Buch aufmerksam werden lassen. Phantopien, der Ort an dem die Geschichte spielt, gefällt mir sehr gut. Man erfährt nur von den für die Geschichte wichtigen Orten und von anderen nur am Rande erwähnt aber mehr war auch nicht notwendig für die Fantasie. Die Stadt "Fernab", in der ein großer Teil der Geschichte spielt, hat mich richtig in ihren Bann gezogen und ich fand es schön während des Lesens durch ihre Straßen zu schlendern. Mich hat es sehr gefreut, dass dies mal wieder eine Fantasy Geschichte war, welche nicht wirklich im Vergleich mit anderen steht, da es so eine Idee bisher einfach noch nicht gab. Katharina Seck hat eine komplett neue Idee entwickelt und diese wunderbar verpackt. Ich liebe das märchenhaft an der Geschichte, welches durch die wunderbaren Namen der Protagonisten ("Finn Minengräber" "Valerian Ohneruh" "Minna Fabelreich",...) und natürlich die "böse" Königin unterstrichen wird. Auch der Schreibstil der Autorin erinnerte mich an ein Märchen, was das komplette Buch für mich sehr stimmig machte. Man liest die Geschichte aus den Perspektiven der verschiedenen Hauptprotagonisten. Manche Sichten werden öfter eingenommen andere nur selten um das Geschehen abzurunden und auch eine andere Sichtweise kennenzulernen. Das ist im Allgemeinen meine liebste Art und hat mir auch in diesem Buch wieder richtig gut gefallen und mich bestätigt darin, dass durch diese Sichtweise viel Hintergrundwissen spielerisch eingebaut werden und eine hohe Spannung aufgebaut werden kann. Auch die Charaktere mochte ich sehr gerne. Alle müssen auf ihre Art und Weise versuchen durch ein hartes Leben zu kommen ohne dabei den Verstand zu verlieren oder anderen zu schaden. Und jeder begeht Fehler, welche er im Nachhinein bereut und wieder gut zu machen versucht. Es gab gut gesetzte Plot Twists und der Spannungsaufbau war wunderbar gesetzt. Ich konnte oft nicht aufhören zu lesen und wollte gerne mehr erfahren, musste aber warten bis der nächste Teil der Leserunde angesetzt war. Mehrfach habe ich mich beispielsweise gefragt ob die Königin wirklich so böse ist, wie sie scheint oder etwas viel größeres hinter ihrer Fassade steckt. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war dass dieses Buch nicht unnötig mit Liebesgeschichten gefüllt war. Es gab wohl Liebschaften, welche auch erwähnt wurden und eine wichtige Rolle im Buch spielten, jedoch wurden diese nicht unnötig ausgeschmückt oder in die Länge gezogen erwähnt, sondern der Fantasy-Part stand stets im Vordergrund.


Fazit:

Ein märchenhaft schönes, spannendes und absolut gelungenes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Auf jedenfall werde ich nun noch weitere Bücher von Katharina auf meine Wunschliste setzen und lesen.
Profile Image for Frank Lang.
1,366 reviews15 followers
March 10, 2020
Die Macht des Wortes wörtlich zu nehmen, ist wahrlich keine neue Idee, aber es wird immer wieder anders umgesetzt. Katharina Seck hat in ihrem Fantasy-Roman eine Ode an die Kunst verfasst, wobei es in der Darstellung der Geschichte sicherlich Luft nach oben gibt.

Einfach Fantasy

Ich finde es grundsätzlich gut, wenn der Leser direkt in die Geschichte geworfen wird und sich ihm die Welt erst im weiteren Verlauf offenbart wird. In diesem Roman kommt dies aber viel zu spät. Erst im letzten Viertel kommt die Erzählung richtig in Schwung und es macht Spaß am Geschehen teilzuhaben. Ähnlich sah das wohl auch der Verfasser des Klappentextes, denn bis zum geschilderten Moment ist man nämlich am letzten Viertel angelangt und dann ist das Buch quasi auch schon zu Ende.

Die Welt hätte nach meinem Gefühl ein bisschen besser ausgearbeitet werden dürfen, denn sie hat durchaus viel Potential. Die Erzählweise ist relativ simpel gehalten und nicht derart wortgewaltig, wie ich es von anderen Fantasy-Romanen kenne. Das könnte erklären, weshalb dieses Buch vom Verlag als Fantasybuch für Jugendliche ab 16 Jahren eingeordnet wird, wobei es nach meinem Dafürhalten ein bisschen mehr Anspruch für diese Altersgruppe sicherlich sein darf.

Die Geschichte wird sehr linear erzählt, wobei die Erzählperspektive zwischen den einzelnen Figuren springt. Dabei wird die Geschichte oftmals von einer Figur direkt an die andere übergeben. Allerdings hat sich mehr sehr oft der Gedanke aufgedrängt, dass die Wahl der Ich-Perspektive vielleicht besser gewesen wäre. Üblicherweise nehme ich die Erzählperspektive als gegeben hin, aber bei der Wahl der Dialoge und Sichtweisen hat sich mir der Gedanke immer wieder aufgedrängt.

Fazit

“Die letzte Dichterin” ist kein überragendes Fantasybuch und an vielen Stellen hätte der Geschichte ein bisschen Feinschliff gutgetan. Es ist sicher kein schlechtes Buch und besitzt das Potential, den Leser für sich zu vereinnahmen. Es konnte mich unterhalten, ohne mich gleich vom Hocker zu reißen. Auf jeden Fall ist es aber eine Würdigung der Künste im Allgemeinen und Besonderen.
Profile Image for Catia.
93 reviews1 follower
March 18, 2020
Zum Inhalt (Klappentext):

Die Magie in Phantopien ist verschwunden. Nur in der Stadt Fernab gibt es noch Magie. Einmal hier aufzutreten - davon hat die Dichterin Minna Fabelreich immer schon geträumt. Aber Fernab darf nur betreten, wer eine Einladung besitzt. Minna kann ihr Glück daher kaum fassen, als sie eines Tages eine Einladung zu einem Dichterwettstreit bekommt. Zusammen mit dem Schatzsucher Finn macht sie sich auf den Weg. Doch in Fernab entdecken die beiden, dass ausgerechnet die Königin hinter der kunstvollen Fassade der Stadt eine dunkle Kraft verbirgt, die ganz Phantopien bedroht. Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können.


Meine Meinung:

Es ist mein erstes Buch von Katharina Seck und ich muss sagen, dass ich mich direkt in ihr Schreibstil verliebt habe. Er ist wirklich toll und super schön. Ich finde es auch toll, welche Namen sich die Autorin für die Charaktere und Orte der Welt ausgedacht hat wie Minna Fabelreich, Finn Minengräber oder auch die Stadt Fernab. Es ist sehr poetisch und irgendwie schön.

Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Charaktere erzählt, obwohl die Sicht von Minna, Finn und der Königin im Vordergrund stehen. Dabei wird in der 3. Person erzählt, aber die Gefühle der einzelnen Charaktere werden trotzdem deutlich. Die Kapiteln sind recht kurz, wodurch häufig die Sicht gewechsel wird. Ich fand das gut, da ich eher kürzere Kapitel bevorzuge. Ich habe dann so das Gefühl, dass ich schnelle voran komme.

Aus Spoliergründe möchte ich nicht viel zu der Handlung sagen, außer das den Leser einige Überraschungen erwarten. Das Tempo der Geschichte ist insgesamt ziemlich hoch, was ich persönlich aber nicht schlimm fand. Darunter leidet jedoch in einigen Bereiche die Details und auch ein bisschen die Charaktertiefe. Mich hat dies aber hier überhaupt nicht gestört.

Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde bei lesejury.de gelesen habe, weiß ich, dass einige Mitleserinnen das Ende nicht so toll fanden, da sie sich ein anderes Ende gewünscht habe. Ich bin aber mit diesem Ende mehr als zufrieden, denn die Autorin hat sich was getraut und es ist keineswegs klischeehaft. Das ist für mich wirklich ein riesiger Pluspunkt.

Wer jetzt ein super krasses Magiesystem erwartet, wird hier enttäuscht werden. Das Magiesystem wird nicht wirkich klar. Es wird auch nicht richtig klar, was die Magie alles kann. Aber die Idee hinter Magie ist außergewöhnlich und wirklich schön, deswegen hat es mich nicht gestört, dass das Magiesystem an sich eher eine unwichtigere Rolle spielt.

Die Charaktere sind vielfältig und die Motivation der einzelnen, dass Auswirkungen auf deren Charakter hat, wird gut klar. Das fand ich gut dargestellt.

Für ein EInzelband hat mir "Die letzte Dichterin" wirklich gut gefallen. Im Fantasy-Bereich sind Einzelbänder eher eine Seltenheit, deswegen ist es umso schöner, dass dieses hier so gut gelungen ist. Für mich war es insgesamt stimmig und es hat mich sehr gut unterhalten können. Obwohl es ein Einzelband ist, hat es einiges an Tiefe und es wird deutlich, dass die Autorin sich viele Gedanken gemacht hat. Wirklich toll.
Profile Image for Susanne Krajan.
1,240 reviews9 followers
March 27, 2020
Das Buch hat mich vom Thema her absolut angesprochen und auch das Cover ist genau meins. Doch am Ende war es leider nicht so ganz nach meinem Geschmack. Wieso versuche ich mal zu erklären.

Die Autorin hat einen detailreichen Schreibstil, was einerseits wirklich toll ist, andererseits aber zu echten Längen führt. Zumindest ging es mir so.

Minna ist die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns und besitzt eine Gabe, die sie mit den Menschen und der Welt teilen will. Sie will mehr vom Leben und so zieht es sie zu der Hauptstadt Fernab, die sie unbedingt sehen und erleben will. Mit diesem Plan im Kopf zieht sie Nachts los und tritt so ihre Reise an. Auf dieser Reise trifft sie auf den Schatzsucher Finn. Diese ist zusammen mit seinem Onkel und noch 2 weiteren Männern unterwegs. Statt allerdings schätze zu suchen, sind sie eher Diebe und kippen sich gern mal einen hinter die Binde. Minna und er schließen einen Deal und reisen somit gemeinsam weiter. Das Abenteuer konnte beginnen.

Bis in den mittleren Teil, konnte mich das Buch noch ganz gut unterhalten, aber ab dann wurde es mir einfach zu ausschweifend und langatmig. Es wird zu detailreich, was für mich einfach den Lesefluss unterbrochen hat. Man muss sich halt echt zwingen dran zu bleiben und nicht das Handtuch zu werfen. Immerhin wird es gegen Ende wieder besser. Hier kommt dann die Spannung, die vorher gefehlt hat.


Fazit

Das Buch wird seiner Leser finden, aber mich konnte es leider nicht so wirklich begeistern. Das Potential ist definitiv da, aber es wurde meiner Meinung nach nicht richtig genutzt. Die Langatmigkeit im Mittelteil sorgte für mich eindeutig dafür, dass der Lesespaß abflaut und auch wenn sich das zum Ende hin wieder bessert, konnte mich "Die letzte Dichterin" leider nicht überzeugen. Von mir gibt es daher nur 3 Sterne.
Profile Image for Buch Versum.
1,741 reviews12 followers
July 8, 2020
…fantasievoll, leider aber nicht von der tollen Idee überzeugt…

Das Cover hat mich fasziniert, so dass ich zu dem Buch gegriffen habe und mich voller Vorfreunde darauf gestürzt habe.

Die Geschichte beginnt mit den drei Protagonisten, die einen in ihrer Vielschichtigkeit überraschen, viel Platz zu spekulieren lassen und einen in der Geschichte einnehmen. Jedoch die Grenzen von Gut und Böse aufzeigen und diese auch innerhalb der Welt, wo die Fantasie und schöne Künste abhanden gekommen sind. Der Kampf bzw. der Weg dazu wird durch Poesie und tolle Geschichten beschrieben.

Das Buch ist in die jeweiligen Perspektiven der Charaktere eingeteilt und zeigt uns deren Gedanken als auch Gefühle, so dass man mehr von diesen erfahren will und so schnell wie möglich zum Ende hin fiebert.

Die Autorin hat ein wundervolle und fantasiereiche Welt voller Gefahren erschaffen, jedoch mich leider nicht ganz gepackt hat, ziemlich langatmig war, da viele Details unwichtig und andere besser beschrieben hätten sein können.
Zum Schluss hin wurde es sehr aufregend, jedoch konnte ich nicht ganz abschließen und hätte mich gern über noch ein Kapitel mehr gefreut.
Dies hat das Lesevergnügen abgeschwächt, so dass ich gut unterhalten, eingenommen über die Idee und den magischen Inhalt zurück bleibe.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag.
Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.

#DieletzteDichterin
#KatharinaSeck
#BasteiLübbe
#werbung
Profile Image for coala.
1,398 reviews5 followers
May 4, 2020
Ein fantastisches Abenteuer

"Die letzte Dichterin" überzeugt mit einer fantastischen atmosphärischen Geschichte, wenn der Leser nach Phantopien entführt wird. Magie und schöne Künste sind dort quasi verschwunden und die Dichterin Minna Fabelreich durchs Land auf der Suche nach ihrer Bestimmung. Als sie eines Tages auf den Schatzsucher Finn Minengräber trifft, führt sich der gemeinsame Weg in die sagenumwobenen Stadt Fernab, die allen andere als leicht zu finden ist.
 
Die Autorin versteht es wirklich gut, eine tolle Atomsphäre zu schaffen und Orte werden quasi lebendig beim Lesen. Die Charaktere Finn und Minna schließt man schnell ins Herz und haben auch mehr gemein, als sie selbst denken. Beide müssen für sich und ihr Leben am unteren Ende der Rangfolge kämpfen und haben schon viel Elend erlebt. Mit Ecken und Kanten werden auch sie sehr schön greifbar und man erlebt gerne gemeinsam mit Ihnen die abenteuerliche Suche nach Fernab. Die Autorin hat auf jeden Fall nicht an Ideen gespart und vor allem die Namen von Orten und Figuren find ich einfach richtig klasse. Zunächst vorhersehbar, kann die Geschichte dennoch überraschen und bietet ein wirklich geniales überraschendes und dramatisches Ende.
 
Ein wunderbarer Roman mit tollen Ideen und Figuren. Die Autorin hat auf jeden Fall ein besonders Händchen, Ort zum Leben zu erwecken und bietet dem Leser ein aufregendes Abenteuer. Mich würde es freuen, wenn ich irgendwann noch einmal nach Phantopien zurückkehren dürfte.
85 reviews1 follower
April 13, 2020
Die Idee der Geschichte war gut, leider konnte die Umsetzung mich nicht überzeugen. Viele Passagen waren langatmig und ich musste mich ganz schön anstrengen, das Buch zu Ende zu lesen. Mir fehlte definitiv der Witz und die Spannung.

Die Charaktere sind eher eindimensional. Nahezu jede Figur scheint als Hauptmotivation zu haben, sich von ihren Eltern und den Erwartungen der Gesellschaft emanzipieren zu wollen. Minna ist beispielsweise die Tochter eines angesehenen Handelsmannes, möchte sich aber lieber als herumreisende Dichterin verwirklichen. Das wiederum ist mit Armut und Unsicherheit verbunden, weil sich die Phantopier von den Künsten abgewandt haben und die Dichterei nicht mehr zu schätzen wissen. Allerdings ist sowohl der erste Auftritt, bei dem wir sie begleiten, von Erfolg gekrönt, die Menge tobt. Und auch im Verlauf des Buches sind alle direkt ergriffen von Minnas Dichtkunst. Man hat bei Minna eher den Eindruck, dass es doch ganz gut läuft mit der Dichtkunst. Die Figur von Minna hätte mMn die Hintergrundgeschichte nicht gebraucht, denn so wird sie nur unglaubwürdig. Ähnliches gilt für ihren Begleiter.

Der Erzählstil ist bemüht poetisch. Schiefe Metaphern und langatmige innere Monologe der Charaktere nehmen der Geschichte die Spannung.

tl;dr: Hätte ein nettes, verträumtes Märchen werden können. Leider mit erzählerischen und handwerklichen Schwächen.
Profile Image for Timea.
219 reviews1 follower
March 13, 2020
Was mich bei diesem Buch sofort angesprochen hat, war das Cover - das Farbschema ist einfach meins! Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dieses Buch als Rezensionsexemplar auf Netgalley gewonnen zu haben!
Die Geschichte handelt in Phantopien, einem Land, dessen Magie langsam über die letzten Jahre verschwunden ist. Auch die Wertschätzung der Kunst ist über die Zeit versickert, weshalb Minna Fabelreich als Dichterin Schwierigkeiten hat, sich über Wasser zu halten. Der Schatzsucher Finn Minengräber hat ebenfalls mit seiner Zeit zu kämpfen, denn alle Schätze, mit denen er seiner Familie seinen Wert beweisen könnte, sind schon längst gefunden worden.
Beide Probleme lösen sich jedoch, wenn Fernab - die Hauptstadt des Landes und einziger Ort, an dem es noch Magie geben soll, einen Dichterwettstreit ausruft. Schon früh wird klar, dass die Königin in Fernab nichts Gutes im Schilde führt, aber Minna und Finn erfahren davon erst, als es schon zu spät ist.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen! Minna glaubt fest an die Macht der Worte, die sie wie Magie einsetzen kann - das mochte ich besonders an ihrem Charakter. Auch Finn war mir sympathisch, weil er immer über seine Moral balancieren musste und sich nie sicher war, was das Richtige ist. Die Königin war ebenfalls faszinierend zu lesen, auch wenn ihre Gedanken manchmal etwas dramatisch gewirkt haben. Manchmal haben mich auch die sprechenden Namen gestört, aber das liegt vielleicht auch nur daran, dass ich gerade ein Seminar zu Komödien im 18. Jahrhundert hatte, wo es so Namen häufiger gibt und das einige unerwünschte Assoziationen ausgelöst hat. Auch fand ich es schwer, das Alter der Charaktere einzuordnen, wobei das zum Ende hin besser wurde.
Insgesamt ist es eine schöne Geschichte über eine Dichterin, die die Menschen vom Wert ihrer Fabeln überzeugen möchte, über einen Schatzsucher, der lernt, dass Schätze nicht unbedingt aus Gold sein müssen, und ihre zögerliche Freundschaft. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen!
Profile Image for Anna.
45 reviews
August 24, 2023
Ich habe dieses Buch gerne gelesen - auch wenn ich nicht wirklich in die Geschichte reingekommen bin. Das Buch hat mich bis ungefähr der Mitte nicht wirklich gepackt, weswegen ich mehrmals wieder von vorne begonnen und das Buch wieder zur Seite gelegt habe. Die Kapitel über die Königin Malwine Wüstenherz habe ich immer am meisten genossen, und bis zum Ende war diese meiner Meinung nach die vielschichstige und interessanteste Figur. Ich war sehr enttäuschend als diese am Ende starb - oder besser ausgedrückt sich für ihr Königreich opferte, was die Veränderung des Characters noch einmal hervorhebt. Das Buch ist sehr poetisch und basiert auf guten Ideen, jedoch zieht sich der Anfang zu sehr hin.
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Profile Image for Moddy.
89 reviews
November 7, 2020
Sehr süßes, unterhaltsames Fantasybuch. 3,5 Sterne

Am Anfang sehr schöne Einführung in die Welt und die Charaktere, die ich auch alle ganz gut erschaffen fand. Der Plot war nicht komplett neu aber auch ganz nett. Wenigstens kein Panem Liebesdreieck.
Ich persönlich fand das Ende recht enttäuschend und hätte mir mehr gewünscht.
Ich habe das Buch trotzdem gern gelesen und würde es anderen Leser*Innen empfehlen, vor allem wenn sie etwas leichte Kost suchen, werde es aber nicht wieder lesen, was für mich ein Kriterium ist.
Profile Image for Nicole Just.
75 reviews1 follower
March 31, 2020
Heute habe ich mal wieder eine Rezension für euch. Zu "Die letzte Dichterin" von Katharina Seck.

Ich hatte beinahe nichts auszusetzen an der Geschichte. Der Schreibstil hatte fast etwas poetisches und hat mir sehr gefallen. Das Setting ebenfalls, die Welt war phantasievoll gestaltet und sehr gut beschrieben. Konnte mir alles bildlich vorstellen. Was immer gut zu bewerten ist. Auch die Charaktere waren zum Teil recht vielschichtig dargestellt und eben nicht nur in gut und böse unterteilt.
Ich habe mir alle richtig mitgefiebert und mitgelitten.
Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, war, dass während ihrer Reise, Minna und Finn, immer mal wieder gewisse Strecken übersprungen wurden. Ich hätte nicht alles bis ins kleinste Detail beschrieben gebraucht, aber zum Beispiel hätte mich ihre Reise durch die Wanderprärien ein wenig mehr interessiert. Die wurde allerdings nur grob angeschnitten und dann waren sie auch schon im Süden. Aber das war auch schon alles. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Kann es euch sehr empfehlen, denn die zweite Hälfte des Buches lässt nichts zu wünschen übrig.
27 reviews
March 3, 2021
Eine sehr starke Geschichte über Kunst und Magie, über Freundschaft und Liebe. Ich habe es sehr genossen, die verschiedenen Charaktere kennenzulernen und dadurch langsam einem großen Geheimnis auf die Spur zu kommen.
Profile Image for Isabella.
Author 17 books8 followers
June 5, 2020
Märchenhaft schön geschrieben, am Anfang hatte ich zwar etwas die Befürchtung, dass es zu geradlinig ist, aber das letzte Viertel fand ich nochmal richtig spannend!
Profile Image for Susanne Hartlich.
133 reviews7 followers
March 5, 2024
Das Buch hat mich einfach nicht abgeholt und deshalb habe ich es nach 25% abgebrochen
Profile Image for Verena Maas.
52 reviews1 follower
December 29, 2020
Was passiert, wenn es keine Künste mehr gibt? Wenn keiner mehr singen, malen, schreiben oder dichten kann, um andere damit zu verzaubern? Die Welt wäre grau und düster. Ihre Bewohner fantasie- und hoffnungslos. So wie in Phantopien. Minna ist eine der letzten Dichter und Dichterinnen des Landes und reist mit ihrem Buch voller Geschichten durch die Dörfer, um wenigstens für eine kurze Zeit, die Bewohner ihre Sorgen und Nöte vergessen machen zu lassen. Sie beherrscht ihre Kunst so gut, dass sie schon bald eine Einladung in die Hauptstadt bekommt. Und dass von der Königin höchst persönlich. Dort, in der Stadt Fernab, sollen sich alle Künstler bei einem großen Wettstreit miteinander messen. Doch die Königin verfolgt einen bösen Plan, um die Magie der Künste in ihrem Land wieder auferstehen zu lassen und so zu neuer Größe zu verhelfen. Wird es ihr gelingen oder kann Minna das Schlimmste noch verhindern?

Der Einstieg in die Geschichte gefällt mir sehr gut. Wir lernen Minna kennen und ihren späteren Wegbegleiter Finn. Beide machen sich auf den Weg in die Hauptstadt, damit Minna an dem Wettbewerb der Dichter teilnehmen kann. Dabei durchqueren sie einsame Dörfer und mystische Wälder. Die sogenannten Wanderprärien stehen dabei als eindrucksvolles Symbol für die Abwesenheit der Künste und die dadurch entstehende Depression. Diese Idee hat es mir besonders angetan. Leider bleibt es mit der einzige Abschnitt mit einer solchen Tiefe. Vor den Toren Fernabs angekommen, kann leider nur Minna die Stadt betreten. Warum die beiden darüber so enttäuscht sind, erschließt sich mir nicht ganz, da der Grund dafür mehrfach vorher erwähnt wird und, für mein Verständnis, somit auch relativ deutlich ist. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte vermisst man die ein oder andere Besonderheit. Dabei mangelt es nicht an Möglichkeiten, die Handlung weiter zu verzweigen und den Leser immer wieder von neuem zu überraschen. Gerade in diesem ersten Abschnitt deutet in der Erzählung einiges auf eine lebhafte Vergangenheit Fernabs und auch die der Hauptcharaktere hin. Doch viele Begebenheiten kratzen lediglich an der Oberfläche und manche vielversprechenden Ansätze, werden gefühlt wieder fallen gelassen. Auch das eigentliche Geheimnis Phantopiens wird, im Verhältnis zum Rest der Geschichte, für meinen Geschmack, viel zu direkt aufgeklärt. Eine kleine aber entscheidende Wendung am Schluss jedoch, kann den Leser dann doch nochmal begeistern und von der Grundidee der Geschichte überzeugen.
Ebenfalls überzeugend ist der Schreibstil. Mag die Geschichte inhaltlich doch etwas stark gekürzt erscheinen, so wird dies durch den angenehmen Schreibstil wieder aufgefangen und man kann sehr gut in das Buch eintauchen.
Viele Charaktere sind zu dem sehr stark gezeichnet. Man denke dabei an die Königin oder auch ihren Gabensucher. Beide sind geprägt von tiefen Gefühlen und ihren eigenen Kampf mit diesen kann man dadurch sehr deutlich nachempfinden und mit ihnen mitfiebern. Zudem gefällt mir hier wieder das Subtile, diese Feinheiten, die für mich ein gutes Buch ausmachen.

Alles in Allem ist „Die letzte Dichterin“ eine gelungene Fantasygeschichte. Die Idee hinter der Geschichte, dass Künste eine Form von Magie sind, hat mich dabei vorab überzeugt. Leider ist die Umsetzung nicht ganz so, wie ich sie mir erhofft habe. Speziell in Bezug auf die Formen und Wirkweisen dieser Magie, bin ich auch mit einer paar Fragen zurückgelassen worden. Vielleicht sollte hier die Handlung eingekürzt werden, aber ich bin der Meinung, dass hundert Seiten mehr, dieser nicht geschadet hätten und jeder Leser sie ohne Murren mit verschlungen hätte. Dennoch ein schönes Fantasyabenteuer, wo man vielleicht noch etwas seine eigene Fantasie spielen lassen kann.
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