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Der letzte Lilienreiter

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Padeus, der letzte Lilienreiter, kehrt nach dem Tod seiner Kameraden schwer verwundet an jenen Ort zurück, wo der Schrecken begann, der das Königreich Enodar entzweiriss: Olothirs Hörner, ein Bergmassiv, aus dessen dunklen Kavernen einst das Böse ins Land strömte. Dort trifft er auf Alvena, eine junge Frau, in der eine Macht erwacht, die sie selbst genauso verängstigt wie die Menschen um sie herum. Rasch begreift Padeus, dass er mithilfe ihrer Kraft die Essenz des Bösen bannen kann, die auch er in sich trägt.
Jedoch hat nicht nur er das Ziel, Alvenas Macht zu nutzen, sondern auch Larkus, der ruchloseste Magier Enodars. Anfangs ahnt keiner von ihnen, dass noch jemand Interesse an Alvena hat, jemand, der jenseits der Weltentore seine Pläne schmiedet. Dann bricht das Unheil in nie gekannter Gewalt herein.

394 pages, Kindle Edition

Published May 20, 2019

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Peter Hohmann

74 books10 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Aljus Bookblog.
43 reviews1 follower
December 20, 2020
Erst spannend, dann vorhersehrbar

Worum geht es?
In einem kleinen Dorf lebt die junge Alvena. In ihrem Land ist erst kürzlich der König gestürzt und die mächtigen Lilienreiter, genannt Adana, zerschlagen worden. Nun versucht der Usurpator Hangar seine Macht auf dem Thron zu festigen und der magiekundige Larkus soll ihm dabei helfen. Allerdings verfolgt dieser seine eigenen, finsteren Pläne.

Fernab dieser ganzen Machtintrigen führt Alvena ein ruhiges Leben. Doch vermisst sie und sehnt sich nach ihren Eltern, die mit einigen anderen in den düsteren Berg, genannt Olothirs Hörner, hineingegangen waren und niemals wiedergefunden werden konnten.

Und dann ist da noch dieses unbekannte, brennende Gefühl in Alvena, eine brodelnde Macht, die immer wieder versucht herauszubrechen. Als sie dann eines Tages auf den verwundenen Padeus, den letzten Lilienreiter, trifft, ändert sich ihr ganzes Leben.

Meine Meinung zum Buch:
Der letzte Lilienreiter ist mein zweiter Roman des Autors Peter Hohmann. Der erste Roman, den ich von diesem Autor gelesen habe, war Magier des dunklen Pfades und dieses Buch hat mich mit seiner gelungenen Atmosphäre und Charakterzeichnung begeistern können. Der letzte Lilienreiter hat es mir da etwas schwieriger gemacht.

Von Beginn an bis etwa zur Mitte des Buches ist die Handlung äußerst spannend und die Geschichte hat mich absolut mitgerissen. Insbesondere einige großartige Ideen und überraschende Wendungen im Roman haben mich in den Bann gezogen und die Geschichte zu einem regelrechten Pageturner gemacht. Die Geschichte ist mysteriös, entwickelt sich stetig und lässt den Leser gekonnt zunächst im Dunkeln tappen. Bewusst werden dem Leser lediglich einige Häppchen vorgesetzt, um ihn so hungrig auf die nächsten narrativen Leckerbissen zu machen. Auch der sprachliche Stil und der wortgewandte Ausdruck haben mir durchaus gefallen. Man merkt, dass der Autor gekonnt mit der Sprache spielen kann und Sprachmittel bewusst einsetzt. Allerdings empfand ich einige Sätze als etwas zu verschachtelt und daher zu lang, sodass ich manchmal im Lesefluss etwas ins Stocken geraten bin.

In der zweiten Hälfte des Buches hat die Spannung bei mir leider nachgelassen. Das liegt dran, dass ich den Verlauf der Handlung und einige Ereignisse leider schon erahnen konnte und meine Vermutungen haben sich dahingehend auch bestätigt. Die Figurenzeichnungen und die Entwicklung der Figuren sind dagegen durchaus gelungen. Die Figuren offenbaren eine Tiefe, sodass ein Hineinfühlen und ein Nachvollziehen von Handlungsmotivation und Emotionen ermöglicht wurde. Lediglich Padeus bleibt ein großes Mysterium und sein Gefühlsleben ist nur über Dritte zu erahnen. Das diese Figur für mich so wenig greifbar geworden ist, ist ziemlich schade, da ich gern mehr von ihm erfahren hätte. So ist auch der Titel des Buches Der letzte Lilienreiter für meinen Geschmack auch nicht ganz passend, da der Lilienreiter weniger im Fokus der Handlung steht als Alvena. Es scheint, als wäre Der letzte Lilienreiter eher Alvenas Geschichte.

Die zweite Hälfte des Romans ist gegenüber der ersten wesentlich schwächer, da sie einige konstruierte Szenen aufweist, die auf mich etwas unrealistisch gewirkt haben. Besonders das Ende war für mich nicht zufriedenstellend. Ohne zu viel verraten zu wollen, hatte ich den Eindruck, dass sämtliche Erzählstränge in ein offenes Ende übergeleitet worden waren, ohne die Geschichte richtig abzurunden. So endete die Handlung mitten in der Klimax und hat mich mit mehr als nur einer Frage zurückgelassen. Allerdings wäre an dieser Stelle eine Fortführung der Geschichte in einem Fortsetzungsband durchaus denkbar.

Fazit:
Ein Fantasyroman mit einem starken Beginn, spannender Handlung und tollen Ideen, der jedoch nicht auf voller Länge überzeugen konnte und in einem schwachen Ende mündet.

Daher gute 3,5 von 5 Sterne.
Profile Image for Melissa.
106 reviews
September 13, 2019
„Der letzte Lilienreiter“ ist ein Fantasyroman, der sich vollkommen zu Recht zur Sparte der High Fantasy zählen darf.
Einer der Gründe dafür - und wie ich finde, ein sehr besonderes Merkmal dieses Buches -, ist der ausgesprochen gehobene Schreibstil. Mich persönlich erinnert er stark an Fantastik und Horror Autoren des 20 Jahrhunderts, weil er es im gleichen Maße wie ebendiese schafft, den Leser gekonnt mittels Sprache in eine bestimmte Ära oder Stimmung zu versetzen.
In diesem Fall ist es eine Phase der finsteren Nachkriegszeit, in welcher das gegenwärtige gesellschaftliche Gefüge noch sehr zerbrechlich, der neue König derzeitig nur durch Blut, statt durch Krone gekrönt und die Erinnerung an alte Schrecken fast gänzlich aus den Köpfen der Menschen verschwunden ist.

In ebendieser Zeit begleitet man die Geschichte von vier Charakteren, die manchmal unterschiedlicher nicht sein könnten.
Einer davon ist Alvena. Eine junge Frau, in der eine ungeheure Kraft schlummert, die fähig wäre, ganze Königreiche zum Fall zu bringen. Und obwohl sie selbst von ihrer Dorfgemeinschaft eher gemieden wird und ein recht einsames Leben lebt, schlägt zum Glück ein gutes Herz in ihrer Brust.
Alvenas einziger Freund ist Meklas, ein freundlicher alter Mann, der wie sie selbst am Rande des Dorfes lebt und dessen Existenz die Dorfbewohner am liebsten aus unerklärlichen Gründen vergessen würden.
Der dritte im Bunde ist Padeus. Einer der gefürchtetsten Ritter des verstorbenen Königs, dem man Furcht genauso wenig nachsagt wie Barmherzigkeit.
So ist er auch für den durchtriebenen Magier Larkus bei weitem kein Unbekannter – aber sehr wohl ein unerträglicher Dorn im Auge.

Auch wenn man im Laufe der Geschichte noch sehr viel mehr Personen als diese vier kennenlernt, fällt es einem erstaunlich leicht, sich all diese zu merken. Kein Charakter in diesem Buch ist nur gut oder nur böse. Sie alle sind in ihrem Wesen einzigartig facettenreich und jeder von ihnen fällt Entscheidungen, von denen man als Leser manche gutheißt, während man über andere nur den Kopf schütteln kann.
Aber es sind auch gerade diese - manchmal vielleicht etwas zweifelhaften - Entscheidungen, denen die Erzählung ihr hohes Tempo verdankt. Es gibt schon früh im Buch einige Kämpfe und Schlüsselszenen, sodass die Geschichte nicht erst langsam vor sich hin tröpfelt, sondern den Leser konstant gebannt halten kann.

Fazit
Ein rundum gelungener High Fantasy Roman, der auch für erfahrene Leser des Genres noch ein paar Überraschungsmomente bereithält. Für Fans von gekonnt geschriebenen Kampfszenen, sarkastisch-sympathischen Bösewichten und Welten voll dunkler Magie.
Profile Image for Galladan.
402 reviews3 followers
December 1, 2022
Magie und Macht

Der letzte Lilienreiter von Peter Hohmann, erschienen im HoPe Productions Verlag am 16. Juli 2022.
Schlachten wurden geschlagen, ein König besiegt und nun braucht der neue König das Zepter, dass seine Macht bei der Krönung symbolisieren wird. Er schickt seinen Magier Larkus los das Zepter zu bergen, welches sich beim Bergmassiv Olothirs Hörner befindet. Dorthin hat sich auch der letzte Lilienritter der geschlagenen Adana ist auch schwer verletzt auf dem Weg dorthin. Alvena, eine junge Frau in deren Körper gerade die Magie erwacht, und der Einsiedler Meklas kümmern sich um Padeus und auch sie zieht es zu dem Berg zu dem Alvena ein ganz besonderes Verhältnis hat.

Ziemlich kämpferisch und blutig kommt dieses Buch daher. Wer Feywind liest wird darin Parallelen finden, aber ein Buch wird nicht schlechter dadurch, dass Teile der Handlung sich auch in anderen Büchern wiederfinden. Die Figuren handeln mehr als sie Charakter entwickeln und so kommt die Geschichte sehr klassisch rüber. Spannung gibt es auch und ich bin am Ende des Buches noch nicht mit der Geschichte fertig gewesen und würde gerne noch ein weiteres Buch lesen. Die Sprache wirkt für mich manchmal altmodisch, aber gut beschreibend und sehr schön zu lesen. Klare Leseempfehlung.
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