Schon in Fausers frühen Gedichten und experimentellen Prosatexten kann von Pose und Erfindung keine Rede sein. Da lebt jemand das, was er schreibt, was er als Text hinausbrüllt oder flüstert. Zu spüren sind auch Fausers erste Helden Kerouac und Burroughs, die ihn vielleicht nach Tophane und in die Sucht, vielleicht auch zum Schreiben getrieben haben. In diesen Texten, die von Beat bis Cut-up reichen, geht Fauser aufs Ganze – dies ist der Band, um ihn neu zu entdecken. Mit einem Nachwort von Jürgen Ploog.
Jörg Fauser (1944-1987) was a German writer, poet and journalist.
The influence of the American beat generation literature on his works is well known. His later works are mostly detective stories. The novel Der Schneemann was made into a motion picture. Fauser was killed in a traffic accident on a motorway near Munich in 1987.
Bei Gott, was für ein unnötiges Buch. Habe mich so gequält es zu lesen, was wenig überraschend ist, denn ich habe „Rohstoff“ schon müllig gefunden - jedoch literarisch teilweise ansprechend. Bei diesem Buch habe ich manchmal überlegt es absichtlich in dem u-Bahn-Waggon liegen zu lassen und nie wieder darüber zu reden oder nachzudenken. Jedoch bin ich ein Macher und keine Macker-lit ist vor mir sicher. Ich hatte das Gefühl, wenn ich zwischen den Buchseiten zu tief eingeatmet habe - nach meinen ständigen erschöpften Seufzern - dass die Zwischenräume der papiernen Seiten nach Hodensack stinken. Inhaltlich kann ich ähnliches berichten. Wie das uneheliche Kind von Benjamin von Stuckrad Barre, Julia Engelmann und einem sorglosen Schlag in den Nacken. Habe eine Challenge draus gemacht und laut gelesen und versucht weder j-Wort, noch n-Wort oder weitere Absurditäten eines Vokabulars laut vorzulesen. War ein recht leises Vergnügen. Vergnügen ist hier selbstredend eine Lüge - dieses Buch zu lesen war absolut schrecklich und ich kann nun nach meinem zweiten Fauser Buch stolz sagen nie wieder ein solches in die Hand nehmen zu müssen. Finde auch spannend, wie Fauser auf den gleichen 3 Erlebnissen rumreitet und diese verzweifelt versucht auszumalen. So spannend sind die erzählten Erlebnisse dann nämlich auch nicht. Bissi so wie die Typen die noch immer „Ich liebe Reisen“ in ihre Tinder-Bio schreiben. Reisen und Konsum sind per se noch keine gute Story. Täglich grüßt das Murmeltier, und nach dem zweiten Gruß kann eins sich den obligatorischen Gruß zurück auch sparen.
Ca. 5 1/2 Seiten von der Prosa hat mir gut gefallen. Das ist im Verhältnis zum absoluten Müll leider nichts, wofür es sich ein Buch zu lesen lohnen würde. Der Text „junk - die harten Drogen“ hat mir ganz gut gefallen, bis auf das unnötige wording und die Tatsache dass nicht eine auch noch so unwichtige Nebenfigur mal kein Mann ist, halte ich das als eine der besseren Buchstaben die Fauser auf Papier und unter die leut gebracht hat.
Junge, Junge bin ich froh das Buch erledigt zu haben!
Dreck, Junk, Rausch - "Rohstoff Elements" ist der Beginn einer intensiven und wichtigen Werkreihe, welche das literarische Schaffen von Jörg Fauser in einer neuen und wunderbar gemachten Ausgabe präsentiert. Erste Gedichte, Prosa und Reportagen bieten einem in dem Band nicht nur einen umfangreichen Einblick in die Fähigkeiten des Deutschen Autors, sondern lassen die Anfänge erkunden und die Wurzeln des Romans "Rohstoff" ausgraben.
Was sich immer stark an den damalig angesagten Autoren der USA orientiert, ist eine Schreibweise ohne Kompromisse, ohne Angst vor Schmutz und Schmerz. Cut-Up-Technik und Wahnsinn, verlorene Persönlichkeit und endlose Suche nach dem Kick. Obwohl gewisse Texte, wie die lange Geschichte "Tophane" als kohärente Erzählungen nicht zu erfassen sind, sind diese genial geschrieben, rhythmisch und ein wichtiges Zeitzeugnis. Beat und Drogen, Talent und Selbstzerstörung.
Gute Gefühl wie es sich anfühlt überall Teil zu sein und nirgendwo dazuzugehören I guess. Relativ wenig belastend zu anderer Druffi-Literatur, Humor geht gut.