Stoische Philosophie, das meinte immer schon "Philosophie als Lebenskunst". Und als solche ist sie keineswegs auf Seneca oder die Antike beschrä die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum nennt ihre Emotionstheorie "neostoisch"; die kognitiv-emotive Verhaltenstherapie bezieht sich explizit auf das stoische Prinzip der Affekttherapie; Selbstdisziplinierung, Affektkontrolle oder Gelassenheit sind aktuelle Themen.Anna Schriefls Einführung liefert einen vorzüglichen Überblick über die gesamte stoische Lehre (Logik, Physik, Ethik) – von den Ursprüngen bis in die unmittelbare Gegenwart.E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Buch und E-Book können parallel benutzt werden.
Ich persönlich finde "Einführungen" in die Stoische Philosophie immer ein bisschen schwierig:
Von Marc Aurel, Seneca und Epiktet gibt es in der heutigen Zeit Werke überliefert über die Ethik, wie man ein gutes Leben führt.
Von allen anderen stoischen Philosophen und über die Logik und Physik sind heute keine Werke überliefert und man behilft sich mit Zitaten aus dem Werk von Diogenes Laertios und anderen. Dies macht derartige Einführungen ein bisschen zu "allem und nichts".
Interessant fand ich in diesem Werk die "Nachwirkungen" der Stoischen Philosophie am Schluss: 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart Stoizismus und Buddhismus
Persönlich würde ich als Einstieg in die Stoische Philosphie von Reclam empfehlen: Marc Aurel - Selbstbetrachtungen Seneca - Briefe an Lucilius
Sehr gute, kurze, lesbare Einführung in den antiken Stoizismus. Das Buch deckt wirklich alles, was man braucht um die antiken Stoiker und ihr Gedankegebäude zu verstehen. Bekanntermaßen ist die stoische Philosophie etwas verwickelt. Die Ethik basiert auf die Physik, die auf die Logik basiert, die ohne die beiden andere nicht verstanden werden können. Schriefl entwirrt diese, und zeigt die Kernlehre der Stoiker vor. Ziemlich komplizierte philosophische Konzepte und Gedankenfolgen werden klar und knapp erklärt, und aktuelle wissenschaftliche Debatten wird wenn erforderlich herangezogen. Das Buch geht auch kurz auf die Geschichte der Schule und ihre Nachwirkung bis heute ein. Es sollte ein gutes Antidot gegen die macho-fascho möchtegerne Strömungen von selbstgenannten Stoikern, die heute leider ziemlich weit verbreitet sind.
Eine kritische (im besten Sinne des Wortes) Betrachtung der stoischen Philosophie, die mit vielen Vorurteilen aufräumt und unaufgeregt Werdegang, Bedeutung und Verständnis des Stoizismus vermittelt. Wer sich Kalendersprüche oder Managementtipps erwartet, ist hier allerdings (glücklicherweise!) falsch.
Gute detaillierte Einführung in die Philosophie . Eher für diejenigen die sich schoneinmal mit dem Thema beschäftigt haben und mehr Hintergründe erfahren möchten