Mit zwei Flaschen Amselfelder auf dem 10-Meter-Brett.
Als der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, einen Anruf bekommt, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Aber das ist nur eine der herzzerreißenden Explosionen dieses Jahres, die in Matthias Brandts Roman »Blackbird« Mottes Leben komplett auf den Kopf stellen.
Kurz danach fährt Jacqueline Schmiedebach vom Einstein Gymnasium auf einem Hollandrad an ihm vorbei, und die nächste Erschütterung nimmt ihren Lauf. Zwischen diesen beiden Polen, der Möglichkeit des Todes und der Möglichkeit der Liebe, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, geraten außer Kontrolle und stellen Motte vor unbekannte, schmerzhafte Herausforderungen. Doch zum richtigen Zeitpunkt sind die richtigen Leute an Mottes Seite und tun genau das Richtige. Und er selbst schaut den Dingen mutig ins Gesicht, mit scharfem Blick und trockenem Witz.
Dieses Buch hat mich hart auf die Probe gestellt: Matthias Brandt ist zweifellos ein verdammter Spitzentyp, aber sein Romanerstling rumpelt gewaltig. Das Setting, die deutsche Provinz in den 70er Jahren, wurde in Literatur und Film bereits ausgiebig behandelt, und der Autor serviert uns alle wohlbekannten Marker: Da sind die mit Gewürzgurken belegten Leberwurstbrote, da ist der friedensbewegte Sozialkundelehrer, der sadistische Sportlehrer (und keine einschreitenden Helikoptereltern weit und breit), der ganze repressive Muff, der die Kids damals offenbar in den Wahnsinn getrieben hat, der aber in Krisensituationen durchaus etwas Heimeliges hatte. Auftritt Morten "Motte" Schumacher, unser 15-jähriger Protagonist, welcher, der geneigte Leser ahnt es bereits, in diesem Roman nun erwachsen werden muss. Dreh- und Angelpunkt seiner Entwicklung ist dabei, neben wiederum genretypischen "Junge trifft Mädchen", "Kiffen und Alk" sowie "Eltern lassen sich scheiden"-Elementen, die Krebserkrankung seines besten Freundes.
Wer schon einmal mit einer derartigen Erkrankung im näheren Umfeld zu tun hatte weiß, wie viele Freunde und Verwandte sich davor drücken, dem Verfall des Kranken beizuwohnen und der eigenen Sterblichkeit ins Auge zu blicken. Brandt stellt nun Mottes generelle, teenagertypische Verhaltensunsicherheit und seinen Mangel an Erfahrung in so ziemlich allen Lebensbereichen in diesen Kontext, was ein guter Schachzug ist, denn es wirft die Frage auf, in welcher Hinsicht Menschen versuchen, für immer Kinder zu bleiben, und in welchen Bereichen sie es gar nicht erwarten können, erwachsen zu werden.
Doch leider ist der Rest des Buches wenig interessant. Ein besonders schwer zu ignorierendes Problem stellt zudem die Stimme des Ich-Erzählers dar: Hier entsteht kein kohärenter Eindruck einer Persönlichkeit, und teilweise ist die Perspektive inkonsistent, wenn etwa Motte auf die Vergangenheit blickt, als sei die 30 Jahre her (à la "ich konnte es damals nicht begreifen"), dann aber wieder in den Duktus eines Kindes springt. Man muss seinen disbelief schon hardcore suspenden, um diesen Erzähler zu akzeptieren.
Dieses Buch ist also keine Vollkatastrophe, aber warum braucht es diese Geschichte? Es gilt: Kann man machen, muss man aber nicht. Falls KiWi, wie gemunkelt wird, diesen Titel für den Buchpreis eingereicht hat verwundert es nicht, dass er auf der Liste nicht auftaucht. Brandts Kurzgeschichtensammlung Raumpatrouille war aber ganz gut!
Entwicklungsromane über das Erwachsenwerden, angesiedelt Ende der 70er Jahre in der Bundesrepublik, mit dem typischen Themencocktail aus dem Mikrokosmos eines 16jährigen, also Alkohol, Musik, Schule, Scheidungskind, Freundschaft, Liebe und Sterben. Eigentlich alles schon mal da gewesen. Nach den ersten Seiten war ich daher skeptisch, was Matthias Brandt mir da Fesselndes bieten möchte, damit ich die Ansichten seines Ich-Erzählers Morten mit Interesse verfolge. Die Skepsis löste sich schnell auf. Brandt war 1977 so alt wie sein Held und daher trifft er meiner Ansicht nach die Jugendsprache dieser (unserer Boomer-) Zeit ziemlich gut. Mir gefiel, dass Brandt immer eng bei seinem Protagonisten und dessen kleiner Welt blieb und nicht versuchte, aus dem kleinen Buch noch ein Gesellschaftsporträt zu basteln. Auch die Schilderung der Freundschaft zu seinem krebskranken Freund Bogi und die Verarbeitung dessen Tod fand ich gelungen. Ein paar Passagen waren mir zu flach, vor allem der Running Gag, dass kein Mensch sich Mortens Name merken konnte, nervte mit dieser Zeit. Aber insgesamt sympathische Figuren und für mich eine lesenswerte Geschichte.
Schon "Raumpatrouille" hat mir sehr gut gefallen und auch mit "Blackbird" hat Matthias Brandt gezeigt, dass er nicht nur Schaupieler, sondern auch Schriftsteller ist. Und in meinen Augen auch ein richtig guter! Als Erwachsener Mensch die Erzählebene eines Jugendlichen so realistisch rüberzubringen, können nicht viele Autoren. Brandt kann dies. Würde mich freuen, wenn es bald mehr von ihm zu lesen gibt!
Mottes/Morten Schumachers Leben wird auf den Kopf gestellt, als der Vater seines Freundes Bogi die Turnierfahrt absagt, auf der sich die Jungs mit Amselfelder besaufen wollten. Vater Bogert hält sich anfangs mit genauen Aussagen über Bogis Krankheit zurück; Nachrichten zwischen den Jungs werden auf dem Umweg über die Erwachsenen ausgetauscht. Als schließlich die Diagnose Non-Hodgkin-Syndrom feststeht, sieht sich der 15-jährige Icherzähler unter dem Druck, Bogi im Krankenhaus zu besuchen und sich mit ihm zu unterhalten. Bogis Leben scheint unerwartet stehengeblieben zu sein – worüber soll man sich mit jemanden unterhalten, der nichts mehr erlebt? Motte scheint es am schwersten von allen Beteiligten zu fallen, Bogi mit Allerweltskram aufzuheitern. Woher sollte er das auch können? Krankenhaus, Krankheit überhaupt, das ist für die Jungen eine hassenswerte Welt, in der man die Kontrolle über sich abgeben muss. Neben einem beunruhigenden Interesse an Jacqueline Schmiedebach (die mit dem Hollandrad) und der Peinlichkeit einer neuen „Lebensgefährtin“ seines Vater sieht Motte sich verpflichtet, plötzlich wie ein Erwachsener für den schwerkranken Freund da zu sein. In der unrealistischen Erwartung, Motte könnte das von einem Tag auf den anderen, spiegelt sich die Hilflosigkeit der Erwachsenen, die Bogis drohendem Tod ebenso unvorbereitet gegenüberstehen.
Allein durch ein Wort wie Turnbeutel oder Plattenladen entsteht hier ein authentisches Feeling der 70er Jahre. Matthias Brandt zeichnet das Bild eines weichgespülten, behüteten Jahrzehnts, in dem Jugendliche aus heutiger Sicht bemerkenswert realitätsfern aufwuchsen. Dafür glaubten viele sicher zu wissen, dass Zivildienstleistende oder Sanitäter Drückeberger waren, jedenfalls so lange, wie sie selbst nicht zur Musterung gezogen wurde. Motte wird seine Weltfremdheit bewusst, als der Schornsteinfeger klingelt – es ist Steffi, mit der er gemeinsam zur Grundschule ging. Steffi gehört zu denen, die von Mottes Jahrgang automatisch herablassend behandelt werden, auch wenn niemand von ihnen persönlich Hauptschüler kennt. In der Begegnung mit der hinreißend normalen Steffi müsste selbst Morten auffallen, dass er im Gegensatz zu ihr keine Meinungen formulieren kann und keine Entscheidung treffen. Das Mädchen entwickelt sich zu Mortens großer Stütze, u. a. weil sie erstaunlich viel über Bogi weiß. Motte wirkt auf mich ein wenig zu brav und zu verständnisvoll, besonders gegenüber steinalten Lehrern. In seinem Alter wäre er eigentlich verpflichtet, Deutsch und Französisch zu hassen, aber nein, seine Deutschlehrerin mag ihn, weil er Wörter mag.
Coming-of-Age-Geschichten gibt es zwar viele, aber wie Morton das Leben und das andere Geschlecht entdeckt, das finde ich treffsicher gezeichnet und absolut lesenswert.
Ich glaube ehrlich gesagt, so im Nachhinein betrachtet fand ich dieses Buch schon irgendwie gut. Hatte vor allem ab dem zweiten Drittel eine für mich erfrischende und nachvollziehbare Erzähl- und Wahrnehmungsweise :)
Wie kann man so ein Buch als Prüfungslektüre auswählen?? Das Buch ist wirklich komisch. Die eigentliche Handlung umfasst nur einen sehr geringen Teil des Buchs. Der Rest waren unzusammenhängende und wirre Gedanken des Protagonisten. Die Handlung an sich war nicht unterhaltsam oder spannend sondern vorhersehbar und ohne Wendungen. Das Ende konnte man sich schon am Anfang des Buchs denken. Der Schreibstil am Anfang des Buchs war grauenhaft. Alles war voller Schimpfwörter. Das hat nach etwa 1/3 des Buchs zum Glück deutlich nachgelassen. Was das Buch dem Leser mitgeben möchte, bleibt schleierhaft.
Ok, zugegeben nicht wirklich etwas Neues oder total Überraschendes, aber dennoch hat mir dieser Coming-of-age-Roman sehr gut gefallen. Das liegt zum Teil sicherlich an der Hörbuch Version als Autorenlesung. Matthias Brandt liest super und sehr einfühlsam und an einigen Stellen habe ich mich wirklich schlapp gelacht. Ich würde auf jeden Fall wieder etwas von ihm lesen, dann auch als "richtiges" Buch.
Mit fünfzehn macht man viele Sachen zum ersten Mal. Aufbruchstimmung ist angesagt, jedenfalls ungefähr Mitte der 1970er. Motte und Bogi sind dicke Freunde, das Meiste machen sie gemeinsam. Bis zu dem Tag, an dem Bogi ins Krankenhaus muss. Es ist als ob die Hälfte fehlt, ein Besuch auf der Kinderstation kann das Vorher nicht ersetzen. Außerdem, wenn man immer an die coole Blonde auf dem Rad denken muss, ist die Lust auf einen Krankenbesuch nicht so groß. Wenn dann auch noch andauernd Streit zwischen den Eltern herrscht, bleibt in der eben noch heilen Welt, kaum noch etwas wie es war.
Auf jeden Jugendlichen stürzt wahrscheinlich viel ein, wenn er sich in der Mitte der Pubertät befindet. Viele erste Male stehen neben ersten letzten Malen. Motte will etwas erleben, aber Veränderungen, die er nicht steuern kann, lassen ihn nach Halt suchen. Doch was kann man schon anderes tun als die Dinge zu nehmen, wie sie kommen. Im Krankenhaus ist Bogi anders, seine Welt des Drinnen unterscheidet sich von dem Draußen. Was nie im Bereich des Möglichen lag, wird auf einmal wahr. Motte gehen die Themen aus, wie soll er seinen kranken Freund unterstützen, wenn er doch ehrlich gesagt, lieber nach der nicht mehr ganz so fremden Radlerin Ausschau halten möchte.
Es ist schon eine Tour de Force, die Motte über ein knappes Jahr durchlebt. Da liegen Humor und Tragik nahe beieinander. Beginn und Ende beschreiben den Gang der Welt. Etwas hart wird Motte aus seinem behaglichen Kindheitskokon heraus katapultiert. Unterstützung findet er von einer überraschenden Seite. Auch wenn sich ein Schulabschnitt dem Ende zuneigt, ein Umzug alles durcheinander wirbelt, da ist doch ein Anker, der bleibt. Mit dem Soundtrack seiner Jugend und der Bogis in Gedanken zieht Motte durch die Stadt, von seinem alten Leben in ein neues Leben, dass ebenso von Verlust, aber auch von Hoffnung und Liebe gekennzeichnet ist.
Ausgesprochen gut getroffen hat der Autor den Ton der Jugend. Ja, denkt man als Leser, so war es damals. Selbst wenn man selbst einen anderen Soundtrack im Herzen hat, so erkennt man doch so vieles wieder. Die Wünsche und Sehnsüchte, die ersten Male, die positiv sind, aber auch die ersten Male, an denen man erkennt, dass es mit der Unsterblichkeit vielleicht nicht allzu weit her ist. Der erste Schmerz einer Ablehnung, das erste Aufblühen einer jungen Liebe. Man kann sich so gut in Motte hineinversetzen. Wahrscheinlich ist dieser Roman ein Schatz für jeden Leser, besonders wird er es vermutlich für die sein, die in einer ähnlichen Zeit oder Situation groß geworden sind.
In einer anderen Review zu diesem Buch steht: „Man muss seinen disbelief schon hardcore suspenden um diesen Erzähler zu akzeptieren“ und das fasst es ziemlich gut zusammen! Dieses Buch ist fast wie ein Fernsehfilm aus dem ARD: man weiß genau was passieren wird, das Interesse und die Spannung hält sich stark in Grenzen... aber dann endet das ganze genau so, wie man es sich gedacht hat , wow! Und dieser Protagonist: Null Toleranz für Menschen, die in den 80ern aufgewachsen sind und Queen nicht mögen! Hallooooo! Noch schlimmer: Der Protagonist behauptet die ganze Zeit Bowie zu hören und ich dachte mir: Burschi, tust du sicher nicht!
Motte, den Protagonisten dieses Buches, trifft es hart. Nicht nur, dass er voll in der Pubertät mit all ihren Tücken, Sorgen und Problemen steckt - nein, hinzu kommt, dass sein bester Freund Bogi an Krebs erkrankt ist und seine Eltern kurz vor der Trennung stehen. Ein bisschen viel für einen 15-jährigen. Motte beschreibt all diese Dinge aus seiner Sicht, wie er sie erlebt, wie sie bei ihm ankommen und wie er versucht, damit klar zu kommen. Zudem gibt es auch viele Erinnerungen an Erlebnisse mit seinem Freund Bogi - mit ihm verbindet ihn eine besonders enge Freundschaft seit Kindertagen. Es gibt kleine Lichtblicke, z.B. die große Verliebtheit in Jaqueline - aber auch das endet in einer Enttäuschung. Trotz aller schlimmen Erlebnisse findet Motte immer wieder Personen, die ihm Halt geben. Sei es Steffi, die kleine Schornsteinfeger-Azubine, seine Kumpels oder einfach mal der Bademeister "Elvis" - sie alle tragen dazu bei, dass Motte dieses schwere Jahr übersteht. Das Flair der 70iger Jahre wird sehr gut eingefangen, der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen - alles in allem trifft "Blackbird" einen Nerv und konnte mich überzeugen. Matthias Brandt ist nicht nur ein großartiger Schauspieler sondern auch ein begabter Schriftsteller.
Από τις εκδόσεις Ελκυστής πρόσφατα κυκλοφόρησε στην χώρα μας,σε μετάφραση του κυρίου Βασίλη Κωστόπουλου,το βιβλίο του γερμανού συγγραφέα Matthias Brandt που φέρει τον τίτλο ''Blackbird'' καί σήμερα μου δόθηκε η δυνατότητα να σας το παρουσιάζω μέσα από το blog μου. Ένα ιδιαίτερο μυθιστόρημα όπου μιλά για την πολυπλοκότητα της εφηβικής ηλικίας καί κάλλιστα μπορεί να διαβαστεί τόσο από ενήλικες,όσο καί από εφήβους ηλικίας 15 ετών κι άνω. Είναι αλήθεια πως δεν έχω διαβάσει πολλά βιβλία εφηβικής λογοτεχνίας,ή,τουλάχιστον να αναφέρονται σε αυτήν κι όταν συμβαίνει,αισθάνομαι μία ευφορία. Δεν σας το κρύβω πως αυτός ο λιτός του τίτλος,''Blackbird Μαυροπούλι'',μου εξάπτει την φαντασία καί το αν υπάρχει κάποιος συμβολισμός,ή όχι από πίσω του. Για να το διαπιστώσω,αρκούσε να ξεκινήσω την ανάγνωση...
Η περίοδος της εφηβείας είναι μία εκ των πιο σημαντικών στη ζωή ενός ατόμου. Είναι το μεταβατικό στάδιο ανάμεσα στην παιδική καί στην ενήλικη πλέον ζωή. Τα πάντα ''χτυπούν'' κόκκινο. Οι ορμόνες είναι στα ύψη καί οι ψυχολογικές μεταπτώσεις οδηγούν σε ακραίες συναισθηματικές αναταράξεις. Είτε σε μικρότερο,είτε σε μεγαλύτερο βαθμό όλοι κι όλες έχουμε βρεθεί,ή,πρόκειται να βρεθούμε σε αυτή την θέση. Η ψυχολογία των εφήβων μπορεί να χαρακτηριστεί ως εύθραυστη με αποτέλεσμα κάπως πιο ακραίες συμπεριφορές από τις αναμενόμενες. Επίσης,η επαναστατική διάθεση καί οι τάσεις αμφισβήτησης τονώνουν την όποια ορμητικότητά τους. Δύσκολη μα συνάμα μία πολύ όμορφη περίοδος αφού είναι η τελευταία ευκαιρία να διατηρήσουμε κάποια από την αθωότητά μας που αναγκαστικά θα απωλέσουμε όντας ενήλικες...
''Η ζωή του δεκαπεντάχρονου Μόρτεν Σουμάχερ, του αποκαλούμενου και Μότε, ύστερα από ένα τηλεφώνημα δε θα ξαναγίνει ποτέ όπως ήταν κάποτε. Ο πιο καλός του φίλος, ο Μπόγκι, είναι βαριά άρρωστος. Για τη ζωή του Μότε το συγκεκριμένο γεγονός αποτελεί ένα από τα πολλά άλλα σπαρακτικά βιώματα αυτής της χρονιάς. Καθώς στέκεται έξω από το Γυμνάσιο Αϊνστάιν, τον προσπερνάει η Ζακλίν Σμίντεμπαχ πάνω στο ολλανδικό της ποδήλατο. Η ζωή του συνταράσσεται για μια ακόμα φορά… Η πλοκή του έργου, το δράμα της εφηβείας δηλαδή, εκτυλίσσεται μεταξύ δύο βιωμάτων: αυτό του θανάτου και κείνο της αγάπης. Στην καθημερινότητα του Μότε συμβαίνουν απανωτές κωμικοτραγικές ανατροπές, του φέρνουν παραζάλη, ενώ ταυτόχρονα τον θέτουν απέναντι σε επώδυνες προκλήσεις. Ευτυχώς, όμως, την κατάλληλη στιγμή θα σταθούν στο πλάι του Μότε οι κατάλληλοι άνθρωποι και θα κάνουν ακριβώς το σωστό. Ο ίδιος θα κοιτάξει κατάματα τον κόσμο που ανοίγεται μπρος του, με ξύπνιο μάτι και ακατάβλητο χιούμορ." (Περίληψη οπιθοφύλλου)
Ο συγγραφέας γίνεται πάλι έφηβος καί μπαίνει στη θέση του κεντρικού του ήρωα,του Μότε. Προσαρμόζει τον λόγο καί τον τρόπο σκέψης του καί μιλάει εξ αυτού. Χρησιμοποιεί φράσεις καί λέξεις που ειπώνονται κατά κόρον από εφήβους καί προσπαθεί να δεί μέσα από τα δικά τους μάτια. Άραγε,πόσο εύκολο,ή,δύσκολο είναι να θυμηθεί ένας ενήλικας πως ήταν στην εφηβεία; Όσο κι αν σε κάποιους/ες αυτή η περίοδος είναι λιγότερο αγαπημένη καί επιθυμούν να τη διαγράψουν από την μνήμη τους,δεν παύει να είναι αναπόσπαστο κομμάτι του εαυτού τους. Ναι,είναι μία περίεργη καί μεταβατική περίοδος που ακόμη κι όσοι/ες βρίσκονται σε αυτή δεν μπορούν να κατανοήσουν πλήρως το τι τους συμβαίνει. Μα συνάμα είναι τόσο όμορφη. Το πρώτο χτυποκάρδι καί η πρώτη απογοήτευση είναι κύρια χαρακτηριστικά αυτής. Οι πρώτες επιθυμίες για το μέλλον καί οι προσπάθειες για την κατάκτηση των ονείρων.
Όμως η ζωή δεν είναι παραμύθι όπου όλα είναι αγγελικά πλασμένα καί επικρατεί τριγύρω μία γαλήνη. Υπάρχουν καί τα καλά καί τα άσχημα. Σκεφτείτε,λοιπόν,πως θα νιώθει,όχι μόνο ο ήρωάς μας ο Μότε,μα κάθε έφηβος/η που έρχεται σε επαφή με τον θάνατο,ή,το διαζύγιο των γονιών του. Θα αισθάνεται σαν να καταρρέει όλος ο κόσμος γύρω του καί απειλούν τα συντρίμια να τον/την καταπλακώσουν. Πώς θα μπορέσει να αντιδράσει απέναντι σε όλο αυτό; Ποιά θεωρείται μία φυσιολογική στάση απέναντι στις δυσκολίες της ζωής; Η εφηβεία είναι μία ''πρόγευση'' της ενήλικης ζωής καί όσων συναντήσουμε σε αυτήν; Ίσως ως ένα βαθμό να μπορεί να ισχύει κι αυτό...
Καθ'όλη την διάρκεια της ανάγνωσης ένιωθα πως γύρισα πίσω στην εφηβική μου ηλικία. Μην έχοντας τις ίδιες εμπειρίες με τον πρωταγωνιστή,προσπάθησα να σταθώ δίπλα του ως φίλη. Πόνεσα με την απώλειά του. Χάρηκα με την χαρά του κι ένιωσα ένα ''τσίμπημα'' με την πρώτη του ερωτική απογοήτευση που ευτυχώς για όλους δεν κράτησε πολύ. Οι μηχανισμοί άμυνας στην εφηβεία είναι πολύ ισχυροί κι προστατεύουν με το να βοηθούν να ξεχνιούνται γρήγορα τα όποια αρνητικά. Εκεί όπου όλα μοιάζουν να είναι χαμένα,πάντα ξετρυπώνει μία ακτίνα ελπίδας που γίνεται σαν το φώς ενός φάρου που μας δείχνει την σωστή πορεία που πρέπει να ακολουθήσουμε.
Εν κατακλείδι,το ''Blackbird Μαυροπούλι'' είναι ένα αρκετά καλό βιβλίο που διαβάζεται με το ίδιο ενδιαφέρον από την αρχή έως καί τον επίλογο. Ένα βιβλίο που υμνεί την εφηβική νιότη κι ό,τι αυτή συνεπάγεται. Εμένα αν κι μου άφησε μία γλυκόπικρη αίσθηση,όπως είναι άλλωστε καί η ίδια η ζωή,μπορώ να πώ πως κρατώ μόνο τα θετικά. Εάν σας κίνησε το ενδιαφέρον,αξίζει να το αναζητήσετε.
Ich muss gestehen, dass ich für dieses Buch zwei Anläufe brauchte. Das erste Mal habe ich es frustriert nach ca 100 Seiten aus der Hand gelegt, und zur Bücherei zurück gebracht. Irgendwie kam ich nicht in Mottes Gedankengänge "rein". Nach gut zwei Monaten habe ich dann gesehen, dass es als Audiobook auf Apple Music zur Verfügung stand. Der Autor selbst liest sein Buch. Aha. Naja, einfach mal reinhören. Die Audioversion des Buches ist großartig gelungen, ich habe stellenweise herzlich gelacht (zB als Motte seinen Brief an Jacqueline verfasst), und auch tatsächlich eine Träne verdrückt gegen Ende hin. Es ist generell ein gut geglückter Coming-of-Age Roman, der in den 70iger Jahren der BRD angesiedelt ist, eine Zeit, die mir nicht so geläufig ist, und deswegen auch interessant für mich war. Motte ist ein sympathischer Protagonist, dessen Gedanken wunderbar aufs Papier gebracht wurden. Ich würde jetzt nicht sagen, dass der Roman wahsinnig tiefgängig ist, aber er regte mich doch ein bisschen zum nachdenken an. Ist es wirklich schon wieder so lange her, dass ich selbst 16 Jahre alt war? Wie würde mich Motte wohl beschreiben, wenn ich ein Erwachsener in seinem Leben wäre...
"Wer soll Bogi sein?" Es ist womöglich das einzige, wenn auch gravierende Versäumnis Matthias Brands, dem Dreh- und Angelpunkt dieser Erzählung, Mottes bestem Freund Bogi, erst im Zeitpunkt seiner Beisetzung so etwas wie Kontur zu verleihen. Der gesamte Roman vermeidet es mMn bis zu diesem Zeitpunkt den Leser:innen einen plastischen Eindruck von der Persönlichkeit dieses Jungen zu verschaffen. Womöglich müssen Leser:innen ihn aber auch garnicht erst kennenlernen, um die Trauer nachzuvollziehen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Bei diesem Buch sind mir zweimal die Tränen gekommen.
Das erste Mal vor Lachen, als Motte vom Ursprung seines Freundschafts mit Bogi erzählte: Bogi war zum Karnaval als "ausgelaufene Batterie" in die Schule gekommen. Matthias Brandt erzählt durch den 15 (später 16)-jährigen Motte mit unglaublich viel Humor in seiner Sprache.
Im Laufe des Buches wird es aber ernster. Bogi wird krank, Motte verliebt sich und merkt eine Veränderung in sich selbst. Wo er erst alle Gefühle und Emotionen sauberlich getrennt nach einander empfand, beginnen diese jetzt durcheinander zu laufen, was ihn total verwirrt. Dazu kommen enige Schicksalsschläge. Das zweite Mal, dass mir die Tränen kamen, war bei den allerletzten Sätzen - vor Rührung.
Ein wundervolles, lustiges und doch emotionales Buch über einen Jungen in der Pubertät, der sich mit der Trennung seiner Eltern, die Krankheit seines besten Freundes und die ersten Versuche in der Liebe herumschlagen muss.
Morten ,genannt Motte hat zu kämpfen : sein bester Freund Bogi ist sehr krank. Gleichzeitig verliebt er sich und er und seine Mutter ziehen nach der Trennung der Eltern um. Schule und Lehrer gibt es auch noch. Matthias Brandt beschreibt das Erwachsenwerden in den 70èrn sehr gut und atmosphärisch. Ich habe oft geschmunzelt und mich an manches erinnert. Über manches habe ich nicht geschmunzelt, zum Beispiel über prügelnde Lehrer, die lange keine Konsequenzen zu spüren bekommen. Habe ich auch so erlebt. Im Ganzen habe ich gelacht und geweint. Was will man mehr.
It seems like there are times where coming of age novels strangely resonate and where it feels like it's the beginning of a very long and special summer. I guess this is 2021 for me (maybe I am anticipating the general post pandemic euphoria. Well, in the west, I know, I know. I really do know.)
Novels like these won't win awards but they remind me of why I love books so very much.
Fun fact for the nerds. 'Black Bird' (2019) is a debut novel by 1961 born Matthias Brandt, German actor and son of Willy Brandt, former leader of the SPD and Chancellor (1969-1974). So this novel is so very coming of age in small town BRD in the late 1970s (1977 to be precise). Depending on age and background this will make readers more or less nostalgic but I was thoroughly enjoying some long forgotten slang such as 'Vollhorst' 'Sackgesichtshausen', 'Behindi', 'Pissnelke' and shall try to make asthese 'fetch' again in 2021 to the chagrin of y'all. Ohne quatsch jetzt.
"Motte (Morten) ist 15, geht aufs Gymnasium in Bonn und beginnt gerade, sein eigenbestimmtes Leben in Angriff zu nehmen. Aber da lauern viele Probleme. Bogi, sein bester Freund wird schwer krank, er verliebt sich Hals über Kopf in Jaqueline, wird aber herb enttäuscht. In der Schule hat er gute und fürchterliche Lehrer, aber Schule ist gerade absolute Nebensache. Rauchen und Trinken muss man ausprobieren, ein Umzug steht an, weil sich seine Eltern trennen und Motte kann Bogi schwer im Krankenhaus besuchen, weil er nicht weiß, was er sagen soll. Als dann Bogi stirbt, bricht auch für Motte eine Welt zusammen. Man kennt Matthias Brandt aus Filmen, immer sehr seriös, mit angemessener Stimme. Was er in diesem Roman abliefert ist für mich unglaublich. Weil man es ihm absolut nicht zugetraut hätte, einen Roman über die pubertierende Jugend zu schreiben, eingebettet in eine tieftraurige Geschichte, aber so lustig im Jugendjargon, dass man im traurigsten Moment weinen und lachen gleichzeitig muss. Dabei ist der Roman so wortgewandt geschrieben, dass man Stellen zurückblättert, um sie noch mal zu lesen, die Gedanken- und Gefühlswelt sind so unglaublich einfühlsam dargestellt. Ich bin absolut begeistert. Für mich mein Buch des Jahres 2021. Übrigens: Das Hörbuch von ihm selbst gelesen ist ebenfalls toll.
Tragische Geschichte einer Jungenfreundschaft. Sie versetzt einen aber wieder in die 80er mit ihrem Walkman, Plattenläden und der Musik. Wer ein Kind der 80er ist wird sich häufig an die Stirn fassen und denken "Mensch, das hatte ich ja schon vergessen - genauso war's"......
I read this for school and the first part was really good and I was like „okay so that’s a surprise“ but the second part of the book was kinda okay… I don’t know what happened but I didn’t enjoy it that much anymore… Still it was an interesting read and it deserves ✨3,5✨
Die Sprache des Ich-Erzählers wirkt wie eine karikaturartige Zuspitzung der Jugendsprache der späten 70er. Zwei Seiten sind unterhaltsam, danach war es für mich kaum auszuhalten.