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Die Geschichte selbst ist schnell erzählt. Jedes Jahr zur Urlaubszeit fährt Vittorio Kowalski mit seinen Eltern aus dem Ruhrgebiet ins österreichische Farnach. Hier lernt er Anni kennen, die er anschließend 15 Jahre lang aus den Augen, nicht aber aus dem Gedächtnis verliert. Während der Zeit ohne Anni beschäftigt sich Vittorio mit dem Farnach'schen Wetter, das er für jeden folgenden Tag auswendig weiß. Mit diesem Wissen schafft er es sogar zum Wettkönig von Thomas Gottschalks Wetten, dass...? (obwohl er auf die Frage nach dem Wetter am letzten Tag, an dem er Anni sah, also am ersten Tag seines Wettergedächtnisses, fast keine Antwort weiß). Durch eine gefälschte Karte seines Freundes Riemer, die angeblich von Anni stammt, wird er in den Tourismusort nach Österreich zurückgelockt -- nur, um zu erfahren, dass seine Jugendliebe in den nächsten Tagen den Hotelbesitzer Lukki heiraten soll, der Vittorio schon als Kind die Hölle heiß gemacht hat. Aber vielleicht kann der junge Mann aus dem Ruhrpott doch noch das Schlimmste verhindern?
Gegen Mitte des Buches gibt es dann doch noch einen Toten -- eine Passage, die anzeigt, dass Vittorio und Anni im doppelten Sinne ihre Unschuld verloren haben. Und auch das Ende des Buches ist ein wahrer Paukenschlag. Mit Das Wetter vor 15 Jahren hat Haas bewiesen, dass er auch spannende und originelle Bücher schreiben kann, wenn er gerade einmal keine Krimis schreibt. Und dass diese eben doch so was wie Krimis sind. --Thomas Köster
224 pages, Paperback
First published September 4, 2006
BOOK REVIEW: Mr. Haas, I've been going back and forth for a long time about where I should start.And so it goes on, for 242 pages, five days of interviews between the author and a female reporter. You might think it is boring, but quite the contrary. At first, I was intrigued by the technical challenge that Haas sets himself, by what this tells us about the writing process and the way we read. But soon I found myself laughing with delight, getting involved in the characters, wondering what would happen next. And in the last fifty pages, as Haas and his interviewer draw out the suspense of what is almost an Indiana Jones action sequence (commenting all the while on the author's shifts of perspective, cinematic cross-cutting, and insertion of telling detail), I was literally turning the pages as fast as I could read them.
WOLF HAAS: So have I.
BOOK REVIEW: Unlike you, though, I don't want to start at the end. Actually—
WOLF HAAS: Strictly speaking, I don't start at the end either. I start with the first kiss.