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So ist es auch in Goldbrokat: Die junge Frau, um die es geht, heißt Ariane. Ihr Mann ist ums Leben gekommen, seitdem lebt sie mit ihrem achtjährigen Sohn und ihrer siebenjährigen Tochter in bescheidenen Verhältnissen in Köln, unterstützt nur von einer gestrengen Tante. Die historische Kulisse bildet die Mitte des 19. Jahrhunderts, die Zeit der Industrialisierung. Eine zufällige Begegnung bringt Arianes Leben auf eine völlig neue Bahn: Sie hilft einer fremden Dame, der auf offener Straße das Kleid gerissen war, dieses zu flicken. Die Frau entpuppt sich als die stadtbekannte „Kokette“ LouLou, die so angetan von Arianes flinken Fingern ist, dass sie sie beauftragt, Seidenkleider für die Tänzerinnen in ihrem Revuetheater zu schneidern. Arianes Arbeiten sind prächtig, sodass sich bald auch die Damen der besseren Kreise um ihre Dienste reißen. Und als sie auch noch von einem Seidenhändler umworben wird, scheint ihr Glück perfekt. Doch ein dunkler Schatten der Vergangenheit beginnt sie einzuholen...
Der Roman hält, was man von ihm erwartet: eine gut recherchierte historische Kulisse, eine spannende, ans Herzen gehende Geschichte rund um ein Frauenschicksal, ein Happyend. Dass man das so oder so ähnlich bei Andrea Schacht nicht zum ersten Mal liest, stört da wenig: Wenn einem im Restaurant ein Gericht schmeckt, bestellt man’s beim nächsten Mal ja auch wieder. -- Christoph Nettersheim
608 pages, Paperback
First published January 1, 2009