Das südfranzösische Stadt Louisson leidet unter der Hexenhitze des Junis. Der Deutsche Leon Bernberg betritt das Polizeipräsidium: Er will seine Zwillingsschwester Lune offiziell für tot erklären lassen. Vor zehn Jahren lebte diese eine Zeitlang in Louisson und verschwand dann spurlos. Doch der Polizist Christian Mirambeau will zunächst Nachforschungen anstellen - nicht ahnend, dass er damit sein Glück bereits verspielt hat.
Durch Leons Erzählungen gerät Christian in den Bann der verschwundenen Fremden. Gleichzeitig verwandelt die Hitze die mittelalterliche Stadt in ein Tollhaus erotischer Obsessionen. Dann geschehen zwei abscheuliche Morde. Christian findet heraus, dass beide Männer Lune kannten und ihr verfallen waren. Immer deutlicher zieht sich Lunes Spur auch durch sein Leben ...
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Leon reist von Berlin nach Louisson in Südfrankreich. Hier ist vor 10 Jahren seine Zwillingsschwester Lune spurlos verschwunden. Nun möchte er sie für tot erklären lassen und wendet sich mit seinem Anliegen an den Polizisten Christian Mirambeau. Der jedoch ist von Leons Geschichte fasziniert und nimmt die Spur von Lune wieder auf. Was ist damals wirklich geschehen? 🌸💜🌸 Mein Leseeindruck: Es fällt mir nicht ganz leicht, dieses Buch einzuordnen. Die Geschichte an sich ist durchaus spannend, und ich habe mich immer gefragt, was denn nun mit Lune passiert ist. Trotzdem hatte ich aber auch Schwierigkeiten mit dem Buch, denn leider muss ich sagen, dass ich alle Figuren recht unglaubwürdig fand. Auch waren sie mir alle unsympathisch mit Ausnahme von Christian Mirambeau. Allerdings habe ich auch hier nicht verstanden, wie er als Polizist einen vollkommen fremden Mann bei sich und seiner Familie wohnen lassen kann, der in Zusammenhang mit einer Mordermittlung steht!? Das ist in meinen Augen nicht sehr realistisch. Ich konnte mich in keine der Charaktere hineinversetzen, und besonders Lune fand ich zu überzogen dargestellt. Trotzdem hat mich die Geschichte aber auch gefesselt, weil eben bis zum Ende nicht wirklich klar war, was mit Lune geschehen ist. Ihre Briefe an Leon allerdings habe ich nicht gerne gelesen; die waren mir zum Teil etwas zu langatmig. Dieses Buch lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Folgebände lesen möchte.
Auch wenn Roman draufsteht, verbirgt sich eine raffiniert verstrickte Geschichte zwischen den Seiten. Für mich eine gute Mischung zwischen Psychodrama und Psychothriller. Wer es unblutig und spannend mag, ist hier genau richtig. Für mich ein Lesehighlight und ein klare Leseempfehlung für euch.
Normalerweise lese ich Bücher bei dennen mir die Hauptfiguren so unsympatisch sind wie bei Janusmond nicht zuende. Wer will schon ein Buch lesen über Hauptfiguren die man gradezu hasst?
Nicht so bei Janusmond. Mia Winter beschreibt die Charaktäre und Szenen teilweise so deatiliert das man sich sehr gut in die Situation hineindenken kann. Trotzdem lässt einen das Buch viel Raum für Interpretationen und zum nachdenken.
Von Anfang an sind einem beide Zwillinge Leon und Lune irgendwie sehr unsympatisch.Auch der Rest der Familie scheint nicht unbedingt zu den nettesten Menschen zu gehören. Im Laufe der Geschichte wird einem Leon immer unsympatischer und immer undurchsichtiger. Mia Winter schafft es einem Informationen zu geben und gleichzeitig vorzuenthalten und den Leser die ganze Zeit über im dunklen zu lassen, wer nun wirklich der Böse ist. Ist es ein Zwilling oder gar beide.
Im Buch begleitet man den Polizisten Christian Mirambeau bei seiner Suche nach Lune Bernberger. Ihr Bruder Leon ist nach Frankreich gekommen um sie für Tod erklären zu lassen. Chiristian Mirambeau möchte erstmal einmal Informationen über Lune einholen und macht sich auf die Suche nach der verschwunden Studentin. Im Laufe der Suche trifft er auf immer mehr Menschen die ihm etwas über Lune erzählen. Diese Erzählungen sind fast immer negativ. Irgenwie schafft es Lune spielend alle Welt gegen sich aufzubringen.
Leon erzählt Christian, was seine Zwillingschwester ihm in Briefen geschrieben hat und was ihre Mutter und Großmutter über sie zu sagen hatten.
Das ist auch der einzige Weg auf der der Leser etwas über Lune erfahren kann und aus diesen eher subjektiven Erzählungen muss sich der Leser ein Bild machen.
Noch nie hat mir ein Buch so gut gefallen, bei dem mir die Hauptpersonen so unsympatisch waren.
Such man einen Thriller bzw. Krimi, der eine eher düstere Atmosphäre aufweist und zudem auch noch sehr viel auf der psychischen Ebene mit dem Leser spielt, ist man mit »Janusmond« auf jeden Fall auf einem guten Weg, denn dieses Buch bringt einfach extrem viel mit sich in diesem Bereich, so dass ich es auch nicht unbedingt als Abendlektüre vor dem Schlafen empfehlen kann. Zum einen die Spannung und zum anderen diese Atmosphäre bringen einfach eine Erregung beim Leser mit sich, die einen durchaus ziemlich gut vom Schlafen abhalten kann.
Es ist vielleicht nicht unbedingt das logischste Buch, vor allem beim Verhalten mancher Charaktere, die ich durchweg für manchmal etwas naiv, manchmal etwas zu verrückt gehalten habe. Ebenso auch nicht unbedingt von den Begebenheiten und Abläufen und trotzdem hatte das Buch etwas, vielleicht gerade auch deswegen, weil die Charaktere doch irgendwie besonders sind, anders sind und der Fokus auch sehr stark auf diesen und ihrem Verhalten, ihrer Wirkung auf andere etc. liegt.
Dabei ist es vor allem schon allein spannend, die Geschichte rund um Lune, ihre Vergangenheit, wie andere sie damals wahrgenommen haben, etc. zu erfahren. Jedoch muss ich auch sagen, dass ich Lune in ihrem Verhalten und ihren Gedankengängen häufig nicht so wirklich verstanden habe, aber ich denke, dass dieser Eindruck von ihr auch geweckt werden soll, da sie eine sehr spezielle Person ist. Ebenso ist es bei einem der beiden Protagonisten, ihrem Zwillingsbruder Leon, der auf der Suche nach Lune bzw. der Erkenntnis, was aus ihr geworden ist, ein Mensch ist, den ich schwer einzuschätzen finde, kommt er einem im Buch immer mal wieder sehr sympathisch und an vielen Stellen aber auch so extrem unsympathisch vor, verhält sich so eigenartig, dass man ihn zunächst lange nicht einschätzen kann. Man sich zu fragen beginnt, hat dieser Charakter wirklich ein psychisches Problem oder haben andere es geschafft, dass ihm etwas attestiert wurde, was er nicht hat. Ist er aktiver Part in seinem Leben oder der Spielball anderer. Beim zweiten Protagonisten, dem Kommissar Christian Mirambeau lag da schon eher meine Sympathie, auch wenn ich nicht verstehen kann, wie man in seinem Job so naiv und leichtgläubig sein kann, wie er mir oftmals erschien, jedoch ist er ansonsten ein Charakter, den ich sehr sympathisch fand. Am liebsten war mir jedoch Uldis, sein Kollege und eher ein Nebencharakter, wohl auch, weil er der einzig halbwegs normal denkende Mensch in diesem Roman zu sein schien.
Louisson, der Handlungsort, hat es in diesem Buch geschafft mir extrem unsympathisch zu werden, zu einer Stadt, die ich selbst auf keinen Fall besuchen wollen würde, da sie mir zu verdorben, zu dreckig, zu stickig und einfach nicht liebenswert vorkam, sondern wie ein Ort, an dem ich mich nicht wohlfühlen könnte. Dabei ist die Stadt sehr gut beschrieben, man kann sich viele sehr bildlich vorstellen und dieser Sumpf menschlicher Abgründe, die in dieser Stadt aufgezeigt werden, ist extrem gelungen, schrecken mich jedoch ab und ich kann Lunes Faszination für diesen Ort nicht nachempfinden.
Ein sehr spezielles Buch mit einem Ende, dass ich in manchen Punkten so erwartet habe, mich aber in anderen noch ziemlich überraschen konnte, sehr mit den Abgründen der Zivilisation und der Menschen spielt, einem so einige Facetten der Menschen aufzeigt und mit der dazu passenden düsteren Atmosphäre punkten kann, die dann auch manche kleine Länge bzw. logische Ungereimtheit wett macht.
Zehn Jahre nach dem Verschwinden seiner Zwillingsschwester Lune taucht der deutsche Leon Bernberg in Louisson auf, um sie für tot erklären zu lassen. Doch was wie eine Formalie erscheint, wird für Leon und den mit dem Fall betrauten Inspektor Mirambeau zu einer Reise in die Vergangenheit Lunes. Eine seltsame Faszination übt die fremde Frau auf Mirambeau aus und während er noch fieberhaft die Geschehnisse von vor zehn Jahren zu rekonstruieren versucht, gerät alsbald seine Ehe in Gefahr. Mia Winter hat einen sehr angenehmen Schreibstil, doch ihre Protagonisten sind mir weitestgehend fremd geblieben: Lune lernt der Leser einmal durch die Erzählungen der unterschiedlichen Menschen kennen, die sie vor zehn Jahren getroffen haben und natürlich durch Leon – hauptsächlich jedoch durch die Briefe, die Lune an Leon geschrieben hat und von denen Leon dem Inspektor erzählt bzw. daraus vorliest. Doch Lune hat eine Sicht auf sich und die Menschen in ihrer Umgebung, die mir fremd ist. Dieses provozieren um des Provozieren Willens kann ich nicht nachvollziehen. Leon selbst scheint die ganze Zeit etwas zu verheimlichen – nicht nur vor dem Inspektor, sondern auch vor dem Leser, vielleicht sogar vor sich selbst. Von daher fällt es schwer, ihn einzuschätzen. Auf jeden Fall ist er aber nicht der höfliche junge Mann, den er dem Ehepaar Mirambeau vorspielt. Auch verwirrten mich die vielen Menschen, mit denen Mirambeau spricht. Einmal dadurch, dass sie ihre eigenen Aussagen immer wieder widerriefen, ihre dunklen Seiten, die sich nach und nach offenbarten und auch durch die Beziehungen untereinander, die sich erst mit der Zeit zeigten. Dadurch fiel es mir schwer, nachzuvollziehen, was der Wahrheit entsprach und was nur ein Hirngespinst war. Überhaupt blieb so manches Hirngespinst oder Rätsel unaufgeklärt. So zum Beispiel das Verhältnis der Mutter zu ihren Zwillingen. Warum hat sie nur Lune so viel Geld hinterlassen? Hat Leon Lune wirklich angetan, was der Inspektor meint, aufgedeckt zu haben? Geklärt wird hingegen Lunes Verbleib und auch die Mordfälle, die sich während der Suche ereignen, können zu den Akten gelegt werden. Gern hätte ich jedoch noch gewusst, wie es mit dem Ehepaar Mirambeau weitergegangen ist.
Erster Eindruck: ganz schön düster. Der geschwärzte Buchschnitt erinnert an eine Trauerkarte, was irgendwie passt, da es in dem Buch ja darum geht, eine vermisste Frau für tot erklären zu lassen.
Zweiter Eindruck: Kann man ein Buch gut finden, dessen Hauptpersonen man nicht ausstehen kann? Beim Gedanken an Leon und Lune fällt mir spontan dieses Wort ein: Abscheu. Immerhin wandelt sich diese Abscheu mit der Zeit, und je mehr ich anfangs noch Mitgefühl mit Leon hatte und Unverständnis für Lune, sah es gegen Ende genau andersherum aus.
Je weiter man liest, desto stärker ist der Sog, der einen in die tiefsten Abgründe der Stadt Louisson und vor allem der Menschen, die dort leben, zieht. Unbeschreibliches spielt sich ab und mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie man so ein Leben führen kann, wie es solche Menschen überhaupt geben kann. Man fühlt sich schmutzig, gleichzeitig kann man nicht wegschauen - dieses Buch ist nichts für schwache Nerven.
Nach einigen kleinen Ungereimtheiten bzw. sehr zufälligen Zufällen kam das Ende nicht überraschend, aber befreiend, und man konnte endlich wieder aufatmen.
Bist Du bereit, die helle, aber vor allem auch die dunkle Seite der menschlichen Seele zu erforschen?...