Kiera Brennan ist der aufgehende Stern am Historien-Himmel.
Die Grüne Insel ist vom Krieg gezeichnet: König Henry Plantagenet und seine Normannen sind in Irland eingefallen und tränken die Erde mit Blut. Einzig im Nordwesten der Insel regt sich Widerstand. Die berüchtigten Ritter des Roten Zweiges begehren gegen die Invasoren auf. Zu ihnen stößt der junge Tuan, der als Sohn eines Goldschmieds zwar wenig kampferprobt ist, in Ascall von Toora, dem Anführer der Rebellen, aber einen mächtigen Beschützer findet. Tuan muss seine Treue bald beweisen, denn als Ascall in Gefangenschaft gerät, obliegt es ihm, dessen Geliebte Róisín und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Unterdessen stellt sich Ascall seinem schlimmsten Feind – den eigenen Dämonen ...
Als ich Band 1 Die Herren der Grünen Insel Anfang 2016 gelesen habe, war mir noch nicht klar, dass es auch einen 2. Teil geben wird. Da dieser zu meinen Jahreshighlights gehörte, könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, als dann endlich Band 2 rauskam. Eins vorweg ich wurde nicht enttäuscht.
Ich bin Irland. Geschändet und zerstört, aber nicht willens zu sterben Seite 352
Das Cover, schaut es euch an. Möchte man da nicht gleich seinen Koffer packen und nach Irland reisen. Und dafür muss man gar kein Flugzeug besteigen, nur die Seiten öffnen und schon ist man in Irland. Zwar 1175, keine so gemütliche Zeit auf der Grünen Insel, aber dafür bekommt man einiges geboten. Zur Orientierung gibt es eine Karte am Anfang und am Ende des Buches. An diesem findet man auch ein Personenverzeichnis sowie eine Zeittafel und ein Nachwort der Autorin.
Ich lese eigentlich keine historischen Bücher, meist sprechen sie mich einfach nicht an. Umso mehr muss ich der Irland Saga zugutehalten, wie sehr sie mich fesseln konnte. Dies lag zum einen an dem Setting. Irland fasziniert mich, die Geschichte und die Legenden, alles was mit der Grünen Insel zu tun hat, weckt mein Interesse. Doch auch der Schreibstil von Kiera Brennan (ein Pseudonym) trug dazu bei, dass ich weder Band 1 noch Band 2 aus der Hand legen konnte. So habe ich, wie auch schon für Band 1, nur 2 Tage gebraucht um das Buch zu lesen oder sollte ich eher sagen zu inhalieren. Langweile kam keine auf beim Lesen. Die Autorin beschreibt zwar vieles so, dass der Leser es sich gut vorstellen kann, verliert sich dabei aber nicht in Nebensächlichkeiten.
Die Geschichte wird aus der Perspektive der verschiedenen Protagonisten erzählt. Wer Band 1 noch nicht gelesen hat, sollte diesen Abschnitt überspringen, da er sonst gespoilert wird, wer aus Band 1 überlebt hat. Schon in Band 1 mochte ich Ascall von Toora sehr gerne, auch als man noch nicht so genau wusste, was sich hinter seiner finsteren Mine verbirgt. Auch hier hat die Autorin seinen Charakter wieder großartig dargestellt, besonders seine innere Zerrissenheit, aber auch seine Stärke, welche nicht von seiner Muskelkraft herrührt. Auch Róisín wieder zu sehen hat mich sehr gefreut. Habe ich die Beziehung der beiden doch sehr genossen. Mit Tuan, einem jungen Goldschmied wird ein neuer und gewichtiger Charakter eingeführt und mit ihm seine Gefährten. Man trifft noch mehr alte Bekannte wieder, die zum Teil im Verlaufe der Handlung einige starke Entwicklungen machten, wenn nicht immer ganz freiwillig.
Das Besondere an den Charakteren ist, man kann sie nicht einfach in eine Schublade stecken. Nicht nur, weil sie allerhand verbergen. Sondern auch, weil sie so vielschichtig sind. Grausamkeiten sind an der Tagesordnung und so sehr ich manchen, oder eher einen bestimmten Charakter gehasst habe, so empfand ich doch, manchmal, zumindest ein bisschen, auch so etwas wie Mitleid mit ihm. Und auch habe ich um einen gehassten Charakter geweint, nicht um seiner selbst Willen, sondern um derer, die ihn liebten. Nicht dass dies das einzige Mal gewesen wären. Nein, die Geschichte hat mich des Öfteren zum Weinen gebracht. Und wieso? Weil die Autorin es geschafft hat, dass mir die Charaktere so nahe gingen, mich ihr Schicksal so sehr berührt hat.
Wir sind wie Irland und die Normannen. Wenn wir eine Zukunft haben wollen, dürfen wir nicht in der Vergangenheit verharren. Seite 689
Zur Geschichte. Die Handlung spielt über einen Zeitraum von 11 Jahren. Es gibt auch immer wieder Zeitsprünge, sodass manche Jahre übersprungen werden. Durch die wechselnden Perspektiven entstand eine große Spannung, wollte man doch stets wissen, wie es dem jeweiligen Protagonisten geht. Es herrscht Krieg, wenn nicht gegen die Besetzer, dann Ire gegen Ire. So gab es jede Menge Tod und Gräueltaten. Oft war ich schockiert über diese Brutalität. Hier wird nichts beschönigt oder gar romantisch dargestellt. Das Leben war grausam und brutal. Man verhungerte, erfror, würde ermordet, geschändet. Dies verlieh dem Buch eine gewisse Authentizität, bedrückte aber auch. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch Hoffnung und schöne Momente.
Fazit: Ich weiß gar nicht so recht, von was ich euch zuerst vorschwärmen soll. Die Charaktere, so facettenreich in allerlei Grauabstufungen. Der Geschichte, so authentisch erzählt. Dem Setting Irland. Den Emotionen, die ich durchlitten habe, als ich die Protagonisten begleiten durfte. Wie ich mit ihnen gebangt und um sie geweint habe. Der Thron der Wölfe wird genauso wie sein Vorgänger auch wieder zu meinen Jahreshighlights zählen
Klappentext Die Grüne Insel ist vom Krieg gezeichnet: König Henry Plantagenet und seine Normannen sind in Irland eingefallen und tränken die Erde mit Blut. Einzig im Nordwesten der Insel regt sich Widerstand. Die berüchtigten Ritter des Roten Zweiges begehren gegen die Invasoren auf. Zu ihnen stößt der junge Tuan, der als Sohn eines Goldschmieds zwar wenig kampferprobt ist, in Ascall von Toora, dem Anführer der Rebellen, aber einen mächtigen Beschützer findet. Tuan muss seine Treue bald beweisen, denn als Ascall in Gefangenschaft gerät, obliegt es ihm, dessen Geliebte Róisín und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Unterdessen stellt sich Ascall seinem schlimmsten Feind – den eigenen Dämonen ...
Meine Meinung Es war eine Weile her, dass ich den letzten Band gelesen habe, daher fiel mir der Einstieg in die Welt und zu den Charakteren etwas schwer. Während Henry Plantagenet ein Teil von Irland für sich beansprucht hat, verursacht Irland immer sich dagegen zu wehren, doch auch bei ihnen geht um Kleinkriege innerhalb der Machtgefüge, dass die normannischen Invasoren nicht immer das erste Problem sind. Wir begleiten Ascall von Toora, dem Anführer der Rebellengruppe den Ritter des Roten Zweiges, und seine Anvertrauten, der versucht, seine Leute zu retten, auch wenn er dabei immer wieder gegen die Normannen aufgetrieben wird. Gleichzeitig geht es um die britische Besatzung, die verschiedenen eingesetzten Stadthalter von Henry Plantagenet, der Kampf der Söhne von ihm um Macht und Gebiete, und deren Verbindungen untereinander. Es ist eine schwierige Zeit in der ein gewisser düsterer Unterton herrscht, aber auch Hoffnung geschürt wird. Es ist episch, es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Nach den Anhängen und kurzer Recherche hat die Autorin auch auf historische Korrektheit geachtet, was mir wirklich imponiert hat. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Eine gelungene Fortsetzung und ein gelungener Abschluss der Geschichte rund um Irland und den Rittern des Roten Zweiges, der mir genauso gut gefallen hat wie der Vorgänger. Das Buch konnte mich wirklich richtig gut unterhalten, daher gibt es verdiente 5 von 5 Würmchen
Was für eine tolle Fortsetzung. Ich war ja schon vom Vorgänger begeistert, denn ich fand den Aufbau der Geschichte wahnsinnig toll und mich hat es absolut begeistert, welche eine Fülle an Information dem Leser hier geboten wurden, so war ich natürlich auch auf diese Geschichte hier wahnsinnig gespannt. Nach Beendigung kann ich nun sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.
Die Handlung war wieder sehr interessant. Es geht hauptsächlich um die Vorherrschaft in Irland, allerdings gibt es auch unter den einzelnen Personen diverse Unstimmigkeiten, die geklärt werden. Ich fand es wahnsinnig spannend zu erfahren, wie sich die ganzen Handlungen entwickeln werden. Allerdings kann ich euch sagen, dass man echt aufpassen muss, dass man nichts durcheinander bringt. Es gibt nämlich wirklich viele Personen und so natürlich auch entsprechend viele Ereignisse.
Besonders gelungen fand ich, wie von der Autorin viele Dinge eingebaut wurden, die wirklich passiert sind, denn diese Aufbereitung fand ich wirklich interessant. Auch die Mischung von fiktiven und realen Personen fand ich gelungen. Es gibt übrigens am Ende des Buches eine Liste mit den ganzen Personen und die passende Erklärung dazu. Diese Liste fand ich wirklich nötig.
Gefreut habe ich auch wieder einige alte Bekannte zu sehen, denn gerade auf das Zwischenspiel von Ascall und Tuan habe ich mich gefreut und es ich kann euch sagen, dass es wieder richtig unterhaltsam war.
Die Schreibweise hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich fand es toll, wie die Autorin, die ganzen Ortschaften und alles dargestellt hat. So, konnte ich mich wirklich gut in diese Geschichte versetzen, weil alles sehr realistisch gewirkt hat. Auch hatte ich das Gefühl, dass wirklich gut recherchiert wurde. Das Buch braucht etwas bis man es durch hat, denn es hat wahnsinnig viele Seiten, aber wenn man mal dabei ist, kann man es nicht loslassen.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es wunderbar, denn es passt wunderbar zum Vorgänger. Auch finde ich, dass das Cover stimmig zur Handlung entworfen wurde, denn die Farben wirken sehr dunkel und düster und ich empfand die Stimmung ebenso in der Geschichte.
Zur Autorin: Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen Bestsellerautorin, deren Romane bei zahlreichen deutschen Verlagen erschienen sind. Ihre Irland-Saga, beginnend mit dem Historienepos Die Herren der Grünen Insel und gefolgt von Der Thron der Wölfe, spielt im Irland des Hochmittelalters – eine Epoche, die Brennan seit jeher fesselt. Während langer Irlandaufenthalte hat sie an Originalschauplätzen recherchiert und sich von der wildromantischen Landschaft der Insel inspirieren lassen
Quelle: Verlag
Fazit: 5 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung. Ich kann euch das Buch nur weiterempfehlen, denn es lohnt sich definitiv, allerdings sollte man den Vorgänger kennen, ansonsten könnte es schwierig werden.
Nachdem ich in letzter Zeit mit einigen historischen Romanen Probleme hatte, war ich hier mal wieder weitestgehend zufrieden. Ich hatte wirklich das Gefühl, eine glaubwürdige historische Geschichte zu lesen, in der mir die politischen und gesellschaftlichen Probleme Irlands in dieser Zeit nahegebracht werden und in der der historische Hintergrund nicht nur farbenfrohe Kulisse für die Handlung ist.
Auch die Entwicklung der Figuren scheint mir in den meisten Fällen hier sehr gelungen dargestellt und aufgrund der Handlung nachvollziehbar. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie vielschichtig und wirken authentisch.