Zeiten des Umbruchs verlangen mutige Entscheidungen
Koblenz in den Goldenen Zwanzigern: Die Firma des einstmals erfolgreichen Süßwarenfabrikanten Felix Dorn steht kurz vor dem Bankrott. Sein Sohn Eric, der traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt ist, zeigt kein Interesse daran, sich um das Geschäft zu kümmern. Ganz anders seine Tochter Ella, die mit einer neuen Idee den einstigen Wohlstand der Familie zurückerobern möchte – gegen den Willen ihrer Verwandten, die andere Pläne mit ihr haben. Sie will sich auf Schokolade spezialisieren, ein Luxusgut, das großen Gewinn verspricht ...
Der große Traum einer jungen Chocolatière – der Auftakt einer opulenten Familiensaga
4,5 Sterne Ich mochte Ella super gerne. Sie ist ein unglaublich starker und beeindruckender Charakter. Ich fand es unglaublich spannend und beeindruckend wie es Ella trotz allem geschafft hat ihren Traum zu verwirklichen. Das stelle ich mir zur damaligen Zeit für eine Frau wirklich schwierig vor. Ich bin auch schon auf den zweiten Band gespannt und hoffe das auch dort Ella immer wieder auftaucht.
Die Geschichte besticht für mich vor allem aus der Tatsache heraus, dass sie in meiner unmittelbaren Wohnumgebung spielt. All die Orte und Straßen kenne ich. Das Aussehen der Zeit um 1925 ergoogle ich mir, sodass ich auch das Aussehen der damaligen Zeit ins Lesen integriere. Das ist so, als wäre man direkt dabei.
Die Geschichte als solche ist einfach und entspannt zu lesen. Genau das Richtige für einen sonnigen Nachmittag oder gemütlichen Abend auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten.
Koblenz in den 20er Jahren. Die Süßwarenfabrik Dorn steht vor dem finanziellen Ruin. Ella und Eric, die Kinder der verstorbenen Eltern, wollen diese weiterführen. Doch wie, wenn keine finanziellen Mittel vorhanden sind? Meinung: Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und die Geschichte liest sich wirklich flüssig. Manches Mal hatte ich sogar richtig Lust auf Schokolade während dem Lesen, so real konnte ich eintauchen. aber: Streckenweise wurde mir die Geschichte zu kurz gehalten und abgehakt. Was geschah wirklich mit Eric, dass er so traumatisiert war? Viele Kriegsheimkehrer waren traumatisiert. Dies fehlt in seiner Geschichte. Mir war zu wenig Entwicklung und zu wenig Bemühen von Eric da. Ella: Sie ist raffiniert und weiß, was sie tun muss, um ihr Erbe zu retten. Aber wie hat sie ihren zukünftigen Ehemann überzeugt? Dies wird zwar kurz angeschnitten, war mir aber zu wenig. Der Szenenwechsel von der Idee, ihren Ehemann bis zur Hochzeit war in zwei Sätzen abgehakt. Fazit: Insgesamt fehlte es mir an Tiefe, Sprünge (zeitlich) waren mir oft zu groß. Aufgrund der Story selbst und des Schreibstils 3 Sterne von mir.