Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und voller Hoffnung brechen Lore und Fridolin nach Berlin auf. Hier tritt Fridolin einen bedeutenden Posten in einem Bankhaus an, und Lore erfüllt sich ihren großen Traum, mit ihrer Freundin einen Modesalon zu eröffnen. Doch bald muss sie erkennen, dass sie von den Damen der Gesellschaft geschnitten, ja dass ganz offensichtlich gegen sie intrigiert wird. Dann beginnt es auch noch in ihrer scheinbar so glücklichen Ehe zu kriseln, denn Fridolin hat eine alte Bekannte wieder getroffen – die Besitzerin des Edelbordells Le Plaisir ...
Aprilgewitter von Iny Lorentz: historische Romane im eBook!
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Autorenehepaar.
Elmar, Iny Lorentz' Ehemann und Co-Autor, stammt aus Bayern und wuchs in einem kleinen Bauerndorf mit fünf Höfen auf. Sein Interesse für Literatur wurde von seiner Religionslehrerin schon früh erkannt und nach Kräften gefördert. Ebenso wie seine spätere Ehefrau begann er bereits als Schüler zu schreiben. Nach einer durch die Umstände bedingten beruflichen Umorientierung, die ihn im Lauf der Jahre in verschiedene Firmen führte, kam er 1981 nach München und erhielt dort eine Stelle im selben Versicherungskonzern wie Iny, die er bereits seit mehreren Jahren kannte und ein Jahr später heiratete. Schon früh entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, die sich später auf alle weiteren Projekte auswirkte.
Iny Lorentz wurde 1949 in Köln geboren und besuchte dort die Volksschule. Nach dem Schulabgang arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bevor sie das Abitur auf dem Abendgymnasium nachholte. Das darauf folgende Medizinstudium musste sie mangels finanzieller Reserven nach drei Semestern an den Nagel hängen und sich beruflich neu orientieren. Zunächst arbeitete sie als EDV-Operator und besuchte nebenbei eine zweijährige Samstagsschule, die sie als Organisationsprogrammiererin abschloss. 1980 zog Iny Lorentz nach München und arbeitet seitdem in einer großen Versicherung als EDV-Spezialistin. Schon früh begann sie zu schreiben, zunächst nur für sich, doch dann bot sich ihr die Gelegenheit Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien zu veröffentlichen. Ein gemeinsam mit ihrem Ehemann Elmar verfasstes Kinderbuch sowie mehrere Bücher zu Fernsehserien markierten den weiteren Weg als Autorin, bis schließlich 2003 mit "Die Kastratin" der erste historische Roman erschien.
Es folgten im Jahr 2004 "Die Goldhändlerin" und „Die Wanderhure“, die sie schlagartig berühmt machten, sowie 2005 "Die Kastellanin" - der Fortsetzungsband der "Wanderhure" - und "Die Tatarin" und im Jahr 2006 „Das Vermächtnis der Wanderhure“ (Teil 3 der Wanderhuren-Saga). Bevor 2008 mit „Die Tochter der Wanderhure“ der vierte Band über die Wanderhure Marie folgte, erschienen „Die Löwin“, „Die Pilgerin“ und „Die Feuerbraut“. 2009 folgten „Die Rose von Asturien“, ein Roman aus der Zeit Karls des Großen, die „Ketzerbraut“ und ihre Lore-Trilogie - „Dezembersturm“, „Aprilgewitter“ und Juliregen" -, die im 19. Jahrhundert spielt. Mit "Töchter der Sünde" ist 2011 der fünfte Band der Wanderhuren-Saga erschienen, deren ersten drei Teile mittlerweile äußerst erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt wurden.
Nachdem Iny und Elmar ihre Romane viele Jahre neben ihren normalen Brotjobs geschrieben haben, leben sie seit 2007 als freie Schriftsteller in einem Ort in der Nähe von München und haben Ideen für noch viele weitere Romane.
Langatmig, ständige Wiederholungen, die Geschichte kommt nicht aus dem Quark. Künstliche Figuren, dazu immer wieder die Betonung, dass ein Mann sich im Bordell doch super „entspannen“ kann. Den dritten Teil lese ich nicht mehr.
Bei "Aprilgewitter" handelt es sich um die Fortsetzung von "Dezembersturm". Nachdem die jungen Eheleute Trittin von Bremen nach Berlin gezogen sind, macht Fridolin schon bald Karriere als Vizedirektor einer Bank. Dabei fällt er seinem Vorgesetzten als willkommener Schwiegersohn ins Auge. Dazu steht ihm lediglich dessen Frau Lore im Weg. Schon bald machen unhaltbare Gerüchte um die junge Frau ihre Runde in der Berliner Upperclass. Aber Lore wäre nicht Lore, wenn sie nicht mit viel Witz, Verstand und beherztem Handeln, ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt und nebenbei ihren Mann vor einem Mordanklage rettet, ein Attentat auf den Prinzen verhindert und die naive Bankierstochter vor einer Vergewaltigung bewahrt. Die Fortsetzung ist um Längen besser und glaubhafter als "Dezembersturm" und liest sich wahnsinnig flüssig. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten und Widersachern, aber auch neue Bösewichte und Helden bereichern die Geschichte um Lore Freifrau von Trittin. Am meisten mochte ich die Szenerie des Berlins um die Jahrhundertwende, sowie die Darstellung vieler preußischer Verhaltensweisen. Manchmal musste ich schmunzeln, weil man beim Lesen eine Vorstellung bekommt, wo die Vorurteile des gradlinigen, humorlosen Deutschen ihren Ursprung haben. Wer Iny Lorentz kennt, weiß das sich ihre Bücher lesen wie ein Porno und Sex eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Auch in diesem Buch werden sie dieser Erwartung gerecht. Mir war es ehrlich einen Tick zuviel, aber ich wußte ja worauf ich mich einlasse. Alle die den Vorgängerroman mochten, kann ich das Buch empfehlen, aber man kommt auch gut in die Geschichte ohne sich erst in "Dezembersturm" zu vertiefen.
Am Anfang sehr sehr langatmig. Ab der Mitte passiert für meinen Geschmack viel zu viel Gleichzeitig und immer etwas neues. Das Ende ist dann im Vergleich zum Rest sehr kurz und knapp gehalten
Kurzbeschreibung: Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und voller Hoffnung brechen Lore und Fridolin nach Berlin auf. Hier nimmt Fridolin einen bedeutenden Posten in einem Bankhaus an, und Lore erfüllt sich ihren großen Traum, mit ihrer Freundin einen Modesalon zu eröffnen. Doch die schöne Zeit soll nicht anhalten. Die Frauen der adeligen und auch der höheren bürgerlichen Gesellschaft intrigieren gegen sie und Lore weiß nicht, dass Fridolin mittlerweile seine frühere Bekannte Hede Pfefferkorn, die Besitzerin des Bordells "Le Plaisir", wieder getroffen hat...
Zur Autorin: Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman "Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. "Die Wanderhure" wurde zu einem Millionenerfolg. Seither folgt Bestseller auf Bestseller, die Iny Lorentz zur erfolgreichsten deutschen Autorin im Bereich historische Unterhaltung machten und in zahlreiche Länder verkauft wurden.
Lore setzte sich und knüllte, als der Wagen anfuhr, ihre Handschuhe zusammen. Gerne wäre sie voller Zuversicht und dem Wissen aufgebrochen, dass Fridolin zu ihr zurückkehren werde. Doch immer wieder schob sich Wilhelmine Grünfelders Gesicht in ihre Überlegungen. (Seite 600)
Rezension: Nach dem doch etwas enttäuschenden "Dezembersturm" habe ich nun "Aprilgewitter" beendet und muss sagen, dass dieser Teil doch einiges gegenüber dem Vorgänger wettmacht. Es wird definitiv mehr auf die einzelnen Figuren eingegangen, es gibt einige interessante Handlungsstränge, die aber meines Erachtens wiederum zu schnell und einfach aufgelöst werden, z.B. das geplante Attentat auf Prinz Wilhelm, da hätte ich mir noch etwas mehr Spannung versprochen.
Positiv aufgefallen ist mir, dass die Personen in diesem Band weitaus mehr an Tiefe erreichen. Lore hat sich charakterlich stark weiterentwickelt und strotzt nur so von Selbstbewusstsein, auch wenn die höhere Gesellschaft Berlins sie schneidet und gegen sie intrigiert. Um kurz auf die Zeit, in der der Roman spielt, das Ende des 19. Jahrhunderts, zu kommen, hätte ich mir noch ein paar mehr Beschreibungen dieser Zeit gewünscht: Außer, dass die Frau an sich nicht viel zählt und Bordelle Sündenpfuhle darstellen, wurde meiner Ansicht nach nicht näher darauf eingegangen.
Nichtsdestotrotz gelingt es Iny Lorentz mit "Aprilgewitter" annähernd an ihre Stärke anzuknüpfen: Viele Charaktere, mehrere Handlungsstränge, eine anständige Brise Herzschmerz und ein zufriedenstellendes Ende. Desweiteren muss der Leser nicht zwingend den Vorgängerband "Dezembersturm" gelesen haben, um sich in der Handlung zurechtzufinden, da einige wichtige Vorkommnisse nochmals kurz angerissen werden. "Aprilgewitter" hat mich definitiv mehr begeistert als sein Vorgänger.
Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist zur Geschichte passend wieder sehr gelungen: Im Vordergrund eine junge Frau mit einer Rose in der Hand, die sehr nachdenklich scheint, im Hintergrund die Andeutung einer Berliner Prachtstraße mit Kutschen und flanierenden Personen.
Fazit: "Aprilgewitter" ist um Längen besser als "Dezembersturm" - empfehlenswert zu lesen für herbstliche Tage, ohne zwingend den Vorgängerband kennen zu müssen.
Klappentext: Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und voller Hoffnung brechen Lore und Fridolin nach Berlin auf. Hier tritt Fridolin einen bedeutenden Posten in einem Bankhaus an, und Lore erfüllt sich ihren großen Traum, mit ihrer Freundin einen Modesalon zu eröffnen. Doch bald muss sie erkennen, dass sie von den Damen der Gesellschaft geschnitten, ja dass ganz offensichtlich gegen sie intrigiert wird. Dann beginnt es auch noch in ihrer scheinbar so glücklichen Ehe zu kriseln, denn Fridolin hat eine alte Bekannte wieder getroffen – die Besitzerin des Edelbordells Le Plaisir …
Über die Autorin: Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman “Die Kastratin” die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit “Der Wanderhure” gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft.
Meinungsbildung: Ich stehe ja total auf Iny Lorentz Romane. Ihr Schreibstil ist interessant und fesselnd. Man kann viel voraussehen, doch sind ihre romantischen Geschichten aus meiner Sicht nie abgeschmontzt! Aprilgewitter ist Band zwei der Tretin – Reihe. Lore und Fridolin sind glücklich in Berlin und Lore hat ihren Modesalon. Doch so rosig bleibt es nicht, aber das gehört ja dazu. Ich mag Lore als Charakter sehr, sie ist ein kleiner Dickkopf und hat eine feste Meinung vom Leben und weiß was sie will. Fridolin ist da anders, er lässt sich sehr von anderen beeinflussen… wer hat zwar auch gewisse Vorstellungen was er tun will, aber er lässt sich oft von anderen beraten. Das bringt ihm auch die Probleme. Ich war total gefesselt und konnte es nicht zur Seite legen. Denn dieses Mal war es kein purer Liebesroman, sondern eher ein kleiner Krimi. Eine böse Intrige muss gelöst werden, damit Lore und der liebe Fridolin glücklich bleiben können. Dieses Glück steht unter einem dunkeln Stern, aber es geht gut aus und das wünscht man sich ja am Ende.
Fazit: Interessanter romantischer Roman mit leichtem Krimigehalt. Ich liebe den Schreibstil und werde definitiv Band 3 lesen.
Historischer Krimi, wie ich gerade gesehen habe, ist es die Fortsetzung des Buches Dezembersturm ... hat aber beim Lesen nicht gestoert. Es war gut, mal wieder was auf deutsch zu lesen, nervig wie graphisch einige Sexszenen beschrieben werden, insgesamt ganz gut, aber nicht Spitze.