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Diktatoren als Türsteher Europas: Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert
Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknü Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zu diesem Thema. Ihr Buch ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik."Von geschützten Grenzen und der Öffnung der Märkte träumt die EU. Von geschützten Märkten und offenen Grenzen träumt Afrika. Solange dieses Interessensdilemma nicht gelöst ist, wird es keine echte Partnerschaft geben."Christian Jakob, Simone Schlindwein
Perfect Paperback
Published October 4, 2017
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
March 9, 2018
Ein wichtiges Buch das aufzeigt wie die Europäische Union mit dem angrenzenden Kontinent Afrika umgeht. Es wird deutlich vermittelt, dass die Europäische Union sich schon vor der sogenannten Flüchtlingskrise über die Lage Afrikas und dessen Folgen für die Migration nach Europa bewusst war.
Präventiv wurden und werden Projekte unter dem Deckmantel der Entwicklungspolitik für Afrika angeboten und durchgeführt. Seien es Mauerbau, Überwachungssoftware, Grenzkontrollen, Rüstungsgüter oder Infrastrukturprojekte. Sie alle dienen letztendlich den Europäischen Interessen, die Migration aus Afrika zu verhindern. Und das mit fatalen Folgen.
Ob das Ertrinken im Mittelmeer, Verdursten auf dem Weg durch Afrika, oder Folter die in Autoritären Afrikanischen Ländern durchgeführt wird. Die Europäische Union und ihre Außenpolitik trägt maßgebend zu diesen Umständen bei.
Um die eigenen Grenzen zu schützen wird mit Regimen zusammengearbeitet, die Menschenrechte mit Füßen treten und die Situation in diesen Ländern für Einheimische verschlimmert.
Und die vermeintliche Entwicklungshilfe hilft am Meisten dann doch den Europäern selbst, nicht nur weil durch sie weniger Flüchtlinge nach Europa kommen, sondern auch weil die Europäische Wirtschaft durch die von der Europäischen Politik angepriesenen Projekte gute Verdienste macht. So fließt Steuergeld an Afrikanische Staaten, die dann Europäische Firmen bezahlen um Projekte durchzuführen, die sie als Gegenleistung für die "Entwicklungshilfe" umsetzen müssen.
Das Buch beschreibt auch die Ignoranz der Europäer gegenüber den Afrikanern und das vergessen der Europäer über ihre eigenen Taten in der Kolonialzeit. So bekommt man den Eindruck, dass die Europäer die Afrikaner nicht als Menschen ansehen, oder wenn sie dies tun, als Menschen, die nicht so wichtig sind. Da werden schon mal Eritreer zu Senegalesen umgemünzt um sie Abschieben zu können. Vieles was in dem Buch steht ist keine leichte Kost und eigentlich unverstellbar. Und gerade deswegen ist dieses Buch wichtig, weil es den Lesern verdeutlicht in was für einer Union sie Leben und wie die Union stellvertretend in ihrem Namen, den Kontinent Afrika in einer neo-kolonialistischen weise immer noch ausbeutet.
Den einzigen Kritikpunkt den ich zu dem Buch habe, ist das es vereinzelt nicht gut strukturiert ist. Ein paar Information sind doppelt oder dreifach. Und bei manchen Beschreibungen über Verhältnisse, sind zu viele unnütze Wörter dabei. Aber dies, glaube ich, war dem Zeitdruck geschuldet der auf den Schultern der Autoren lag. Schließlich beschreibt das Buch Zustände die bis hin zum Ende 2017 reichen. Und da das Buch im Dezember 2017 erschienen ist, scheinen diese Mäkel der Zeit geschuldet. Ich bin mir sicher, das spätere Versionen, besser strukturiert und überarbeitet werden.
Präventiv wurden und werden Projekte unter dem Deckmantel der Entwicklungspolitik für Afrika angeboten und durchgeführt. Seien es Mauerbau, Überwachungssoftware, Grenzkontrollen, Rüstungsgüter oder Infrastrukturprojekte. Sie alle dienen letztendlich den Europäischen Interessen, die Migration aus Afrika zu verhindern. Und das mit fatalen Folgen.
Ob das Ertrinken im Mittelmeer, Verdursten auf dem Weg durch Afrika, oder Folter die in Autoritären Afrikanischen Ländern durchgeführt wird. Die Europäische Union und ihre Außenpolitik trägt maßgebend zu diesen Umständen bei.
Um die eigenen Grenzen zu schützen wird mit Regimen zusammengearbeitet, die Menschenrechte mit Füßen treten und die Situation in diesen Ländern für Einheimische verschlimmert.
Und die vermeintliche Entwicklungshilfe hilft am Meisten dann doch den Europäern selbst, nicht nur weil durch sie weniger Flüchtlinge nach Europa kommen, sondern auch weil die Europäische Wirtschaft durch die von der Europäischen Politik angepriesenen Projekte gute Verdienste macht. So fließt Steuergeld an Afrikanische Staaten, die dann Europäische Firmen bezahlen um Projekte durchzuführen, die sie als Gegenleistung für die "Entwicklungshilfe" umsetzen müssen.
Das Buch beschreibt auch die Ignoranz der Europäer gegenüber den Afrikanern und das vergessen der Europäer über ihre eigenen Taten in der Kolonialzeit. So bekommt man den Eindruck, dass die Europäer die Afrikaner nicht als Menschen ansehen, oder wenn sie dies tun, als Menschen, die nicht so wichtig sind. Da werden schon mal Eritreer zu Senegalesen umgemünzt um sie Abschieben zu können. Vieles was in dem Buch steht ist keine leichte Kost und eigentlich unverstellbar. Und gerade deswegen ist dieses Buch wichtig, weil es den Lesern verdeutlicht in was für einer Union sie Leben und wie die Union stellvertretend in ihrem Namen, den Kontinent Afrika in einer neo-kolonialistischen weise immer noch ausbeutet.
Den einzigen Kritikpunkt den ich zu dem Buch habe, ist das es vereinzelt nicht gut strukturiert ist. Ein paar Information sind doppelt oder dreifach. Und bei manchen Beschreibungen über Verhältnisse, sind zu viele unnütze Wörter dabei. Aber dies, glaube ich, war dem Zeitdruck geschuldet der auf den Schultern der Autoren lag. Schließlich beschreibt das Buch Zustände die bis hin zum Ende 2017 reichen. Und da das Buch im Dezember 2017 erschienen ist, scheinen diese Mäkel der Zeit geschuldet. Ich bin mir sicher, das spätere Versionen, besser strukturiert und überarbeitet werden.
July 23, 2018
Wichtiges, gut recherchierter Buch, das einen guten Überblick über die Migrationspolitik der EU und teilweise auch der AU gibt und noch einmal genau aufzeigt, welche furchtbaren Mechanismen hinter einer Festung Europa stehen. Auch wenn es vor bald einem Jahr erschienen ist, ist es noch sehr zu empfehlen.
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