Gletscher und Geysire, wilde Pferde und schräge Charaktere, ein exzessives Nachtleben, Björk und die höchste Dichte an erfolgreichen Island hat längst eine Gebrauchsanweisung verdient.Trolle und Elfen, heiße Quellen und Vulkane, die ganz Europa Der halb deutsche, halb isländische Schriftsteller Kristof Magnusson zeigt uns das sagenhafte Island wie das alltägliche – das jüngste Land der Erde, das vom Erdbeben bis zur Finanzkrise keinen Unfug auslässt. Er kennt das Sterben der Fischerdörfer und die Landflucht, nimmt uns mit in Nationalparks und zu Sommerfestivals, bei denen die Isländer in Scharen zelten. Er verrät, wie das Nachtleben in Reykjavik und wie die isländische Schwimmbadkultur funktioniert. Warum hier jeder zwei Jobs hat und wie die Banken größer werden konnten als der Staat. Weshalb die Sagas für die isländische Kultur immer noch so wichtig sind. Und was es mit der »Kochtopfrevolution« auf sich hat.
4,5/5 ⭐️ Eine wunderbare Gebrauchsanweisung! 🤍 Das Buch ist weder Reisebericht, noch -führer und doch umfasst es alles, was man wissen sollte — inklusive Fettnäpfen und Dos und Donts im isländischen Schwimmbad. Einziges Manko: Ein paar Bilder zwischendrin wären schön gewesen 🫣 Aber ich freue mich jetzt noch viel mehr auf unseren Urlaub 🥰
Dem Autor genügen sechs Stichwörter (Schwimmbäder, Vulkane, Wirtschaftskrisen, Natur, Literatur, Hauptstadt) um in 190 Seiten einen aufschlussreichen Eindruck von Island zu schaffen. Sehr unterhaltsam und interessant. Für mich die bislang beste, da übersichtlichste Gebrauchsanweisung aus der Piper Reihe.
"Selbst wer auf dem Laugavegur auf allen vieren kotzend nach seinem rechten Schuh sucht, kann sich eines gewissen Restrespekts gewiss sein."
Sehr witzig geschrieben, nicht klassisch touristisch sondern mit deutlich mehr Einblick und Humor. Gefällt mir sehr gut. Ich sollte mehr dieser Gebrauchsanweisungen lesen.
Nachdem ich die Gebrauchsanweisung für Amsterdam gelesen hatte, hatte ich mir bei diesem Buch etwas anderes erwartet - mehr generelle Tipps und eigenheiten der Bevölkerung. Stattdessen erfährt man viel über Geschichte und Kultur, was natürlich auch interessant ist und aufgrund des Schreibstils angenehm zu lesen ist. Das liegt wohl auch daran, dass Island recht wenig Einwohner und nur eine wirkliche Stadt hat. Trotzdem lesenswert.
Dieses Buch gibt auf humorvolle Weise einen Einblick in die isländische Lebensweise, Geschichte und Kultur. Man merkt, dass der Autor in beiden Kulturen (der deutschen und der isländischen) zu Hause ist, das wirkt alles sehr authentisch. Schade finde ich nur, dass das Alltagsleben für mich ein wenig zu kurz kommt, da hätte ich mir noch mehr Anekdoten gewünscht.
Als Urlaubsvorbereitung ist Magnussons Gebrauchsanweisung für Island gerade noch rechtzeitig erschienen. Als Halbisländer ist er eine ideale Besetzung für das Schreiben derselben, außerdem hat er schon einige andere literarische und übersetzerische Erfolge vorzuweisen, wie seine Website belegt.
Ganz im Stil der Reihe ist das Buch eine Mischung aus unterhaltsamen Anekdoten und (vermutlich) hilfreichen Informationen über den Lebensstil der Isländer und das "jüngste Land der Erde". Die sieben Kapitel beschäftigen sich mit Islands Entstehungsgeschichte und seiner Besiedlung, die Schwimmbadkultur, die Finanzkrise 2008 und ihre Hintergründe, die Natur Islands, Literatur und das Leben in der Hauptstadt Reykjavík - und zeichnen damit ein recht umfassendes Bild Islands, teils schwärmerisch, was Magnusson als "Íslandsvinur" (=Islandfreund) auch gar nicht zu verbergen versucht, teils aber auch hinterfragend ironisch.
Nach der Lektüre habe ich nun das Gefühl ein bisschen mehr über die Isländer zu wissen und blicke der Reise mit gespannter Erwartung entgegen, aber auch in dem Bewusstsein, dass ich vermutlich auf dem besten Weg bin, auch ein "Íslandsvinur" zu werden.
Informative, kurzweilige Lektüre mit Einblicken in die isländische Geschichte, Kultur und "Mentalität". Was mir etwas fehlt, sind mehr Einblicke in den Alltag (also Aspekte, wie sie im letzten Kapitel gegeben werden). Mich würde z.B. mehr zum Miteinander, zur Gesellschaft, zum Bildungssystem oder zu den Medien interessieren. Es muss doch noch mehr Punkte geben, in denen sich das Leben auf Island von dem in Deutschland unterscheidet? Also, für mich hätte das Buch noch etwas länger, ausführlicher sein dürfen in Sachen "Gebrauchsanweisung" für den Alltag. Auch wäre eine Aktualisierung des Kapitels zur Wirtschaftskrise sinnvoll, denke ich. Mein 2014 erschienenes Buch ist auf dem Stand von 2010.
"In den letzten Jahren scheint es nur noch zwei Gruppen von Deutschen zu geben: die, die schon einmal in Island gewesen sind, und die, die unbedingt einmal hinwollen."
Man kann ja nie früh genug mit den Vorbereitungen einer Reise beginnen und die Bücher der "Gebrauchsanweisungen"-Reihe des Piper-Verlags eignen sich immer gut für eine erste Annäherung an ein bisher "unbesuchtes" Land. Kristof Magnusson beschreibt humorvoll und sehr persönlich alle wichtigen Aspekte des jüngsten Lands der Erde - man möchte sich am liebsten gleich in den nächsten Flieger nach Reykjavík setzen. Ich hätte mir jedoch mehr Informationen zu Natur und Landschaft und weniger Details zur Finanzkrise gewünscht.
Ein super Buch um einen schnellen Überblick über Island (Land und Leute) zu bekommen.
Einen herkömmlichen Reiseführer mit Top Ten Listen, kurzen Artikel und Landkarten von vorne bis hinten durchzulesen ist doch etwas anstrengen und wohl eher ein Nachschlagewerk. "Gebrauchsanweisung für Island" hingegen, liest sich eher als Roman mit Kapiteln zu den verschiedensten Themen. Von den ersten Siedlern auf Island, über die Geschichte des Landes, die Krise und die Natur (von Vulkanausbrüchen zu Umwelt-Demos) bis zum Nachtleben in Reykjavik. Der Autor hat selbst isländische Wurzeln und spricht oft aus eigener Erfahrung, was dem ganzen einen persönlichen Touch gibt. Dass er selbst Schriftsteller ist und einen guten, humorvollen Schreibstil hat ist auch ein großes Plus.
Ein Buch mit sehr vielen nützlichen Informationen über Island. Wer vielleicht schon einiges über Island weiß, wird sicher auch jede Menge unnützes (und viel interessanteres) Wissen über Island erfahren. Oft stößt man beim Lesen auf Namen oder Dinge, von denen man zwar vielleicht schon einmal gehört oder gelesen hat, jedoch nie so richtig wusste, wer oder was das eigentlich ist. In diesem Buch wird all das auf ganz natürliche und vor allem humorvolle Weise erläutert. Und das von jemandem, der wirklich weiß, wovon er spricht. Sehr empfehlenswert!
Mit einem Augenzwinkern auf die Befindlichkeiten der Isländer über die Erwartungen deutscher Touristen ist dieses Buch ein Meisterwerk eines Autoren, der in zwei Welten zu Hause ist.