Sammy, der zehnjährige Sohn äthiopischer Einwanderer, wird bei einem Brandanschlag an der Hand verletzt. Er versteht nicht, warum man ihm und seiner Familie das antut. Gut, er hat eine andere Hautfarbe als die anderen - er ist braun wie Milchkaffee - aber ist das ein Grund, ihn zu hassen? Besonders hart trifft es ihn, daß er wegen seiner verletzten Hand beim Musikwettbewerb nicht Klavier spielen kann und daß sein Erzfeind Boris - der rothaarige Streuselkuchen - an seine Stelle tritt. Doch dann ist es ausgerechnet Boris, der eine Idee hat, die Sammy völlig überrascht...
Das Buch (bzw. dessen Autorin) meint es sicherlich gut. Aber ich begreife nicht, wie ein Buch einen Friedenspreis gewinnen konnte, indem nicht nur ‚Asylbewerber, Flüchtlinge und andere Probleme‘ steht, sondern auch noch selbst die Lehrerin nicht widerspricht, als die Lüge verbreitet wird, Migranten würden Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen.
Der meiste sonstige Inhalt dieses Buches ist tatsächlich ganz gut und gegen Rechts gewandt, aber diese Stellen waren dann doch einfach zu viel, zu rassistisch, als dass man dieses Buch einem Kind unbegleitet zu lesen geben könnte.
(German translation below/Deutsche Übersetzung weiter unten)
This book is intense for a children's book. Sammy, the young protagonist, experiences trauma as a result of a racist attack. None of the adults seem to really listen to him, which may be realistic, but I don't know if that's good for kids to read. Sammy's experiences and feelings are complicated and I think he makes for a really good protagonist.
The way that the book addresses racism and racist attacks is... a bit cheap? One of the adults who stood and watched during the racist attack... feels sorry and restores Sammy's teddy which got damaged during the attack, then gave it back to him with a note "Not everyone throws stones". Which would be nice if this same guy hadn't also given an interview to a newspaper before that where he said "At least they're doing something" (referring to the attackers).
I don't know if the book is accurate in its portrayal of racism at the time (it's set in the early 90s) or if it's helpful for children to learn about racism. I definitely think that if it's read by anyone younger than 15, a parent or other adult should talk to them about it, because the description of Sammy's traumatic experiences and his panic attack IS intense.
Deutsche Version:
Dieses Buch ist sehr intensiv für ein Kinderbuch. Sammy, der junge Protagonist, erleidet ein Trauma aufgrund eines rassistischen Übergriffs. Keiner der Erwachsenen um ihn scheint ihm richtig zuzuhören, was realistisch sein mag, aber ich weiß nicht ob das gut ist für Kinder, es so zu lesen.
Die Art, wie das Buch Rassismus und rassistische Übergriffe anspricht ist... etwas simpel? Einer der Erwachsenen der dastand und dem Übergriff zusah... hat Mitleid und repariert Sammys Teddy, der im Übergriff beschädigt wurde, und gibt ihn zurück mit einer Notiz "Nicht alle werfen Steine". Was nett wäre, wenn derselbe Typ nicht auch einer Zeitung ein Interview gegeben hätte, wo er meinte "Die machen wenigstens was" (womit er die Angreifer meint).
Ich weiß nicht ob das Buch korrekt ist in der Darstellung von Rassismus zu der Zeit (es spielt in den frühen 90ern) oder ob es hilfreich ist für Kinder, um über Rassismus zu lernen. Ich denke jedenfalls, dass sollte es bei irgendwem unter 15 gelesen werden, Eltern oder irgendein Erwachsener mit ihnen drüber reden sollte, denn die Darstellung von Sammys traumatischen Erlebnissen und seiner Panikattacke IST sehr krass.
I read this for school but I loved it though. I think it’s good that they write about racism in a kid‘s book, so that they learn in a young age that racism is awful.