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Feanors Fluch

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Wenn ein Fantasy-Schriftsteller seine Sache besonders gut macht, so sagt Tolkien, dann können "seine Worte ein ferner Abglanz oder Widerhall des Evangeliums in der realen Welt sein". Nichts weniger hat er versucht mit seiner "Nebenschöpfung", der Erschaffung einer eigenständigen Welt samt Schöpfungsgeschichte und Geographie, mit ihren eigenen Zeitaltern und Sprachen. Tolkiens Hauptwerk, Der Herr der Ringe erzählt nur einen kleinen Ausschnitt, das Ende des dritten Zeitalters -- vorangegangen sind lange Jahre, deren Ereignisse den mythischen Untergrund von Tolkiens Welt bilden.

Eine der zentralen mythischen Gestalten ist der Elb Feanor. "Er war groß, schön und gebieterisch von Angesicht, mit durchdringend klaren Augen und rabenschwarzem Haar, rege und beharrlich in allem was er unternahm. Wenige haben je durch Rat seine Wege zu ändern vermocht, niemand durch Gewalt." Feanors Lebenswerk sind die Silmaril, drei große Edelsteine, in denen das Licht der Bäume von Valinor, dem Land der Götter, eingefangen ist. Die Silmaril sind das Sinnbild für die Größe und die Hybris der Elben -- ihretwegen kommt es zum Sündenfall, zur Vertreibung aus dem Paradies. Alles Leid, aber auch aller Heldenmut der nachfolgenden Geschichten ist eine Folge dieser Verbannung.

Feanors Fluch sollte nur lesen, wer Tolkiens Hauptwerk bereits kennt und schätzt -- dann bietet die wunderschön erzählte Legende einen weiteren Einblick in Tolkiens Mythenwelt. Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt eines wesentlich umfangreicheren Werkes, dem Silmarillion. Hier erzählt Tolkien von der Geburt der Welt in der Musik, von der Erschaffung der Elben und Menschen, der Zwerge und Orks, von den Ereignissen der drei Zeitalter und ihren leidvollen Schicksalen. Im Herrn der Ringe wird nicht nur häufig auf diese Ereignisse Bezug genommen, es leben auch noch einige der Protagonisten und ihre Nachfahren, und die Ereignisse des Ringkrieges sind nur eine Variation der alten Mythen.

Das biblisch anmutende Silmarillion mag einige überfordern -- wer dennoch mehr über die Welt der Ringe und Elben erfahren will, für den ist Feanors Fluch eine reizvolle und andächtig stimmende Lektüre. --Birgit Will

124 pages, Paperback

First published January 1, 1991

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179 people want to read

About the author

J.R.R. Tolkien

792 books77.6k followers
John Ronald Reuel Tolkien: writer, artist, scholar, linguist. Known to millions around the world as the author of The Lord of the Rings, Tolkien spent most of his life teaching at the University of Oxford where he was a distinguished academic in the fields of Old and Middle English and Old Norse. His creativity, confined to his spare time, found its outlet in fantasy works, stories for children, poetry, illustration and invented languages and alphabets.

Tolkien’s most popular works, The Hobbit and The Lord of the Rings are set in Middle-earth, an imagined world with strangely familiar settings inhabited by ancient and extraordinary peoples. Through this secondary world Tolkien writes perceptively of universal human concerns – love and loss, courage and betrayal, humility and pride – giving his books a wide and enduring appeal.

Tolkien was an accomplished amateur artist who painted for pleasure and relaxation. He excelled at landscapes and often drew inspiration from his own stories. He illustrated many scenes from The Silmarillion, The Hobbit and The Lord of the Rings, sometimes drawing or painting as he was writing in order to visualize the imagined scene more clearly.

Tolkien was a professor at the Universities of Leeds and Oxford for almost forty years, teaching Old and Middle English, as well as Old Norse and Gothic. His illuminating lectures on works such as the Old English epic poem, Beowulf, illustrate his deep knowledge of ancient languages and at the same time provide new insights into peoples and legends from a remote past.

Tolkien was born in Bloemfontein, South Africa, in 1892 to English parents. He came to England aged three and was brought up in and around Birmingham. He graduated from the University of Oxford in 1915 and saw active service in France during the First World War before being invalided home. After the war he pursued an academic career teaching Old and Middle English. Alongside his professional work, he invented his own languages and began to create what he called a mythology for England; it was this ‘legendarium’ that he would work on throughout his life. But his literary work did not start and end with Middle-earth, he also wrote poetry, children’s stories and fairy tales for adults. He died in 1973 and is buried in Oxford where he spent most of his adult life.

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Anka.
1,115 reviews65 followers
Read
September 1, 2021
Die Übersetzung fand ich nicht gut gelungen, da es mir stilistisch alles viel zu biblisch anmutete. Hinter den seltsam altmodischen Sätzen konnte man kaum die fantastische Welt erkennen.
Echt nur was für Hardcore Tolkien Fans.
Profile Image for Lily.
470 reviews240 followers
August 25, 2021
haha so funny that they called this translation "Feanor's Curse"!
Profile Image for Kritz.
44 reviews2 followers
February 14, 2019
Über das Buch:

Diese Erzählung ist fest mit Tolkiens Werk "Das Silmarillion" verwoben und wurde, laut dem Klappentext des Buches und meiner Recherchen, wenige Jahre nach Tolkiens Tod als eigenes Büchlein herausgegeben. Es erzählt die Vorgeschichte von "Der Herr der Ringe", gilt als dessen >Schlüsselmythos< und handelt von vomKrieg zwischen den Noldor und dem bösen Morgoth.


Inhalt und Stil:

Im Land Valinor, westlich von Mittelerde, herrschen Frieden und Glückseligkeit. Mitten in diese schöne Zeit wird Feanor geboren, ein Elb aus Noldor. Man verspricht sich viel Großes von dem jungen Helden, der sehr feurig und künstlerisch begabt zu sein scheint.

Währenddessen ist das Ainur-Wesen Melkor neidisch auf das Glücklichsein des Volkes und verbreitet böse Gerüchte und Lügen. Schließlich verschwindet er, zerfressen vor Zorn und Missgunst, nachdem er zuvor eigentlich freigelassen worden war, da er seine ursprüngliche Strafe abgesessen hatte.

Er geht gefährliche Bündnisse ein, stachelt die Noldor-Elben gegen die Valar auf und versucht, Feanor für sich zu gewinnen.

Für Feanor und seinesgleichen beginnt nun somit einer der wichtigsten Kriege in der Geschichte Mittelerdes.

Das Buch ist übersetzt von Wolfgang Krege übersetzt, und an manchen Stellen finde ich es einen Ticken zu dick aufgetragen - das ist zwar typisch Tolkien, aber dennoch fand ich manchmal, dass man das doch mit etwas weniger Pathos oder etwas weniger melodramatisch hätte formulieren können.

Insgesamt hat mir der Stil jedoch gefallen. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse - es ist nun mal eine Erzählung, die zum Silmarillion gehört. Welches ich übrigens schon mehrmals in meinem Leben klagvoll abgebrochen habe. Genau das hätte ich für dieses Büchlein nicht tun sollen, denn da ist es ganz praktisch, das Silmarillion gelesen zu haben.

Dennoch konnte ich nach wenigen Startschwierigkeiten gut in die Narrative eintauchen und die stilvolle Ausschweifungen genießen.

Meine Meinung:

Ich werde Tolkien immer mögen und trotzdem natürlich kritisch betrachten. Ich finde, dass seine Werke teilweise einfach Geschmackssache sind. So auch dieses hier. Bibelhaft anmutend, ausschweifend, vage und teilweise abstrakt - das gefällt nun wirklich nicht allen. Mir aber schon. Ich musste manchmal zurückblättern um zu sehen, wie das-und-das denn nochmal genau war, und wie diese Figur denn nochmal hieß...aber als ich dann den groben Überblick hatte sah ich hinter den vielen schönen Worten und Sätzen auch die Geschichte. Und die hat mir auch sehr gut gefallen.



Am entzücktesten war ich, wenn ich Zusammenhänge und Referenzen mit/zu anderen Geschehnissen oder gar Personen in Mittelerde erkannt habe. Zum Beispiel zu gewissen anderen Elben, der Spinne Kankra oder eben irgendwelche wichtigen Vorfahren.

Ich liebe die Welt die Tolkien erschaffen hat einfach ungemein.
Profile Image for Shelly Argeneau.
489 reviews4 followers
March 24, 2025
Etwas mehr Hintergrundinfos aber sonst ist eigentlich fast alles wie beim Silmarillion 😅
Profile Image for Alexandra.
33 reviews3 followers
January 21, 2016
Die Geschichte hat mir persönlich wirklich gut gefallen. Tolkien hat eine ganz besondere Art und Weise die Figuren zum Leben zu erwecken.

Vor allem sein Schreibstil hat mir gefallen.
Profile Image for Disaster Tiefling.
29 reviews
April 6, 2018
Sehr viele Namen. Man sollte sich also etwas Zeit nehmen. Ansonsten eine sehr schöne Geschichte.
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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