130 Geschichten über die süße Wollust - von Autoren, deren Namen aus der erotischen Literatur nicht wegzudenken sind, aber auch von Verfassern, denen man solche amourösen Phantasien, sinnlichen Träume und heimlichen Wünsche gar nicht zugetraut hätte: Harry Rowohlt, Monty Python, Erica Jong, Giacomo Casanova, Gustave Flaubert, Mario Vargas Liosa, Oscar Wilde, Anais Nin, Marquis de Sade u.v.a.
Robert Johann Arthur Gernhardt war ein deutscher Schriftsteller, Dichter, Zeichner und Maler.
Im Dezember 2008 stiftete die Landesbank Hessen-Thüringen im Andenken an Robert Gernhardt den beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst angesiedelten Robert-Gernhardt-Förderpreis (heute: Robert-Gernhardt-Preis). Er wird seit 2009 jährlich an je zwei hessische Autoren vergeben, um sie darin zu unterstützen, ein besonderes literarisches Projekt zu verwirklichen.
Der Konstanzer Germanist Hermann Kinder gab einst (1986) eine „pikante Stellen“-Anthologie aus der klassischen (und gegenwärtigen) Literatur für den Zürcher Haffmans Verlag heraus. Ich hatte das als irgendwie frech und belebend in Erinnerung behalten. Haffmans ließ im Jahr 1996 diesen, mir als antiquarisches Goldmann-Taschenbuch vorliegenden, zweiten Band folgen. Dann gab es 2001 noch „Die allerneuste klassische Sau“ bei Heyne. Als in die Pleite gegangener Verleger, einstiger Diogenes-Lektor und Loriots Schwiegersohn ging Gerd Haffmans zum Zweitausendeins-Versand, den es jetzt auch schon seit Jahren nicht mehr gibt, bzw. er hat sich in ein Türschild bei der Hamburger Ganske Verlagsgruppe verwandelt, und brachte 2007 „Scharfe Stellen“ in den Umlauf. Haffmans ist heute 80, während Hermann Kinder im Jahr 2021 verstarb.
Hart wurde es. Dieses Buch ist lang und wird einem immer noch länger. Es kommen etliche Tropfen und schmierige Flecken vor, die sich jeder schon denken kann. Und die üblichen Verdächtigen: Casanova, Benoîte Groult, Fay Weldon, der viktorianische Engländer Walter, Anais Nin, Goethe, Francois Rabelais, Josefine Mutzenbacher, Zola, Erica Jong, Boccaccio, Joris-Karl Huysmans, Mark Twain, Gottfried Benn, Maupassant, Wedekind, Burroughs, Brecht, Queneau, Malaparte, Aristophanes, Aretino, Oscar Wilde. Jeweils nur kurz.
Vor allem sollte diese Anthologie wohl ein heimlicher Verlags- und Verkaufsalmanach für schwerer verkäufliche Titel aus dem Haffmans Verlag werden, der es dann aber sowieso nicht mehr lange machte. Und das ging mir auf den Keks. Seitenlang Gerhard Mensching, Robert Gernhardt, Harry Rowohlt, Karr & Wehner, Stephen Fry, Daniil Charms, Max Goldt, Vladimir Sorokin, David Lodge, Harold Nebenzal, Julian Barnes, Eugen Neter, Bob Leuci, Karla Schneider, Margit Schneider etc. Mit irgendwelchen wenig interessierenden Romanschnipseln, die – recht entfernt - auch was mit Sex zu tun haben.
Noch übler wird’s dann immer, wenn man mal was echt Abartiges in der Sammlung haben will. SM, schwul, lesbisch, Sodomie, Koprophilie. Peinlich geschmacklose Zufallstreffer, aus denen sich rein nichts erlesen lässt.