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Lord Gamma

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Dies ist die abenteuerliche Geschichte von Stan Ternasky, der in einem Pontiac ohne Motor eine schnurgerade, ewig abwärts führende Straße entlangrollt, durch eine Landschaft, die sich alle 180 Kilometer wiederholt, auf der Suche nach Klonen seiner Frau.

557 pages, Paperback

First published January 1, 2000

35 people want to read

About the author

Michael Marrak

44 books5 followers

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Community Reviews

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1 star
2 (3%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for EmBe.
1,198 reviews26 followers
July 25, 2021
Diese Rezension aus dem Jahr des Erscheinen habe ich noch nicht hier bei Goodreads eingestellt.
Der neueste Roman von Michael Marrak. Der Autor dürfte dieser Umstand am meisten erfreuen. "Lord Gamma" ist sehr ansprechend gestaltet und Gruner Druck in Erlangen, wo die meisten Klein(st)verlage ihre Bücher drucken lassen, sorgt für hohe Qualität. Das Cover stammt von Thomas Thiemeyer und ist sehr gelungen, wenngleich es auch nicht sehr viel mit dem Inhalt des Romans zu tun hat, aber das liegt wahrscheinlich am Autor, denn das Cover war für eine Sammlung von Erzählungen gedacht, bei der "Lord Gamma" als Novelle oder Kurzroman geplant war und der Plot noch ein anderer war. Zurück zum Inhalt: Stan Tarnasky will einer seltsamen irrealen Welt, die aus einer Halbwüste besteht, in der sich entlang einer ständig abwärts führenden Straße von Robotern bewachte Bunkersysteme befinden, ausbrechen. In diesen leben seit einer ominösen Katastrophe Menschen, oder besser deren Klone, die glauben, hier einen Atomkrieg überlebt zu haben. In jedem der Bunkersysteme sind es die selben Klone, nur die dort herrschenden Gesellschaftssysteme, an deren die mysteriösen vermutlich außerirdischen Lords stehen, sind verschieden. Weshalb dies so ist, weiß Stan nicht und er kann nur Anweisungen von Lord Gamma, einer Stimme aus dem Radio, die genau Bescheid weiss, folgen. "Der Schlüssel" hinaus ist in einer der Klone, ein Klon von Stans Freundin Prill. Die Klone verhalten sich wie Menschen, können aber ihre Bunkerzone nicht verlassen ohne zu sterben. Stan muss bei seiner Reise so mehrere Male den Tod seiner Freundin miterleben. Doch als er den Clon gefunden hat, ist er immer noch nicht am Ende seiner Odyssee angelangt, die Bunkerwelt ist nur eine Ebene von vielen innerhalb einer bizarren Welteinheit. Doch da gibt es noch den Stan Ternasky, der in einem Superflugzeug aus dem Jahre 2017 aufwacht, das sich langsam vor seinen und den Augen einer Schicksalsgefährtin zu bilden scheint. Und die dritte Ebene bewegt sich Prill in einer Wesenheit, die die Umgebung aus ihrer Erinnerung zu bilden scheint. "Lord Gamma" ist eines der Bücher, bei denen der Rezensent aufpassen muss, nicht zu viel zu verraten, denn der Rätselcharakter ist Teil des Leseerlebnisses. Der Leser weiß nicht mehr als Stan und erlebt die Welt durch ihn. Michael Marrak stößt hier seinen Helden wieder in eine bizarre Welt, die er bis zum Ende nicht durchschaut, und die er manchmal nur erleiden kann. Übermächtige Wesenheiten scheinen ein Spiel mit ihm zu treiben, so dass er rebelliert, den vorgegebenen Weg verlässt oder zumindest verlassen versucht. Ein fast schon existentialistischer Ansatz und vermutlich ein Teil des Lebensgefühls des Autors, denn das zieht sich durch das ganze Werk Marraks, war schon bei "Die Stadt der Klage" ausgeprägt. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die Handlung ist spannend bis zum Ende. "Lord Gamma" zeichnet sich wieder durch eine außergewöhnliche Phantasie aus, die Einfälle überwältigen den Leser manchmal regelrecht. In diesem Roman sind die Charakterisierungen nicht wichtig, die Entwicklung der Gedanken- und Gefühlswelt manifestiert sich in der phantasmagorischen Außenwelt, durch die die Figuren sich bewegen, nicht in ihnen selbst. Diese Methode des Phantastischen findet in diesem Werk eine bisher noch nicht gekannte radikale Ausprägung. Über der Verfolgung der abenteuerlichen Handlung und bizarren Einfällen sollte man diesen Grundgedanken nicht vergessen. Im Vergleich zu den vorangegangenen Werken hat Marrak einen Schritt hin auf ein größeres Publikum gemacht. Die Form des Romans hat er im Griff. Der Sprache ist prägnant und lebhaft und auch der skurrile Humor des Autors scheint immer wieder durch, so dass sich der Roman gut lesen lässt. Wer sich auf dieses Buch einlässt, der wird belohnt.
1,120 reviews9 followers
January 18, 2022
Er fährt ohne Motor die Strasse runter, alle 135 km gelangt er in eine andere Zone. Sie gehört einem anderen Lord. Der geheimnisvolle Gamma hat ihm den Auftrag erteilt, in die Festung jedes Sektors einzudringen und den Clone seiner Ehefrau Prill rauszuholen. Dann soll er mittels eines Geräts prüfen, ob sie die richtige ist (was immer das heißt). Wenn nicht, muss er sie töten, denn sie stirbt qualvoll beim Übergang in die andere Zone.

Die Geschichte und das Setting sind reichlich kompliziert. Ich muss gestehen, dass ich teils nicht aufmerksam genug gelesen hatte und irgendwann feststellen musste, dass ich nicht wirklich begriffen hatte, was das ganze sollte. Gegen Schluss wird es nämlich immer undurchsichtiger... Der BRAS-Raum, die String-Ebene, die 4. Dimension, Aliens, ein Kollapsar. Meine Güte, was denn noch?
Weniger wäre definitiv mehr gewesen
Profile Image for Nada.
244 reviews
November 6, 2024
Ich weiß noch nicht, was ich denken soll.

Am Anfang wurde ich richtig in die Geschichte hineingezogen, man will unbedingt wissen, was passiert, die Charaktere sind cool, es liest sich sehr leicht und die Geschichte schreitet voran.
Desto weiter man kommt, desto abgefahrener wird es, immer Fragen kommen auf. Aber irgendwann ist es zu viel. Ich hatte das Gefühl, manche Szenen wurden willkürlich gesetzt, zu sehr waren diese aus dem Kontext. Die letzten Seiten musste ich mich wirklich quälen, weiterzulesen. Sehr schade, am Anfang war es wirklich gut. Einige Szenen kompakter zu gestalten, hätte dem Buch gutgetan.

Die Beschreibung des Klappentextes verrät auch echt wenig, da passiert so viel mehr in diesem Buch als nur eine Straße … Das hätte man ruhig andeuten dürfen ;)

Alles in allem, würde ich das Buch empfehlen, ja, aber unter vorbehalt.
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