Die "Heiligen Rollen" hatten Borbarads Kommen vorhergesagt, sie hatten prophezeit, dass viele Maraskaner ihre Heimar verlassen würden, um an einen Ort zu fliehen, der ihnen Schutz vor Borbarad, dem Dämonenmeister, bieten könnte. Wo aber auf der Welt lag dieser Ort? Die Schriften verschwiegen es, und die Suche nach ihm glich der nach einem Zweiglein im Treibgut des Hira... Nein, niemand wusste, ob dieser Ort sich finden ließe, nicht einmal, ob er überhaupt existierte.
Die Geschichte um den kultistischen Auftragsmörder ist interessant geschrieben und gehört definitiv zu den wertigeren DSA Romanen. Das liegt daran, dass Witzko sich Mühe gibt, hier wirklich die Welt aufzubauen, in diese einzutauchen und auch Tiefe in die Charaktere zu bringen. Etwas, was die vorherigen DSA-Romane nur bedingt geschafft haben. Die Geschichte schafft es, spannend zu bleiben, und entwickelt erst am Ende kleinere Längen, die aber völlig okay sind.
Stiltechnisch wechselt dabei häufiger die Erzählperspektive, was zwar kurz ungewohnt, aber doch ganz erfrischend ist. Auch der Humor sitzt dabei und artet nicht aus.
Für Leute, die aktiv DSA auch spielen, ist die Geschichte vermutlich noch einen Ticken besser.
Immer wieder eine Freude, habe den Roman jetzt zum zweiten mal gelesen und mir gefällt einfach sein Schreibstil. Die Geschichte ist zwar simpel, aber doch spannend und man kann das Buch kaum weglegen.