Rotziger Punker trifft auf arroganten Feenprinzen.
Louis hasst alles: das System, die Arbeit und seine Mutter. Dass er schwul ist und niemand davon wissen darf, ist allerdings sein größtes Problem. In seinem Freundeskreis fällt es ihm immer schwerer, seine Neigungen zu verbergen. Erst recht vor seinem besten Kumpel. Da hilft auch der von seiner Mum auferlegte Zwangsurlaub in Irland nichts. Lou versucht, sich mit ihr zu vertragen, aber nach einem Streit kann er nicht anders und haut mitten in der Nacht ab. Allen Warnungen der Einwohner zum Trotz wandert er die Hügelgräber hinauf; nichts ahnend, dass er beobachtet wird. Es ist Beltane und die Pforten zur Anderswelt stehen offen ...
Zwei völlig verschiedene Welten prallen aufeinander; ein Antiheld mit schwierigen Familienverhältnissen und ein Prinz, der nichts als Hass in seinem Herzen trägt.
Feenprinz-Reihe, Band 1: Zwei Welten Entspricht 154 Taschenbuchseiten Jeder Band der Feenprinz-Reihe ist Teil einer fortlaufenden Geschichte und nicht abgeschlossen.
Hinweis: Dieses Buch enthält Feenstaub, Herzschmerz, eine Menge Kraftausdrücke und detailliert beschriebene homoerotische Szenen.
Mein erstes Buch der Autorin, das ich dank einer Leserunde lesen durfte. Ich bin immer noch sehr froh, dass ich teilnehmen durfte. Ich bin total begeistert und will definitiv noch mehr von ihr lesen.
Louis ist ein 17-jähriger Punk, dem das Leben nicht gerade zu Füßen liegt und das Glück hat er auch nicht mit Löffeln gegessen. Seine Mutter nervt ihn, da sie mit ihm auf einen Trip nach Irland will und ihm ständig vorschreibt, was er zu tun und zu lassen hat, worauf er gar keine Lust hat, umso mehr sehnt er sich seinen Geburtstag her. Seine besten Freunde sind eine Truppe Punks mit den ungewöhnlichsten Namen aber das Herz am rechten Fleck. Doch auch wenn er keine Lust darauf hat, fährt er mit seiner Mutter nach Irland, wo er die Legende über Feen hört. Feen, das sind doch alles nur Märchen, so denkt er. Aber was ist, wenn sich Märchen als wahr herausstellen?
Louis ist ein rotzfrecher dreister Punk, der sich nimmt, was er will und dem seine Mitmenschen außer seinen Freunden ganz egal sind. Ob noch andere Leute zu Schaden kommen könnten interessiert ihn nicht. Die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben, wodurch man mehr von seinen Gefühlen und Gedanken erfährt. Auf der einen Seite ist er sympathisch auf der anderen Seite geht er einem auf den Keks, weil er einfach so dreist ist. Er nimmt keine Rücksicht und dergleichen. Er hat ein riesiges Problem mit seiner Sexualität, was aber nicht ganz nachvollziehbar ist. Denn seinen Freunden nach, weiß es eh schon jeder von ihnen und keiner stört sich dran. Louis ist ein typisch pubertierender Teenie und diesbezüglich überzeugend rüber gebracht. Allerdings macht es das auch schwierig, denn er wird bald 18 und es sollte also eine langsame Entwicklung stattfinden. Durch seine Macken und Schwächen wird er menschlich. Die bisherigen Nebencharaktere wie seine Freunde und seine Mutter werden gut von ihm beschrieben, sodass man sich schon ein kleines Bild von ihnen machen kann, dennoch sind sie noch sehr transparent.
Ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin hat mir besonders gut gefallen. Er ist passend zu Louis umgesetzt, sprich es fallen Flüche und es ist alles eher umgangssprachlich. Dafür wird dem ganzen eine gewisse Portion Humor verliehen, was einen echt immer wieder zum schmunzeln bringt, weil er nun mal sehr direkt ist und sich auf den Kopf gefallen ist. Was mich allerdings gestört hat, war der Wechsel von Realität in die Anderswelt, sprich den Fantasyaspekt. Das war so plötzlich und ich kam mir etwas vor wie in einem Zeichentrick-Kinderfilm. Ich bin auf den Fanatsysprung nicht ganz klar gekommen und warte jetzt einfach mal den Folgeband ab. Es ist der erste Band einer Serie, deshalb endet die Geschichte mit einem Cliffhänger aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Man bekommt nur noch mehr Lust und fiebert dem nächsten Band entgegen. Man hat auch wirklich das Gefühl man schaut sich eine Serie an. Man erlebt erst Louis alltägliches Leben mehrere Kapitel lang ehe es überhaupt auf die Irlandreise geht. Mich persönlich hat das nicht gestört, weil es mal eine andere Schreibweise und Vorgehensweise als sonst ist. Man konnte noch mehr in die Geschichte abtauchen und auch in Louis selbst. Dafür reist einen der Cliffhänger einen total raus, wie halt bei einer Serie, wo man auf die nächste Folge oder Staffel wartet. Ich hoffe wirklich, ich kann bald weiterlesen, mich hat der Feenglitzerstaub schon verzaubert und ich kann den nächsten Band kaum erwarten. Man sollte das Buch eher als Einleitung sehen. Es wird Louis vorgestellt und man setzt den ersten Schritt in das Feenreich. Wenn man mit diesem Aspekt das Buch anfängt u lesen, wird man nicht enttäuscht.
Wer also mal auf etwas andere Fantasy Lust hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.