Das um 1200 entstandene Nibelungenlied ist das berühmteste und wirkungsmächtigste deutsche Heldenepos. Es gehört zum Kanon der großen Werke der Weltliteratur wie Homers Illias oder Vergils Aeneis, war Vorlage für zahllose literarische, musikalische, bildnerische und filmische Adaptionen. Spätestens seit dem Welterfolg von Tolkiens Der Herr der Ringe hat es auch Eingang gefunden in die moderne Populärkultur.
Der Band der Insel-Bücherei bietet die klassische Nacherzählung dieser Heldensage von Gretel und Wolfgang Hecht – farbig illustriert von Burkhard Neie!
Wundervolle Ausgabe mit Illustrationen die da das tragisch-romantische der Erzählung betonen. Unfassbarerweise meine erste Lektüre dieses Stoffes. Na dann weiß ich jetzt wenigstens, nach wem die Markgraf Rüdiger Straße benannt wurde.
Irgendwie kommt hier die Spannung nicht auf. Die Geschichte mag ja interessant sein, die Umsetzung konnte mein Interesse an den Figuren aber nicht wecken.
Voll cool! Stimmungsvoll illustriert (auch wenn ich mir ab und an mehr Kontinuität gewünscht hätte) und die Geschichte echt faszinierend, theatralisch und episch. Auch wenn ich mir irgendwie noch n Ende für Brünhild gewünscht hätte, die ist auf einmal nicht mehr dabei, dafür 100 andere random Könige und Recken. #justiceforbrünhild
ACHTUNG SPOILER UND GROßE KRITIK (Spoiler der Rezension: "Aber wisst ihr, was mich am Ende am meisten mitgenommen hat?...) Dieses Buch bekommt zwei Sterne von mir, aus folgenden Gründen: Es ist eine alte Legende aus Europa, dementsprechend passt der Schreibstil dazu, und das Buch ist wirkten schön aufgemacht, mit tollen Illustrationen und guter Papierqualität. Hier jetzt aber warum es mir nicht gefallen hat. Normalerweise kann ich über bestimmte Themen in Büchern gut hinwegsehen, weil ich weiß, dass zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung meist einfach ein komplett anderes Wertebild herrschte und es eine gute Möglichkeit ist, Rückschlüsse zu bilden und unseren heutigen Wertekompass zu festigen. Doch ab einem bestimmten Punkt habe ich mich wirklich durch diese Geschichte quälen müssen. Dieses Buch ist Männer-Ego und Doppelmoral pur. Männer die sich alle gegenseitig abschlachten, aber gleichzeitig sind alle vollkommen fein damit, weil sie haben es ja aus "Treue" und "Ehre" getan. Was für Treue und Ehre das ist, wird ebenfalls schnell klar - eine sehr ausgeprägte Form von Toxischer Männlichkeit und Verantwortungslosigkeit. Der einzige, weibliche Charakter mit irgendeiner Form von Relevanz wird von ihrer eigenen Familie komplett hintergangen. Sie töten ihren Mann, der ihnen eigentlichen treu ergeben war, sie als enge Freunde sah und eigentlich ein großer König war, versenken ihr rechtmäßiges Erbe und ignorieren ihren gesellschaftlichen Stand als Prinzessin und Königin komplett, sodass sie eigentlich vollkommen mittellos ist. Alle sind so: "Ja, es wurde ihr viel Leid angetan und wir tragen viel Schuld daran." Aber eigentlich juckt es keinen und das wird dann auch noch als verantwortungsvoll hingestellt. Und ständig dieses: "Ja, aber ich habe dir ja nichts getan." I hate to break it to you, aber, wenn du sowohl von dem Plan wusstest, als auch nichts dagegen unternimmst und einfach darauf wartest, dass es passiert, dann hast du schon etwas getan. Schließlich schafft sie es erneut halbwegs glücklich zu werden, kann aber nie vergessen, was man ihr angetan hat und ist dementsprechend wütend. Der Typ, der ihr das hauptsächlich alles getan hat, findet es übrigens ganz unverschämt, dass sie ihn so "grimmig hasst" und nimmt es als Grund sie respektlos zu behandeln. Sie will Rache. Sie versucht es und verliert durchaus den Blick fürs Wesentliche. Dennoch muss man dazu sagen, dass alle Männer in diesem Buch auf die eine oder andere Weise Mörder sind und ständig einen Kampf provozieren. Man töten vor ihren und den Augen ihres Mannes und Königs ihren Sohn und einziges Erben des Reiches und verständlicherweise geht es los. Am Ende sind vier Leute übrig. Sie, ihr Mann, irgendein Waffenmeister und der Typ, der ihr das alles angetan hat - nennen wir ihn einfach kurz "Täter". Sie töten den Täter (der ihren Mann und Sohn tötete, ihren Schatz versenkte und sie respektlos behandelte) und plötzlich ist sie in den Augen ihren Mannes ein Unmensch und sie wird getötet. Like wtf. Männer töten aus Ehre, Frauen, die Gerechtigkeit für sich fordern und die ihnen immer und immer wieder verweigert wird, sind Unmenschen. Aber wisst ihr, was mich am Ende am meisten mitgenommen hat? Diese Geschichte stammt aus dem 12 Jahrhundert... und ist irgendwie immer noch die Lebensrealität von Frauen auf dieser Welt. Aber selbst Bücher, die uns das zeigen, werden irgendwann Vorbild für Männer sein, es weiter so zu machen. Deswegen zwei Sterne.
This classic German tale recounts the adventures of Siegfried, who overcomes one challenge after another with his unbeatable strength, only to be betrayed by a friend. The book version included some very well-made illustrations by Burkhard Neie that made the book look more like a graphic novel than a regular book.
Auch wenn ich finde, es dass sehr viel sehr extrem gekürzt worden ist, wo tatsächlich etwas Dramatik und Persönlichkeit aufkommen hätte können, finde ich das Büchlein trotzdem sehr gelungen. Ich habe mit dem Originaltext abgeglichen; zwar finde ich es schade, dass es etwas hektisch voranging, trotzdem konnte ich mich gut einfühlen und einlassen. Vor allem gegen Ende wurde es durch die Kürze wirrer, aber doch tragisch. Ich kenne die Geschichte natürlich vom Inhalt komplett auswendig, trotzdem hat mich die Abfolge der Dinge sehr betroffen. Dass ich jetzt frustriert schlafen gehe, zeigt wohl, dass es mich doch gewissermaßen gerührt hat. Kein Wunder, warum die Geschichte damals so ein Outrage war... Grausame Zeit, gutes Buch, spannende Geschichte. Justice for Brunhild 3