Saarland, im 18. Jahrhundert. Kriege wüten, Napoleon erobert Europa. Reinhold Ritter, ein kleiner Junge im Grundschulalter, will dabei sein, den Soldaten beim Kampf zuschauen. Dabei gerät er zwischen die Fronten und verliert seine Hand. Der Roman behandelt die Folgen dieser Verstümmelung, körperliche und seelische, auf bedrückende Art. Gut recherchiert, eindrucksvoll erzählt.
Der beste Roman des Autors, leider auch sein letzter. Die psychische Entwicklung eines Verstümmelten, die Art und Weise, wie die Familie damit umgeht, ein Leben vor der Psychoanalyse, all dies ist gekonnt in einen ausgezeichnet recherchierten historischen Roman gekleidet. Die Geschichte eines negativen Helden, der sich selbst im Wege steht. Ein ruhiger Roman, den man aber besser nicht in der trüben Jahreszeit lesen sollte.