»Kinder müssen lernen zu hören« … wirklich? Viele Erwachsene glauben, um Kinder auf das Leben vorbereiten, müsse man erzieherischen Druck ausüben – Strafen inklusive. Dabei fehlt Wissen über die kindliche Entwicklung und darüber, wie schädlich Strafmaßnahmen sind. Dieses Buch zeigt ganz konkret, wie Zusammenleben und -lernen mit Kindern ohne Bestrafungen gelingt. Es beschreibt tragfähige Alternativen für Familie, Kita und Schule – für eine Begleitung auf Augenhöhe.
Ich befinde mich gerade auf dem Weg zu einer bedürfnisorientierten Erziehung meiner Kinder ohne Strafen und Belohnungen. Ich verfolge einige Blogs zum Thema und habe schon das ein oder andere Buch dazu gelesen.
Nun kam „Es geht auch ohne Strafen! Kinder auf Augenhöhe begleiten“ dazu. Nachdem das Buch oft empfohlen und hochgelobt wurde, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Leider wurden sie nicht ganz erfüllt.
Aber von vorne: Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Teil 1 ist der längste klärt über Strafen und deren Auswirkungen auf, wobei mir hier Tiefe fehlt. Wenn man sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, kann Teil 1als Einführung dienen. Der zweite Teil, „Alternativen zur Strafe“ bleibt sehr blass. Es gibt allgemeine Ausführungen, an welchen Stellen Strafen eingesetzt werden, aber kaum Anregungen, welche Alternativen im Alltag zur Verfügung stehen und wie man konkret aus alten Verhaltensmustern herauskommt. Teil 3 ist der kürzeste und zeigt 28 mehr (oder weniger) konkrete Empfehlungen auf, wie man in einer Konfliktsituation handeln kann. Dazu gibt es die 28 Stichpunkte nochmal zum Kopieren und Ausschneiden als Übersicht.
Insgesamt tue ich mir mit dem Buch schwer. Das kann natürlich an meinen hohen Erwartungen liegen. Mir fehlt es an vielen Stellen an Tiefgang und Beispielen sowie konkreten Alternativvorschlägen. Ich finde es stellenweise langatmig und wirkliche Aha-Momente hatte ich beim Lesen leider nicht.
Was mir außerdem fehlt, sind z. B. Hintergrundinfos bezüglich der kognitiven Reife der Kinder in den entsprechenden Altersstufen, die erklären, warum Kinder so handeln, wie sie es tun und die Wutausbrüche erklären können. In dieser Hinsicht fand ich das Buch schwächer als andere Ratgeber.
Insgesamt kann ich eine Empfehlung allenfalls für Neulinge in Sachen Erziehung ohne Strafen aussprechen.
It’s simple. Don’t look to much at the behavior of your kid. Listen and look actively and find the underlying needs that aren’t satisfied... include them in as many things as possible, let them decide as much as possible, be creative, and offer them alternatives rather than saying no to everything...
Be there. Love them. And guide and help them through life. Breathe and relax more. Enjoy the moments with them! Doing all this will get your kids in cooperation mode, which eventually turns out to be even a fair amount of fun! Def. more than the struggle and fighting that usually arises from stubbornness, the need to win, and the likes, which btw. are classic parental dark patterns. And as the author pointed out is used and practiced by so many of us (yes, including myself).
According to the book it’s easy to raise healthy kids. Well the more I experienced many of the things outlined in the book, the more I believe it :)! Interestingly enough.. even mindfulness, so many grief for these days, surprisingly also plays an important role here. When do you actively seek for the needs of you lil ones? Right! Only when you spent some mindful time with them!
It’s a great and relatively short book. The only „negative“ thing about it is that the bottom line (see the first few paragraphs of this review) could be also said with a few pages. But as always, stories ... tell the story.
Aida S. de Rodriguez Buch "Es geht auch ohne Strafen!" ist für mich ein wahrer Augenöffner. Denn sie spricht wichtige Dinge an, die im Umgang mit Kindern oft schief laufen, auch wenn wir versuchen, bedürfnisorientiert mit ihnen umzugehen.