Welche Rolle spielen die Klassiker heute? Rüdiger Safranski im Gespräch mit Michael Krüger und Martin MeyerGoethe und Schiller, Hölderlin und Wie steht es um die Klassiker? Wie bewähren sie sich in einer Zeit, die einstige Gewissheiten unserer Kultur radikal in Frage stellt? Welche Rolle spielen sie noch auf dem Theater, für die private Lektüre? Fragen, die man am besten Rüdiger Safranski stellt. Seit seiner E.-T.-A.-Hoffmann-Biographie von 1984 ist es auch sein Verdienst, dass sich eine große Öffentlichkeit mit Leben und Werk literarischer und philosophischer Klassiker auseinandersetzt. Nun hat er sich mit seinem langjährigen Verleger Michael Krüger und dem Publizisten Martin Meyer zu einem Gespräch getroffen, das auch um die Frage kreist, welche Rolle die Klassiker in unserem Leben spielen.
Michael Krüger ist ein deutscher Schriftsteller, Dichter, Verleger und Übersetzer. Er ist seit Juli 2013 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Der Titel ist irreführend. Ich hatte anderes erwartet. Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt, ein nieder geschriebenes Gespräch zu Lesen, aber es drehte sich mehr um Philosophie. Der Inhalt ist auch schon wieder aus dem Gedächtnis entschwunden.
Ausgehend vom Titel habe ich mich auf ein Gespräch darüber eingestellt, welchen Wert Klassiker in unserer heutigen Gesellschaft noch haben und warum sie bewahrt werden sollten. Der Titel ist allerdings sehr irreführend und das Thema Klassiker wurde schockierend selten in einem Buch mit dem Titel „Klassiker“ besprochen. Und wenn es dann mal um Klassiker ging waren meiner Meinung nach auch keine besonders neuen oder hilfreichen Aussagen zum Thema dabei. Dass die drei Gesprächsteilnehmer sich in diesem Feld auskennen kann man schwer bestreiten und es waren einige interessante Gedanken und Geschichten z.B. zum Thema „Biographien schreiben“ dabei, aber leider ist wenig nerviger als Menschen, die sich extrem viel darauf einbilden, eine bestimmte Art Buch zu lesen und sich deswegen besser als die Normalbevölkerung fühlen. Besonders heftiges Kopfschütteln haben auch die Stellen ausgelöst, in denen die drei sich über aktuelle technische Entwicklungen und Politik ausgetauscht haben. Das überzogene Klischee von alten Männern, die auf diejenigen herabschauen, die ein Smartphone und Social Media benutzen wurde hier zu 100% erfüllt.
Leider befasst sich das Gespräch, das in diesem Buch niedergeschrieben wurde, mehr mit Philosophie als mit Literatur, daher ist es ein bisschen falsche Werbung, was der Titel hier betreibt. Daher hat mir das Buch leider nicht das gegeben, was ich mir erhofft und erwartet hatte. Ich glaube auch, dass es für jemanden wie mich, der Rüdiger Safranski und sein Werk bisher gar nicht kennt, wenig spannendes bietet, einfach weil einem die Bezugspunkte fehlen.