England 1938. Auf Slane House, dem idyllisch am River Dart gelegenen Landsitz der Baronets of Durbar, laufen die Vorbereitungen für die Hochzeit von Lady Penelope Hatton und Sir Perceval Holmes auf Hochtouren. Die Familie und ihre engsten Freunde sind bereits anwesend, als ein Mord geschieht, der einer alten Gespensterlegende neues Leben einhaucht. Selbst der als Trauzeuge eingeladene Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford ist zunächst von der logischen Unmöglichkeit des Verbrechens verblüfft. Als er sich endlich gemeinsam mit seiner Frau Harriet und dem Brautpaar auf die Suche nach dem Täter macht, geschieht ein zweiter Mord ...
Die einzige Krimi-Reihe, oder überhaupt Buch-Reihe, welche ich verfolge, sind Reefs Stableford-Krimis. Krimitechnisch eher Standardware, glänzt das Buch wieder mit Griffen in die Literaturgeschichte, auf der einen Seite wird diskutiert, dass bestimmte Konstellationen nur in Krimiromanen vorkämen oder wie man handeln würde, wenn man eine Romanfigur wäre; auf der anderen zieht man S.S. van Dine und ein aus der Bibliothek ausgeliehenes Buch von John Dickson Carr zur Lösung eines Mordes im geschlossenen Raum herangezogen. Tatsächlich legt eine Figur Carrs mögliche Theorien zu dieser Verbrechensform dar.
Die Auflösung war mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen, aber bei diesem Krimi ist der Weg das Ziel.
Fazit
Durchaus unterhaltend, ich freue mich auf den nächsten Band.