In einer Sommernacht 1906 verlässt die eigenwillige Lisette Winter heimlich ihr Elternhaus: Ihre Liebe gehört dem Modezeichnen und Schneidergesellen Emile. Im Rheingau, fernab einer konservativen Gesellschaft, wollen sie selbstbestimmt leben. Schon bald ist das Paar bekannt für seine extravagante Reform-Mode. Doch dann bricht der Krieg aus und bringt neue Herausforderungen ... Hundert Jahre später hat auch Lisettes Urenkelin das Gefühl, nicht in ihr Leben zu passen. Sie begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Nach und nach entfaltet sich für Maya die bewegende Geschichte der Frauen ihrer Familie – und ihre eigene.
DETAILS EUR 10,95 € [DE], EUR 11,30 € [A] dtv Allgemeine Belletristik 496 Seiten, ISBN 978-3-423-21842-9 21. August 2020 Wie wird man die Frau, die man sein will? In einer Sommernacht 1906 verlässt die eigenwillige Lisette Winter heimlich ihr Elternhaus: Ihre Liebe gehört dem Modezeichnen und dem Schneidergesellen Emile. Im Rheingau, fernab einer konservativen Gesellschaft, wollen sie selbstbestimmt leben. Schon bald ist das Paar bekannt für seine extravagante Reform-Mode. Doch dann bricht der Krieg aus und bringt neue Herausforderungen … 100 Jahre später hat auch Lisettes Urenkelin das Gefühl, nicht in ihr Leben zu passen. Sie begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit: So entfaltet sich für Maya nach und nach die bewegende Geschichte der Frauen ihrer Familie – und ihre eigene.
Zur Autorin
Astrid Ruppert studierte Literaturwissenschaft und arbeitete mehrere Jahre als Producerin und Redakteurin für das Fernsehen, bis sie während einer unfreiwilligen Auszeit zu schreiben begann. ›Leuchtende Tage‹ ist ihr fünfter Roman und der Beginn einer Trilogie über die Geschichte vierer Generationen von Müttern und Töchtern einer Familie. Astrid Ruppert, selbst Tochter, Mutter und Großmutter, geht hier der Frage nach, welches Band die Frauen einer Familie eigentlich zusammenhält. Wann gibt dieses Band Halt, und wann und wie kann man es lösen? Und wie prägt man selbst diese Beziehungen.
Meine Videorezension
Mein Fazit
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu kommen, aber danach war es sehr interessant, Lisettes Leben von Kind an bis zur erwachsenen Frau zu verfolgen. Dieser Roman hat viel mit Mut zur Veränderung und auch mit Modedesign zu tun.
Die Mutter von Lisette war ein sehr schwieriger Charakter, der Lisette das Leben wirklich schwer gemacht hat. Lisette hingegen und auch Emile mochte ich sehr.
Ich kann hier eine klare Lese- und Hörempfehlung mit sehr guten 4,5 Sternen aussprechen und freue mich schon auf den 2. Teil, in dem es um Mayas Mutter in den 70er Jahren gehen soll.
Ich lese sehr viele Familienromane, die in verschiedenen Zeitebenen spielen. Da möchte man meinen, mich könnte in diesem Genre kein Buch mehr überraschen. Weit gefehlt. Ich bin hin und weg von dem Auftakt der Winter-Frauen-Trilogie.
Die Geschichte beginnt in Wiesbaden 1906. Die blutjunge Lisette Winter ist gerade dabei ihr Elternhaus heimlich zu verlassen. Das warmherzige Mädchen fühlt sich in ihrem Elternhaus wie in einem Gefängnis. Sie braucht kein feines Porzellan und edle Buttermesserchen um glücklich zu sein. Lieber gärtnert sie. Macht sich schmutzig und liebt den Duft von Rosen. Träumt vom Land der Zitronen und Orangen. Hilft gerne in der Küche mit. Sie will in kein enges Korsett gepresst werden. Sie möchte selber Kleider entwerfen. Ihr Notizbüchlein ist voll von einzigartigen Entwürfen. Doch für Frauen gibt es in ihrem Elternhaus nur eines. Einen geeigneten Ehemann finden. In eng geschnürten Kleidern elegant durch die Gegend trippeln und um Himmels Willen nur keine eigene Meinung haben. Eine gute Frau stimmt ihrem Mann in allem zu. Mir wurde ja ehrlich gesagt schon beim Lesen übel. Astrid Rupperts mitreißender Schreibstil hat es mir ermöglicht einen Bezug zu sämtlichen Protagonisten aufzubauen. So war mir Lisettes kühle Mutter mit ihrer übertriebenen Arroganz suspekt. Bei jedem Widerwort, seitens ihrer Tochter, musste sie jedes mal tagelang das Bett hüten. Die zwei Söhne verhielten sich ganz nach ihrem Geschmack. Ihrem Mann ist sie eine unterwürfige brave Frau. Eine Frau mit einem Geheimnis! Für Lisette geht die Sonne auf, als Emile in ihr Leben tritt. Der junge Schneidergeselle und Modezeichner ist begeistert von Lisettes Talent. Nimmt sie ernst. Träumt mit ihr die gleichen Träume. Im Rheingau finden beide Freunde, die ihnen helfen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Schon bald werden die Kreationen von den Beiden eine Sensation. Das wunderbare Leben erfährt ein jähes Ende, als der 1. Weltkrieg ausbricht.
2006 schlägt sich Lisettes Urenkelin Maya mit einem ähnlichen Problem herum. Die Übersetzerin fühlt sich von Ihrer Mutter Paula nicht verstanden. Möchte ein ruhigeres Leben führen. Hat Angst davor, alleine in verlassene Häuser zu gehen. Führt eine Partnerschaft, die jeglicher Leidenschaft entbehrt. Stellt sich Fragen: Wer sind meine Vorfahren? Wer ist mein Vater? Was hält das Leben mit meinen knapp 30 Jahren für mich bereit? Eines verwundert Maya immer wieder. Keine der Winterfrauen war jemals verheiratet. Jede hatte und hat eine Tochter, die sich nicht verstanden fühlt.
Überwiegend wird die Geschichte von Lisette erzählt. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Lisettes Temperament und ihre Warmherzigkeit haben mich tief berührt. Ihre Liebe zu Emile knisterte zwischen den Zeilen. Szenen aus dem 1. Weltkrieg haben meine Verbrauch an Taschentüchern in die Höhe schnellen lassen. Ich musste stellenweise das Buch zur Seite legen. Habe mit Lisette und Emile gehofft und geweint. 100 Jahre später entdeckt Maya das Sommerhaus, in dem einst Lisette so glücklich war. Lässt die Vergangenheit wieder aufleben.
Fazit
Diese emotionale Geschichte erzählt uns von der Revolution der Kleider und dem 1. Weltkrieg. Von 1906 – 1931 erleben wir eine Welt, in der Frauen sich ihre Rechte erkämpfen müssen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das habe ich schon gefühlte 1000 mal gelesen. Doch noch nie konnte mich dabei ein Liebespaar so berühren. Lisette und Emile haben Träume wahr werden lassen. Haben mein Leserherz zum Leuchten gebracht. Ihnen haben wir Frauen zu verdanken, dass wir kein Korsett mehr tragen müssen. Die Personen und manche Orte in der Geschichte sind fiktiver Natur. Aber solche Menschen hat es wirklich gegeben. Würden wir sonst bis ins hohe Alter Jeans tragen können? Meinen Abschiedsschmerz kann ich nun mit den zwei Folgebänden lindern.
Herzlichen Dank Astrid Ruppert. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.
Lisette Winter möchte Mode entwerfen. Doch ihre Eltern legen ihr Steine in den Weg. Ein Mädchen aus gutem Haus ist nicht berufstätig. Ihre Liebe gehört dem Schneidergesellen Emile. Auch das würden die Eltern nie erlauben. So verlässt Lisette heimlich ihr Elternhaus um sich im Rheingau ihr eigenes Leben aufzubauen. Lisette und Emile machen sich schon bald einen Namen der für Reform-Mode steht. Hundert Jahre später begibt sich Lesettes Urenkelin Maya auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Maya entdeckt die Geschichte der Frauen der Familie Winter.
„Leuchtende Tage“ ist der erste Band der Winter-Frauen-Trilogie von Astrid Ruppert. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Lisette, Charlotte, Paula und Maya. Vier Generationen Frauen der Familie Winter
Die Autorin entführt ihre LeserInnen in das Jahr 1906 nach Wiesbaden. Hier wächst Lisette gut behütet in einem gutsituierten Elternhaus auf. Doch Lisette möchte nicht einfach nur lernen wie sie später einmal ihrem Ehemann den Haushalt führt. Auch der Zwang immer in ein Korsett eingeschnürt zu sein widerspricht ihr. Sie träumt von Freiheit in jeglicher Hinsicht. Frei von Zwängen, frei ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und frei von der ewig einzwängenden Mode. Diesen Traum von Freiheit versucht sie sich mit dem Schneidergesellen Emile zu erfüllen.
Liesetts Urenkelin Maya hadert auch mit ihrem Leben. Als Übersetzerin lebt sie in Frankfurt und hat nur mäßigen Erfolg. Mit ihrer Mutter hat sie wenig Gemeinsamkeiten. Es ist wohl ein Fluch in der Familie, dass Töchter und Mütter so gegenteilige Vorstellungen haben. Maya möchte etwas ändern und sucht nach ihren Wurzeln. Dabei deckt sie die Geschichte der Frauen in ihrer Familie auf.
Astrid Ruppert erzählt ihre Geschichte über vier Generationen. So unterschiedlich die Frauen der Familie Winter auch sein mögen, eins haben alle gemeinsam, keine will sich irgendwelchen Zwängen beugen. Jede der Frauen hat ihre eigene Vorstellung vom Leben und möchte sich selbst verwirklichen.
Astrid Ruppert erzählt die Geschichte sehr einfühlsam. Sie vermittelt ihren LeserInnen viel über die jeweilige Zeit und die Veränderungen im Laufe der Jahre. Man erfährt auch viel über die Zwänge und vor allem über die Mode. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich. Nach ein paar Seiten hat die Geschichte mich richtig gefesselt, ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Jetzt stecke ich schon im 2. Band und bin schon wieder hin und weg.
Diese Lektüre habe ich außerordentlich genossen! Die Kraft der einzelnen Charaktere hat mich beeindruckt, die ganze Geschichte in ein Licht geraten die ich nicht erwartet hatte. Sehr gute Geschichte über die Stellung der Frauen vor dem ersten Weltkrieg in Europa. Bildung, Mode und Heirat waren ins besondere in der hohen Sphären sehr stark vorgegeben und extrem patriarchal geprägt. Lisette war eine starke, ungewöhnliche Frau, sehr modern und frei für ihre Zeit. Liebevoll erzählt aber zum Teil so traurig wie eben das Leben so wurde durch den Krieg. Aber die Lektüre war bezaubernd, inspirierend und traurig zugleich. Ich kann nicht abwarten Teil zwei und vielleicht Teil drei zu lesen… ob die mit diesen Buch mithalten können… ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5 Keine Werbung- Exemplar ausgeliehen in der lokale Bücherei! Klappentext: Wie wird man die Frau, die man sein will?
In einer Sommernacht 1906 verlässt die eigenwillige Lisette Winter heimlich ihr Elternhaus: Ihre Liebe gehört dem Modezeichnen und Schneidergesellen Emile. Im Rheingau, fernab einer konservativen Gesellschaft, wollen sie selbstbestimmt leben. Schon bald ist das Paar bekannt für seine extravagante Reform-Mode. Doch dann bricht der Krieg aus und bringt neue Herausforderungen ... Hundert Jahre später hat auch Lisettes Urenkelin das Gefühl, nicht in ihr Leben zu passen. Sie begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Nach und nach entfaltet sich für Maya die bewegende Geschichte der Frauen ihrer Familie – und ihre eigene.
Meine Meinung Diese Buch hat mir mal wieder gezeigt, das Geld und Wohlstand nicht alles im Leben ist. Und genauso sieht das Lisette auch, sie möchte ein anderes Leben führen. Doch ihre Eltern und ihre Brüder sind da vollkommen anderer Meinung. Wir befinden uns im Jahr 1906, in der schönen Stadt Wiesbaden, wo Lisette mit ihrer Familie lebt. In der Familie Winter wird es nicht toleriert, das Frauen Widerworte geben und schon gar nicht Berufstätig sind. Natürlich muss es ein wohlhabender Mann sein, den Lisette Heiraten soll. Deshalb gibt es auch immer wieder Streit mit ihren Eltern, denn sie möchte ein eigenes Leben führen, ohne Zwänge und sich ihren Mann selber aussuchen. Doch was ihr noch ganz wichtig ist, dass sie ihre eigene Mode entwerfen möchte. Wenn sie im Elternhaus bleibt kann sie ihre Träume nicht verwirklichen. Eines Tages lernt sie Emile kennen, der Schneidergeselle, in den sie sich verliebt. Somit beschließt sie eines Nachts, ihr Elternhaus zu verlassen, um mit Emilie ein neues Leben anzufangen. Und somit beginnt für Lisette ein Steiniger Weg. Maya, die Urenkelin, geht nach 100 Jahren auf Spurensuchen um heraus zu finden, was Lisette noch so alles erlebt hat. Die Autorin hat mich in eine schöne Geschichte entführt. Das meiste wird aus Sicht von Lisette beschrieben, was ich sehr schön fand. Ich konnte das alles gut nachvollziehen, denn gerade Lisette hat mir gr0ßen Spaß gemacht. Ihre Art, wie Sie nicht das Leben führen möchte, das ihre Eltern ihr vorschreiben wollten. Der Schreibstil war für mich sehr locker und leicht, alle Charakteren konnte ich gut Nachverfolgen wobei ich einige mit ihrer Art sehr unsympathisch fand, was aber diese Geschichte ausmacht. Hier kann ich eine klare Leseempfehlung geben.