André Gorz , pen name of Gérard Horst, born Gerhard Hirsch, also known by his pen name Michel Bosquet, was an Austrian and French social philosopher. Also a journalist, he co-founded Le Nouvel Observateur weekly in 1964. A supporter of Jean-Paul Sartre's existentialist version of Marxism after World War Two, in the aftermath of the May '68 student riots, he became more concerned with political ecology. In the 1960s and 1970s, he was a main theorist in the New Left movement. His central theme was wage labour issues such as liberation from work, just distribution of work, social alienation, and Guaranteed basic income
Brilliant, alternatives to this world in social and ecological crisis, contains easily applicable proposals with one condition: widely acccepted political intention! Andre Gorz is
Gorz, 1) Herkesin yaşamının istediği dönemlerinde, belirlenmiş aralıklarla uygulayabileceği şekilde, ömrü boyunca 20000 SAAT çalışma zorunluluğu ve buna mukabil HERKESE YAŞAYABİLECEK GELİR, (20000 saat şimdiki gibi sürekli 52 hafta çalışma takvimiyle 10 yıla tekabül ediyor) 2) Toplumsal bağların ve uzlaşmanın ücretlilik ilişkisi dışında yaratılabilmesini sağlayan yeni yardımlaşma ve işbirliklerinin yaratılıp geliştirilmesini öneriyor.
André Gorz – Der Mann, der die Arbeit beerdigte (und zur Party einlud) Der Kapitalismus lädt zur großen Gala – aber niemand erscheint, weil alle damit beschäftigt sind, ihre eigene Existenz zu genießen. Genau das ist der utopische Kern von Richesse du possible. Nachdem André Gorz jahrzehntelang gezeigt hat, wie sich der Neo-Kapitalismus von innen unterminieren lässt, zieht er hier die Konsequenz: Er erklärt die Arbeitsgesellschaft (société salariale) für klinisch tot. Die gute Nachricht lautet nicht „Trauerkleidung empfohlen“, sondern: Ab ins Freie, die Zukunft beginnt jetzt. 1. Die „Misère“: Wenn der Job zum Zombie wird Gorz seziert das Elend der Gegenwart mit der Präzision eines französischen Chirurgen. Wir leben in einem System, das unseren gesamten sozialen Wert an den „Job“ bindet – just in dem Moment, in dem Technik und Produktivitätsgewinne diese Jobs systematisch überflüssig machen. Der Arbeitsfetisch erscheint bei Gorz als säkulare Religion: Wir produzieren Waren, die niemand braucht, um Geld zu verdienen, für das wir keine Zeit haben. In deutlicher Nähe zu Hannah Arendt wird moderne Arbeit als bloße „Beschäftigungstherapie“ entlarvt – ein Hamsterrad, das weniger ökonomischer Notwendigkeit als der Angst vor freier Zeit geschuldet ist. 2. Das „Possible“: Die Wiederentdeckung des wahren Reichtums Dem Elend der Notwendigkeit setzt Gorz den „Reichtum des Möglichen“ entgegen. Gemeint ist kein moralischer Appell zur Genügsamkeit, sondern ein radikaler Ausstieg aus der Marktlogik. Das bedingungslose Grundeinkommen (bei Gorz: allocation universelle) fungiert hier nicht als Almosen, sondern als Befreiungsgeld – als materielle Voraussetzung jener Agency, die es erlaubt, das eigene Leben wieder selbst zu entwerfen. Gorz’ Vision ist eine Gesellschaft der Multi-Aktivität: Arbeiten, Lernen, Sorgen, Gestalten – nicht als Karrierestufen, sondern als gleichwertige Modi eines reichen Lebens jenseits der Monokultur Erwerbsarbeit. 3. Ein freundliches „Macht’s gut“ an das Hamsterrad Richesse du possible ist das ultimative Gegenmittel gegen Burnout und Sinnkrisen. Gorz verbindet ökologische Vernunft mit existenzialistischer Freiheit zu einer Formel, die heute vielleicht aktueller ist als bei Erscheinen des Buches: weniger produzieren, weniger konsumieren – und unendlich viel mehr sein. Der Sinn des Lebens, so Gorz, steht nicht im Lebenslauf, sondern in dem, was wir mit unserer Zeit anfangen, sobald wir aufhören, sie zu verkaufen. Der gedankliche Kern lässt sich entlang eines einfachen Kontrasts zuspitzen: Identität erschöpft sich nicht im Jobtitel, Technik muss nicht versklaven, Zeit ist kein knappes Gut, das man veräußert, und soziale Beziehungen müssen nicht in Konkurrenz erstarren. Wo die Gegenwart Mangel organisiert, eröffnet das „Possible“ Räume für Kooperation, Autonomie und ein gelasseneres Verhältnis zum Leben selbst. Wer wissen will, wie man den „Himmel, der uns auf den Kopf fällt“ (Sylvie Brunel), als Hängematte nutzt, sollte dieses Buch lesen. Es ist das geistige Startkapital für eine Revolution, die nicht mit Gewehren beginnt, sondern mit einem entspannten Lächeln – und einer radikalen Neubewertung dessen, was Reichtum wirklich bedeutet.