Sie hören dich denken. Doch du kannst sie nicht verstehen. Noch nicht.
Seit einem erschreckenden Erlebnis auf einem Waldausflug mit der Schule ist Noomi nicht mehr dieselbe. Erinnerungsfetzen, die berauschend, aber auch verstörend sind, führen sie immer wieder zurück zu diesem Tag im Wald. Seitdem ist etwas mit ihr passiert, und sie muss herausfinden, was dort geschehen ist. Warum kann sie sich nicht erinnern? Warum fühlt sie sich seitdem den Tieren so nah?
Ein geheimes Experiment. Vier jugendliche Straftäter. Menschlich handelnde Tiere im Wald. Die Evolution am Wendepunkt - FEEL NATURE!
Ella Blix ist das offene Pseudonym von Antje Wagner und Tania Witte.
Antje Wagner lebt in Hildesheim und Potsdam. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nahm sie 2012 in den Kanon der 20 besten deutschsprachigen Autoren unter 40 Jahre auf. Mit ihren Jugendbüchern UNLAND, SCHATTENGESICHT, VAKUUM hat sie sich bereits einen Namen gemacht und steht für außergewöhnliche Mysteryromane. Antje Wagner ist gerne und viel auf Lesungen unterwegs und erhielt bereits mehrfach Stipendien.
Tania Witte ist Medienpädagogin und Erwachsenenbildnerin und lebt in Berlin und den Haag. Sie schreibt – am liebsten Romane und Kurzgeschichten. Sie erhielt diverse internationale Stipendien und unter anderem zuletzt den Martha-Saalfeld-Förderpreis (2017). Ihre Kolumne im ZEITmagazin wurde 2016 mit dem Felix-Rexhausen-Sonderpreis ausgezeichnet. Außerdem ist Witte Teil diverser interdisziplinärer Kunstkooperationen und leidenschaftliche Spoken-Word-Performerin.
Ich habe mich sehr auf Wild - Sie hören dich denken gefreut, ich hatte davor noch nichts von dem Autorinnenduo Ella Blix bzw. von ihnen einzeln gelesen. Da der Klappentext doch in meinen Augen etwas zu viel verrät, würde ich dir empfehlen, ihn lieber nicht zu lesen bzw. nicht bis zum Ende.
In Wild geht es um 4 Jugendliche, die allesamt eine Straftat begannen haben und nun in ein Projekt gesteckt werden, um so einem Aufenthalt im Gefängnis zu entgehen. Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und der eine oder andere freut sich sogar darauf, endlich mal aus Berlin herauszukommen und in der Natur etwas Ruhe zu finden. Das Projekt findet nämlich fernab von WLAN und allerlei Annehmlichkeiten in der völligen Natur statt. Hört sich doch eigentlich richtig gut an, wenn dann nicht so komische Dinge passieren würden und irgendwie verhalten sich die Tiere auch seltsam....
Ich muss gestehen, ich bin mit etwas anderen Erwartungen an die Geschichte gegangen. Aber da kann das Buch ja nichts für, aber ich musste mich zunächst dann auf diese Art der Geschichte einlassen. Doch rückwirkend kann ich sagen, dass mir auch diese Idee gut gefallen hat. Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten, doch etwas Ähnliches habe ich noch nie gelesen und das heißt schon was.
Doch manches ging mir dann doch, wie soll ich sagen, zu glatt. Müsste dieses oder jenes nicht schon früher aufgefallen sein? Besonders in Bezug auf manche Veränderungen. Was ich hingegen mochte war, dass man schön als Leser miterlebt, wie Freundschaft entsteht und sich eine Gruppe zusammen fügt. Der Fokus auf die Freundschaft und dass nicht auf Biegen und Brechen unbedingt noch ein großer Love Anteil in die Geschichte gequetscht wurde, hat mir gefallen.
Die Atmosphäre war richtig klasse, man merkt als Leser da ist etwas im Wald, um die Hütten herum, beobachtet die Jugendlichen. Aber was ist es, was will es? Und je mehr man liest, umso angespannter wird die Stimmung. Richtig gut gemacht. Die Charaktere konnten mich leider nicht alle überzeugen, da hätte ich mir bei manchen mehr tiefe gewünscht. Aber da der Schwerpunkt in dieser Abenteuergeschichte eher auf der Handlung liegt und so auch eine schöne Dynamik entsteht, fand ich dies nicht so schlimm.
Noch erwähnen möchte ich, dass das Buch mit dem Blauen Engel zertifiziert ist. Daumenhoch.
Als ich das erste Mal von dem neuen Titel von Ella Blix hörte, stand für mich sofort fest: Das Buch muss ich unbedingt lesen! Es klang einfach so, so gut und in das traumhaft schöne Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Sieht es nicht wunderhübsch aus? Also in meinen Augen ist es ein richtiger Eyecatcher. Der Alexander Kopainski hat‘s einfach voll drauf, umwerfende Cover zu gestalten. Von Ella Blix selbst hatte ich bisher noch nichts gelesen – ihr erster Roman „Der Schein“ liegt leider noch auf meinem SuB. Dafür aber kannte ich zwei Solo-Bücher der beiden Autorinnen, die sich hinter dem Pseudonym Ella Blix verbergen. Antje Wagner konnte mich mit „Hyde“ restlos begeistern und von Tania Witte habe ich „Die Stille zwischen den Sekunden“ richtig gefeiert. Auf mein erstes gemeinsames Werk der beiden war ich daher schon wahnsinnig gespannt!
Die vier Jugendlichen Noomi, Olympe, Ryan und Flix kommen aus verschiedenen Bezirken in Berlin und werden das erste Mal in dem Arbeitscamp „Feel Nature“ aufeinandertreffen. In diesem weit abgelegenen Camp in der Sächsischen Schweiz, in welches kriminelle Jugendliche geschickt werden, müssen die vier für sechs Wochen unter ständiger Aufsicht und strengen Regeln arbeiten. Sollten sie sich weigern oder die Auflagen missachten, droht ihnen die Haftstrafe. Während Olympe, Ryan und Flix nicht freiwillig im Camp sind, hat Noomi ihre Straftat nur deswegen begangen, um nach Feel Nature zu kommen. Seit einem Klassenausflug, der ganz in der Nähe des Camps stattfand, ist Noomi nicht mehr dieselbe. Irgendetwas Seltsames ist an diesem Tag mit ihr passiert, etwas, woran die Fünfzehnjährige keinerlei Erinnerungen hat. Von ihrem Campaufenthalt erhofft sie sich nun, endlich Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Dass es in dem Camp nicht mit rechten Dingen zugeht, wird den vier Teenagern sehr schnell klar. Persönliche Gegenstände verschwinden, die Waldtiere verhalten sich äußerst merkwürdig...Was geht hier nur vor sich?
Hui, wow, was für ein geniales Buch! Bei mir ist es nun gute vier Tage her, dass ich „Wild“ beendet habe und ich bin immer noch total geflasht von dem, was ich hier zu lesen bekommen habe. Leute, dieses Buch ist so cool! Es ist so unbeschreiblich packend und spannend und so herrlich atmosphärisch, geheimnisvoll und außergewöhnlich. Ich habe das Buch quasi inhaliert, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Erzählt wird die Handlung im Wechsel aus den Perspektiven der vier Jugendlichen Noomi, Olympe, Ryan und Flix, jeweils in der dritten Person. Zudem gibt es zwischendurch immer mal wieder kurze mysteriöse X-Kapitel in der Ich-Form. Mir haben die ständigen Sichtwechsel super gut gefallen, da sie das Lesevergnügen nur noch mitreißender machen und wir von allen vier Hauptprotagonisten ein sehr genaues Bild erhalten. Dank der einfühlsamen und sehr lebensnahen Erzählweise ist es mir jederzeit spielend leicht gelungen, mich in unsere vier Buchhelden hineinzuversetzen und ihr Denken, Handeln und Fühlen nachzuvollziehen. Wen ich von den vier Jugendlichen am meisten in mein Herz geschlossen habe, kann ich tatsächlich gar nicht sagen. Die Vier sind einfach alle so sympathisch und authentisch und könnten unterschiedlicher wohl nicht sein. Eine große Gemeinsamkeit haben sie aber: Sie müssen für sechs Wochen in das Resozialisierungscamp Feel Nature und das, was sie dort erleben werden, ist einfach nur krass und beängstigend.
Ich muss gestehen, dass ich mich an einigen Stellen schon ein bisschen gegruselt habe. Warum genau, kann ich euch nur leider nicht sagen, da ich ansonsten zu sehr spoilern würde. Nur so viel: Bei „Wild“ handelt es sich um eine Art Mystery-Roman mit Fantasy- und Science Fiction-Elementen. Das, was in Feel Nature geschieht, ist ziemlich unrealistisch, ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen, dass so etwas möglich ist. Ella Blix ist es aber hervorragend geglückt, sehr abwegige Dinge so glaubhaft darzustellen, dass man sie irgendwie doch für wahrscheinlich halten könnte...na ja, zumindest ein bisschen.
Der Klappentext verrät ja nicht allzu viel darüber, was die Jugendlichen und somit auch uns Leser in dem Camp erwarten wird. Mich hat die Richtung, in die sich Geschichte entwickelt, daher sehr überrascht. Im positiven Sinne natürlich. Mit so einer abgefahrenen Story hatte ich irgendwie nicht gerechnet. Wie oben bereits erwähnt habe ich das Buch richtiggehend verschlungen. Die Handlung steckt voller Geheimnisse und Rätsel und hält Überraschungen und Enthüllungen parat, die einen einfach nur umhauen. Wie lauten die Geschichten der vier Teenager? Was für Päckchen haben sie zu tragen? Was ist Noomi während des Klassenflugs passiert? Warum kann sie sich nicht daran erinnern und wieso sind ihre Augen seitdem orange? Wer ist dieser unbekannte X-Erzähler, der alles zu wissen und die Jugendlichen ständig zu beobachten scheint? Und dann wäre da natürlich noch das Camp. Und der Wald. Mit seinen tierischen Bewohnern... Hach, es macht einfach so irre viel Spaß das Buch zu lesen und während des Durchschmökerns auf immer mehr Hinweise zu stoßen, Puzzleteile an die richtigen Stellen einzufügen und am laufenden Band mitzufiebern.
Wovon ich ebenfalls ganz hin und weg bin, ist das Setting. Die Natur der Sächsischen Schweiz und das einsam gelegene Camp werden so brillant beschrieben! Ich hatte von den Schauplätzen die tollsten Bilder im Kopf und die schaurig-schöne Atmosphäre, die durch die einzigartige Kulisse geschaffen wird, hat mir ständig leichte Gänsehaut bereitet.
Große Klasse fand ich auch den Schreibstil. Ich frage mich ja immer wieder, wie es zwei Personen gelingt, gemeinsam ein Buch zu schreiben, ohne das man merkt, dass die Geschichte nicht nur aus einer Feder stammt. So wie hier. Der Schreibstil von Ella Blix ist großartig! Er ist fesselnd, leicht und flüssig und liest sich wie aus einem Guss. Apropos leicht und flüssig: Mögt ihr das auch so gerne, wenn Bücher Textnachrichten enthalten? Also ich stehe total auf so etwas. Ich finde, dass durch Textnachrichten immer so eine schöner lockerer Lesefluss zustande kommt. Mich hat es daher riesig gefreut, dass es am Ende des Buches ein kleines Chat-Gespräch zwischen den Jugendlichen gibt. Worum es in diesem geht, werde ich hier aber selbstverständlich nicht verraten. ;)
Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die Verarbeitung des Buches. Als mich mein Exemplar erreicht hat, war ich im ersten Moment etwas verblüfft, dass das Buch so dünn wirkt und das, wo es doch über 370 Seiten hat. Erstaunt hat mich auch, dass es dennoch ziemlich schwer ist. Nun, das liegt daran, dass „Wild“ auf Umweltschutzpapier gedruckt wurde. Das Buch wurde sogar mit dem Blauen Engel ausgezeichnet, was ich einfach nur fantastisch finde. Meiner Ansicht nach sollten viel mehr Bücher auf so eine umweltfreundliche Art hergestellt werden.
Fazit: Ein mega cooles Buch voller Nervenkitzel und Gänsehaut-Momente! Mir hat „Wild – Sie hören dich denken“ ein unvergessliches Leseerlebnis beschert. In meinen Augen ist dem Autorinnenduo Ella Blix mit ihrem zweiten Gemeinschaftswerk ein richtig geiles Buch gelungen, welches sich für mich zu einem absoluten Highlight entwickelt hat. Ich bin total begeistert von der unglaublich spannenden Geschichte, den erstklassig ausgearbeiteten Charakteren, dem grandiosen Setting und der unheimlichen Atmosphäre. Dieses Buch packt dich von der erste Seite an und lässt sich dich einfach nicht mehr los! Wer gerne Bücher mit Mystery-Anteil und Fantasyelementen liest, kann ich „Wild“ echt nur ans Herz legen. Und für Tier- und Naturliebhaber ist das Buch ebenfalls wärmstens zu empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!
In ihrem neuen Roman „Wild. Sie hören Dich denken“ entführt uns das Autorinnen-Duo Ella Blix in die Wildnis, genauer gesagt in die Sächsische Schweiz. Nach „Der Schein“ haben sich Tania Witte und Antje Wagner erneut zusammengetan, um eine mysteriöse Geschichte für junge Leser zu schreiben. Um die Natur geht es, um Wälder und Tiere, und um vier jugendliche Straftäter, die in dem Camp „Feel Nature“ ihren Sommer verbringen sollen. Doch irgendetwas geht im Wald nicht mit rechten Dingen zu… Ich konnte es kaum erwarten, das neue Werk von Ella Blix in Händen zu halten! Hier erfahrt ihr, was mich an der Geschichte begeistern konnte, was mich weniger überzeugte und weshalb ihr den Klappentext auf keinen Fall lesen solltet.
Klappentexte sind wunderbar dazu geeignet, einen ersten Einblick in den Roman zu bieten. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was den Leser erwartet. In diesem Klappentext wird meinem Empfinden nach bereits zu viel verraten, als Leser werden die Erwartungen bereits ganz deutlich in eine bestimmte Richtung gelenkt. Dies nimmt dem Roman leider einen immensen Teil der Spannung, denn das Rätselraten, was im Camp bloß geschieht, und die damit verbundene Ungewissheit, stelle ich mir ungemein reizvoll vor. Da ich den Klappentext bereits gelesen hatte, wusste ich relativ früh was passiert. Meine Empfehlung: Stürzt euch unwissend in die Geschichte und lasst euch überraschen.
In „Wild. Sie hören Dich denken“ geht es um Noomie, Olympe, Flix und Ryan aus Berlin, vier Jugendliche, die aus den verschiedensten Gründen im Camp landen. Die erfahren wir erst im Verlauf der Geschichte, doch eines erfahren wir direkt zu Beginn: Noomie legte es darauf an, in das Camp geschickt zu werden, denn sie möchte herausfinden, was im letzten Sommer mit ihr geschah, an jenem Tag, an den sie sich nicht mehr erinnern kann. Als Leser begleiten wir die Jugendlichen in wechselnden Perspektiven, was einem einen schönen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt jedes Einzelnen ermöglicht. Ryan, der Jüngste der Gruppe, war mir dabei am sympathischsten, seine Figur ist meiner Meinung nach auch am besten ausgearbeitet. Noomie hingegen wirkte auf mich eher eindimensional und wenig greifbar, auch wenn sie die Hauptfigur ist. Doch insgesamt sind die Figuren derart individuell, dass man die Passagen aus der jeweiligen Perspektive gerne liest.
Das liegt zu großen Teilen auch am Schreibstil von Tania Witte und Antje Wagner. Sie verstehen einfach ihr Handwerk, was sie bereits in diversen Solo-Werken bewiesen haben. Die Dialoge sind frisch und authentisch, außerdem erschaffen sie eine wundervolle Atmosphäre. Eine große Stärke der beiden, die ich immer wieder bewundere! Der Wald ist einem als Leser so nah, dass man meint ihn zu sehen, zu riechen und zu spüren. Das Camp in der Sommerhitze, die Lichtung und der tiefe, dunklere Wald drumherum, die Waldtümpel und die gewaltigen Felsformationen der Sächsischen Schweiz, all dies hat man sehr deutlich vor Augen. Und das ist ungeheuer wichtig, denn der Wald mit all seiner Flora und Fauna spielt eine essentielle Rolle in der Geschichte. Zudem verändert sich die Natur in der Wahrnehmung der Jugendlichen im Verlauf der Geschichte. Erst ist sie ihnen, den Kindern aus der Großstadt, lediglich fremd und suspekt, dann wird sie bedrohlich und schlussendlich gewinnt sie noch eine ganz andere Bedeutung. Sehr gut umgesetzt.
Die atmosphärischen Beschreibungen der Natur tragen daher sehr zur Spannung bei, die das Duo Ella Blix grundsätzlich von Anfang bis Ende halten kann. Nichtsdestotrotz gab es meinem Empfinden nach ein paar Längen. So sind einige Szenen sehr weitschweifig und manchmal stehen die Figuren, um es mal platt zu sagen, ganz schön auf dem Schlauch. Ich wurde ungeduldig und wartete zappelig darauf, dass sich die Dinge weiterentwickeln. Hätte den vier Jugendlichen beispielsweise nicht schon viel eher auffallen müssen, dass etwas mit ihnen passiert? Hätten sie nicht vehementer versuchen müssen, dahinterzukommen? Und müssen die Szenen im Bauwagen wirklich so ausführlich sein? Natürlich wird hier ein wesentlicher Aspekt des Romans beleuchtet, doch statt einer weit ausholenden Erläuterung hätte mir auch ein klares „so und so funktioniert es“ genügt. Wer es gelesen hat, wird wissen, welche Szene ich meine.
Ein etwas größerer Fokus auf die Figuren hätte das gut ausgleichen können. So zeigten für mich persönlich nur Flix und Ryan eine interessante Entwicklung, hier kommt es am Ende zur Auflösung eines inneren Konflikts. Das hat mir extrem gut gefallen und das hätte ich mir in der Intensität auch für Olympe und Noomie gewünscht. So bleiben die Mädchen leider etwas diffus, ich konnte mich nicht so leicht in sie hineinversetzen.
Was mir hingegen sehr gefiel, war die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt. Zu Beginn ist nicht damit zu rechnen, dass diese vier sehr unterschiedlichen Charaktere Freunde werden können, doch die Art, wie sie sich einander annähern, einander zu verstehen beginnen, Mitgefühl entwickeln, das hat mich berührt. Auch berührt hat mich die Idee der Geschichte, das große Ganze, das dahintersteht. An dieser Stelle möchte ich nicht weiter ausführen, denn das würde zu viel verraten, doch sagen wir es so – dass „Wild. Sie hören Dich denken“ auf Umweltpapier gedruckt und mit dem BLAUEN ENGEL zertifiziert wurde, hat Hand und Fuß. Gerne mehr Geschichten, die sich auf solch feinfühlige Weise dem Thema Natur, Mensch und Tier widmen.
Wild. Sie hören Dich denken“ von Ella Blix ist ein spannender und mysteriöser Roman für junge Leser. Allerdings hatte die Geschichte für mich leider ein paar Längen und auch die Motive und Entwicklung der Figuren empfand ich zum Teil als nicht ausreichend. Die Atmosphäre dieses Romans macht jedoch viele Schwächen wieder wett, hier zeigen die Autorinnen ganz klar ihre Stärke in dem Bereich, so dass einen ein durchaus zauberhaftes und hoffentlich auch überraschendes Leseabenteuer erwartet. Wichtiger Tipp: Haltet Abstand vom Klappentext, da er die Erwartungshaltung bereits sehr deutlich in eine Richtung lenkt und so die Spannung mindert.
Da mit "Der Schein" von dem Autorinnen Duo Ella Blix sehr gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf das neueste Werk, aber leider konnte es mich diesmal nicht ganz so begeistern.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und fand das Setting sehr interessant und spannend. Man lernt die Jugendliche ein wenig kennen, aber es bleibt noch genug offen für ein wenig Spekulationen und das Bedürfnis die Vier besser kennenzulernen.
Die Spannung baut sich sehr gut auf und wird immer weiter gesteigert. Man möchte unbedingt wissen was hinter allem steckt und wie sich die Geschichte auflösen wird.
Leider hat mich das Buch dann im letzten Drittel immer mehr verloren. So richtig weiß ich leider auch nicht, woran es gelegen hat, aber ich war einfach nicht mehr in der Geschichte "drin". Zudem hat es mich dann am Ende sehr gestört, dass vieles nicht aufgelöst wurde und für meine Geschmack die Thematik um die Tiere nicht genügend ausgearbeitet wurde. Das Ende war dann sehr plötzlich und abrupt. Es gibt dann noch einen Chatverlauf zwischen den Jugendliche, den ich jedoch als sehr eher überflüssig empfunden habe.
WILD: Sie hören dich denken von Ella Blix ist ein spannender, mysteriöser Jugendthriller, der besonders durch die selbstverständliche Diversität der Charaktere überzeugt. Dass das Autorinnenduo Antje Wagner und Tania Witte ein eingespieltes Team ist, spiegelt sich im bildhaften Schreib- und Erzählstil, der besonders gerne mit Erwartungen der Lesenden an bestimmte Geschlechterrollen oder Namen spielt und ordentlich mit Vorurteilen aufräumt. Das Allerwichtigste: Vermeidet es unbedingt, den offiziellen Klappentext zu lesen, der viel zu viel verrät und damit das Rätselraten etwas eindämmt. Besonders gut wird dieses Buch der Zielgruppe ab 12 Jahren gefallen. Auch Erwachsene werden ihren Spaß daran haben, jedoch wahrscheinlich schon deutlich früher aus des Rätsels Lösung stoßen als die Charaktere. Mich hat es trotzdem bestens unterhalten!
Eine sehr spannende Geschichte mit leicht mystischen Anteilen. Der Schreibstil war sehr angenehm und die Geschichte war so fesselnd, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Charaktere waren sehr authentisch und ihre Erlebnisse haben mich sehr berührt. Das Ende war sehr schön und hat mich mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Allerdings war mir der Klappentext zu lang und enthielt zu viele Informationen. Das war sehr schade, da der Leser zu sehr gespoilert wird.
„Feel Nature“ ist die allerletzte Chance für die vier Jugendlichen. Sollten sie im Arbeitscamp für kriminelle Jugendliche scheitern, droht ihnen eine Haftstrafe. Ziel des Camps ist, dass Problemjugendliche sich in Gleichaltrigen zu erkennen lernen. Die gemeinsame Renovierung weiterer Hütten für das zukünftige ökologische Mustercamp soll den Rahmen dazu abgeben. Im ehemaligen FDGB-Ferienheim im Elbsandsteingebirge warten zwei Pädagogen auf vier Teilnehmer – und die schwer durchschaubare Tochter des Betreuers Gunnar. Lara scheint zunächst weder Pädagogin noch Teilnehmerin zu sein. Ryan ist vierzehn und findet selbst, dass ein Erziehungscamp für ihn längst zu spät ist, Flix kommt als schwer gezeichnetes Gewaltopfer, Olympe hat den Unfalltod ihrer Eltern zu verarbeiten und Noomi plante ihren Auftritt exakt, aus sehr persönlichen Gründen. Das Leben im Camp ist reduziert auf Arbeit, Essen, Schlafen und pädagogisch wertvolle Gruppendiskussionen. Je eine staubig riechende Hütte für Mädchen und für Jungs, dahinter einfach nur Wald mitsamt Mücken, Schlangen, Fledermäusen, das allein ist schockierend für die Stadtpflanzen. Die viele Natur hindert ihn am Denken, stellt Flix nüchtern fest. Es kommt dicker, als die Teilnehmer alles abliefern müssen, das mit Stecker oder Akku läuft, ihre Schätze, die ihnen Halt geben.
Als wären Drill und Muskelkater von körperlicher Arbeit nicht genug, zeigt sich das Camp von seiner unheimlichen Seite. Ein größerer Schatten scheint den Teilnehmern förmlich in den Nacken zu atmen, Dinge verschwinden und ein Wesen mit kräftigem Schnabel oder scharfen Krallen arbeitet sich offenbar draußen an den Fensterbrettern ab. Vor einem Jahr war Noomi genau in dieser Gegend hochoben auf dem Falkenstein zu sich gekommen, ohne zu wissen, wie sie dort hinauf gelangt war. Niemand glaubte ihr die Geschichte. Um der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen, allein dafür mimte Noomi das Problemmädchen. Aber wie soll sie hier recherchieren, wenn sie kaum einen Schritt unbeobachtet tun kann? Als fünfte im Bunde beobachtet eine anonyme Erzählstimme die Vorgänge und scheint die Jugendlichen direkt anzusprechen – wer ist dieses Wesen?
Während Gruppengespräche und Erziehungsmaßnahmen sich als die eigentliche Folter im Camp entpuppen, lassen die Jugendlichen zögernd ihre Leidensgenossen hinter ihre Fassaden blicken. Jeder trägt hier ein Geheimnis mit sich – auch der Wald hat sein Geheimnis. Die persönlichen Schätze der Figuren haben mich in ihrer Symbolik dabei sehr berührt. Rein äußerlich fühlt sich das Buch wertig an, ein Schatz, bei dem ich überlegte – öffnest du ihn oder hebst du ihn dir noch etwas auf? Ein auf alle Sinne zielendes Waldbuch ist so entstanden, in dem ebenso Liebe, Angst, Gewalt und Trauer im Mittelpunkt stehen.
Wie unheimlich ein ganz normaler Wald wirken kann hat mich sofort in die Geschichte gezogen. Wenn Antje Wagner an einem Roman beteiligt ist, gibt es meist einen Mystery-Anteil. Das Rätseln um Spuren im Wald und Noomis Erinnerungslücke hat mich deshalb einiges Kopfzerbrechen gekostet, über das ich nicht spoilern will. Beeindruckend fand ich psychologisch-philosophische Zweiergespräche und originelle, differenziert charakterisierte Figuren. Ryan und Flix, von denen einer ein paar Jahre älter ist als die restliche Gruppe, hätte ich gern etwas genauer kennenglernt. Die Jugendlichen mit ihren Schutzmechanismen nach traumatischen Erlebnissen zeichnen Antje Wagner und Tania Witte außerordentlich feinfühlig und lebensnah. Die vier ticken ganz so, wie ich es selbst in der Jugendarbeit erlebt habe. Ein anspruchsvoller Plot für Jugendliche kann dennoch leicht lesbar und schlagfertig formuliert sein, das zeigen die preisgekrönten Autorinnen hier erneut.
Ein echter Schatz voller Ganzkörpergänsehaut – ein unglaubliches Lesehighlight!
Ich finde dieses Buch unglaublich toll. Es ist spannend, abenteuerlich, voller unglaublicher Ideen. Es hat mich ab der ersten Seite gefesselt und nicht mehr losgelassen und jetzt bin ich irgendwie wie hypnotisiert – auf positive Art und Weise. Ich finde es absolut unvergleichlich. Ja, um welches Buch handelt es sich eigentlich? Um „WILD – Sie hören dich denken“ von Ella Blix. Hinter Ella Blix stehen zwei Autorinnen: Antje Wagner und Tania Witte. Das Buch ist 2020 im Arena-Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 376 so gelungene Seiten. Auch das Cover ist umwerfend. Ich finde es lässt schon erahnen, dass in dem Buch viele Abenteuer und viele Geheimnisse stecken. Es erinnert einen vielleicht auch an ein Märchen. Man kann auf einer dunklen Waldlichtung Tiere entdecken, die sich dort wohl begegnen und der untere Teil lässt Wasser erahnen.
Um was geht es? Die vier Jugendlichen Flix, Noomi, Ryan und Olympe mussten sich statt einer „Haftstrafe“ verpflichten, an einem Aufenthalt in dem Camp „Feel Nature“ teilzunehmen. Hinter jedem von ihnen steckt eine mehr oder weniger kriminelle Geschichte und im Camp sollen sie wieder zu sich finden und sich neu orientieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lasen sich die vier mit ihren Betreuern darauf ein und jeder gibt Stück für Stück seine Geschichte preis, doch nebenbei geschehen komische und nicht zu erklärende, mysteriöse Dinge: Gegenstände verschwinden, sie haben das Gefühl beobachtet zu werden, ihr Geschmacksempfinden ändert sich und überhaupt ihre Wahrnehmung gerät etwas außer Kontrolle. Zu der anfänglichen Vierergruppe stößt dann auch noch die Betreuerin Lara, die ein Geheimnis in sich wahrt. Sie fangen an, den Wald genauer zu erforschen und stoßen auf einen geheimnisvollen Wagen mit noch geheimnisvolleren Aufzeichnungen.
Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass es so spannend ist. Mir lief ganz oft eine Gänsehaut über den ganzen Körper und ich habe wirklich jede Seite verschlungen. Ich war als Leserin wirklich mitten in der Geschichte und habe so sehr mitgefiebert und auch immer spekuliert, was wohl als nächstes geschehen wird. Die vier Jugendlichen fand ich auch sehr sympathisch. Im Laufe des Buches wird aus ihnen eine richtige Gemeinschaft. Sie vertrauen sich, unterstützen sich und halten richtig zusammen. Das Setting mitten im Wald ist auch ganz wunderbar beschrieben. Man fühlt sich im Wald, hört das Rascheln und Knacken und die ganzen Waldgeräusche eben. In die größeren Kapitel waren auch immer wieder ganz kurze und mysteriöse Kapitel von dem geheimnisvollen X eingeschoben. Das hat auch noch einmal mehr zur Spannung beigetragen und ist eine tolle Idee.
Man hört aus meinem bisher geschriebenen ja schon heraus, dass ich begeistert bin und da ist ja klar, dass der Schreibstil genauso toll ist: wenn die Seiten fliegen, dann bleibt da eigentlich überhaupt nichts mehr zu sagen übrig. ;-)
Fazit: Für mich ist es ein absolutes Lesehighlight. Ich bin so davon begeistert, was diese zwei Autorinnen geschrieben haben. Der Ideenreichtum, der in der Geschichte steckt, hat mich absolut geflasht, das richtige Maß an Spannung und Phantasie und die Gemeinschaft der Jugendlichen voller Vertrauen, Empathiefähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gerne würde ich noch weitere Teile lesen.
Ich habe schon einmal ein Buch von Ella Blix verschlungen und war gespannt was mich in dieser Geschichte erwarten würde. Das Cover ist ein wahrer Traum mit diesen Farben aus Gold, Blau, Grün und Schwarz.
Im Buch geht es um, die vier Jugendlichen Noomi, Olympe, Ryan und Flix die aus verschiedenen Teilen aus Berlin kommen. Diese treffen alle aufeinander, als sie in dieses Arbeitscamp „Feel Nature“ kommen. Dorthin kommen Jugendliche, die kriminelle geworden sind und dort unter Regeln ihre Strafe abarbeiten müssen. Nur Noomi scheint wegen etwas anderem in das Camp gekommen zu sein bzw. sie wollte an diesen Ort zurück. Etwas scheint passiert zu sein an das sie sich nicht mehr erinnern kann.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird im Wechsel aus der Perspektive der vier Jugendlichen erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten, die Geschichte mit. Besonders die Kulisse des Camps und des Waldes hat mir immer eine Gänsehaut beschert, weil ich immer so ein Gefühl hatte da nicht alles normal sein kann.
Die Spannung und Handlung war für mich von Anfang an sehr greifbar und aufregend, weil schon auf der Rückseite des Covers mit der Aussage das die Grenzen von Mensch und Tier verwischt werden einiges bedeuten könnte. Die 4 Jugendlichen scheinen auf den ersten Blick so schnell es geht ihre Strafe abarbeiten zu wollen und spüren aber das etwas nicht mit Rechten Dingen vorzugehen scheint. Doch etwas scheint mit den Tieren im Wald nicht zu Stimmen, aber erst als einer von ihnen verletzt wird gehen sie dem ganzen auf den Grund. Ich will an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, denn man muss sich einfach selbst auf, die Handlung einlassen. Beim Lesen kam mir manchmal der Gedanke, ob so etwas wirklich geschehen könnte wie in der Handlung, weil man selbst meinen könnte das es vielleicht so etwas geben könnte. Doch ich kann nur sagen, dass ich von dieser Geschichte wahnsinnig begeistert war und dem Autorenduo etwas Einzigartiges gelungen ist. Über das Ende will ich gar nicht zu viel sagen, sondern einfach, lasst euch auf das Buch ein und taucht ein.
Fazit
Wild: Sie hören dich denken ist eine mitreißende Handlung, die ich nicht aus der Hand legen wollte.
Ach, das war wieder echt erfrischend! Die Autorinnen haben einfach originelle Ideen - da kriegt man nicht zum gefühlt hundertsten Mal in einem Jugendbuch eine ähnliche Story vorgesetzt. Auch der Schreibstil macht einfach Spaß - sprachlich schön, lebendig, soghaft. Chapeau!
Sprachlich außergewöhnlich gut, insgesamt spannend und innovativ, aber leider ist der Plot ziemlich durchschaubar, woran der Klappentext nicht ganz unschuldig ist.
Dieses Buch erzählt eine Mystery-Science-Fiction-Geschichte aus der Perspektive von vier Jugendlichen, die als Strafe für kleinere Verbrechen in ein Camp in der Sächsischen Schweiz müssen. Dort angekommen lernen sie sich alle besser kennen und schaffen es auch, sich ein wenig einander zu öffnen, als plötzlich seltsame, unerklärliche Sachen geschehen...
Das Highlight dieses Buches waren definitiv die Charaktere. Alle vier Jugendlichen hatten für ihr Alter schon viel durchgemacht und befanden sich alle in Konflikt mit sich selbst und ihrem unmittelbaren Umfeld. Ich fand jede einzelne der Geschichte der Kinder unglaublich berührend und freute mich immer, wenn ich durch die eigen Selbstreflektion oder durch Dialoge mehr über sie erfahren durfte. Auch war ich positive überrascht, wie gut die (nicht jugendlichen) Autorinnen, Kinder dieses Alters darstellten. Ich hatte wirklich das Gefühl, es wären echte Teenager aus dem Jahr 2019! Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass wir Veränderungen zum besseren hätten sehen können. Da das Buch in einem sehr Charakter-fokusieren Stil began, hätte ich gedacht, dass die einzelnen Progtagonisten im Laufe des Konflikts über sich selbst herauswachsen, neue Sachen über sich lernen und ihren Schmerz besser verarbeiten würden. Natürlich ist der erste Schritt, um über etwas hinwegzukommen, das Problem zu erkennen und Hilfe bei anderen zu suchen, was in im ersten Teil des Buches öfters passiert. Allerdings hörte diese Entwicklung ab der Mitte des Buches abrupt auf und es wurde mehr auf den Plot fokusiert. Einer meiner Lieblingscharaktere war in den letzten paar Kapiteln sogar vollkommen abwesend, als ob die Autorinnen kurz vergessen hätten, dass er noch existiert!
Überhaupt habe ich so meine Probleme mit dem letzten Drittel des Buches. Ab dort ist es für jeden halbwegs aufmerksamen Leser sonnenklar, was genau abgeht. Da fühlt man sich dann fast wie dumm behandelt, wenn die Charaktere noch mehrere Kapitel lang durch den Wald laufen, und die Autorinnen so tun, als wäre der Verlauf der Geschichte nicht offensichtlich (Vor allem die Kapitel aus Ryans Perspektive fand ich ab einem gewissen Zeitpunkt urnervig. If you know, you know...). Ich musste mich zusammenreißen, nicht genervt die Kapitel zu überspringen, bis das Buch endlich die offizielle Auflösung brachte. Sobald in einem Mystery-Buch das Mysterium klar ist, soll die Geschichte weiter gehen!
Worauf aber viel Wert gegeben wird, ist die langatmige, wissenschaftliche Erklärung des mystischen Elemente. Leider wurden dieses sehr bald sehr lächerlich. Mir wäre es lieber gewesen, es wäre weniger ins Detail gegangen, dann hätte mir die Pseudo-Wissenschaft wahrscheinlich nichts ausgemacht.
Zum Schluss noch zwei negative und eine positive Kritik, auf die ich nicht weiter eingehen will, aber trotzdem nicht ungesagt lassen kann: - Das zweite Mal in Folge, dass ich von einer Schüler-Lehrer-Beziehung lesen muss, ohne dass dies kritisiert wird. Können wir das bitte nicht normalisieren? - Das Ende. They did my boy Flix dirty. + Die kleine, ganz normale LGBT-Romanze. Ich freue mich einfach immer wie ein kleines Kind, wenn es ein gleichgeschlechtliches Paar gibt, ohne dass darum ein großes Drama gemacht wird.
Obwohl ich jetzt einiges kritisiert habe, hat mir das Buch dennoch gefallen, vor allem aufgrund der Charaktere und deren Freundschaften. 3.25/5 Sterne
Rezension „Wild: Sie hören dich denken“ von Ella Blix
Meinung
Als ich „Wild: Sie hören dich denken“ von Ella Blix im Arena Verlag Programm entdeckte, sprachen mich sofort das Cover und der Klappentext an. Das von Alexander Kopainski gestaltete Cover ist nicht nur traumhaft schön, es strahlt auch etwas mystisch geheimnisvolles aus, und wird in jedem Regal zum Eye Catcher. Zudem ist die Haptik des Buches sehr angenehm weich, es liegt wunderschön in der Hand.
Zudem ist das Buch auf umweltschonendes Papier gedruckt womit unsere Umwelt geschützt wird. Hierfür bekam es die Auszeichnung „Blauer Engel“. Nichts ist heute wichtiger denn je, unsere Umwelt, weshalb mir dieser Aspekt sehr imponierte. Das Buch fühlte sich in meinen Händen also gleich doppelt so gut an. Auch war ich vom Gewicht beeindruckt, da es doch recht dünn, aber schwer ist. Mir gefiel es sehr und ich machte mich noch am gleichen Tag auf ins Abenteuer von Ella Blix.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr leicht. Vier Jugendliche „dürfen“ ihre Strafen im Camp Feel Nature absitzen, statt ins Jugendgefängnis zu gehen, da alle eins gemeinsam haben: sie hatten Mist gebaut. Das erste aufeinandertreffen der Jugendlichen verlief ruhig, so wie sie bekam auch ich als Leser die Möglichkeit, mich mit ihnen und der „neuen Umgebung“ vertraut zu machen. Die vier könnten unterschiedlicher nicht sein und doch fehlte mir am Anfang eine direkte Verbindung zu ihnen.
Auch konnte der Erzählstil bei mir nicht vollständig punkten. Immer wieder gab es kurze, sich wiederholende abgehackte Sätze, wodurch mein Lesefluss ins Stocken geriet. Die Beschreibungen hingegen waren detailliert und bildhaft, so dass ich mich mitten neben Flix, Olympe, Ryan und Noomi fühlte. Ich bestaunte die Natur und sog alles in mich auf wie ein Schwamm, immer nach mehr lechzend. Ich hätte die Atmosphäre und das Setting allerdings noch mehr genießen können wenn der Erzählstil flüssiger, ohne Stolpersteine und sanfter gewesen wäre. So bekam ich mehr als einmal das Gefühl der Unterbrechung. Wie ein Luft holen, innehalten und erst dann geht’s weiter.
Durch den Klappentext war ich unglaublich neugierig auf die Geschichte und witterte etwas mystisches, Geheimnisvolles, mit vielen Rätseln. Auch versprach ich mir viel Magie, immerhin bietet ein Wald, dazu Fantasy, viel Potenzial für Magie. Der Anfang jedoch war recht spannungsarm, es dauert bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, man vollkommen in ihr abtaucht. Die Geschehnisse am Anfang überwerfen sich nicht gerade und so blieb alles etwas blass.
Mir erging es da wohl wie den vier jugendlichen, die eher mit Missmut, Beklemmung und dem dringenden Wunsch zurück nach Hause zu kommen, im Camp ankamen und agierten. Vielleicht färbten diese Gefühle auch zu sehr ab, denn so richtig wurde ich Anfang mit allem nicht warm. Doch das Blatt wendet sich, wenn auch für meinen Geschmack recht spät, so ca ab Seite 100 empfand ich eine deutliche Veränderung, und ab da an wollte ich unbedingt weiter lesen. Ich wollte mehr erfahren, jagte dem Geheimnis hinterher, als sei es mein rettendes Wasser.
Bis dato hatte ich zu den Vieren auch keine große Verbundenheit gespürt, doch dann war es, als habe ein Schalter sich ungelegt. Statt gegeneinander arbeiteten die vier nun miteinander. Wurden zu einem Team, und ich gleich mit. Ich bekam immer mehr Eindrücke und Gedanken, so auch in die Vergangenheit, und konnte den Knoten in meinem Bauch endlich lösen. Die Emotionen der Jugendlichen erreichten mich endlich und ich fing an mit ihnen zu fühlen. Verlor mich in einem Strudel aus tief bewegenden, vielschichtigen und sehr nahe gehenden Gefühlen.
Die vier Jugendlichen hatten allesamt nicht Mist gebaut weil sie rebellisch waren oder dergleichen, sondern weil sie bereits in so jungen Jahren ein viel zu großes Päckchen zu tragen hatten. Ich kenne diese Art. Sie selbst ist mir nicht fremd. Mit jedem dieser Jugendlichen konnte ich mich in einem bestimmten Punkt identifizieren. Was ich ab da an für die vier fühlte ging weit über Sympathie hinaus. Es war etwas altes, bekanntes, eine Dunkelheit, Verlust, schwere Familienverhältnisse, und vieles mehr, dass ich doch so gut verstand. Jeder der vier hätte ich sein können und ich jeder der vier.
Nun aber zurück zur Handlung. Ella Blix schafften es immer wieder kleine Lichtpunkte ins Geschehen einzuarbeiten in Form von Humor. Doch auch dieser hätte bei der teils bedrückenden Stimmung etwas mehr sein können. Sicherlich ist der Hintergrund eines jeden der vier keine Lachnummer, aber es schadet auch nie, eine frohe Stimmung zu erzeugen, und sei es nur durch den ein oder anderen Witz, sarkastischen Spruch, etc.
Nach den ersten schockieren, vollkommen überraschenden Ereignissen war ich Feuer und Flamme, fühlte mich wie Sherlock Holmes, und wollte mit Flix, Ryan, Noomi und Olympe, unbedingt erfahren was es mit dem Camp, dem Wald, verschwinden und allem anderen auf sich hatte. In diesem Punkt bereiteten Ella Blix mir ein wahres Abenteuer inmitten der Natur. Auch wenn diese dann nichts magisches an sich hatte, wie ein Zauberwald zb, so fühlte ich mich dort zuhause.
Dem Geheimnis auf die Spur zu kommen gleicht einer rasanten Jagd, bei der man nie weiß was vor einem liegt, welche Gefahren lauern und wer dich alles beobachtet. Auch ich fühlte diese stetig steigende Beklemmung. Die Spannung nahm ab dem „Verschwinden“ immer mehr zu, das Tempo steigerte sich mit jeder Seite. Und dann war es so weit. Das Geheimnis wurde offenbart und ich war ein wenig enttäuscht. Natürlich ließ der Klappentext aufgrund von „Experiment“ auch etwas wissenschaftliches vermuten, doch fand ich die Lösung dann ein wenig trivial.
Nicht nur weil wir mit dem derzeitigen Stand einfach noch nicht dazu in der Lage sind und es vielleicht auch nie sein werden, sondern weil ich einfach MEHR erwartet hatte. Die Idee mag zwar durchaus im Bereich des vorstellbaren sein, hatte in einem Fantasy Kinder- Jugendbuch aber genauso wenig zu suchen für mich, wie der Wilde Westen in einem Märchen. Das war mir dann doch etwas zu einfach und ich weiß nicht, aber ich hatte MEHR erwartet. Nichtsdestotrotz bildet das Ende einen schönen Abschluss und ich habe das Buch zwar mit gemischten Gefühlen verlassen, doch nicht ausschließlich mit Enttäuschung, das Gute überwog zumeist.
Fazit
Wild: Sie hören dich denken bietet viel Abenteuer, Erkundung, Entdeckung, aufdecken von Rätseln und Geheimnissen, inmitten der Natur. Auch wenn ich weit von der Altersgruppe entfernt liege, so kann ich doch sagen, dass ich viel, sehr viel, in diesem Genre lese und an manchen Punkten einfach etwas anderes erwartet hätte. Die Erzählung holpert immer wieder durch kurze, sich wiederholende Sätze, was den Lesefluss zum stolpern bringt.
Auch baut sich die Spannung sehr langsam auf und mit der Auflösung wurde ich etwas enttäuscht. Dafür konnten mich die Vielschichtigkeit der Figuren, das Setting, überraschende Wendungen und vermittelte Botschaften der Autorinnen überzeugen.
Alles in allem ist „Wild“ eine tolle Geschichte, bei der mir aber etwas Magie und Zauber gefehlt haben.
Schwierig. Die Idee war echt gut, allerdings hat es sich echt gezogen, wahrscheinlich weil die Kapitel so lang waren und auch so irgendwie. Weiß auch nicht. Aber ich mochte die Personen so gerne! Also empfehlenswert, mit aber.
"Das Dort-Oben war nur eine vieler Möglichkeiten, ein Ort, der etwas Rätselhaftes im Innern Zum Klingeln brachte. Über den man staunte und den man sogar zu kennen glaubte. Weil man ihn irgendwann und irgendwo schon einmal geträumt hatte."
-S. 363 Ella Blix
Meine Gedanken:
Auf dieses Buch habe ich schon sehr lange hingefiebert und habe mich sehr gefreut, das Buch endlich in den Händen halten zu können. Von Ella Blix habe ich vor einiger Zeit bereits "Der Schein" gelesen.
Das Buch wird aus den Perspektiven aller vier Protagonisten in der 3. Person erzählt. Ich mag es sehr Bücher in mehreren Perspektiven zu lesen und normalerweise habe ich auch nie Probleme mit der 3. Person, aber ich habe mich beim Lesen manchmal mit dem Schreibstil schwer getan. Einige Stellen musste ich nochmals lesen, weil meine Gedanken immer abgedriftet sind. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es am Schreibstil liegt oder an mir selbst.
Wir erhalten durch die verschiedenen Erzählperspektiven mehr Informationen über die vier Charaktere und bekommen einen besseren Einblick in ihre Gedanken, was ich sehr gut finde. Allerdings tauchen so viele Namen auf, die ich im späteren Verlauf nicht zuordnen kann. Dabei meine ich weder die Namen von den Protagonisten noch die von den Erwachsenen im Camp, sondern von den Personen, die aus dem gewohnten Umfeld der Protagonisten stammen. Zum Glück haben diese keine große Rolle in der eigentlichen Geschichte gespielt, aber ich saß teilweise wirklich da und dachte mit so: Wer ist das nochmals?
Dafür ist das Buch sehr raffiniert aufgebaut und steckt voller Mysterien. Schritt für Schritt bekommen wir neue Hinweise und bestimmte Ereignisse führen uns dem Ziel immer näher. Einiges konnte ich schon relativ früh zusammensetzen, vielleicht sogar ein bisschen zu früh, denn der Klappentext verrät schon wirklich sehr viel über die Geschichte. Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, den Klappentext (auf den das Autorinnenduo leider selbst keinen Einfluss hatte) nicht zu lesen, wenn ihr ein noch besseres Leseerlebnis erfahren wollt, aber das ist natürlich euch überlassen. Aus diesem Grund war meiner Meinung das Ende bzw. die Auflösung nicht so episch, wie ich mir erhofft habe. Bestimmte Kleinigkeiten, die man nach und nach herausfinden sollte, werden nämlich teilweise durch das Vorwissen schon vorweg genommen, aber wie gesagt, sind es kleine Details und nicht das halbe Buch xD Es gibt auch eine unbekannte Sicht - erzählt aus der Ich-Perspektive- , aus der immer wieder ein paar wenige Gedanken geteilt werden, aber ich habe bereits am Anfang ungefähr gewusst von wem sie stammt, was auch am Klappentext liegen könnte. Die Idee an sich finde ich dennoch genial!
Das heißt aber nicht, dass es dem Buch an Spannung gefehlt hat, denn bereits zu Beginn gibt es so einige Fragen, beginnend von "Warum wollte Naomi freiwillig ins Camp?" oder "Was haben die anderen drei Jugendlichen verbrochen, um in das Camp "Feel Nature" gesteckt zu werden?" Doch das ist nicht alles. Es passieren auf einmal merkwürdige Dinge im Camp. Was verbergen die einzelnen Charaktere? Ab einem bestimmten Punkt, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es immer aufregender und spannender wurde, weshalb ich die letzte Hälfte in einem Rutsch einfach durchgelesen habe xD
Noomi, Flix, Olympe und Ryan sind alle komplett verschieden. Das macht sie auch so interessant. Ich fand alle vier sehr sympathisch und habe durch die abwechselnden Sichten einen guten Eindruck von ihnen bekommen. Ich denke aber, dass ich Olympe am meisten von den Charakteren mochte, vor allem weil sie sich sehr für Codes und Zahlen interessiert.
Das Ende wirkt für mich noch ein bisschen abgeschnitten. Es folgt zwar noch ein Chat (ich finde es immer voll cool, wenn so Chats in Büchern integriert werden!), aber es gab da noch ein paar Fragen, zu denen ich doch gerne ein paar Antworten hätte. Aber das recht offene Ende ist jetzt kein Weltuntergang oder so, sondern eher eine Kleinigkeit xD
Ich finde es übrigens super, dass das Buch mit dem Blauen Engel-Siegel ausgezeichnet wurde. Das heißt, "Wild - Sie hören dich denken" ist nachhaltig und umweltfreundlich hergestellt worden!
Fazit:
"Wild - Sie hören dich denken" ist ein faszinierendes Jugendbuch mit Suchtpotenzial und voller Mysterien. Wenn ihr die Geschichte in vollen Zügen genießen wollt, rate ich euch den Klappentext NICHT zu lesen, aber selbst wenn ihr diesen bereits gelesen habt, müsst ihr nicht auf Spannung verzichten ;) Das Buch ist nämlich so krass aufgebaut, dass man gar nicht anders kann, als mitzufiebern. Von mir gibt es 4 von 5 Cupcakes!
Das Buch hat mich mit dem Cover angezogen, ist wundervoll harmonisch gestaltet, macht neugierig auf das Werk und zieht schon mit dem Blickfang in die Natur.
Die Geschichte beginnt mit dem Camp und vielen verschiedenen Persönlichkeiten, die einen faszinieren und ihrem Schicksal näher bringen, ihre Taten erläutern und die Frage auf werfen, was dieses Camp für sie in ihrer Kompetenz bringt. Herausstechend auch die tolle Idee sich den Tiere näher zu fühlen, auf die Jagd nach den Erinnerungen zu gehen und hoffentlich heraus zu finden, was geschehen ist. Besonders der geheimnisvolle Sprecher, der mit X benannt wird zieht in die packende Handlung und macht neugierig auf den weiteren emotionsgeladenen Verlauf.
Die Autorinnen kreieren eine fantasievolle, bildliche als auch gefährliche Welt. Ihr Schreibstil ist ist locker und leicht, fließend, emotional, spannungsgeladen als auch bildlich zugleich.
Das Buch bietet eine spannende Geschichte, sondern wird durch das Bewusstsein von gemeinsamer Stärke gesteigert. Der Zwiespalt der verschiedensten Personen, ihrer Vergangenheit als auch den Emotionen verwickeln in das Geschehen.
Das Werk hat mich durch die Idee und den Wechsel zwischen den Perspektiven, X fasziniert, leider jedoch nicht ganz eingenommen. Der Einstieg hat es einen mit der Vielzahl der Perspektiven kompliziert und erschwert einen Durchblick zu erlangen, natürlich wird dies mit weiteren Verlauf einfacher, hat mich jedoch nicht überzeugt. Wie oben angesprochen hat die Idee Potential wurde aber in der Ausführung nicht in meinem Sinne übernommen, so dass noch Luft nach oben besteht.
Ich bleibe daher recht gut unterhalten, erfreut über die Entwicklung der komplexen Persönlichkeiten als auch dem packenden Verlauf und guten Ausgang recht begeistert, bleibe jedoch von der Umsetzung nicht ganz überzeugt zurück. Die Idee habe ich mit Begeisterung aufgenommen, wurde aber von der Umsetzung und dem schleppenden Einstieg in das Werk nicht ganz überzeugt.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag. Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.
Noomi, Olympe, Felix und Rayn, diese vier schwierigen Jugendliche hatten nochmal Glück gehabt und müssen statt dem Jugendknast ihre Strafe im Camp "Feel Nature" ab arbeiten. Sechs Wochen nichts als Wald, kein Internet und eine Leiterin des Camps, die keine Widersprüche duldet.
Es ging direkt spannend los, denn Noomi hat es darauf angelegt in dieses Camp zu kommen. Letztes Jahr, bei einem Ausflug in der Nähe des Camps, ist ihr etwas passiert, an dass sie sich nur bruchstückhaft erinnern kann. Seitdem hat Noomi merkwürdige Träume. Was war passiert?
Es war anfangs sehr fesselnd und ich mochte diese bildhafte Beschreibung der Umgebung. Es war, als wäre man dort in diesem Camp und konnte die Natur fühlen, fast riechen.
Die unterschiedlichen Geschichten der vier Jugendlichen waren authentisch. Ich hatte mir nur gern am Schluss mehr Charakterentwicklung der vier gewünscht.
Einige Seiten haben sich sehr in die Länge gezogen und die Spannung musste meiner Meinung nach darunter leiden. Der Schluss ging so schnell, da hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Wer Jugendbücher mag, die Fantasy Elemente haben, der sollte einen Blick rein werfen. Kann sein, dass es euch besser gefällt als mir. Mich hat es leider nur bis zur Hälfte mitgerissen, danach war die Luft raus. Das war schade, aber ich habe mittlerweile so den Verdacht, dass ich aus dem Alter "Jugendbuch" raus bin.
Ich habe es jetzt etwa bei der Hälfte abgebrochen. Aus einem einfachen Grund: die Autorinnen scheinen ein Talent dafür zu haben, viel zu erzählen, ohne etwas zu sagen. Ich verstehe, dass das im Zusammenhang mit der Geschichte vielleicht sogar gewollt ist, aber normalerweise weiß man all jenes, was der jeweilige Charakter auch weiß. Und das ist hier nicht der Fall. Selbst wenn wir immer wieder aus der Sicht verschiedener Charaktere die Geschichte beobachten, sind wir doch nur Beobachter und nicht die Charaktere. Ich bin bei der Hälfte des Buches noch genauso unwissend und weit wie zu Beginn. Und selbst wenn es Absicht ist, mich stört das. Es langweilt mich. Daher habe ich beschlossen, mich nicht weiter damit herum zu quälen und nach einem weiteren Monolog des jeweiligen Charakters wieder frustriert das Buch zu schließen, weil ich immer noch nicht mehr über ihn und seine Situation herausgefunden habe. Es kann interessant sein, ein Geheimnis aus manchen Dingen zu machen, aber nicht in diesem Fall.
Autorinnen: Ella Blix Verlag: Arena Preis: 18€, Gebundenes Buch Seiten: 376 Seiten ISBN: 9783401605104 Alter: ab 12 Jahren Erscheinungsdatum: 11. Mai 2020
3 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐
🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲 Inhaltsangabe: Entnommen von: arena-verlag.de Sie hören dich denken. Doch du kannst sie nicht verstehen. Noch nicht. 🌲 Seit einem erschreckenden Erlebnis auf einem Waldausflug mit der Schule ist Noomi nicht mehr dieselbe. Erinnerungsfetzen, die berauschend, aber auch verstörend sind, führen sie immer wieder zurück zu diesem Tag im Wald. Seitdem ist etwas mit ihr passiert, und sie muss herausfinden, was dort geschehen ist. Warum kann sie sich nicht erinnern? Warum fühlt sie sich seitdem den Tieren so nah? 🌲 Ein geheimes Experiment. Vier jugendliche Straftäter. Menschlich handelnde Tiere im Wald. Die Evolution am Wendepunkt - FEEL NATURE! 🌲 Atmosphärisch, rätselhaft und aufwühlend - der neue Roman von dem preisgekrönten Autorinnenduo Ella Blix, bestehend aus Antje Wagner und Tania Witte. 🌲 Ausgezeichnet 2019 mit dem Mannheimer Feuergriffel (Tania Witte) und dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar (Antje Wagner). 🌲 Gedruckt auf Umweltpapier und zertifiziert mit dem BLAUEN ENGEL. 🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲🏕️🌲 Meine Meinung: Hallo ihr Süßen 💕 Dieses Buch hatte ich sehnsüchtig erwartet, es war mein erstes Buch des Autorinnen Duos Ella Blix, aus welchem Grund auch immer hatte ich mit dem Buch eine Assoziation zu der #Terra Reihe von Jennifer Alice Jager. Das Buch ist wirklich in einer wunderschönen Aufmachung und unglaublich schwer, was mal etwas besonders war, denn das kennt man ja so nicht von Büchern. Ich kam auch wirklich gut in die Handlung hinein und zum Teil hatte ich wirklich Gänsehaut, denn was dort wirklich abgeht, das erfährt man erst zum Schluss und bis dahin war ich wirklich gefesselt, aber nicht zu 100% gefangen von der Geschichte. Es kam sehr viele Fragen auf und auch wenn alle zum Schluß hin beantwortet wurden, so war ich mit dem Verlauf der Handlung so gar nicht zufrieden. Denn auch wenn ich eine Fantastische Geschichte erwartet habe, mit unglaublich viel Natur und Umweltthemen, so habe ich eine Jugend Thriller bekommen, der bei mit so rein gar kein Thrill Gefühl hervorgebracht hat. Zum Teil war ich sogar eher genervt von de, manchmal sehr zähen und langezogenen Handlung. Es war mir manchmal einfach zu viel von allem. Manchmal ist weniger einfach Mehr. Und dann kam die Auflösung, mit der ich zwar so gar nicht gerechnet hatte, aber mich auch nicht damit anfreunden konnte. Denn es war ein Thema, was ich so gar nicht mag. Keine Angst ich Spoiler hier nicht, ihr müsst das Buch schon selbst lesen um mehr zu erfahren, aber für mich war es einfach nicht das was ich erwartet hatte und auch nicht lesen wollte. Ich habe es beedent und es ganz sicher nicht bereut, jedoch war dieses Buch einfach nicht für mich geeignet. Wenn ihr auf seichte Jugend Thriller steht, seit ihr denke ich bei diesem Buch genau richtig, nur das die Auflösung unheimlich konfus sein wird. Ganz lieben Gruß Sonja/Shaaniel
Es ist erst total spannend aber so in der Mitte kann man sich das alles schon zusammen reimen so das man das Ende schon weiß das fände ich bisschen doof.
Die Story selbst beginnt sehr spannend und man weiß eigentlich gar nicht so genau, was da gerade passiert. Es ist wie ein Kennenlernen, dessen eigenes Ziel noch nicht ganz klar ist. Dafür tritt hier eine Veränderung ein, die absolut aufregend und beängstigend zugleich war.
Nebenbei regt das Buch zum Nachdenken über den Status von Mensch und Tier an – ist der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung? Haben Tiere eine eigene Sprache und sind wir nur unfähig, sie zu verstehen? Auch diese Fragen werden auf interessante Art und Weise in das Geschehen eingebunden.
Die Story hat mich von der ersten Seite bis zur letzten gefesselt und es hat einfach unglaublich Spaß gemacht zu lesen. Das einzige was mich ein wenig "enttäuscht" hat war das Ende. Ich hätte mir da einfach etwas mehr gewünscht. Mehr Story, mehr Aufklärung, mehr Weiterführung.
Es ist ein spannendes und fesselndes Jugendbuch, welches ein Thema behandelt, was ich in dieser Form so noch nicht gelesen habe. Einzig das Ende kam etwas zu schnell und die eine oder andere Frage blieb offen.
Habe das Buch im Buddyread gelesen, was auch sehr gut war, denn der Anfang zieht sich ganz schön. Jedes Kapitel hat gefühlt 100 Seiten und für die erste Hälfte habe ich echt lange gebraucht. Danach nahm die Spannung immer mehr zu und zack, war es ausgelesen. Hat mir recht gut gefallen und die Idee dahinter fand ich super.