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Luc Verlain #3

Winteraustern

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Ziehen Sie sich warm an für Luc Verlains kältesten Fall!

Winterzeit am Bassin d’Arcachon, das bedeutet für die Austernzüchter Hochkonjunktur. Allerdings auch für die Austerndiebe, denen man mit immer drastischeren Methoden begegnet. Und so mündet das, was eine besinnliche Bootsfahrt werden sollte, für Luc Verlain in einen Mordfall, der es in sich hat.

Zusammen mit seinem Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, hatte Luc eigentlich nur noch einmal dessen einstige Wirkungsstätte befahren wollen, als sie plötzlich auf die übel zugerichteten Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Austernzüchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Austerndieb von seinem Treiben ablenken?

Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Dies ist der dritte Band der beliebten Krimireihe im französischen Aquitaine. Commissaire Luc Verlain ermittelte bereits in diesen Fällen:

Band 1 - Retour
Band 2 - Château Mort

320 pages, Paperback

Published November 4, 2019

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21 people want to read

About the author

Alexander Oetker

40 books24 followers
Er liebt den Süden, das gute Essen und das einfache Leben – darin ist sich Schriftsteller Alexander Oetker mit seinen Protagonisten einig.

So ist sein ganzes Schaffen auf diesen Süden ausgerichtet: Als Bestsellerautor mit den beliebten Aquitaine-Krimis um Commissaire Luc Verlain. Mit dem unvergleichlichen Frankreich-Kochbuch „Chez Luc“. Mit den Paris-Krimis um den verschrobenen Ermittler Commissaire Lacroix. Mit seiner Zypern-Krimireihe um Sofia Perikles. Und mit den wunderbaren Liebesromanen, die allesamt in den schönsten Regionen Europas spielen, wie etwa „Mittwochs am Meer“.

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5 stars
50 (27%)
4 stars
89 (48%)
3 stars
41 (22%)
2 stars
3 (1%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 21 of 21 reviews
Profile Image for Zweiundvierzig.
141 reviews1 follower
March 26, 2025
Auch Band 3 der Serie war unterhaltsam und kurzweilig. Vielleicht von den drei bislang gelesenen Büchern das schwächste, weil die Story nicht so ganz auf den Punkt kam.
Die Beschreibungen des Essens waren natürlich wieder so was wie der rote Faden der Geschichte, an einigen Stellen dann aber doch etwas deplatziert. Wenn zu einer Vernehmung bei der Familie von Mordopfern gegangen wird, ist die Beschreibung, wie lecker der Wein ist, doch tatsächlich etwas surreal.
Sei‘s drum.

Die Geschichte ist engagiert erzählt, durch den Winter schon auch mal ganz anders als in den letzten Büchern, das Ende etwas „gewollt“, dann aber irgendwie passend.

Mit dem Epilog ist Oetker dann tatsächlich in der Reihe der „Serien-Schreiber“ angekommen - schöner Cliffhanger zum nächsten Band (was sich ja schon in den Bänden vorher etwas angedeutet hat).

=> schöne, unkomplizierte Lese-Lektüre.
Profile Image for Rebecca.
227 reviews3 followers
January 28, 2020
Viel besser als der zweite Teil. Bodenständig, spannend, kein banales Ende. Hier passt alles und macht sofort wieder Lust auf einen Frankreichurlaub. Die Spannung bleibt das Buch über bestehen. Das Ende ist nicht das offensichtliche.
Profile Image for EmiliAna.
315 reviews2 followers
November 18, 2019
"Im Herzen Franzose", so bezeichnet sich der 1982 in Ost-Berlin geborene Autor Alexander Oetker selbst, und so ist es nur folgerichtig, dass sein Commissaire Luc Verlaine, der dem Leser in vorliegendem Kriminalroman bereits zum dritten Mal begegnet, genau das ist: ein echter Franzose! Ein Bonvivant, der gerne isst, trinkt, die Frauen und das Leben liebt und dazu noch ein sehr erfolgreicher Kriminalist ist. Eine willkommene Abwechslung nach so düsteren und gescheiterten, oft dem Trunk hingegebenen Ermittlern der Krimiwelt, wie sie vor allem die Skandinavier mit Vorliebe zu erschaffen pflegen.
Als Schauplatz der Reihe um den gelassenen Genießer Luc Verlaine, der nach erfolgreichen Berufsjahren in Paris aus familiären Gründen zurückkehrt zu seinen Ursprüngen, nämlich dem Aquitaine, hat der Autor eine der wohl schönsten Regionen Frankreichs gewählt, denn nicht nur ist das Aquitaine der Inbegriff des "Savoir Vivre", sondern zeichnet sich auch aus durch kilometerlange Traumstrände, die es zum Paradies für Surfer und Meeresliebhaber machen, und durch grandiose Farben, denn alles im Aquitaine ist intensiv und wunderschön - ein Fest für alle Sinne! Zudem liegt nur zwanzig Kilometer von der Küste entfernt mit dem Medoc, Saint Emilion und Pomerol die traditionsreichste Weinregion Frankreichs und man kann wohl sagen der ganzen Welt.
Aber noch etwas befindet sich im Aquitaine - das Bassin d'Archachon nämlich, eine riesige Bucht des Atlantiks und Zentrum der französischen Austernzucht!
Genau hier, unter den Austernfischern, lässt Alexander Oetker diesmal seinen Commissaire ermitteln. Die Austern sind nicht nur die Spezialität schlechthin dieser Gegend und nehmen einen Sonderplatz in der französischen Küche ein, dürfen gerade an Weihnachten auf keiner Tafel fehlen, sondern sind dazu noch ganz offiziell französisches Kulturgut!

Winterzeit ist Austernzeit! Dann sind sie reif, die glibbrigen und doch festen Meeresfrüchte, werden zu Tausenden von Tonnen geerntet, können ganz frisch in den kleinen Häfen der Region verkostet werden oder landen auf Millionen von Tellern in ganz Frankreich.
Luc Verlaine ist nicht nur leidenschaftlicher Austernesser, wie man leicht vermuten kann, sondern darüber hinaus der Sohn eines Austernfischers, verfügt also über profunde Kenntnisse dieses Metiers, die ihm bei seinen Ermittlungen nützlich sind. Der rechte Mann am rechten Ort also! Doch gerne hätte er darauf verzichtet, die an Pfählen festgebundenen Leichen von zwei jungen Männern finden zu müssen, als er eines frühen Morgens mit seinem Vater Alain auf einem Gendarmerieboot unterwegs ist, das allnächtlich im Bassin patrouilliert, um die kostbaren Meeresfrüchte vor den zahlreichen Austerndieben zu schützen, die den Züchtern erhebliche finanzielle Einbußen bescheren.
Die Väter der jungen Männer sind Austernzüchter wie Vater Alain, und letzterer begreift vielleicht als einziger wirklich die Tragweite ihres Todes für die hinterbliebenen Familien, denn gemäß der Tradition führen die Söhne das Geschäft der Austernzucht weiter - eigentlich, denn auch hier hat natürlich ein Bruch stattgefunden, wollen die Söhne sich nicht zwingenderweise mit der harten und nur für die Austernzüchter mit großen Pfründen wirklich einträglichen Profession ein Leben lang auseinandersetzen. Und ein solcher, der "Austernbaron" der Gegend nämlich, gerät sehr bald schon ins Visier der Kommissare, zu denen neben Verlaine auch sein komplizierter baskischer Kollege Etxeberria und die attraktive Anouk, die gleichzeitig die Frau ist, die Luc liebt, gehören. Jener reiche Mann, Chevalier mit Namen, hat, nachdem sein Vorschlag, mit Überwachungskameras das nächtliche Treiben im Bassin zu kontrollieren, abgelehnt wurde, nämlich höchstselbst dafür gesorgt, dass seine Austern nicht gestohlen werden, indem er einfach ein privates Sicherheitsteam des Nachts zu den Austerbänken schickt. War der Tod der beiden Jungen also eine Art Kollateralschaden?
Die Ermittlungen, im Zuge derer der Leser nicht nur gemeinsam mit Luc und seinen Kollegen die Hintergründe der Morde aufzudecken versucht, sondern während derer er auch so einiges erfährt über die wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen der Austernzucht, auf die der Klimawandel gravierende Auswirkungen hat, gestalten sich kompliziert und es dauert, bis Verlaine auf Umwegen endlich auf der richtigen Spur ist und zur Lösung des Rätsels findet, die allseits für Überraschung sorgen dürfte....

Noch ein Frankreichkrimi? Das mögen sich viele potentielle Leser des vorliegenden Romans fragen - denn in der Tat gibt es kaum ein Land, dessen Regionen so gründlich auf Kriminalebene durchforstet sind wie Frankreich. Und dann ist es auch schwer, etwas wirklich Neues zu schreiben oder aus altbekanntem Stoff etwas ganz Eigenes zu machen. Doch genau das ist Alexander Oetker mit seiner Reihe um den Bilderbuchfranzosen Luc gelungen! Nicht nur sind die drei Bände typische Länderkrimis, geben also immer wieder Informationen zu Land, Leuten und den vielfältigsten Genüssen, die deren Leben bietet, sind also im besten Sinne ein wenig wie Urlaub, sondern sind immer auch, so sagt der Autor selbst, als Reiseempfehlung zu verstehen.
Und richtig - denn wer hätte nach den durchaus etwas düsteren, vor allem aber - was ungewöhnlich für Bordeaux und Umgebung ist - verschneiten "Winteraustern" nicht Lust, sich unverzüglich auf den Weg ins Aquitaine zu machen, pflückfrische Austern mit dunklem Brot, gesalzener Butter und einem Glas Muscadet zu genießen, durch das geschichtsträchtige, kulturell wie kulinarisch spannende und ganz bezaubernde Bordeaux zu streifen oder die Dune du Pilat zu erklimmen?
Und dann sind es natürlich die Charaktere, die für sich einnehmen, ihr Agieren untereinander und der herzliche Umgang miteinander, das Zwischenmenschliche, dem Alexander Oetker viel Raum gewährt und das gleichwertig neben dem zu lösenden Kriminalfall steht.
Es ist dieser eine Art von Krimi, die ich mag, einer, von dem trotz des tragischen Hintergrundes eine Leichtigkeit ausgeht, die eben auch über einer in Frankreich spielenden Geschichte, gleich welchem Genre man sie zuordnet, schweben muss. Ja, der Autor, der dazu auch noch ein begabter Schreiber und Erzähler ist, was man längst nicht als selbstverständlich voraussetzen darf heutzutage, hat alles richtig gemacht! Seinen Roman zu lesen war buchstäblich ein Genuss für alle Sinne, von dem man gar nicht genug bekommen kann.
Einem weiteren Fall des Franzosen Luc Verlaine, des Bonvivant und Liebhaber alles Schönen, all dessen, das das Leben lebenswert macht, darf man hoffentlich mit Vergnügen und Vorfreude entgegenblicken!
Profile Image for Wulf Krueger.
519 reviews126 followers
June 11, 2020
Schon seit Jahrzehnten habe ich eine Schwäche für Frankreich.

Allerdings ist mein Französisch doch inzwischen sehr, sehr “eingerostet”, so daß eine Kommunikation auch stark von Gestik und Mimik abhängt. Insofern bin ich immer dankbar, wenn man sich - meist lachend - auf halbem Wege entgegen kommt.
Andererseits aber verbindet Deutschland und Frankreich nach Jahrhunderten der (milde ausgedrückt) Rivalität eine im Vergleich dazu noch junge Freundschaft.

Nimmt man dazu noch Verdun, Izieu, Lyon und all die anderen Gräuel, die Deutschland, mein Land, seinem Nachbarn Frankreich angetan hat, so ist es keine Selbstverständlichkeit, daß meine Familie und ich immer mit offenen Armen empfangen wurden.

Insofern sei auch geschrieben, was ich sonst nur beim Überqueren der Grenze ausrufe: “Vive la France!”

Seit einigen Jahren bereits nimmt ein interessanter Trend zu: Ausgerechnet deutsche Autoren wie Jörg “Commissaire DupinBong (unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec) oder eben, wie hier, Alexander Oetker, schreiben über Frankreich. Vielleicht ist dies auch Martin Walkers erfolgreicher Bruno-Reihe zu verdanken; auf jeden Fall aber komme ich nicht umhin, diese Bücher zumindest mal probehalber “anzulesen”.

Oetker, um dessen bereits drittes Buch um seinen Commissaire Luc Verlain es hier geht, siedelt diesen in der Aquitaine (deutsch: Aquitanien) im äußersten Südwesten Frankreichs an. Hier lebt und arbeitet der frühere Star-Polizist von Paris aufgrund der Krebserkrankung seines Vaters und löste in den ersten beiden Büchern, “Retour: Luc Verlains erster Fall” und “Château Mort: Luc Verlains zweiter Fall”, bereits mehrere Fälle mit Intelligenz, Empathie und Menschlichkeit - eine Mischung, die mich sofort angesprochen hat.

Auch im vorliegenden Buch, das - eher untypisch für Frankreich-Krimis - im Winter spielt, gelingt es Oetker, eine interessante Geschichte um Austernfischer, eine “Bürgerwehr” sowie zwei Morde zu erzählen, dabei auch der Beziehung zwischen Verlain und seiner Freundin Anouk hinreichend Raum zu verschaffen, ohne aber die Spannung zu vernachlässigen.

So gern ich auch “Winteraustern” gelesen habe, so bleibt davon aber leider nicht viel zurück, denn auch wenn Oetker immer mal wieder zaghaft versucht, Sozial- und Gesellschaftskritik (z. B. über die unsäglichen Zustände in den Pariser Banlieue) unterzubringen: Viel Substanz haben seine durchaus unterhaltsamen Krimis nicht.

Verlain selbst wird von Oetker noch mit Charakter ausgestattet, aber das Talent reicht wohl nicht, um auch die Nebenfiguren noch lebensecht und glaubwürdig zu gestalten. Anouk (die harte Kickbox-Polizistin mit dem weichen Kern), Yacine (böser Vorstadt-Kleinkrimineller, dessen Leben durch die Begegnung mit Verlain zum Guten gewendet wurde), Etxeberria (der Ex-Trinker-flic und Vorzeige-Baske) - sie alle bleiben schemenhaft, klischeehaft und können nicht wirklich überzeugen.

Womöglich ist dies aber auch unausweichlich, wenn man eigentlich sein gesamtes Erwachsenenleben (Oetker ist Jahrgang 1982) für die Mediengruppe RTL gearbeitet hat...

Was bleibt, sind ein paar Stunden angenehmer Leseunterhaltung mit einem sympathischen Commissaire, ein Augenrollen wegen der allerletzten Seiten und - bei aller Kritik - wohlmeinende vier Sterne, die eigentlich drei sein müßten…


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Profile Image for Elisabeth Bulitta.
134 reviews3 followers
November 17, 2019
Im Trüben fischen

Zum dritten Mal ermittelt Luc Verlain in Alexander Oetkers „Winteraustern“; dieser 320-seitige Kriminalroman ist im November 2019 bei Hoffmann und Campe erschienen.
Winterzeit ist Austernzeit. Und gerade als die Austernzüchter Hochkonjunktur haben, unternimmt Luc Verlain mit seinem totkranken Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, einen letzten Ausflug zu den Austernbänken. Retten sie zuerst einen Züchter, der überfallen wurde, vor dem Tod, treffen sie kurze Zeit später auf die zu Schau gestellten Leichname zweier junger Männer. Mit seiner Kollegin und Freundin, Anouk, macht Luc sich daran, diesem Mordfall auf den Grund zu gehen … und stellt schließlich fest, dass des Rätsels Lösung schwerer zu ergründen ist, als anfangs vermutet.
Obgleich es sich hierbei um den dritten Band einer Kriminalserie handelt und ich die Vorgängerbände nicht kenne, fiel es mir von Anfang an leicht, dem Geschehen zu folgen, da der Fall an sich abgeschlossen ist. Die schon bekannten Charaktere werden detailliert beschrieben und Vorwissen ist so in das aktuelle Geschehen so eingeflochten, dass sich auch Neueinsteiger/innen schnell zurechtfinden. Leider kommt es dabei das eine oder andere Mal zu Doppelungen, was den Lesespaß und –fluss ein wenig hemmte, wenn z.B. die schwere Krankheit von Lucs Vater oder Lucs schwieriges Verhältnis zu seinem Kollegen Etxeberria mehrfach Erwähnung finden.
Das Geschäft mit den Austern ist hart umkämpft. Das erfahren Leserinnen und Leser schon zu Beginn des Romans. Als sich dann auch noch herausstellt, dass die Ermordeten unbescholten und allgemein beliebt waren, scheint das Mordmotiv rasch gefunden: Krieg unter den Austernzüchtern. Über weite Strecken des Romans suchen Ermittler/innen und Leser/innen dann auch in diesem Umfeld nach dem Täter. Umso überraschender ist entsprechend die Lösung des Falls, die in einen völlig anderen Bereich führt und dennoch logisch erscheint. Insofern ist Oetker hier ein eher ruhiger, aber nichtsdestotrotz spannender Kriminalroman gelungen, auch wenn ich persönlich mich am Ende gefragt habe, wie zeitgemäß diese Auslösung ist. Letztendlich tut dieser (persönliche) Zweifel dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch. Der dem eigentlichen Romangeschehen folgende Epilog legt eine Fortsetzung dieser Reihe nahe.
Als Leser/in erfährt man in diesem Werk viel Wissenswertes über Austernzucht und –handel. Mit dem Einfluss, den der Klimawandel auf dieses Gewerbe hat, greift Oetker zudem auf ein sehr aktuelles Thema zurück. Gleichfalls brisant und zeitgemäß ist die Gesellschaftskritik, die der Autor anhand des jungen Migranten Karim ins Feld führt: Hier wird aufgezeigt, wie schwer die Integration (nicht nur) in Frankreich fällt, die Beschreibung des mondänen Paris im Gegensatz zu den heruntergekommenen Trabantenstädten hinterlässt ein ungutes Gefühl.
Sehr gut gelungen ist dem Verfasser die Beschreibung der winterlichen Aquitaine. Die Kälte und die Unwirtlichkeit kann man beim Lesen förmlich spüren. Überhaupt sprüht der Roman vor Lokalkolorit, was an sich positiv ist, allerdings könnte der Autor in Zukunft mit dem Einflechten französischer Begriffe ein wenig vorsichtiger sein: Zwar erschweren sie das Verständnis nicht, aber an einigen Stellen erschienen sie mir doch gekünstelt und zu viel des Guten. Ansonsten ist Oetkers Sprache flüssig und leicht zu lesen, sodass man bei der Lektüre flott vorankommt.
Insgesamt präsentiert Alexander Oetker mit „Winteraustern“ einen ansprechenden Kriminalroman, der durchgehend spannend ist, mit der Austernzucht und der winterlichen Aquitaine in einem eher ungewöhnlichen Ambiente spielt und aufgrund seiner Thematik zeitgerecht ist. Mir jedenfalls hat das Werk einige unterhaltsame Lesestunden beschert, weshalb ich dieses Buch Freundinnen und Freunden der Kriminalliteratur mit dreieinhalb von vier Lesepunkten gerne zur Lektüre weiterempfehle.
565 reviews3 followers
January 13, 2020
Luc Verlain konnte mich nicht überzeugen

Buchmeinung zu Alexander Oetker – Winteraustern

„Winteraustern“ ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2019 bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Dies ist der drittr Fall für Luc Verlain.

Zum Autor:
Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext:
Winterzeit am Bassin d’Arcachon, das bedeutet für die Austernzüchter Hochkonjunktur. Allerdings auch für die Austerndiebe, denen man mit immer drastischeren Methoden begegnet. Und so mündet das, was eine besinnliche Bootsfahrt werden sollte, für Luc Verlain in einen Mordfall, der es in sich hat.
Zusammen mit seinem Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, hatte Luc eigentlich nur noch einmal dessen einstige Wirkungsstätte befahren wollen, als sie plötzlich auf die übel zugerichteten Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Austernzüchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Austerndieb von seinem Treiben ablenken?
Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Meine Meinung:
Dieses Buch beeindruckt weniger durch die Krimihandlung als durch die Beschreibung der sozialen Situation der kleinen Austernfischer und der sozialen Brennpunkte in den Wohnsilos der Vorstädte. Die Hauptfigur Luc Verlain, Sohn eines Austernfischers, ist aus Paris ist seine Heimatregion zurückgekehrt, um in der Nähe seines kranken Vaters zu sein. Luc ist ein komplexer Charakter mit Eccken und Kanten, den ich aber nicht sympathisch fand. Er agiert meist wie ein Superbulle und wie ein Mann, den die Frauen mögen. Er tritt oft sehr dominant auf, liebt seine Kollegin Anouk und seinen Vater. Er ist bestens vernetzt und doch gibt es Schatten auf seiner Weste. Er ist sehr eifersüchtig und sein Verhältnis zu seinem baskischen Kollegen ist noch immer gestört. Die Figur der Anouk ist noch etwas tiefer gestaltet, aber die übrigen Figuren wirken wenig komplex und klischeebehaftet. Gerade der Gegensatz kleine Fischer kontra Austernbaron übertreibt dies. Die Handlung ist ohne Zweifel spannend erzählt, mit temporeichen Action-Szenen angereichert und bietet ein paar überraschende Ideen. Doch insgesamt wirkte es auf mich zu sehr konstruiert. Gut gefallen haben mir die Szenen, in denen der Berichterstatter und politische Journalist die Oberhand gewinnt. Dazu kommen atmosphärisch starke Schilderungen der Region und ihrer Bewohner.

Fazit:
Trotz einiger Ansätze konnte mich dieses Buch nur teilweise überzeugen, insbesondere die Hauptfigur Luc Verlain wirkte konstruiert und zu mächtig. So vergebe ich drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).
Profile Image for Bücher in meiner Hand.
76 reviews
November 18, 2019
Luc Verlain kommt gerade von einem längeren Anti-Terror-Einsatz in Paris zurück nach Hause. Er freut sich auf den versprochenen Ausflug zu den Austernbänken mit seinem kranken Vater. Doch der Ausflug endet unerfreulich - ein Verletzter und zwei tote Jugendliche werden aufgefunden.

Die Ermittler glauben, dass diese Morde etwas mit den vielen Austerndiebstählen zu tun haben. Von den Angehörigen erfahren sie nicht viel, jeder hat Angst. Doch wer Luc und Anouk kennt, weiss, dass die beiden nicht so schnell aufgeben und dranbleiben. Das macht diesen dritten Band sehr spannend.

Mir gefiel, dass Luc hier quasi Heimvorteil hatte, war doch sein Vater vor seiner Pension selbst Austernfischer und Luc kennt die harte Arbeit von Kindesbeinen an. Der Krimi gab einen interessanten Einblick in das Leben der Austernzüchter und spricht auch diesbezüglich die Folgen des Klimawandels für einen ganzen Berufsstand an. Als Leser hat man teilweise richtig Mitleid mit den tragischen Schicksalen der Beteiligten.

Leser, die die beiden Vorgängerbände nicht kennen, kommen hier gut mit, denn zwischendurch wird immer mal wieder etwas erklärt. Für mich als Leser aller drei Bände war das aber knapp an der Grenze zum nervig werden. Ich bin aber auch der Meinung, bei Serien beginnt man immer mit dem ersten Band und steigt nicht erst mitten drin ein, dann müssten die Autoren nicht so vieles wiederholen und der Lesefluss wird nicht so gestört durch schon lange bekannte Einzelheiten.

Deshalb wissen Leser, die bisher alle drei Bände gelesen haben, auch besser Bescheid über Exteberria und das ganze explosive Drumherum, das zu seinem Ausfall führte. Seine Auszeit ist vorbei und er erscheint wieder zur Arbeit. Ich war sehr gespannt, wie Exteberria sich nach seiner Genesungszeit in das Team eingliedert - ob es dabei erneut zu Spannungen kommt oder Luc und er den Rank finden, miteinander zu arbeiten. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.

"Winteraustern" von Alexander Oetker ist fesselnd, aber dadurch, dass die ersten Kapitel gleich drei, bisher in der Serie unbekannten, Gesichtern gewidmet sind, fand ich den Einstieg leicht erschwert. Der Krimi mit der Austern-Thematik passt aber perfekt zu Weihnachen in Frankreich und macht extrem Lust, ein Dezember-Wochenende in Bordeaux zu verbringen.

Auf den letzten Seiten von "Winteraustern" dachte ich schon, Alexander Oetker hätte seinen Cliffhanger von "Château Mort" total vergessen. Doch nein, er wird am Ende auf den letzten Zeilen kurz erwähnt - hier sehr passend, im zweiten Band störte es mich. Im vierten Band werden wir Leser dann wohl endlich erfahren, was tatsächlich dahinter steckt.

Fazit: "Winteraustern" hat mich bestens unterhalten - ein sehr interessanter Krimi mit lieb gewonnenen Charakteren, den man am besten in der Adventszeit liest.
5 Punkte.
Profile Image for Ceciliasophie.
219 reviews10 followers
February 15, 2022
Luc Verlains dritter Fall war meine erste Begegnung mit ihm, auch wenn es nicht das erste Buch des Autoren ist, das ich gelesen habe. Leider konnte mich die Handlung nicht zur Gänze überzeugen, aber die atmosphärische Beschreibung der Orte am Bassin d‘Arcachon dafür umso mehr.

Das Buch beginnt wirklich sehr spannend, nach nur kurzer Zeit macht Luc Verlain eine wirklich furchtbare Entdeckung. Das schnelle Tempo ebbt jedoch merklich ab, macht Raum für weniger aufregende, aber sehr interessante Erklärungen über Frankreich, Austern und das Leben am Bassin.
Den Umschwung des Tempos fand ich anfangs toll. Ich hatte mich ohnehin nicht auf einen rasanten Thriller voller Adrenalin und Verfolgungsjagden eingestellt, sondern auf das, was Cover und Inhaltsangabe auch versprechen: Einen Krimi mit viel Bezug zur Umgebung, perfekt für Urlaubstage.
Aber für einen Krimi fehlte mir ab der Hälfte des Buches das Tempo in den Ermittlungen. Etwas zu viel Raum nahm dann nämlich das Privatleben von Luc Verlain ein.

Die Liebesgeschichte konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Nicht, dass ich sie schlecht konstruiert fand, ganz im Gegenteil. Aber Luc Verlain schwadronierte mir viel zu viel über seine Angebetete. Und ebendiese ist dabei auch noch so verdammt unfehlbar, so dass es einfach langweilig war. Ansonsten bin ich – auch wenn kein Fan von Liebesgeschichten – definitiv begeistert davon, wenn Nebencharaktere detaillierter eingebunden werden oder Charaktere in ihren Beziehungen sich weiterentwickeln. Aber Luc Verlain wirkte wie ein bedröppelter, pubertierender 14-Jähriger, der sein „Glück“ nicht fassen kann, dass eine Frau freiwillig seine Hand halten möchte.

Das Ende kam etwas holprig und überraschend, da ich mit der Aufklärung irgendwie unzufrieden bin.

Gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches und die vielen Beschreibungen der Natur und der Orte. Ich liebe Frankreich, allem voran die Gegend um Bordeaux, von daher war der Teil des Buches prädestiniert dafür, mir zu gefallen. Auch die vielen wirklich tollen Informationen über das Leben und die Herausforderungen im Alltag der Austernfischer fand ich toll.
460 reviews2 followers
November 26, 2019
Im Winter auf dem Bassin dÁrcachon herrscht bei den Austernzüchtern Hochkonjunktur, denn die Feiertage stehen bevor. Doch auch die Austerndiebe sind besonders aktiv. Commissaire Luc Verlain ist ebenfalls dort, weil er mit seinem Vater dessen alte Wirkungsstätte besuchen will. Bei einer Bootstour entdecken sie zwei an Pfählen festgebundene Leichen junger Männer. Luc und seine Partnerin Anouk beginnen zu ermitteln.

Dieser Krimi war der dritte Teil der Luc-Verlain-Reihe. Für mich war es der erste Fall, doch ich hatte keine Schwierigkeiten, mich zurecht zu finden.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn er ließ sich flüssig und zügig lesen. Ich konnte sehr gut in die Geschichte eintauchen und habe alles prima vor Augen gehabt.
Die Charaktere wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir prima vorstellen. Luc fand ich total sympathisch, genau wie Anouk, und ich habe die Ermittlungen mit Spannung verfolgt. Aber auch die weiteren Personen, wie z.B. die Austernfischer, gefielen mir von der Beschreibung, denn sie wirkten authentisch und machten die Geschichte rund, aber eben auch undurchsichtig.
Die Story hat mir prima gefallen. Nach der spannenden Szene des Fundes der Leichen ging es erstmal ruhiger weiter. Ich bekam vertiefte Einblicke in die Umgebung und die Gemeinschaft der Austernfischer, die sehr verschworen und konkurrierend wirkte. Die Spannung baute sich eher langsamer auf, dennoch war ich komplett in der Story drin und gefesselt. Ich hatte viel Raum für meine eigenen Gedanken zum Täter und dessen Motiv. Durch die unterschiedlichen Personen und Verdächtigen sowie den Konkurrenzkampf untereinander empfand ich den Kriminalfall komplex und undurchsichtig. Die Spannung steigerte sich dann auch kontinuierlich weiter bis zum Ende.

Ich habe dieses Buch sowohl gelesen als auch gehört und beides hat mir gleichermaßen gut gefallen. Eine wunderbare Ergänzung!

Ein atmosphärischer Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Archer.
629 reviews12 followers
November 7, 2019
Luc Verlaine, der lange bei der Polizei in Paris gearbeitet hat, ist zurück in seiner Heimat, direkt am Meer, dort wo die Austernfischer leben. Er will für seinen an Krebs erkrankten Vater da sein und organisiert in einer kalten Winternacht einen Ausflug mit dem alten Herrn, hinaus in die Austernparks, wo Verlaine sr früher selbst gefischt hat. Genau in dieser Nacht passieren zwei furchtbare Sachen: Zuerst wird ein Fischer überfallen aufgefunden, der ohne ihre Hilfe durch die Flut ertrunken wäre, dann finden sie zwei tote Jugendliche an Pfähle gebunden vor. Wer könnte ein Interesse daran haben, den Austernfischern so etwas anzutun? Hat der Austernkönig was damit zu tun, der versucht, alle aufzukaufen? Sind es Kriminelle aus Paris? Oder steckt was ganz anderes dahinter?

Für mich ist das der erste Fall, in dem ich Luc Verlaine begleite, aber es gibt ab und zu Rückblicke, also fühlte ich mich nicht irgendwie abgehängt. Der Schreibstil ist gut, der Fall/die Fälle interessant, für meine Verhältnisse gibt es ein bisschen zu viel französisches Lokalkolorit, als wollte der Autor auch ja beweisen, wie gut er sich auskennt, was ich jedoch eigentlich sowieso nicht bezweifelt habe. Die Sache scheint simpel, aber gut konstruiert zu sein, ich fühlte mich krimitechnisch gut unterhalten. Und dann? Dann kam der Schluss, der meiner Meinung nach den ganzen Fall irgendwie kaputtmacht und mich äußerst unzufrieden zurücklässt. Dazu kommt ein in meinen Augen unnötiger Cliffhanger, der auf Band 4 hindeutet, mich aber so gar nicht reizen kann und tatsächlich eher denken lässt, dass ich den nicht lesen muss oder will. Weiß nicht, ob sich der Autor hier wirklich einen Gefallen erwiesen hat, aber ansonsten war das ein solider Frankreichkrimi.
Profile Image for Steffi Kohl.
148 reviews1 follower
December 5, 2019
Mord am Bassin d’Arcachon
An das Bassin d’Arcachon habe ich bisher nur gute Erinnerungen – aus dem Urlaub. Mörder sind mir da nicht begegnet, aber Austernzüchter wohl.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit Luc Verlain in Berührung komme. Ich habe schon den Krimi „Château Mort“ : Luc Verlains zweiten Fall gelesen und war angetan von der sehr bildreichen und detaillierten Schreibweise des Autors und der Thematik eingebettet die Hitze des Sommers in den Weinbergen.Nun also Winterzeit und Austern.
Zum Inhalt:
Es ist Winterzeit am Bassin d’Arcachon; Hochsaison für die Austernzüchter. Allerdings gönnt nicht Jeder denen ihren Gewinn- Austerndiebe agieren mit immer drastischeren Methoden. Luc Verlain trifft sich mit seinem Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, um dessen einstige Wirkungsstätte zu besichtigen. Dabei stoßen sie auf einen zusammengeschlagenen Mann und die übel zugerichteten Leichen zweier junger Männer, deren Identität sie zunächst nicht kennen. Da setzen Luc Verlains Ermittlungen an. Immer tiefer dringen Luc und seine Partnerin Anouk in ein Milieu von Missgunst, Neid und viel Geld ein.
Der Krimi ist ebenso stimmungsvoll erzählt , wie gewohnt: mit detaillierten Beschreibungen von Sprache, Landschaft, den Menschen und ihren Tätigkeiten der am Atlantik gelegene Region Aquitaine. Auch die Charaktere sind wie immer sehr differenziert und liebevoll gezeichnet.
Profile Image for Estrelas.
934 reviews
November 23, 2019
Luc Verlain ermittelt in einem Mordfall unter den Austernzüchtern von Arcachon. Diese haben im Dezember kurz vor Weihnachten Hauptsaison und mit Dieben ihrer kostbaren Ware zu kämpfen.
„Winteraustern“ ist der dritte Auftritt des Pariser Kommissars, der in seine Heimat im Südwesten Frankreichs zurückgegangen ist, um bei seinem kranken Vater zu sein. Für ihn hätte ich mir hier eine größere Rolle gewünscht, war er doch selber Austernzüchter und kennt somit Kollegen und Praktiken; doch sein Mitwirken fiel recht knapp aus.
Stattdessen führen Spuren bis nach Paris und werden natürlich von Luc selbst verfolgt. Zwar gab es ein Wiedersehen mit den aus den Vorgängern bekannten Gesichtern, doch der Funke wollte bei mir nicht so recht überspringen. Mir fehlten sowohl Spannung als auch eine Weiterentwicklung der Beziehungen. Hier hat sich nur wenig getan, stattdessen wurde bereits ein Köder für den nächsten Teil ausgelegt.
Alexander Oetker gibt der Region Aquitaine und ihrer Delikatesse eine Bühne, für den besten Regionalkrimi des Jahres reicht es meiner Meinung nach aber nicht.
Profile Image for Angi.
167 reviews2 followers
January 2, 2020
In diesem Krimi habe ich sehr viel über Austern gelernt und wirklich Respekt vor dieser Spezialität bekommen. Es steckt eine Heidenarbeit dahinter und dann werden sie einfach so in einem Happs weggeschlürft ... aber nicht von mir, denn mir graut es schon bei der Vorstellung.

Aber damit zum Krimi: ein Austernzüchter wird nachts niedergeschlagen und zwei junge Männer sterben. Was steckt dahinter?
Das müssen Luc Verlain und seine Kollegen herausfinden. Und es ist keine leichte Aufgabe.

Insgesamt fand ich den Krimi wirklich gut, aber nicht so spannend-fesselnd wie die Vorgängerbände der Reihe. Dafür wurde die emotionale Seite sehr betont. Wir erfahren viel aus Lucs Privatleben, ob nun die Krankheit seines Vaters oder die Beziehung zu Kollegin Anouk.
Auch im Leben weiterer Protagonisten gibt es zahlreiche Schicksalsschläge, die thematisiert werden.

Das Ende war dafür wieder sehr überraschend und macht neugierig auf eine Fortsetzung, auf die ich mich schon freue.

4,5 Sterne
Profile Image for yesterday.
488 reviews3 followers
February 11, 2020
Dieser Frankreich-Krimi ist sehr flott zu lesen und bietet Krimi-Elemente und kulinarische Feinheiten gleichermaßen. Egal ob man nun gerne, nie oder hin und wieder Austern isst, den Krimi kann dennoch jeder Leser genießen.

Es ist Band 3 der Reihe um Commissaire Luc Verlain, Sohn von Alain, Austernzüchter im Ruhestand. Die Hochsaison für das Austerngeschäft ist voll im Gange, im Advent haben Austernzüchter im Bassin d’Arcachon keine freie Minute, in der sie nicht auf ihrem Boot beim Ernten, beim Aufbereiten oder beim Verkaufen ihrer Meerestiere sind.

Und dennoch - Alain, Luc und dessen Kollegen machen einen grausigen Fund. Ganz in der Nähe wurde zudem ein älterer Austernzüchter hinterrücks niedergeschlagen. Hat er was gesehen? Oder sogar mit der Sache zu tun?

Auch wer die Bände “Retour” und “Château Mort” nicht gelesen hat, kommt hier gut zurecht. Es gibt kleine Anspielungen auf vorherige Ereignisse, die Charaktere werden alle gut beleuchtet und es bleiben keine Fragen offen. Die Atmosphäre, die Alexander Oetker schafft, kommt sehr schön zur Geltung, man fühlt sich direkt in den Südwesten Frankreichs versetzt und meint bald, die Orte direkt vor sich zu sehen.

Dank diesem sehr gelungenen Aspekt fällt auch weniger stark auf, dass die Ermittlungen zeitweise etwas dahinplätschern, bis endlich die entscheidenden Puzzlesteine aufgedeckt werden. Aufgrund einiger kleiner Episoden zu Beginn des Buches hat der Leser gegenüber Luc etwas Vorsprung und kann selbst versuchen, vor ihm an die Lösung des Falls zu kommen.
Profile Image for Henrike.
262 reviews
December 29, 2019
Gibt es eigentlich charmante Krimis? Qui, bien sur, die Luc Verlains Serie zum Beispiel.

Im 3. Fall kehrt Luc aus Paris in seine Heimat zurück, um mit seinem krebskranken Vater noch etwas Zeit zu verbringen. Bei einer Ausfahrt auf einem Kutter entdecken sie zuerst einen Verletzten, danach 2 Tote, die an Pfälen festgebunden waren. Bei der Ermittlung nach dem Täter kommt es zu allerlei Wendungen und Überraschungen, und mand erfährt so einiges über den harten Konkurrenzkampf im Austerngeschäft, besonders im Weihnachtsgeschäft.

Alexander Oetker schreibt leichtfüssig, voll von französischem Lebensgefühl und Liebe zum Land und den Leuten. Zudem ist die Handlung spannend, aber nie grafisch grausam. Sein Commisaire ist charmant, mitfühlend und herrlich normal. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und warte ungeduldig auf den 4.Teil der Serie!
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
November 13, 2019
Zum Inhalt: 

Eigentlich wollte Luc mit seinem Vater nur noch mal die Austernzucht ansehen. Plötzlich stoßen sie auf zwei tote junge Männer, die übel zugerichtet und ohne Überlebenschancen an der Austernbank gefesselt sind. War das ein Konkurrent? Luc und Anouk beginnen zu ermitteln. 

Meine Meinung: 

Ich kenne die ersten beiden Bücher um Luc nicht, aber das braucht man auch nicht, um dieses Buch zu lesen. Ich finde es besonders von der Atmosphäre sehr gelungen. Man riecht förmlich den frischen Meergeruch. Luc und Anouk sind sehr interessant ausgearbeitet und ich mochte die Figuren sehr. Der Schreibstil ist sehr gut und liest sich sehr gut. Die Geschichte ist interessant und es ist vorstellbar, dass es genauso laufen könnte. 

Fazit: 

Interessante Thematik
Profile Image for Paula.
453 reviews10 followers
May 1, 2020
Sooooooooo, also dieser ganze Austernkram war echt interessant. Ich ess die zwar nicht, aber ich habe auf unterhaltsame Weise viel gelernt und das kann ja nie schaden. Diesmal spielt die Handlung im Winter und ich fand die Kälte recht plastisch *bibber*.
Ein halbes Sternchen oben drauf an den Verlag, dass es innen im Klappbroschur Karten (vorne und hinten) von der Gegend und Bordeaux und Arcachon gibt.
Die Auflösung war jetzt nicht so mega, weil eher von 1950 aber egal. War so mittel. Letztendlich zieht mich das Beziehungsgedöns total runter, mich interessiert das Null die Bohne. Natürlich werde ich vierten FAll (erscheint im Herbst) auch lesen und ich ahne schlimmes ;) Aber laut Titel geht es ins Baskenland und da bin ich ganz sicher dabei.
1,044 reviews9 followers
March 29, 2021
Das der Autor anscheinend ein großer Frankreich Fan ist war deutlich zu lesen. Für mich einfach zuviel. Sprache, Landschaft, Beschreibungen von Gerichten und Menschen und ihre Tätigkeiten, alles.
Es ist der dritte Band um Luc Verlain und das wird auch in diesem Buch ausreichend erwähnt.
Gestört hat mich auch die ausgedehnte Beschreibung des Privatlebens des Kommissars und seiner Partnerin vor allem genau dieses sorgt dann für den Cliffhanger am Ende des Buches.
Da ging der an sich gute Krimi fast unter.
Der war nicht alltäglich, verschiedene mögliche Motive und Täter, dazu waren die Ermittlungen nicht einfach.
Weniger von den Dingen die mich gestört haben und es wäre ein sehr guter Krimi gewesen.
Profile Image for Lune.
36 reviews25 followers
Read
August 11, 2023
Am Anfang Rückblenden mit teils neuen Personen. Zeitliches Chaos und ich verstehe nicht warum sowas Lektoren nicht auffällt. Außerdem wenn man schon konkrete Daten verwendet könnte man auch explizit schreiben dass die Handlung 2015 spielt. Es nervt wenn Luc am 29.11. zurückkommt nachdem er anlässlich des Anschlags am 13.11.2015 in Paris war und von 3-4 Wochen erzählt wird. Am 19.12 kam er dann vor 3 Tagen an. 🤦
Die Auflösung des Falls hat mich nicht überzeugt und der plötzliche Zeitsprung am Ende um dann einen Cliffhanger zu haben noch weniger
397 reviews3 followers
December 1, 2019
3.5 Sterne, aufgerundet. Ein klassischer Frankreich-Krimi - geht immer. Leicht zu lesen und macht Lust auf den nächsten Teil der Serie.
Profile Image for Andreas Kleiner.
260 reviews1 follower
January 1, 2025
Habe ich als Hoerbuch gehört. 4+ Sterne. Die Luc Verlain Bücher sind einfach schön erzählt. Für mich eine perfekte Mischung aus Krimi und schöner zwischenmenschlicher Nebengeschichten. Tolle Hauptpersonen, denen ich gerne auch im echten Leben begegnen möchte. Und immer ein guter Anteil Savoir-vivre - gutes Essen, so beschrieben, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft.
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