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Kautschuk.

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Die Industrie steht im Begriff, die Großproduktion synthetischen Kautschuks aufzunehmen - ein Riesengeschäft, das den Weltrohstoffmarkt revolutionieren würde.
Die entscheidende Frage ist jedoch: Lohnen sich gigantische Investitionen in die bereits gelungene Chemosynthese, wo die erfolgversprechendere Elektrosynthese Dr. Fortuyns kurz vor der Vollendung steht? Der Skrupellose Headstone will dessen Patentrechte um jeden Preis. Seine Spione sind überall. Da nimmt ein Mann, den er einst ins Unglück stürzte, den Kampf gegen ihn auf ...

Auf die Inflationszeit von 1923 und die amerikanische Prohibition zurückgreifend, schrieb Hans Dominik 1929/30 einen in naher Zukunft spielenden, packenden Spionagethriller, in dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.

Heyne 06/8117

366 pages, Paperback

First published January 1, 1930

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About the author

Hans Dominik

190 books4 followers
Hans Joachim Dominik (1872 – 1945) was a German science fiction and non-fiction author, science journalist and electrical and mechanical engineer.

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Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Stephan.
287 reviews7 followers
August 16, 2020
Kautschuk hat mich etwas überrascht. Auf der einen Seite ist das Buch ein typischer Dominik - der geniale deutsche Forscher macht eine neue Erfindung zum Wohle der Menschheit, böse internationale Spione wollen die Erfindung stehlen, aber am Ende siegt die Werkspolizei, die Patente werden eingereicht, und der böse internationale Konzern fusioniert mit den guten deutschen MEA-Werken zu "günstigsten Bedingungen", um mit dem neuen Synthese-Kautschuk endlich die Atomenergie zu bändigen und der Weltwirtschaft unbegrenzte Energiemengen zur Verfügung zu stellen.

Im Vergleich zu den späteren Dominik-Romanen, die ich gelesen haben, tritt das technische Element sehr in den Hintergrund. Statt dessen gibt es eine fast schon verwirrend große Menge von Protagonisten (und Protagonistinnen!), die sich in Forschung, Spionage, und einem wirren Beziehungsgeflecht immer wieder über den Weg laufen. Aber am Ende wird die unglückliche Ehefrau zur Witwe und bekommt den zum Direktor beförderten genialen Doktor, die beiden in Chemie promovierten LaborassistentInnen kriegen sich (und ein schönes Haus mit Garten, und die Leitung des väterlichen Werks), und der verkrachte Chemiker, der sich und sein Wissen ans Ausland verkauft hat, und als Sühne als einfacher Laborarbeiter den Spionagering aushebt, darf seinen alten Namen und Titel wieder in Ehren führen (und kriegt auch ein Werk, das er leiten darf).

In weiten Teilen las sich das Buch mehr wie ein Kolportage-Roman, als wie ein Frühwerk der Science Fiction. Die Geschichte hat erhebliche Längen, und strotzt nur so vor Zufällen. Der tolle Kautschuk ist ein reiner MacGuffin ohne nennenswerte Eigenschaften. Allerdings ist das Buch eine interessante Erinnerung daran, dass Chemie auch eine Hochtechnologie war (und ist).

Ich würde es fast bei zwei Sternen lassen. Aber das Buch gibt einen interessanten Einblick in die Arbeitsweise der Industrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und die Vielzahl der Frauenrollen ist mindestens einen Extra-Stern wert (nachdem man in den späteren Romanen von Dominik ja eher den Eindruck bekommt, dass die Menschheit nur ein Geschlecht hat und sich durch Mitose fortpflanzt). Also: Bedingt empfehlenswert für Leute, die Spass an Werkskantinen, Werksausweisen, dem Werkspostamt, Fräulein Doktor Ottilie Gerhard und dem Direktorenkollegium haben können.
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