Wissenschaftler haben herausgefunden: Der Klappentext ist der wichtigste und zugleich unwichtigste Text eines Buches. Ihn liest jeder und niemand. Er dient im Optimalfall als Kaufentscheidung, kann aber, falls schluderig formuliert, auch abschreckend wirken, z. B. durch Rehctschriebfehler. Enthalten sollte er grundsätzliche Informationen über den Autoren des Buches: Wann ist er wo geboren worden, vielleicht auch warum? Hat er bislang etwas Tolles erreicht in seinem Leben? Wohnt er irgendwo? Sowas muss da hinein. Erst recht, wenn der Titel der Textsammlung nichtssagend »Buch« lautet und der Autor ein Krefelder namens Johannes Floehr ( Jahrgang 1991) ist. Immerhin gewann er 2014 den Jugendliteraturpreis des Heinrich-Heine-Instituts für einen Text, der auch in »Buch« enthalten ist. Ob man herausfinden kann, welcher?
Johannes Floehr, aufgewachsen in der Nähe von Paris (in Nordrhein-Westfalen), entwickelte schon in Kindestagen einen bis heute anhaltenden Spaß an der Freud. Kein Witz war davor sicher, von ihm auf dem Schulhof weitererzählt zu werden. Kein Witz! Mehrere geschriebene Bühnenprogramme und Bücher sind mittlerweile deutlicher Ausdruck dessen, dass er beruflich auch nichts anderes im Leben mehr vorhat als Quatsch zu machen. Dazu ist der gebürtige Wahl-Hamburger weltweit der einzige Mensch überhaupt, der sowohl den Heinrich-Heine-Jugendliteraturpreis als auch den Hamburger Comedy-Pokal gewinnen konnte. Stand jetzt!
Da ich Johannes Floehr als jemanden einschätze, der alle Rezensionen zu seinen Werken liest - Hallo Johannes!
Ich habe mich beim Lesen des Buches zwei Mal ertappt gefühlt. Das erste Mal, als du es selbst als Klolektüre beschreibst, denn ebendort habe ich es durchgearbeitet - und das zweite Mal, als du selber den Gag machst, dein Name sei französisch und würde Blume bedeuten, mit dem ich damals versucht habe, unser Podcast-Interview zu eröffnen (mit mäßigem Lacherfolg).
Johannes ist sehr lustig auf Twitter. Mit seinem Buch bin ich aber nicht so richtig warm geworden. Die Geschichten und Witze sind relativ flach und entweder schon bekannt oder nicht besonders gut.