Teil 2 der großen Familien-Saga um die Reederei-Familie Caldwell aus der spannendsten Epoche verschlafenes, staubig-heißes Nest in den Hügeln Kaliforniens wird 1911 als idealer Ort für die Produktion billiger "nickel movies" entdeckt. Der Name des Hollywood …Der zweite Teil der opulenten Caldwell-Saga erzählt die Geschichte der Reederei-Familie weiter. Im Mittelpunkt steht neben Harriet Caldwell auch ihr Geliebter, Frank Maynard, der aus einfachsten Verhältnissen stammt. Als einer der Ersten hat Frank den richtigen Riecher für Hollywood und steigt in der noch jungen Film-Industrie schnell zum Studio-Boss auf. Doch ist es ihm der wirtschaftliche Erfolg wirklich wert, seine Liebe zu Harriet zu opfern?Im zweiten Teil ihrer Familien-Saga, »Tal der Illusionen«, verknüpft Kate O'Hara das dramatische Schicksal der Reederei-Familie Caldwell im Kalifornien der Jahre 1898 bis 1926 mit dem Aufstieg Hollywoods zum Zentrum der Film-Industrie. Die große Liebe zwischen Harriet Caldwell und Frank Maynard wird auf eine harte Probe gestellt.
Dies ist der zweite Band der Caldwell-Saga. Doach auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, kommt man in diesem gut zurecht, denn die Autorin baut geschickt Rückblenden ein, so dass alle Zusammenhänge verständlich werden.
Die Geschichte um Harriet und Frank geht weiter – wobei diesmal der Schwerpunkt mehr auf Franks Geschichte liegt, der nach einiger Zeit des ziellosen Rumstreifens Fuß in Hollywood fasst und dort namhaft in der Filmindustrie wird. Ich habe mich in diesem Erzählstrang sehr wohl gefühlt, nicht nur, weil ich Frank mit seinem Engagement und seiner Zielstrebigkeit mochte, sondern weil ich einfach das Thema der Entwicklung der Filmindustrie total spannend und interessant fand.
Harriet, die ja Jordan geheiratet hat, setzt das Erbe ihres Vaters, nämlich die Reederei fort, doch wie schon angedeutet, bleibt sie vor familiären Intrigen nicht verschont. Ihren Erzählstrang fand ich ein wenig langatmig, vielleicht weil ihre Figur so verschwommen bleibt und sie auf mich die ganze Zeit unentschlossen und blass wirkte.
Die beiden Erzählstränge laufen eine lange Zeit parallel und es dauert, bis sich die beiden Hauptcharaktere wieder begegnen – und auch dann ist ein Happy End, wie man es ja eigentlich vermutet, nicht wirklich abzusehen.
Neu taucht in diesem Band ein Seemann namens Tau-Tau auf, dessen Rolle anfangs unklar bleibt und wo sich erst im letzten Drittel abzeichnet, was es mit ihm auf sich hat. Auch hier ahnt man eine neue Intrige und tatsächlich endet das Buch dann auch mit einem Cliffhanger – das hat mich doch sehr verwundert, denn er lässt an einen weiteren Band denken, obwohl die Saga als Dilogie ausgelegt ist. Wenn es nicht noch einen weiteren Band gibt, bleiben hier sonst eine Menge Fragen offen.
Obwohl der Schreibstil angenehm zu lesen ist und auch die Beschreibungen viele Bilder in meinem Kopf haben entstehen lassen, mochte ich – wie auch schon im ersten Band – die Art des Erzählens nicht. So schön die vielen Beschreibungen auch sind, hätte ich mir auch ein wenig mehr Tiefe bei den verschiedenen Handlungen gewünscht. Dass es Zeitsprünge gibt, ist dabei für mich nicht schlimm, aber einschneidende Ereignisse handelt die Autorin mal schnell in wenigen Absätzen oder Seiten ab und erwähnt sie fast schon wie nebenbei. Mir ist so die Spannung abhanden gekommen und richtig eintauchen konnte ich leider nicht – und obwohl ich gerade den Plot um Hollywoods Aufstieg sehr interessant fand, kann ich insgesamt nur 3,5 von 5 Sternen vergeben.
Mein Fazit Im zweiten Band der Caldwell-Saga entführt die Autorin den Leser in großen Teilen nach Hollywood und lässt ihn hier teilhaben am Aufstieg der Stadt und der Filmindustrie. Der Erzählstrang um die Reederei gerät deutlich in den Hintergrund, trotzdem gibt es einige Intrigen, die gesponnen werden, die sich aber mehr in persönlichen Bereichen abspielen. Die Geschichte selber mochte ich, nicht aber die Erzählweise, so dass es für mich doch einige langatmige Passagen gab. Ich gebe daher 3,5 von 5 Sternen.