Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, die Welt wird zunehmend eisiger. Äcker und Felder sind tot; nichts wächst mehr. Menschen verhungern auf den Straßen. Andere verschwinden spurlos auf mysteriöse Weise. Zwei Hochkulturen, Twyddyn und Milara, bekämpfen einander zu Land und See um die letzten Ressourcen und die Macht auf dem neu entdeckten, geheimnisvollen Kontinent Kutera. In einem Sturm aus Schlachten und Intrigen trotzen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ebenso der feindseligen Natur wie ihrem unbarmherzigen Schicksal.
Der Auftakt zur »Dark World Saga«: Ein düsterer, actiongeladener Fantasy-Roman mit hohem Blutzoll
Ivo Pala lebt in Berlin. Er verfasst seit etwa 20 Jahren Drehbücher sowohl für Filme als auch für TV-Serien (Der Clown, Der Staatsanwalt, Die Großstadt-Sheriffs, Julia – Kämpfe für deine Träume!).
Pala wurde in Eltville am Rhein geboren wuchs in Oestrich-Winkel im Rheingau auf. Nach eigenen Angaben war er als Kind bereits ein Leser von Grimms Märchen, Karl May, Jules Verne, den Tarzan-Romanen von Edgar Rice Burroughs und Detektivgeschichten über Sherlock Holmes, Miss Marple und Hercule Poirot. Er absolvierte eine Ausbildung in der Hotelerie, studierte danach Volkswirtschaftslehre und war anschließend in leitenden Positionen im Vertrieb und Marketing von IT- und Telekommunikationsunternehmen tätig. Über diesen Umweg kam er mit der deutschen Film- und TV-Industrie in Berührung und arbeitete als Drehbuchautor, Script-Doctor und Dramaturg. Es entstanden Bücher wie „Die Lazarus-Formel“, die „Elbenthal-Saga“ und „Der Drache hinter dem Spiegel“.
Großartig! Es ist jetzt kein aufpeitschendes Leseabenteuer mit großen Schlachten gewesen, aber immens fesselnd mit vielen, vielen wunderbaren Überraschungen! So eine Menge an ausweglosen Situationen, in die die Charaktere immer wieder gedrängt werden und man jedes Mal am Rätseln ist, wie sie sich da wieder rauswinden sollen - und dann kommt ein Clou und eine Wendung nach der anderen! Das hat mich total überrascht und begeistert!
Das ganze spielt in einer fiktiven Welt. Es ist finster, es wird kälter und der Himmel ist mit einer fahlgrauen Aschewolke überdeckt. Der Weltendonner hat vor zwei Jahren alles Leben verändert und die beiden Länder, die Frieden schließen wollten, wieder in den Krieg getrieben. Ein gut strukturierter Hintergrund für unsere drei Protagonisten, deren Schicksal sie auf wirklich seltsame Wege führt.
Zum einen Raymo, ein Krieger aus Calda, der verzweifelt ums Überleben kämpft. Er hat ein gutes Herz, weiß sich zu verteidigen, ist gewieft und war mir von Anfang an sympathisch. Lizia ist eine Art Sklavin, sie gehört einem großen Haushalt in den Grenzlanden an und lebt im Grunde nur, um zu überleben. Sie sieht keinen Ausweg, sich aus ihrer Situation befreien zu können, aber aus ihrer Verzweiflung öffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Und dann wäre da noch Ash, ein Mönch, der der Stimme Gottes folgt und einem Versprechen, die Sonne wieder zu sehen. Bei ihm musste ich wirklich oft schmunzeln, denn auf seine etwas naive, gefällige Art hat er auf jeden Fall etwas liebenswertes.
In einigen Rezensionen hab ich gesehen, dass hier zuviel Gewalt herrscht, zuviel Derbheit und Schockmomente ... keine Ahnung was da gelesen wurde. Natürlich gab es Kämpfe und Grausamkeiten, aber in einem ganz normalen Maß das man aus dem Genre kennt. Ivo Pala scheut sich auch nicht, die Szenen anschaulich zu zeigen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, was ein ganz besonderes Leseerlebnis war; ich habe immer mitfühlen und mitbangen können. In jedem historischen Roman aus dem Mittelalter geht es genauso zu und auch in vielen anderen High Fantasy Geschichten, und hier gibt es auch lange Strecken ohne blutiges Gemetzel. Überhaupt wird alles sehr bildhaft dargestellt und ich hab mich durchwegs gut unterhalten gefühlt. Vor allem auch mit dieser düsteren Atmosphäre, die das ganze Land beherrscht und das Zusammenspinnen der Fäden, die aus den Geschichten der drei Protagonisten zusammenlaufen.
Erzählt wird abwechselnd, mal aus Raymos, Lizias und Ashs Perspektive und dadurch hatte man einen guten Überblick. Auch die Übergänge waren oft mit kleinen Cliffhangern und Überraschungen gespickt, so dass ich ständig neugierig war, wie es jetzt weitergeht. Es gibt auch keine großen Ausschweifungen, das Tempo geht zügig voran und lässt einem kaum eine Verschnaufpause. Ständig passiert etwas unvorhergesehenes und das hat mich wirklich sehr beeindruckt!
Einzig die Namen von Nebenfiguren waren mir manchmal etwas zu ausgefallen, die konnte ich mir oft nicht merken. Dafür gibt es aber auch einen Anhang, in dem alle Namen und ihre Bedeutungen aufgelistet sind.
Zitat: „Der Schrei echote grell und gespenstisch durch das nur von wenigen Fackeln erleuchtete Zwielicht und erstarb dann abrupt – vermutlich zusammen mit dem, der ihn ausgestoßen hatte.“ (S.88)
Inhalt: Der Weltendonner hat auf einen Schlag die Welt verändert. Es herrscht überall Dunkelheit, Der Hunger greift um sich, Menschen sterben. Raymo, der durch den Weltendonner seine Braut am Tag der Hochzeit verloren hat, zieht nun auf der Suche nach Frieden und Freiheit durch die Welt. Durch eine Verkettung von Umständen gerät er zwischen die Fronten und begibt sich in ungeahnte Gefahren. Die Sklavin Lizia lebt als niedrigste Dienerin auf dem Hofgut „Cassias Hain“. Und nun, da ihr Körper langsam weibliche Formen annimmt, droht ihr die Vergewaltigung. Lizia versucht, sich umzubringen. Doch sie wird von Raymo gerettet, dessen Weg zufällig hier vorbeigeführt hat. Gemeinsam nehmen sie den Weg nach Dunuum. Hier trennen sich dann ihre Wege. Aber auch in Dunuum trachtet scheinbar jeder nach Lizias Jungfräulichkeit. Lizia schwebt in ständiger Gefahr, nichtsahnend, welcher Weg ihr bestimmt ist. Ash wird Zeuge eines Gemetzels an seinen Brüdern im Kloster. Doch plötzlich spricht sein Gott zu ihm und rettet ihn. Ash bekommt von Gott eine Aufgabe. Wenn diese Aufgabe nicht erfüllt wird, ist die Menschheit dem Untergang geweiht.
Meinung: Zu „Schwarzer Horizont“ habe ich schon viele Meinungen, darunter auch sehr viele positive, gelesen. Nun war meine Neugier auf die Geschichte nicht mehr im Zaum zu halten und ich musste mir selbst ein Bild machen. Gesagt, getan. Ich habe das Buch gekauft und es musste nicht lange im Regal warten, bis ich mit dem Lesen begann.
Ivo Pala zögerte dann auch gar nicht lange und warf mich mitten in seine Welt. Schon nach den ersten Seiten wurde ich mehr und mehr gefesselt. Ich konnte eintauchen in diese absolut mitreißende Idee des Autors. Zuerst begegnete ich Raymo, der sich gerade in einer für ihn sehr gefährlichen Situation befand. Zu Raymo hatte ich von Beginn an einen Draht. Immer wieder werden Hürden vor ihm aufgebaut, die man kaum überwinden kann. Doch genauso physisch stark so intelligent ist Raymo. Ihm gelingt es, schwierige Aufgaben zu lösen und einen Ausweg zu finden. Doch ob ihm das Glück tatsächlich immer hold ist? Auf der Suche nach Glück und Frieden nimmt er dabei vieles auf sich.
Lizia hatte von der ersten Begegnung an meine volle Zuneigung. Aufgewachsen auf dem Hofgut „Cassias Hain“ lebt sie nun auch hier. Sie hat kaum Rechte, die niedersten Aufgaben werden ihr übertragen. Nun ist sie zu einer jungen und schönen Frau herangewachsen, sodass seitens der auf dem Gut lebenden Männer Begehrlichkeiten geweckt werden. Der Mordomo, der Oberste Diener auf dem Gut, hat es nun auf sie abgesehen. Lizia soll sich nach getaner Arbeit ihm am Abend zur Verfügung stellen. Sie hatte schon mit dieser Entwicklung gerechnet, doch die Ausweglosigkeit ihrer Lage wird ihr nun umso mehr bewusst und so entschließt sie sich zu einem notwendigen Schritt. Sie will sich umbringen. Doch mit der Rettung in letzter Sekunde durch Raymo nimmt das Schicksal für sie einen Lauf, wie es nicht vorhersehbar war.
Auch Ash, der Mönch, hatte meine Sympathien sofort erobert. Zu Taten gezwungen, die er sich nie im Leben träumen lassen hätte, geht er hartnäckig den von ihm abverlangten Weg, der von nun an auch Sachen bedingt, für die Geistliche nicht unbedingt bekannt sind.
Ivo Pala setzte bei der Erzählung seiner Geschichte auf eine Präsentation in dritter Person Vergangenheit und wechselt dabei immer wieder die Perspektive aus. So hatte ich jeweils immer einen guten Überblick auf die Erlebnisse von Raymo, Lizia und Ash. Die dargestellten Charaktere wirken unverfälscht und authentisch. Die in der Geschichte enthaltenen Gewalt- und Sexszenen kamen nicht gestellt oder überbordend bei mir an, sondern gliederten sich nahtlos in die Handlung ein. Mehr als einmal las ich innerlich schockiert über die Seiten. Die Leiden, die Ivo Pala seinen Charakteren zugedacht hat, griffen nahezu ungefiltert auf meine Empfindungen über. Der Autor spielte nahezu in gekonnter Weise mit der Mischung aus Emotionen, Gewalt und Sex.
Es ist selten, dass ich ein Buch lese, an dem ich von der ersten bis zur letzten Seite keine Anmerkungen oder Einwürfe hätte. „Schwarzer Horizont“ ist allerdings so ein Buch. Ivo Pala konnte mich von Beginn an nahezu begeistern und mitreißen. Seine Geschichte verlangte mir eine ganze Palette an Gefühlen ab, die ich nun erstmal verarbeiten muss. Denn auch mit den Entwicklungen zum Ende der Geschichte hin, hat Ivo Pala nochmals ganz großes Kino geliefert. Wie froh kann ich da sein, dass der zweite Teil der Reihe bereits griffbereit zum Lesen bei mir liegt!
Urteil: „Schwarzer Horizont“ konnte mich mit seiner Idee, den authentischen Charakteren und einer perfekten Umsetzung förmlich begeistern und war für mich eine emotionale Achterbahnfahrt. Meine Erlebnisse in Ivo Palas Welt nach dem Weltendonner belohne ich deshalb mit grandiosen 5 Büchern.
Für alle, sich Strapazen und Entbehrungen stellen können, dabei darauf achten, falschen Freundschaften aus dem Weg zu gehen und niemals auch nur im Ansatz die Hoffnung auf einen guten Ausgang verlieren. Lest dieses Buch!
Manchmal geht es in der Fantasy blutig und vulgär zu. Wer Dark Fantasy mag, ist bei »Schwarzer Horizont« von Ivo Pala vielleicht genau richtig, denn dort gibt es reichlich Action. Der Roman ist der Auftakt der Dark World Saga, erschienen bei Droemer Knaur.
Es ist nun schon einige Jahre her, seit der Weltendonner die Welt erschütterte und sie für immer veränderte. So nennt sich das Naturereignis, hinter welchem sich wahrscheinlich ein Meteoriteneinschlag oder Vulkanausbruch verbirgt, der so viel Asche und Staub in die Atmosphäre wirbelte, dass die Sonne verdunkelt wurde. Nun hält eine Eiszeit die in Schatten gehüllte Welt in ihrem eisigen Griff. Jeder ist sich selbst der nächste, denn es geht um’s nackte Überleben. In dieser lebensfeindlichen Welt versuchen auch der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash irgendwie zu überleben und sind mitunter bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Vielleicht zu hoch.
Mir fällt es schwer, zu diesem Buch etwas zu sagen. Das liegt vor allem an einem Umstand: Das Buch ist mir zu blutig und vulgär, und das sage ich nicht leichtfertig. Ich meine, bei Game of Thrones störe ich mich auch nicht dran und die Serie ist da noch weit extremer als die Buchreihe. Hier jedoch wirkt es oft einfach nur aufgesetzt und übertrieben.
Die Welt ist unerbittlich, ja, aber der Grad der Gewalt wirkt trotz der Umstände unpassend, zumal Pala an einigen Stellen sonderbarerweise die Grausamkeit dennoch unscharf zeichnet, und es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt. Diesen schmalen Grad können andere Autoren wesentlich besser gehen.
Auch kam ich nicht wirklich an die Charaktere heran. Üblicherweise mache ich mir eigentlich nicht das allermeiste aus den Charakteren und achte lieber auf die Welt. Hier wirkten einige Dinge aber zu unglaubwürdig, als dass ich darüber hinwegsehen könnte. Erst ist sie de facto eine Sklavin und landet in irgendeiner schmuddeliggen Gasse und plötzlich kommt eine wildfremde Person daher und behauptet, sie sei die verlorene rechtmäßige Erbin des Thrones und auf einmal meint jeder die Ähnlichkeit zu ihren (angeblichen) Verwandten zu sehen. Deus ex Machina! Dieser Umstand wurde einfach nicht glaubwürdig verkauft. Und das war kein Einzelfall.
Stilistisch hat sich der Autor ebenfalls ein paar Schnitzer geleistet. Der Gebrauch von Ausrufezeichen ist nicht immer passend, hinzu kommt umgangssprachliche Syntax. »Weil« ist eine Subjunktion und leitet eingebettete Sätze (Nebensätze) ein, keine Matrixsätze (Hauptsätze). Das geht nur in der Umgangssprache, wirkt aber in einem Roman, der eben keine Umgangssprache präsentieren möchte, einfach unpassend.
Die Welt hingegen macht schon neugierig. Einige Dinge war zwar sehr vorhersehbar (»Ich fresse einen Besen, wenn das wirklich sein Gott ist! Das ist er nie und nimmer!«), im Großen und Ganzen war es aber durchaus spannend zu lesen, wie sich die Menschen durch ihren Alltag kämpfen, wenn es kein Sonnenlicht mehr gibt und damit auch die Pflanzen nach und nach absterben und die Lebensgrundlage wegfällt.
Mir fällt es außerdem schwer, hier ein Fazit zu ziehen, da ich nicht einmal weiß, ob ich überhaupt weiterlesen will. Das Buch war nicht absolut scheußlich, hatte jedoch einige Allüren, die mir definitiv nicht zugesagt haben. Auf der anderen Seite bin ich aber doch neugierig, wie es mit der Welt weitergeht.
Endzeitstimmung in der Fantasywelt. Das Setting, das in Schwarzer Horizont beschrieben wird, klang vom ersten Moment an interessant für mich, umso trauriger, dass das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.
Sex und Gewalt am laufenden Band Wer zu Schwarzer Horizont greift, dem sollte klar sein, dieses Buch ist nichts für zart besaitete. Die Welt die Ivo Pala erschaffen hat ist düster, grausam und brutal, dementsprechend holt sie auch aus den Menschen (fast) nur das Schlechteste hervor. Der Autor schildert diese düstere Welt und ihre Bewohner überaus anschaulich. Gewalt- und Sexszenen sind an der Tagesordnung und im fast jeden Kapitel zu finden. Positiv daran ist, dass er dadurch ein atmosphärisches Setting schafft und den Leser in Atem hält. All die Bedrohungen sind wie Damoklesschwerter und halten somit eine konstante Anspannung aufrecht. Wer auf sowas und emotionsgeladene Szenen steht, dem wird mit Sicherheit nicht langweilig werden. Leider ist das schon das Einzig gute, was ich über schwarzer Horizont sagen kann.
Flache Handlung, blasse Charaktere Das größte Problem ist, dass der Autor bei all dem Gemetzel zu vergessen scheint, dass ein Buch ja auch sowas wie eine Handlung braucht. Die Handlung verläuft ziemlich flach und die Charaktere sind ebenfalls sehr oberflächlich mit Tiefe versehen. Da haben wir Raymo, dem immer, aber auch wirklich immer ein schlauer Plan einfällt und der allen Schlamassel irgendwie übersteht, was sehr konstruiert wirkt und sich nebenbei noch innerhalb einer Minute, beim ersten Blick auf seine Angebetete unsterblich verliebt. Auch Sklavin Lizia verliebt sich in null Komma nichts, was dann aber auch schon ihr einzige selbstständige Handlung darstellt. Man hat das Gefühl, ihr Daseinszweck ist es hauptsächlich zu schildern, auf wie viele verschiedenen Arten Frauen in dieser Welt Gefahr laufen. vergewaltigt zu werden. Als letztes haben wir dann noch Ash, sein Handlungsstrang war noch der interessanteste von allem, aber auch eher läuft 90% der Handlung fremdbestimmt durch die Gegend. Wir haben als drei Archetypen: der schlaue und gewitzte Raymo, der tiefgläubige Ash und Lizia … die Frau. Durch diese oberflächliche Charaktergestaltung entstand bei mir auch keine rechte Bindung zu den Charakteren und nach einer Weile, stumpft man trotz Action einfach ab. „Aha, wieder jemand brutal getötet, was solls.“ Letztendlich wirkt die gesamte Handlung leider unausgereift und, alles wird eben so hingebogen, wie es der Autor gerade brauchte. Ich möchte ihm nichts unterstellen, aber als Leser wirkt es auf mich, als hätte er zehn Mal mehr Energie in die Gewaltszenen, als ins Plotting gesteckt.
Fazit: Schwarzer Horizont will offenbar schockieren und unterstreicht mit jeder Szene wie brutal die geschilderte Welt doch ist. Das sorgt zwar kurzzeitig für Unterhaltung, kann jedoch nicht über blasse Charaktere und eine unausgereifte, konstruierte Handlung hinwegtäuschen. Gemetzel allein, macht eben noch kein gutes Buch.
Obwohl ich schon seit langem das Erscheinen von Ivo Palas Büchern verfolge, ist "Schwarzer Horizont" tatsächlich der erste Roman des sympathischen Autors, den ich lese.
Pala hat eine Welt entwickelt, die düster und grausam ist. Seit ewigen Zeiten ist der Himmel verdunkelt, keine Sonne zu sehen. Die Nahrungsmittel werden weniger, nichts wächst mehr ohne Licht, Hunger und Dunkelheit schlagen den Menschen von Kutera aufs Gemüt und lassen sie Taten wirken, die nichts mehr mit menschlichen Wesen gemein haben.
Mitten in dieser Düsternis lässt Pala drei einzelne Schicksale aufleuchten. Spinnt deren Wunsch nach Veränderung zu roten Fäden, die sich hier und da begegnen. Mal erwartet, mal auf überraschende Weise, die für Verblüffung sorgt.
Vorhersehbar ist im Roman nichts. Wie auch bei diesem tollen Weltenkonzept und den Protagonisten, die zu allem bereit sind. Sehr genau zeigt Pala wie sehr Menschen in Notsituationen an ihre Grenzen gehen. Wie sie plötzlich dazu bereit sind, all ihre Werte und Konventionen über Bord zu werfen, wenn es ums eigene Leben geht. Pala zeigt deutlich die Dunkelheit, die in uns steckt und dann zum Vorschein kommt, wenn die niedrigsten Instinkte erwachen und ums Überleben kämpfen.
Helden gibt es natürlich auch. Einer von ihnen wird von seinem Gott begleitet, was vermuten lässt, dass er problemlos allen Gefahren trotzen kann, doch sein Gott hat einen Hang zur Ironie und für Waschlappen nichts übrig und so gerät er - wie alle anderen auch - von einer Gefahr in die nächste.
Rasant und Actiongeladen, voller Spannung und Überraschungen, mit düsterer Atmosphäre und ein bisschen schwarzem Humor ausgestattet - das ist Ivo Palas Dark World Saga. Zumindest der erste Band "Schwarzer Horizont", mit dem er mich definitiv überzeugen konnte, weiterlesen zu wollen.
3.5* Die Geschichten der einzelnen Figuren folgen Schlag auf Schlag. Sie rutschen von einer Gefahr in die nächste, doch jedes Mal wenn , das finde ich etwas schade, weil es einfach in den Momenten immer "zu passend" war. Raymo war mir ganz am Anfang eigentlich sehr sympathisch, aber dann war er mir . Bei Ash bin ich noch unentschlossen, ist er im Moment doch einfach nur . Tatsächlich fand ich die Geschichte um Lizia fast am interessantesten und spannendsten. Das zweite Buch werde ich auf jeden Fall lesen!
Nach einem ziemlichen langen Lese Slump habe ich tatsächlich endlich mal wieder ein Buch beendet und auch tatsächlich Interesse am Weiterlesen gehabt. Das Konzept finde ich ziemlich interessant und auch die Düsterheit der Welt und Gesellschaft war finde ich realistisch.
Einige Dinge haben mich entsprechend meiner Bewertung dennoch etwas gestört. Raymo hat leider bis kurz vor dem Ende immer viel zu schnell und praktisch plötzlich einen Plan gehabt, der natürlich nahtlos funktioniert hat. Außerdem ging mir seine ganze "Liebesgeschichte" viel zu schnell und Szuma hätte ohne ihn meiner Meinung nach viel cooler sein können. Lizia war an sich als Charakter nachvollziehbar, trotzdem störe ich mich leicht daran, dass der einzige weibliche Charakter der Geschichte quasi von einer fast Vergew*ltigung zur nächsten stolpert, tatsächlich von einer Frau vergew*ltigt wird und schließlich auch weiter nur ausgenutzt wird. Ich weiß, dass das leider tatsächlich manchmal so ist und vermutlich gerade in einer Zeit wie der des Buches realistisch sein muss, aber trotzdem gibt es mir einen sauren Beigeschmack. Und Ash war für meinen Geschmack etwas zu wenig da und seine Kapitel waren sich untereinander sehr ähnlich, dabei fand ich das Konzept seiner Geschichte mit am Interessantesten. Insgesamt habe ich mich auch an teilweise umgangssprachlichen Ausdrücken oder Gebräuchen von Ausrufezeichen gestört.
Abgesehen davon war es ein unterhaltsames Buch, das mich wieder in Epic Fantasy Laune gebracht hat.
Klappentext Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, die Welt wird zunehmend eisiger. Äcker und Felder sind tot; nichts wächst mehr. Menschen verhungern auf den Straßen. Andere verschwinden spurlos auf mysteriöse Weise. Zwei Hochkulturen, Twyddyn und Milara, bekämpfen einander zu Land und See um die letzten Ressourcen und die Macht auf dem neu entdeckten, geheimnisvollen Kontinent Kutera. In einem Sturm aus Schlachten und Intrigen trotzen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ebenso der feindseligen Natur wie ihrem unbarmherzigen Schicksal.
Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Raymo, Lizia und Ash. Raymo ist ein ehemaliger Prinz, der am Tag des Weltendonners seine ganze Familie und sein ganzes Leben verloren hat, so wie es bisher war. Er musste lernen zu überleben und zu kämpfen. Raymo ist hart, unnachgiebig, klug und weiß, wie man überlebt. Auch ist er ein Stratege mit Glück, der auch in den schwierigsten Situationen einen Plan entwickeln kann. Lizia ist eine junge Magd, die als niederste Dienerin in einem Haushalt arbeitet. Ihre Eltern kennt sie nicht und sie ist vollauf auf das Verständnis und der Hilfe der Hausherren und der anderen Diener angewiesen. Aber sie kämpft ums Überleben und ein paar Prinzipien sind ihr treu. Sie sehnt sich nach Sicherheit. Ash ist ein junger Priester, der streng nach den Regeln seines Glaubens lebt. Er ist gutherzig, naiv und hilfsbereit. Auch ist er manipulierbar, als ihn Visionen seines Gottes den Weg weisen, was er zu tun hat. Mit nur geringem Widerstand geht er den ihm vorgegebenen Weg, um das Licht der Welt zurückzubringen. Alle Charaktere sind auf ihre eigene Art und Weise interessant und einzigartig. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, auch aufgrund der Ereignisse, und wachsen über sich hinaus. Alle werden auf ihre Weise stärker und selbstständiger. Ich konnte mich wirklich gut in alle hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.
Die Geschichte spielt in einer düsteren Fantasywelt, in der der Weltendonner die ewige Dunkelheit und damit den Hunger gebracht hat. Die Menschen kämpfen um ihr Überleben und zeigen nicht unbedingt das Beste, was ihnen verankert ist. Die Welt ist düster, unfreundlich und brutal. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben und das zieht sich durch die ganze Geschichte, auch wenn ab und an die Hoffnung aufkeimt. An sich ist die Geschichte spannend, dramatisch, emotional und actionreich. Es konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen, auch wenn der Anfang mehr einer Einführung der Welt und der drei Protagonisten gleicht. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Ein gelungener Reihenauftakt, der zu Beginn eher einer Einführung gleicht, aber ansonsten mich komplett mit seinen Charakteren, seiner Geschichte und der Welt überzeugen konnte, daher gibt es von mir
Was mich an diesem Buch sofort ansprach, war das düstere Cover. Ich liebe düstere Fantasystories mit Endzeitstimmung von daher lag es bei diesem Cover nahe zuzugreifen. Ivo Pala schreibt beeindruckend bildgewaltig und schafft es, einen in diese atmosphärische Welt zu ziehen. Mit 3 Charakteren, die wir begleiten, könnte es verwirrend sein, was aber durch die klare Namensnennung über den Kapiteln sehr gut gelöst ist. So entfällt Verwechslungsgefahr. Wer es benötigt findet ein Glossar und Personenregister im Buch, wobei ich sagen muss, dass ich es persönlich nicht benötigt habe. Die Erklärungen und Vorstellungen während der Kapitel haben für mich ausgereicht, um klar zu kommen. Bei Schwarzer Horizont handelt es sich um mein erstes Buch des Autors, aber ich werde die Reihe definitiv nachverfolgen. Ich fand sowohl Setting als auch Handlung wahnsinnig ansprechend. Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, allerdings fehlt es ihnen etwas an Tiefe. Etwas mehr Inhalt zu den Gedanken der Charaktere hätte ich mir ab und zu schon gewünscht. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Sowohl Raymo, Lizia und auch Ash ereilen verschiedene Schicksale in diesem Buch und ich fand es spannend mit ihnen zu entdecken, was diese Welt für sie bereithält. Eine wirkliche Verbindung zu ihnen bekommt man allerdings nicht. Vielleicht wird das aber auch noch im Nachfolgeteil. Der Charakter mit dem ich am wenigstens klar kam, war Ash. Ich empfand ihn und seine Rolle als ziemlich anstrengend, obwohl ich glaube, dass er eine ziemlich tragende Rolle spielt. Kurzum lässt sich sagen, dass sich dieses Buch definitiv gelohnt hat, einfach weil Atmosphäre, Setting und Story überzeugen konnten. Dazu kamen, für mich, das passende Maß an Brutalität und seien wir ehrlich, der Sex kommt auch nicht zu kurz. Aber die Mischung macht es und ich empfand es passend zur Handlung.
Fazit Wer auf düstere, temporeiche Stories steht und sich nicht von den bisher noch etwas anhaltenden Oberflächlichkeit der Charaktere abschrecken lässt, ist hier richtig. Für mich ein guter erster Teil, der Lust auf mehr macht, wahrscheinlich aber nicht jedermanns Sache sein wird.
Das Buch war jetzt nicht schlecht, die Geschichte an sich war sehr interessant - weswegen ich auch sehr wahrscheinlich die nächsten Teile lesen werde - doch die Umsetzung war für mich streckenweise nichts. Gewalttätige Akte sind sehr sehr detailliert beschrieben, was wirklich gut in die Geschichte an sich passt, ich jedoch bin jetzt kein Fan von solch genauen Beschreibungen. Da die Geschichte an sich selbst sehr dunkel und brutal ist, passt es.
Wenn ich ehrlich bin, ich hätte mir das Buch nie geholt, wenn ich es nicht Preisreduziert bei den Mängelexemplaren gefunden hätte.
ok so I didn't finish, It wasn't horrible, I made it 3/4 through but I have so many books waiting to read that I couldn't figure out how to finish this without being bored. FOR ME lizia was the only interested person out of the 3 protagonists, ashs chapters were filled with sex and nothing else for the last 3 or so and raymo could've been interesting if it wasn't 90% combat scenes. chapters were too predictable in content except for lizias so idk maybe I'll finish it if I somehow manage to read through all the books I have on my list