آوریل ۱۹۴۳: در فاصلۀ بسیار نزدیکی از سدّ مونه، یک اردوگاه کار اجباری قرار دارد که در آن اسرای اکراینی به تولید سلاحهای آلمانی میپردازند. رئیس این اردوگاه، گئورک هارتمن، مردی است با وجودی آکنده از تردید و شفقت و در خیال شروع رابطهای که شاید به قیمت جانش تمام شود. همزمان سازمان مخفی انگلستان، در جستجوی یک جاسوس آلمانی است، زنی بسیار زیرک و خونسرد با نام مستعار «چشم شب». زن در پی کشف رازی است.
تیتوس مولر، نویسندۀ آلمانی، پانزدهم اکتبر ۱۹۷۷ در لایپزیگ به دنیا آمد و تحصیلات دانشگاهیاش را در رشتۀ ادبیات، تاریخ و روزنامه نگاری در برلین به پایان رساند. اولین رمان تاریخیاش را در ۲۰۰۲ نوشت و تا به حال دوازده اثر از خود به جا گذاشته است که همۀ آنها با استقبال خوبی مواجه شدهاند. تیتوس مولر، موفق به دریافت جوایز ادبی: سی. اس لوئیس، وورت، سروالتر اسکات و هومر شده است. رمان چشم شب به عنوان بهترین رمان تاریخی ۲۰۱۴ آلمان برگزیده شد و جایزۀ پادشاه رمان نویسان در ژانر تاریخی را نصیب خود کرد.
Geboren am 15.10.1977 in Leipzig. Studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik. 1998 gründete er die Zeitschrift „Federwelt“ und war bis 2001 Herausgeber und Redakteur, bei einer Gesamtauflage von 18.000 Exemplaren. Heute erscheint die Zeitschrift im Uschtrin Verlag. 2002 veröffentlichte Titus Müller mit 24 Jahren seinen ersten Roman „Der Kalligraph des Bischofs“. 2005 wurde er mit dem C.S. Lewis-Preis ausgezeichnet, dotiert mit einem fünfwöchigen Schreiburlaub auf der Isle of Wight. Im gleichen Jahr belegte er den zweiten Platz beim Würth-Literaturpreis der Universität Tübingen.
2008 erhielt sein Roman „Das Mysterium“ den Sir Walter Scott-Preis in Bronze als einer der drei besten historischen Romane der letzten zwei Jahre. Für den Roman „Nachtauge“ wurde er 2014 im Rahmen einer Leserumfrage zum Histo-König des Jahres gewählt. Im selben Jahr nahm ihn die Schriftstellervereinigung P.E.N. (PEN-Club) auf.
Titus Müller ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er lebt mit seiner Familie im Hügelland zwischen Isar und Inn.
Wer ich bin "Als Kind grüßte ich jeden Morgen einen Mann, ohne ihn zu kennen. Es war eine Gewohnheit, die ich liebte. Nie haben wir ein Wort gewechselt, das kurze Heben der Hand machte uns zu Vertrauten. Wohin er ging, während ich zur Schule fuhr, weiß ich nicht. Nach meinem letzten Schultag sah ich ihn nicht wieder. Während des Studiums erfand ich ein neues Ritual. Ich entdeckte ein Schild am Nebeneingang zum Universitätscampus: „Post und Lieferanten“. Gebunden durch eine stille Absprache mit mir selbst, betrat ich das Gelände nur noch durch diese Hinterpforte. Nach meinem letzten Tag, als habe man darauf gewartet, wurde die Pforte mit einem schmiedeeisernen Tor verschlossen. Heute verwittert das Schild für „Post und Lieferanten“. Niemand braucht es mehr.
Ungelesene Bücher stelle ich nicht ins Regal, nur die gelesenen. Es ist mir gleich, ob ich dabei Buchreihen auseinanderreiße.
Ich tauche beim Schreiben in die Lebenswelt zurückliegender Jahrhunderte ein. Durch diese Reisen in eine Zeit von Seuchen, Schwertern und Dampflokomotiven sehe ich den eigenen Alltag mit neuen Augen. Wir leiden darunter, dass das Leben an uns vorbeirauscht. Wir arbeiten, schlafen, essen, arbeiten, schlafen, essen – und wünschen uns, wieder zu hören, wie am Morgen eine Amsel singt. Wir wünschen uns, die Ameise zu sehen, die eine Tannennadel schleppt. Wir wollen den Wind spüren, der über unsere Wangen streicht. All das ist jeden Tag da, die Amsel, die Ameise, der Wind. Nur wir sind blind geworden durch unsere Lebensgeschwindigkeit.
Was ich sammele, halte ich den Menschen hin. Kleine Fundstücke: eine Murmel, eine Vogelfeder, eine alte Bahnfahrkarte. Ich bin Sammler, Staunender und Entdecker von Beruf."
"چشمشب" در ظاهر روایتگر اتفاقی واقعی و هیجانانگیز از دل جنگ جهانی دومه که از ی سو ماجرای جاسوسی نفوذی در دل انگلیسیها رو بیان میکنه، و از سوی دیگه روایت زندگی و عشق در ی اردوگاه کار اجباری در آلمانه با تمرکز بر فرماندهی اردوگاه و زنی اوکراینی که به اسارت گرفته شده. اما متأسفانه این دو خط داستانی نهتنها در عمق و پرداخت به سطح مطلوبی نمیرسن، بلکه گاهی چنان اغراقآمیز و غیرمنطقی به نظر میرسن که باورپذیری کل روایت زیر سوال میره. شاید بزرگترین ضعف کتاب شخصیت پردازی باشه. شخصیت رئیس اردوگاه، با وجود تلاش نویسنده برای پیچیده نشوندادنش، بیشتر به ی کاریکاتور شبیه هست تا انسانی باورپذیر. چون بین خشونت، هوس، دلسوزی ، رافت و لحظات به ظاهر انسانی چنان بیمنطق در نوسانه که خواننده رو سردرگم میکنه، قاعدتا با شناختی که از کادر اردوگاه ها داریم همچین شخصیتی اونم در مقام مسئول اردوگاه به شدت تعجب برانگیزه، و از طرفی ازادی عملش، تحت نظارت نبودنش، سست عنصری و جسارتش غیر قابل انتظاره. زن اوکراینی هم که ظاهرا نیروی کاره، آزادیهایی داره که با فضای سفتوسخت اردوگاههای نازی سازگار نیست. اما کتاب با معرفی شخصیت ها در انتهای کتاب بر حقیقت ماجرا صحه میذاره و نمیشه درک کرد این ی اقتباس رویایی از واقعیت ماجراست و یا ی شرح حال حقیقی،... اما در مورد روایت دیگه که شروع کتاب با هیجان اقدامات اون شروع میشه، حضور و نفوذ ی جاسوسه که میتونست یکی از نقاط قوت داستان باشه، اما دقت لازم رو در جزئیات امنیتی و روانی نداره. اینجوری که انگار ی جاسوس باهوش و چابک به سادگی بین ی مشت آدم از دنیا بی خبر که از قضا امنیت کشور به حضورشون وابسته س افتاده و اون ها هیچ اراده و عقلی ندارن و کنار هر غریبه ای اسرار جنگی رو فاش میکنن صرفا چون مخاطب براشون دلفریب و جذابه! اونم تو شرایطی که همه از وجود همچین جاسوسی مطلع هستن! در طول متن، دادهها و فضاهای تاریخی یا ناقصن یا شبیه ی درامسازی اغراقشده. نه اردوگاه شباهت مستندی به نمونههای واقعی داره، نه نحوه عملکرد دستگاه جاسوسی منطبق بر منابع معتبره. بسیاری از وقایع هم بیشتر شبیه به ی فانتزی هستن تا بازآفرینی تاریخی، شایدم من بدبینم و انتظار واقع گرایانه تری از شرایط جنگی و اسارت دارم!!!! در مورد سبک و سیاق نوشتاری هم جملات در اغلب بخشها ساده و فاقد عمق ادبیاند، که باعث افت کیفیت اثر شده و بیشتر تداعی گر رمان های عاشقانه ی سطحی و رقیق هستن. دیالوگها گاهی مصنوعی و صرفا در جهت پیشبرد داستان هستن. روایت گرچه در ابتدا جذابه، اما داستان در ادامه و البته از همون ابتدای راه انسجام قدرتمند و موندگاری رو در خط سیر ماجراها نشون نمیده.. چشمشب پتانسیل بالایی برای تبدیل شدن به ی اثر درخشان در ژانر تاریخی–جاسوسی رو داشت، اما ضعف ها و فضای غیرواقعگرایانه ش باعث شده بیشتر به ی درام اغراقآمیز شباهت پیدا کنه تا رمانی جدی و قابل تامل...
چشم شب کتابی است که بر اساس واقعیت نوشته شده، و شامل دو داستان مجزا ولی مرتبط به هم است؛ یکی شرح فعالیتهای یک جاسوس آلمانی در لندن زمان جنگ جهانی دوم، و دیگری یک داستان عاشقانه در آلمان همان سالها... کتاب جالبی بود و دوستش داشتم، به خصوص از فضایی که از آلمان آن دوران ترسیم کرده است.
Gefühlt sind das so 3,5 Sterne geworden. In dem historischen Kriminalroman steckt sehr viel Recherche und der Plot selbst ist interessant. Kleinere sachliche Fehler bewegen sich auf Profi-Niveau und werden die meisten LeserInnen nicht stören. Auch die Verbindung der zwei Haupthandlungsstränge ist prinzipiell ein guter Ansatz. Aber... die Figuren bleiben samt und sonders blutleer, farblos, skizzenhaft. Auch der Spannungsaufbau ist im Grunde nicht wirklich vorhanden. Die Spannungskurve zieht so mühsam nach oben wie die viermotorigen schweren Bomber, die im Buch so eine tragende Rolle spielen. Das Buch ist nicht im klassischen Sinne schlecht, bekommt aber auch keine Leseempfehlung.
Der Klappentext verspricht einen Roman über eine deutsche Agentin in England im 2. Weltkrieg - paralell dazu soll die (wahre) Geschichte eines ehemaligen Lehrers erzählt werden, der Leiter des Zwangsarbeiterlagers auf den Möhnewiesen ist und sich in eine seiner Lagerinsassinnen verliebt.
Anders herum wird ein Schuh draus. Im Vordergrund steht die Geschichte von Hartmann und Nadjeschka, die zum einen einen kleinen Einblick sowohl in das Lagerleben als auch in das "privat Leben" des ehemaligen Lehrers schafft, gleichzeitig auch ein Bild liefert, wie das Leben unter den wachsamen Augen der Gestapo auch für den kleinen Bürger bedrückend und eng war.
Von "Nachtauge" erfährt man als Leser viel zu wenig, vorallem wenn man sich mal kurz den Titel des Buches anschaut. Alles spricht dafür, dass die Geschichte um Nachtauge einen sehr viel größeren Rahmen einnehmen wird, als sie es letzten Endes tut. Was sehr schade ist, denn die Spionin war der eigentliche Grund, weshalb ich das Buch angeschafft habe.
Das die Gewichtung im Buch soviel weniger auf der Titelperson ruht, enttäuscht mich doch recht arg. Sie ist und war das Zugpferd zum Buch. Die (wahre) Geschichte um den Lagerleiter und die Zwangsarbeiterin ist nur ein schwacher Trost.
Ansonsten ist das Buch gewohnt gut geschrieben. Fesselnd und interessant erzählt Titus Müller die Geschichte um die Sprengung der Staumauer der Möhnetalsperre.
Nahezu sämtliche deutsche Agenten die von den Nazis im Zweiten Weltkrieg in England zwecks Spionage eingeschleust wurden konnten enttarnt werden. Entweder wurden sie verhaftet oder konnten "umgedreht" werden und wurden zu wichtigen Informanten für das britische Reich und sendeten absichtlich gefälschte Berichte an ihre Deutsche Kommandostelle. Eine versierte Spionin, die auf den Decknamen "Nachtauge" getauft wurde, konnte vom Geheimdienst MI5 trotz intensiver Fahndung nie gefangen genommen werden. Man weiss um ihre Anwesenheit und Gefährlichkeit aber sie konnte sich dem Zugriff immer entziehen. Wie ein Phantom taucht sie hier auf und verschwindet dort wieder auf unvorhersehbare Weise. Nicht mal ein vage Personenbeschreibung liegt vor geschweige denn ein Foto. So funkt sie regelmässig wo London am besten Bombardiert werden kann oder Infos zu neuester Technik der englischen Flugwaffe oder verursacht Sabotageakte an/in öffentlichen Räumen.
Der Handlungsstrang um Nachtauge nimmt aber deutlich weniger Raum (Pi mal Daumen geschätzt rund ein Viertel) ein als die Erzählung um das sich sachte anbahnende Liebesverhältnis zwischen Georg, dem Leiter einer Munitionsfabrik und Nadjeschka, einer ukrainischen Zwangsarbeiterin. Im Jahre 1943 eigentlich eine unmögliche Romanze aber wo die Liebe hinfällt kann sie an den widrigsten Orten und Umständen wachsen. Natürlich bleibt diese Tändelei nicht unbemerkt und es gilt heftige Konflikte zu überstehen. Wie im Anhang zu entnehmen ist basiert der Roman auf einer wahren Geschichte. Genauso real ist der Stausee und die Möhnetalsperre in Nordrhein-Westfalen die bei der "Operation Chastise" der Alliierten eine besondere Rolle spielt ... mehr verrate ich der Spannung wegen nicht.
Titus Müller zeigt sich in diesem eindrücklichen Roman als grosser Erzähler. Er schafft es wertfrei über die extreme Zeit des Krieges, der Nazis und Gestapo zu berichten. Es geht um (verratene) Ideale und ums Bewahren der Menschlichkeit in einer grausamen Zeit. Es geht darum frei zu atmen und sich im Spiegel anschauen zu können ohne den nagenden Gedanken und der Zweifel der körperlichen und seelischen Qualen die man anderen zufügen muss um das eigene Leben zu retten. Ein lesenswertes Buch das nur ganz knapp die Höchstwertung von fünf Amazon-Sternen verpasst.
Ein schlimmes Stück der deutschen Geschichte gefühlvoll verpackt. Besonders beeindruckend, wenn man die Gegend um den Möhnesee kennt, in der die Geschichte spielt.
Sehr schön. Spielt in der Region, aus der ich komme. Kannte die Ereignisse vom Hörensagen. Gut die Zeit & Umstände wiedergegeben. Spannende Geschichte, gut geschrieben.