Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet, Hannah möge doch bitte kommen. Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt sie in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, und da der Flieger erst am späten Abend in Florenz landet, nimmt sie die Einladung des sympathischen Fremden zu einem Abendessen in seinem Palazzo gerne an. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos. Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet.
*Inhalt* "Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet, Hannah möge doch bitte kommen. Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt sie in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, und da der Flieger erst am späten Abend in Florenz landet, nimmt sie die Einladung des sympathischen Fremden zu einem Abendessen in seinem Palazzo gerne an. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos. Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet." (Quelle: Verlagshomepage)
*Erster Satz des Buches* "Ein leichter, durchsichtiger Nebel lag wie ein Schleier über dem Tal, hellorange ging die Sonne auf, und der Wetterbericht sagte achtzehn Grad voraus."
*Infos zum Buch* Seitenzahl: 480 Seiten Verlag: Heyne Verlag ISBN: 978-3-453-27148-7 Preis: 20,00 € (Broschiert) / 15,99 € (Ebook) Reihe: Der Kindersammler Hexenkind Die Totengräberin Der Menschenräuber Nachtprinzessin Bewusstlos Versunken Und draußen stirbt ein Vogel Nachts in meinem Haus Zeckenbiss Der Keller
*Infos zur Autorin* "Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herzund mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman »Der Kindersammler« stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern »Hexenkind«, »Die Totengräberin«, »Der Menschenräuber«, »Nachtprinzessin«, »Bewusstlos«, »Versunken«, »Und draußen stirbt ein Vogel«, »Nachts in meinem Haus« und zuletzt: »Zeckenbiss«." (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Ich hatte vorher noch nie einen Roman der Autorin gelesen und war dementsprechend neugierig auf die Lektüre. Überrascht war ich, wie dick dieses Buch ist... ob da die Spannung aufrechterhalten werden kann?
-> Cover: Auf den ersten Blick fand ich dieses Cover ehrlich gesagt gar nicht so spektakulär... liest man allerdings die Geschichte und vertieft sich immer mehr darin, passt es immer besser und gewinnt umso mehr an Bedeutung. Nun, nach beendeter Lektüre, könnte ich mir kein besseres Cover vorstellen.
-> Story + Charaktere: Die meisten der Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe, werden aus Sicht eines ermittelnden Kommissars geschrieben und man bekommt viel von der Polizeiarbeit, sowie den Ermittlungen mit. Das ist in diesem Buch jedoch anders und genau das gefällt mir daran so unglaublich gut - denn wir erleben die verschiedenen Charaktere in verschiedenen "Lebensabschnitten", was uns ihnen nicht nur näher bringt, sondern uns in vielerlei Hinsicht auch ein besseres Verständnis für deren Handlungen eröffnet. Ganze Abschnitte handeln von jeweils 2 Charakteren im Detail (Daniel und Octavia, Daniel und Pia, Neri und Gabriella, Hannah und Heiko...), wobei es sich dabei nicht immer um die Gegenwart handelt, sondern auch um die Vergangenheit. Gerade weil diese Abschnitte in verschiedenen Zeiten spielen, lernen wir nicht nur die Figuren unglaublich gut kennen, sondern verstehen deren Denkweise so gut, als ob wir sie persönlich kennengelernt hätten.
Überraschenderweise kann ich bei diesem Buch nicht einmal genau sagen, welcher der Charaktere mir am sympathischsten war, denn selbst der/die Bösewicht(e) hatte/n nicht nur Charisma, sondern waren einfach derart faszinierend, dass man sie gar nicht "so schlimm" finden konnte. Auch waren sie äußerst gut und authentisch konstruiert, sodass man sich die einzelnen Persönlichkeiten äußerst gut vorstellen konnte.
Der Plot ist nicht nur wahnsinnig spannend - und das obwohl man von Anfang an weiß, wer das Böse ist - sondern steigert sich noch, sodass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann und will.
Für mich war dies das erste Buch von Sabine Thiesler - aber definitiv nicht das letze!
-> Schreibstil: Wunderschön und malerisch, sodass man sich die Toskana wunderbar vorstellen kann - auch wenn man, wie ich, noch nie da war. Auch schreibt die Autorin sehr detailliert, was pikantere Szenen angeht und als Leser sollte man nicht zimperlich sein.
-> Gesamt: Sabine Thiesler schafft es, verschiedene Handlungsstränge in eine Geschichte zusammenzufügen, kreiert unglaublich authentische Charaktere und bedient sich dabei einem Schreibstil, der sich sehen lassen kann. Sehr lesenswert!
Ich schwankte zwischen zwei und drei Sternen, aber am Ende hat es doch für die drei nicht gereicht.
Darum geht's:
Die schwangere Hannah fliegt nach Florenz, denn ihrer Mutter geht es nicht gut. Im toskanischen Ferienhaus der Familie kommt Hannah aber nie an, den reservierten Leihwagen hat sie nicht abgeholt und auch über ihr Handy ist sie nicht zu erreichen. Selbst ihre letzte Nachricht, sie würde in einem Palazzo in der Nähe übernachten, führt ins Leere. Ihr Mann Heiko wendet sich an die Polizei.
Sabine Thieslers „Der Keller“ war ein wenig ein Auf und Ab für mich. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die von Flugangst geplagte Hannah trifft am Flughafen den sympathischen Daniel und nimmt die Einladung in sein Palazzo an. Daniel sagte nicht nur Hannah zu, sondern mir ebenfalls. Obwohl klar ist, dass er nichts Gutes im Schilde führt, ließ auch ich mich von seinem Charme bezaubern. Ich habe sehr schnell geahnt, zu welchem Zweck die Frauen entführt werden, aber die Abscheulichkeit des Motives löst im Leser den absoluten Wunsch aus, mehr darüber zu erfahren. Leider macht die Geschichte zunächst einmal eine Bruchlandung. Die Polizisten in diesem Krimis sind allesamt unfassbare Deppen. Sicherlich gibt es in jedem Beruf unmotivierte Arbeitnehmer, aber diese Herrschaften haben null Komma null Lust überhaupt irgendwas zu tun. Egal wo der Ehemann der vermissten Hannah vorspricht, sei es bei einer Polizeidienststelle in Deutschland oder in Italien, überall stößt er auf Beamte, die ihre komplette Energie darauf verschwenden, Ausreden zu erfinden, warum sie nicht zuständig sind. Das hatte mit Demotivation nichts mehr zu tun, sondern grenzte an Arbeitsverweigerung. Mir ging diese Scharade dermaßen auf die Nerven, dass ich kurzzeitig das Interesse an dem Buch verloren habe. Zum Glück gab es dann plötzlich einen Schnitt und der Thriller geht weg von der Polizeiarbeit, die tatsächlich im weiteren Verlauf kaum noch eine Rolle spielt. Die Handlung fokussiert um den netten Daniel und darum, was er in seiner Kindheit bis heute erlebt hat. Mit diesem Perspektivenwechsel gefiel mir „Der Keller“ wieder deutlich besser. Für eine ziemlich lange Zeit war mir Daniel noch immer sympathisch, ich hatte sogar stellenweise Mitleid mit ihm. Der Teil mit den demotivierten Polizisten lies sich fast schon komödiantisch, im krassen Gegensatz dazu steht der Rest des Thrillers, der mit abgrundtiefer Grausamkeit sprachlos macht. Die Kapitel sind extrem kurz, teilweise nur eine Seite und man fliegt dadurch sehr schnell durch das Buch. So im Mittelteil war ich sehr gefesselt und „Der Keller“ hat mir ziemlich gut gefallen. Gegen Ende wurden mir dann die Zufälle etwas zu viel, auch wird das Motiv für die Taten nicht wirklich erklärt. Warum genau hat sich der Kopf hinter all dem genau dieses Ritual gewünscht?
Wenn ich alle Pro und Contras abwäge, komme ich auf 3,5 Sterne für dieses Buch.
Schwupps, schon wieder fertig. Sabine Thiesler hat einfach einen enorm fesselnden Stil. Es geht bei ihr immer viel um die persönliche Entwicklung der Täter und deren "Alltag" - und gerade das finde ich psychologisch sehr faszinierend, auch wenn ich nicht zu beurteilen vermag, ob es auch authentisch ist. In jedem Fall liest es sich einfach spannend und flüssig.
Als die schwangere Hannah auf einem Trip in die Toscana, zu ihren Eltern, von einem Fremden angesprochen wird ahnt sie noch nicht, was auf sie zukommt. Sie wird zum Abendessen auf das Palazzo von Daniel und dessen Frau zum Abendessen eingeladen und verschwindet spurlos. Alle versuche sie zu finden verlaufen im Sand und Hannah wird nicht die letzte Frau sein die verschwindet...
Sabine Thiesler kann tolle Thriller schreiben, dazu zählen unter anderem ihre frühen Werke Hexenkind oder Der Kindersammler. In den letzten Jahren hatte ich aber keines Ihrer Bücher gelesen. Umso gespannter war ich nun auf Der Keller da der Klappentext und das tolle Cover einen spannenden Thriller versprachen. Leider wurde ich etwas enttäuscht denn von den großartigen Thrillern, die ich von der Autorin kenne, findet man in diesem Buch sehr wenig.
Schon der Beginn der Geschichte wirkt sehr konstruiert und das Verhalten von Hannah war für mich absolut nicht nachvollziehbar. Das Daniel mit Hannahs verschwinden zu tun hat, dürfte jedem klar sein und da kommen wir schon zum ersten Kritikpunkt: Man weiß von Anfang an wer die Täter sind. Dadurch fällt dieser Rätselraten um den Killer weg.
Wir lernen den Täter im Laufe der Geschichte besser kennen und erfahren alles von dessen Kindheit, über seine Vorliebe zur Jagd und wie er seine Frau kennengelernt hat. Eine ganz interessante Lebensgeschichte aus der aber leider keinerlei Motiv für ihre Taten, die im Keller begangen werden, erkenntlich wird. Was bringt das Paar dazu so brutal und skrupellos mit den Frauen umzugehen? Die Antwort bleibt die Autorin schuldig.
Die Vorgänge im Keller sind schon recht krass und werden auch sehr bildlich beschrieben. Für mich persönlich waren das die Highlights des Buches, aber ich verstehe die Kritiken die diese Brutalität anprangern, da Thiesler sonst nicht so grausame Szenen beschreibt.
Auch unser Ermittler Neri kommt mir in diesem Buch sehr unsympathisch und noch unmotivierter rüber als sonst.
Insgesamt gesehen hatte ich mir deutlich mehr von der Geschichte erhofft. Spannungsarmut, ein fauler Ermittler und ein offenes Ende ohne Aufklärung des Falls haben das Lesevergnügen für mich stark beeinträchtigt. Einzig Thieslers flüssiger und leicht zu lesender Schreibstil und die Kellerszenen konnten mich begeistern. Ein Thriller, den man lesen kann, aber nicht muss. Das kann Sabine Thiesler deutlich besser.
Sabine Thiesler ist in Bestform zurück! Nachdem mich ihre letzten Bücher nicht so begeistert haben, ich sonst aber alle Werke grandios fand, kommt hier wieder ein Buch der Extraklasse. Ich hatte im Prinzip von der ersten bis zur letzten Seite Herzrasen. Der Plot ist ausgereift, komplex und einfach nur toll.
Hannah fliegt zu ihrer schwer depressiven Mutter nach Florenz, kommt dort aber nie an. Was mit ihr passiert bekommt der Leser sehr zügig mit und da ist mir schon das Blut in den Adern gefroren. Ich hatte bei einer scheinbaren Kleinigkeit, welche man so nebenbei "serviert bekommt" plötzlich einen unheimlichen Verdacht, mir ist richtig schlecht geworden. Ob dieser sich am Ende bestätigt hat verrate ich nicht, lest selber, ich denke ihr wisst dann ganz schnell was ich meine und werdet genauso schockiert sein wie ich. Als dann ganz schnell wieder Donato Neri ins Spiel kam, war es für mich fast schon wie ein nach Hause kommen. Er ermittelt wieder in typisch lässiger, aber liebenswerter Art und ich war gespannt, in welche Richtung sich der Fall und die Vermisstenfälle noch entwickeln.
Das große Rätseln um den Täter fällt ja in diesem Buch weg, dafür war das drumherum umso interessanter und nicht weniger spannend. Das Ende kam dann ziemlich plötzlich und da hatte ich nochmal richtig Angst bekommen. Es kam dann zum Schluss alles etwas anders wie erwartet, aber Fragen sind keine mehr offen geblieben. Ein super Buch von Sabine Thiesler!
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Es hat sich total flüssig und spannend lesen lassen 4*, aber irgendwie war es zu konstruiert, unglaubhaft.
Ich war vor Wochen auf einer Lesung von Frau Thiesler und diesem Buch. Das war echt ein Erlebnis. Ich musste unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Wie kommt man auf solche Ideen? Das war auch eine Frage in der Diskussionsrunde nach der Lesung. Dadurch, dass ich das Buch schon etwas kannte, erlebte ich den Einstieg etwas schwer fällig. Ich hatte die Lesung noch zu sehr im Kopf und alles kam mir bekannt vor. Aber dann war es wirklich ein Buch, das ich Ruck Zuck zu Ende lesen musste.
Dem Leser ist schon ziemlich am Anfang der Geschichte klar, was da passiert. Wer der Mörder ist. Das ist bei einem eigentlichen Thriller natürlich hinderlich. Und dann kommt aus Entsetzen und Staunen nicht heraus.
Das Ende war dann einfach für mich zu unglaubwürdig und gebastelt. Dass Oktavia am Ende stirbt, hatte ich erahnt. Allerdings war mein Gedanke, dass sie von Daniel anstatt des nächstem Opfer getötet wird.
Mein Fazit: lässt sich gut und flüssig weglesen, wenn man Spannung ohne viel Nachdenken und Grübeln will. Nichts für Zartbeseitete, habe das Buch zwischendurch auch mal zu geklappt, weil es zu schrecklich und blutrünstig war.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und erwarten voller Freude ihr erstes Kind. Da erreicht die junge Frau der Hilferuf ihres Vaters. Ihrer Mutter geht es nicht gut, sie hat sogar versucht, sich das Leben zu nehmen. Trotz ihrer Flugangst begibt sich Hannah in die Toskana, um zu ihrer Mutter zu eilen. Während des Flugs lernt sie einen netten Mann kennen, der ihr sehr sympathisch ist. Da sie erst sehr spät landen, nimmt sie die Einladung an, zu seinem Palazzo zu fahren, um dort zu essen und zu schlafen. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr. Ihre Familie ist verzweifelt. Und es ist nicht die einzige junge Frau, die plötzlich verschwindet...
Meinung:
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das Buch sehr schnell weggelesen habe. Es hat einen recht einfachen Schreibstil und kurze Kapitel. Es hat mich auch ganz gut unterhalten, trotzdem gibt es ein paar Minuspunkte.
Der erste Teil, in dem es um Hannah geht, gefiel mir noch richtig gut. Da wusste man auch noch nicht, was da wirklich los ist, auch wenn man ahnte, dass es nicht gut gehen würde, wenn sie mit Daniel zum Palazzo fährt. Auch hat man die Verzweiflung der Eltern und des Ehemannes deutlich gespürt und trotz besseren Wissens ständig gehofft, dass Hannah gefunden wird.
Danach lernen wir Daniel näher kennen. Wir erfahren viel über seine Kindheit, über einen hilfsbereiten Jungen, der in den Ferien bei seinem Freund die Liebe zur Jagd entdeckt. Er ist aber auch der einzige, den wir wirklich näher kennenlernen. Und es ist ziemlich unverständlich, wie dieser hilfsbereite junge Mann sich derart ändern konnte.
Seine Frau lernen wir am Rande kennen. Aber außer, dass sie sehr schön ist und sympathisch wirkt, erfahren wir nicht viel - obwohl sie auch eine Hauptprotagonistin ist. Auch hier stellt sich aber die Frage, wie sie sich so entwickeln konnte.
Die ganze Handlung, die danach kommt, wirkt konstruiert und teilweise ziemlich unrealistisch. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich dann spoilern würde.
Fazit:
Das Buch ließ sich schnell lesen und hat mich unterhalten, aber es ist ganz sicher kein Highlight.
Was erwarte ich von einem Thriller? Spannung. Und von einem Psychothriller? Einsicht in die Gedankenwelt der Charaktere. Beides kommt hier etwas zu kurz.
Gleich am Anfang wird klar, was durch wen im Keller passiert. Und spätestens nach dem zweiten Fall handelt es sich offensichtlich um einen Serienkiller. Der Ablauf ist im Grunde immer gleich. Die Opfer kennt man zu wenig, um wirklich mitzuleiden. Die Täter bleiben trotz Hintergrundgeschchte und allem Prunk recht farblos und die Polizei ist desinteressiert und inkompetent, vor allem Commissari Neri. Zum Höhepunkt am Schluss ist zu schnell klar, wer den Fall letzlich lösen wird.
Trotzdem liest sich das Buch flüssig und ist nicht langweilig.
Dieses Buch fand ich von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd und so habe ich es in drei Tagen zu Ende gelesen! Ein wirklich guter Krimi. Allerdings gab es ein paar logische Brüche. Für mich war es z.B. nicht nachvollziehbar warum sich die doch anfangs eher sympathischen Protagonisten in eiskalte Psychopathen verwandelt haben. Dennoch vier Sterne für außergewöhnliche Spannung!
Ich habe diesen Teil der Reihe als erstes gelesen, was prinzipiell gut geklappt hat aber vielleicht ging dadurch doch auch etwas verloren ?
Insgesamt mochte ich den Schreibstil und die Geschichte sehr gern. Allerdings sind mir zu viele Fragen offen geblieben! Was ist mit Hannah passiert? Bekommt ihre Familie Gerechtigkeit und wie geht es mit Bernarda weiter?
Unglaublich langweilig, furchtbar unlogisch, schreckliche Dialoge und unsympathische Figuren, deren Handlungen man nicht nachvollziehen kann. Schade, habe Sabine Thieslers frühere Thriller sehr geliebt, aber das war überhaupt nichts! 🤷🏼♂️
TITEL: Der Keller AUTOR: Sabine Thiesler SEITEN: 480
KLAPPENTEXT:
Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet, Hannah möge doch bitte kommen. Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt sie in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, und da der Flieger erst am späten Abend in Florenz landet, nimmt sie die Einladung des sympathischen Fremden zu einem Abendessen in seinem Palazzo gerne an. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos. Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet.
MEINE MEINUNG:
Ich bin richtig gut in die Geschichte reingekommen, dennoch habe ich irgendwie was anderes erwartet als das was der Klappentext hergibt. Aber meiner Meinung nach fand ich das jetzt nicht so dramatisch und eigentlich auch interessant. Der Schreibstil ist einfach und das Buch lässt sich gut gelesen. Die Geschichte fängt mit Hannah an und springt dann zu verschiedenen Charakteren und verschiedenen Zeitabschnitten, sodass man vom Täter viele Hintergrunddaten erhält. Das fand ich interessant. Man weiß schon direkt am Anfang der Geschichte wer der Täter ist und da hat sich die Autorin schwer getan die Spannung durchgehend in der Geschichte zu halten. Die Geschichte spielt sich überwiegend in Italien ab und ich fand es bewundernswert, dass ich als Leser den italienischen Flair fühlen zu können. Das war sehr authentisch. Tja das Ende.... Das kam zu flott und war nicht sehr befriedigend. Die Auslösung war nicht rund und ich muss mich immer noch fragen warum haben die das getan? Was waren die Beweggründe? Insgesamt ein solider Roman bzw. Thriller.
Der Schreibstil von Sabine Thiesler ist wie gewohnt sehr flüssig, wodurch es wirklich einfach ist in die Geschichte einzusteigen. Hierbei verwendet sie eine aktoriale Erzählerperspektive.
Protagonisten
Neri ist der Carabineri, der schon aus vorherigen Bücher bekannt ihr. Dieser ist mir als sehr spannende und spezielle Persönlichkeit im Kopf. Leider ist seine Rolle in diesem Thriller jedoch vollkommen heruntergefallen. Da hatte ich mir wirklich mehr erhofft.
Daniel hatte eine schwere Kindheit. Doch eine Freundschaft in der Schule verhalf ihn Begeisterung für etwas zu entwickeln. Zudem ist er sehr wissbegierig, unheimlich Charmant und ein Organisationstalent.
Octavia gehört dank ihres verstobenen Mannes zu den einflussreichsten Frauen Italiens. Sie ist wunderschön und engagiert sich sozial. Allerdings ist ihr Herz kalt und sie unberechenbar und steif.
Fazit
Der Beginn des Buches war wirklich sehr stark und spannend. Auch, dass die Täter im Fokus stehen, fand ich spannend. Zwischendrin wurde das allerdings irgendwie ein wenig lang(weilig) und liefert auch nicht die Informationen, die ich gern gehabt hätte.
Leider bleiben auch so nach Beenden noch einige Fragen für mich ungeklärt. Zudem bin ich mir noch uneins, wie ich das Ende finden soll.
Alles in Allem würde ich sagen, ist Der Keller ein guter Thriller für zwischendurch, aber leider nicht Frau Thieslers bestes Werk.
“Der Keller” ist mein erster Buch der Autorin und ich habe mich auch richtig toll unterhalten gefühlt, aber ich hatte so manches Mal das Gefühl, dass die Handlung einige Schwachstellen hat.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen, denn diese hat spannend begonnen und man verfolgt den Fall um Hannah, die nach Italien fliegt, obwohl sie schlimme Flugangst hat. Allerdings tut sie dies um ihrer Mutter eine Freude zu machen, aber es kommt, wie es kommen muss und Hannah verschwindet. Dies hat mir alles wirklich gut gefallen und war für meinen Geschmack auch spannend, aber dann springt die Autorin in die Vergangenheit und man erfährt mehr über den Täter und wie dieser aufgewachsen ist. Auch dieser Teil lässt sich wirklich gut und flüssig lesen, aber was mir nicht nur hier, sondern auch im weiteren Verlauf der Geschichte gefehlt hat, das wieso. Das habe ich vermisst, denn ich hätte gerne verstanden, wieso dieser so geworden ist. Als dann die Autorin wieder in die Gegenwart springt, hat mir einfach generell die Spannung gefehlt, denn hier beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und das Ende kommt sehr flott und hat mir auch nicht so wirklich gefallen. Es kam zu schnell und gewisse Personen sind zu leicht weggekommen.
Im großen und ganzen war das Buch zu vorhersehbar für mich und es war zwar spannend, auch würde ich die Ansätze als ansprechend bezeichnen, aber die Geschichte war nicht ganz überzeugend. Die Polizeiarbeit wurde zwar kurz erwähnt, aber eher oberflächlich.
Die Protagonisten waren ganz ordentlich beschrieben und ich würde auch die meisten als authentisch beschreiben, aber ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Ich denke, dass die ganze Geschichte noch überzeugender gewesen wäre.
Die Schreibweise war aber sehr toll zu lesen und es war auch alles sehr gut nachvollziehbar und verständlich, sodass die Autorin noch eine Chance bekommen wird. Gefallen haben mir die Darstellung der Taten, denn diese waren teilweise sehr brutal und das wirkte realistisch und hat mich überzeugt. Das Setting in der Toskana war gut gewählt und die Taten wirkten dadurch noch realistischer. Es gibt hier nämlich so einige Details bezüglich der Landschaft und der dortigen Lebensweise.
Das Cover finde ich gut und sehr passend.
Fazit: Für mich eine Geschichte, die zwar unterhaltsam war, aber mich leider nicht so ganz überzeugt hat. Kann ich nur bedingt weiterempfehlen.
🌟REZENSION🌟 Vielen Dank an den @heyne.verlag für das Rezensionsexemplar! 💕 Nachdem mich das letzte Buch von #SabineThiesler so dermaßen enttäuscht hat, war ich ziemlich skeptisch dem neuen Werk #DerKeller gegenüber... Doch ich wurde zum Glück positiv überrascht! 😍 Dieses Buch hat wieder den alten #Thieslerflair und es war für mich wie nach Hause kommen ❤ Donato Neri und seine Familie, die mir in den 11 Bänden so ans Herz gewachsen sind als wäre ich selbst ein Teil von ihnen, haben hier wieder ihren Platz gefunden, der mir im Vorgänger so gefehlt hat. Auch der Schwerpunkt des Settings liegt endlich wieder in der Toskana 🙌🏻 Was beim letzten Buch auch nicht der Fall gewesen ist 😒 Sabine Thiesler ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren, da sie es einfach drauf hat den Leser in ihre Geschichten zu entführen. Sie schreibt sehr bildgewaltig, sodass man alles wie im Film vor seinem inneren Auge mitlaufen sieht. Daher fühle ich mich jedes Mal nach ihren Büchern, als würde ich selbst aus dem Toskana Urlaub wiederkommen 😂👌🏼 Und genauso fiebert man mit den Protagonisten/Opfern mit 🙈 Man spürt, dass was passieren wird und ist innerlich schon total aufgewühlt 🙊 Zwar baut die Autorin nur unterschwellige Spannungen in ihre Bücher ein, aber für mich persönlich passt das einfach zum Gesamtkonzept 😁👍🏻 Und trotzdem bin ich dieses Mal wieder überrascht gewesen, wie brutal und realistisch sie blutige Szenen schildern kann 😲 Aber neben all der Schwärmerei, muss ich auch objektiv bleiben. Und da gab es doch schon die ein oder andere Sache, die ich kritisieren muss 😅 Vorweg find ich schade, dass Frai Thiesler es sich diesmal recht leicht gemacht hat zum Schluss. Man erfährt leider nichts über das Motiv 😞 Gerade das hätte mich brennend interessiert, weil ich mir nicht erklären kann, wieso, weshalb, warum es dazu kam 🤷♀️ Für mich ist es bis jetzt nicht nachvollziehbar! Auch war vieles ab einem Punkt immer sehr vorhersehbar, dadurch blieb der Überraschungsschockmoment leider aus 😅 Der Fall wurde zum Schluss leider auch nicht richtig abgewickelt, für mich war das Ende zu abrupt. Vieles blieb offen, gerade Sachen, wo ich mich direkt gefragt hab, wie die Leute später darauf reagieren werden 😒 Aber trotzdem habe ich mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten gefühlt und bin doch sehr zufrieden 😊 FAZIT: Ein Thiesler nach alter Manier! Die Idee ist klasse, das Setting bombe 👌🏻 Man konnte mitfiebern und es hat einfach Spaß gemacht! Doch durch die paar Kritikpunkte gibts nur 🌟🌟🌟🌟/5 Sterne.
Kommen wir gleich zur Sache, das Buch ist spannend, keine Frage. Man will die Gründe bzw. will man einfach wissen wie es ausgeht. Anhand des Klappentextes, war meine Vorstellung von dem Buch, das Hannah entführt wird und das Heiko sie dann rettet und die Täter verurteilt werden und es ein Happy End gibt. Aber da lag ich falsch und das ist, was mich an den Buch stört. Zu Beginn geht es klar um Hannah. Am liebsten will man sie anschreien, wie dumm sie doch ist einfach mit jemand fremden mitzugehen. Aber nun gut. Sei es drum. :-) Schnell wird klar, das Hannah den Tod gefunden hat, tragisch, da ich dachte weil sie Schwanger ist wird sie überleben. Aber das Buch geht weiter mit der Vergangenheit der Täter, wieso sie so sind und warum sie diesem "Spiel" nachgehen. Eher ermüdend statt spannend. Ich habe viele Sätze ausgelassen, weil ich es als uninteressant empfunden habe. Für mich hat sich das nicht so ganz erschlossen, warum Octavia und Daniel Scarpaccini diesem "Hobby" nachgegangen sind. Also, keiner der beiden hatte in der Vergangenheit irgendwelche perversitäten durch machen müssen, das man sagen kann "Okay, geht klar". Vermutlich ging es den beiden um Spaß, wenn man das so ausdrücken darf. Das Ende war eher lahm, meines Erachtens. Sie wollten die Braut, die zukünftige Schwiegertochter des Polizeichefs, ermorden. Octavia und Daniel richten in ihrer Palazzo die Hochzeit aus, bezahlen fast die ganze Hochzeit, für eine fremde Gesellschaft mit knapp 70 Gästen und als die Braut von Daniel schon entführt und vergewaltigt und mit dem Messer maltretiert wurde, wird Octavia klar, das der Polizeichef in ihrem Haus ist??? Also Bitte!!! Die Palazzo hatte Kameras. Das mussten sie doch gesehen haben. Zumal beide im Keller waren und sich über die Hochzeitsfeier unterhalten haben und sich angeschaut haben. Merkwürdige Menschen, die dann auch noch den feigen Weg, des Selbstmords, gewählt haben. Das Buch hat für mich 3,5/5 Sternen verdient. Mehr leider nicht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Sabine Thiesler ist in Bestform zurück! Nachdem mich ihre letzten Bücher nicht so begeistert haben, ich sonst aber alle Werke grandios fand, kommt hier wieder ein Buch der Extraklasse. Ich hatte im Prinzip von der ersten bis zur letzten Seite Herzrasen. Der Plot ist ausgereift, komplex und einfach nur toll.
Hannah fliegt zu ihrer schwer depressiven Mutter nach Florenz, kommt dort aber nie an. Was mit ihr passiert bekommt der Leser sehr zügig mit und da ist mir schon das Blut in den Adern gefroren. Ich hatte bei einer scheinbaren Kleinigkeit, welche man so nebenbei "serviert bekommt" plötzlich einen unheimlichen Verdacht, mir ist richtig schlecht geworden. Ob dieser sich am Ende bestätigt hat verrate ich nicht, lest selber, ich denke ihr wisst dann ganz schnell was ich meine und werdet genauso schockiert sein wie ich. Als dann ganz schnell wieder Donato Neri ins Spiel kam, war es für mich fast schon wie ein nach Hause kommen. Er ermittelt wieder in typisch lässiger, aber liebenswerter Art und ich war gespannt, in welche Richtung sich der Fall und die Vermisstenfälle noch entwickeln.
Das große Rätseln um den Täter fällt ja in diesem Buch weg, dafür war das drumherum umso interessanter und nicht weniger spannend. Das Ende kam dann ziemlich plötzlich und da hatte ich nochmal richtig Angst bekommen. Es kam dann zum Schluss alles etwas anders wie erwartet, aber Fragen sind keine mehr offen geblieben. Ein super Buch von Sabine Thiesler!
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt auch zum Inhalt und ist düster was neugierig macht.
Ich habe einen spannenden Thriller erwartet. Bekommen habe ich einen langweiligen Krimi. Die Geschichte fängt zwar interessant an mit dem Verschwinden von Hannah. Aber ab da wurde es nur noch langweilig und zäh. Es passierte kaum was und die Ermittler waren total naiv. Allgemein die Charaktere fand ich nicht gut ausgearbeitet oder sympathisch. Den Ermittler Neri fand ich echt grauenhaft. Ich war teilweise echt mega genervt wie unfassbar naiv der ist. Das störte mich extrem. Der Schreibstil war leider auch nicht so meins.
Der Mittelteil zieht sich wirklich sehr was mit der Zeit mega mühsam wird. Einfach weil es mich nicht sehr interessiert hat und auch nichts spannendes daran war. Für das Verstehen der Story war der Teil schon wichtig aber nicht alles was da vorkam. Gegen Ende wurde es zwar wirklich sehr interessant und spannend vorallem der „Showdown“ aber das reichte nicht. Die Auflösung fand ich jedoch schlüssig und erschreckend.
Fazit:
Leider konnte mich das Buch trotz dem spannenden Ende nicht überzeugen. Einen Thriller fand ich es definitiv nicht. Ich war sehr enttäuscht von dem Buch und habe mehr erwartet.