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Die steinerne Schlange

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Germanien im Jahre 213 nach Chr. Die junge Gerhild, Tochter eines Stammesfürsten, ist eine mutige und standesbewusste Frau. Als der römische Statthalter Quintus ihren Stamm aufsucht und sie zur Geliebten fordert, sind ihre beiden Brüder zu ihrem Entsetzen damit einverstanden. Sie will sich jedoch nicht in ein Schicksal fügen, das gleichbedeutend mit Sklaverei ist, und verlangt, dass der Römer um sie kämpfen soll. Da sie ahnt, dass ihre Brüder den Römer gewinnen lassen wollen, tritt sie selbst gegen ihn an. Was niemand für möglich gehalten hätte, Die junge Frau siegt und blamiert Quintus damit vor ihrem Stamm und seinen eigenen Leuten. Der Römer will seine Niederlage nicht hinnehmen und sinnt auf Rache. Für Gerhild beginnt damit ein verzweifelter Kampf ums Überleben …

633 pages, Paperback

Published December 1, 2016

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About the author

Iny Lorentz

115 books115 followers
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Autorenehepaar.

Elmar, Iny Lorentz' Ehemann und Co-Autor, stammt aus Bayern und wuchs in einem kleinen Bauerndorf mit fünf Höfen auf. Sein Interesse für Literatur wurde von seiner Religionslehrerin schon früh erkannt und nach Kräften gefördert. Ebenso wie seine spätere Ehefrau begann er bereits als Schüler zu schreiben.
Nach einer durch die Umstände bedingten beruflichen Umorientierung, die ihn im Lauf der Jahre in verschiedene Firmen führte, kam er 1981 nach München und erhielt dort eine Stelle im selben Versicherungskonzern wie Iny, die er bereits seit mehreren Jahren kannte und ein Jahr später heiratete.
Schon früh entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, die sich später auf alle weiteren Projekte auswirkte.

Iny Lorentz wurde 1949 in Köln geboren und besuchte dort die Volksschule. Nach dem Schulabgang arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bevor sie das Abitur auf dem Abendgymnasium nachholte. Das darauf folgende Medizinstudium musste sie mangels finanzieller Reserven nach drei Semestern an den Nagel hängen und sich beruflich neu orientieren. Zunächst arbeitete sie als EDV-Operator und besuchte nebenbei eine zweijährige Samstagsschule, die sie als Organisationsprogrammiererin abschloss. 1980 zog Iny Lorentz nach München und arbeitet seitdem in einer großen Versicherung als EDV-Spezialistin.
Schon früh begann sie zu schreiben, zunächst nur für sich, doch dann bot sich ihr die Gelegenheit Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien zu veröffentlichen. Ein gemeinsam mit ihrem Ehemann Elmar verfasstes Kinderbuch sowie mehrere Bücher zu Fernsehserien markierten den weiteren Weg als Autorin, bis schließlich 2003 mit "Die Kastratin" der erste historische Roman erschien.

Es folgten im Jahr 2004 "Die Goldhändlerin" und „Die Wanderhure“, die sie schlagartig berühmt machten, sowie 2005 "Die Kastellanin" - der Fortsetzungsband der "Wanderhure" - und "Die Tatarin" und im Jahr 2006 „Das Vermächtnis der Wanderhure“ (Teil 3 der Wanderhuren-Saga). Bevor 2008 mit „Die Tochter der Wanderhure“ der vierte Band über die Wanderhure Marie folgte, erschienen „Die Löwin“, „Die Pilgerin“ und „Die Feuerbraut“. 2009 folgten „Die Rose von Asturien“, ein Roman aus der Zeit Karls des Großen, die „Ketzerbraut“ und ihre Lore-Trilogie - „Dezembersturm“, „Aprilgewitter“ und Juliregen" -, die im 19. Jahrhundert spielt. Mit "Töchter der Sünde" ist 2011 der fünfte Band der Wanderhuren-Saga erschienen, deren ersten drei Teile mittlerweile äußerst erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt wurden.

Nachdem Iny und Elmar ihre Romane viele Jahre neben ihren normalen Brotjobs geschrieben haben, leben sie seit 2007 als freie Schriftsteller in einem Ort in der Nähe von München und haben Ideen für noch viele weitere Romane.

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4 stars
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35 (24%)
2 stars
17 (12%)
1 star
4 (2%)
Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Sine.
264 reviews
November 8, 2015
Fazit:

Das Buch lies sich zwar flüssig lesen und auch die Story war ganz interessant, leider war das Ende und auch vieles andere einfach vorhersehbar. Und Gerhild mochte ich als Hauptcharakter so gar nicht. Sie war mir teilweise zu kindisch und schaffte vieles im Alleingang. Wenn man Gerhild aber mag und die genannten Punkte nicht so stören, wird wohl viel Spaß mit dem Buch haben.

Bewertung:

Ich habe schon einige Bücher von den Autorenduo Iny Lorentz gelesen und fand diese bisher ziemlich gut. Daher bin ich auch zu diesen Buch gekommen.

Gerhild ist ein junges Mädchen, was sich selbst retten kann. Und auch für ihre Zeit schon etwas weiter ist. Sie kann nicht nur die weiblichen Tätigkeiten, sondern interessiert sich auf die männlichen. Weiterhin ist sie sehr neugierig. Auf der anderen Seite ist sehr übermütig und überschätzt sich selber. Sie hat ein großes Mundwerk und redet erstmal und stürmt wütend drauf los.
Außerdem überlebt sie einfach alles und kommt immer wieder davon, auch aus der brenzligsten Situation. Das ist für mich nicht wirklich realistisch. Außerdem braucht sie dabei auch oft keine Hilfe und schafft vieles alleine. Auf Grund dieser Eigenschaften mochte ich Gerhild immer weniger. Teilweise fand ich sie auch Arrogant anderen gegenüber, als ob sie sich für was besseres hält. Ich weiß, dass sie nicht so denkt, sie hat sich aber öfters so verhalten, besonders in Gegenwart von Julius.

Julius mochte ich ganz gerne. Er denkt öfter nach und entscheidet sich auch für die richtigen Dinge. Er hat Kampferfahrungen und daher ist er Strategisch sehr gut bewandert.

Und dann gab es da noch viele Barbaren und Römer die aufgetaucht sind. Auf beiden Seiten sind sowohl grausame wie auch friedfertige Leute aufzufinden.

Die Story dreht sich um die Römer und ihre Raubzüge. Gerhild gehört zu einen der Stämme, die nicht zu den Römern gehört, sich denen aber unterworfen hat. Die ist auch ganz interessant und es lässt sich leicht weiterlesen. Leider, kann ich das Ende schon erahnen.
Das Buch berichtet aus verschiedenen Sichten, welche gerade für den Verlauf wichtig sind. So werden auch die verschiedenen Sichtweisen klar. Es dreht sich aber meistens um Gerhild.
729 reviews4 followers
November 5, 2015
Another good historical noval by Iny Lorentz. Gerhild is a "barbarian" who has to fight against the Roman soldiers. She gets hold of a legendary sword in a sword fight which supposedly makes her invincible. She's willing to sacrifice herself for the sake of her people.

Germanien im Jahre 213 nach Chr. Die junge Gerhild, Tochter eines Stammesfürsten, ist eine mutige und standesbewusste Frau. Als der römische Statthalter Quintus ihren Stamm aufsucht und sie zur Geliebten fordert, sind ihre beiden Brüder zu ihrem Entsetzen damit einverstanden. Sie will sich jedoch nicht in ein Schicksal fügen, das gleichbedeutend mit Sklaverei ist, und verlangt, dass der Römer um sie kämpfen soll. Da sie ahnt, dass ihre Brüder den Römer gewinnen lassen wollen, tritt sie selbst gegen ihn an. Was niemand für möglich gehalten hätte, geschieht: Die junge Frau siegt und blamiert Quintus damit vor ihrem Stamm und seinen eigenen Leuten. Der Römer will seine Niederlage nicht hinnehmen und sinnt auf Rache. Für Gerhild beginnt damit ein verzweifelter Kampf ums Überleben …
Profile Image for Tzwea S.
9 reviews
January 7, 2016
Ich muss sagen, dass Buch fand ich richtig gut, da man darin eintauchen konnte. Der Schreibstil war gut und die Geschichte und die Handlung waren super. Ich finde eigentlich nichts zum Kritisieren, bis auf das Ende was meiner Meinung nach noch etwas fehlte. Ansonsten fühlte ich mich in der Zeit zurück versetzt und wäre am liebsten selber dort gewesen.
Profile Image for Markus Eggert.
94 reviews2 followers
June 8, 2019
Iny Lorentz ist eine Größe im Bereich der historischen Romane. Doch wer jetzt ein Szenario im Mittelalter erwartet wird überrascht.
„Die steinerne Schlange“ spielt im germanischen Teil des römischen Reichs zur Zeit des Imperators Marcus Aurelius Severus Antoninus, genannt Caracalla. Er regierte in der Zeit von 211 bis 217. Im Jahr 213 n. Chr. unternahm er einen Feldzug gegen die Germanen, genauer gegen den Stamm der Alamannen, wie er später genannt wird. Soweit der historische Hintergrund in aller Kürze.
Am Limes wurde Handel getrieben zwischen Römern und Germanen. Die Lebensweise muss auf beiden Seiten sehr unterschiedlich gewesen sein, was auch archäologische Funde belegen. Die Beschreibungen von Iny Lorentz sind sehr bildlich und beim Lesen bildet sich ein richtiges Panoramabild vor dem inneren Auge. Gut, bei genauer Betrachtung finden sich Elemente eines kleinen gallischen und auch schottischen Dorfs in meinem Phantasiebild. Man kann sich nun mal dem nicht entziehen, was man früher gelesen und gesehen hat.

Wir befinden uns im Hinterland des rätischen Limes, der steinernen Schlage. Gerhild ist als Tochter des verstorbenen und Schwester des aktuellen Häuptlings ihres Stammes der Sueben nicht gerade das klassische Heimchen am Herd. Ganz im Gegenteil, sie weiß ganz genau was sie kann und was sie will. Dies bedeutet allerdings auch, dass sie mit sich selbst oft hadert. Auf der einen Seite steht das Rollenbild, dass sie unter die Befehle ihres Bruders ordnet, auf der anderen Seite ist da ihr Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit. Dies wird auch dadurch unterstützt, dass ihr Vater sie schon früh mit auf die Jagd nahm und zur Selbständigkeit erzogen hat. Dieser innere Zwiespalt ist vielen Hauptfiguren von Iny Lorentz gemein. Besonders schön spiegelt er sich hier aber auch in der Glaubenswelt der Germanen wieder. Auf der einen Seite beschäftigten sich die Frauen auch damals vornehmlich mit der Haushaltsführung, Männer kämpften und zogen nach Tod in der Schlacht in Walhalla ein. Was geschah eigentlich mit den Frauen, nach dem Tod? Auf der anderen Seite gab es aber auch die Schildmaiden Wotans, und auch Kriegerinnen, die in Sagas erwähnt werden. Es klingt fast schon modern. Wer stark genug war konnte sich durchsetzen – und Gerhild tut dies.
Der Roman ist ausgesprochen spannend. Er hat mich so gefesselt, dass ich erst bei Einbruch der Dunkelheit gemerkt habe, dass ich praktisch den ganzen Tag im Germania Magna des 3. Jahrhunderts geweilt habe. Besonders die Landkarte ist sehr hilfreich bei der Orientierung, da ich die alten römischen Namen unserer heutigen Städte nicht alle kannte.
Zu viel möchte ich nicht verraten. Ein wenig Liebe gibt es auch in dieser kriegerischen Zeit, und die Darstellung des Lebens der Germanen und die Entwicklung der Geschichte hat mich fasziniert. Kurz gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass vieles so gewesen sein könnte. Gerhild und ihr Stamm sind der Phantasie Iny Lorentz’ entsprungen – aber wer weiß, ob es solch eine starke Frau nicht vielleicht tatsächlich gegeben hat. Die Geschichte schreibt immer der Sieger, und die Römer haben selten ein gutes Haar an den Barbaren gelassen, diese wiederum schrieben nicht viel, daher freut es mich besonders, dass die „Steinerne Schlange“ hier einen Platz gefunden hat

http://www.literaturlounge.eu
Profile Image for Elke Woll.
142 reviews7 followers
July 20, 2019
Ein Postscriptum möchte ich voran stellen: Warum zum Kuckuck bildet man auf dem Umschlag eine junge, eher dunkelhaarige Frau ab, wenn mindestens einmal pro Kapitel erwähnt wird, dass das Haar der Helding blond ist, mal wie "gesponnenes Gold", mal wie "gesponnenes Silber" (Kliché juchhu!!)

Normalerweise lese ich Krimis. Aber als ich vorm Regal stand, konnte ich mich nicht dazu durchringen, mir noch einen Serienmörder anzutun. Also griff ich daneben - im wahrsten Sinne des Wortes.

Hätte ich den Namen "Iny Lorentz" erkannt und die Verbindung zur "Wanderhure" gemacht, wäre es zu dem Fehlgriff eher nicht gekommen. Aber in meiner weit zurückliegend Jugend habe ich gern Romane gelesen, die unter Germanen spielten, somit dachte ich, warum nicht?

Naja, warum nicht, ist schnell erzählt: eine moderne junge Frau ab und zu die Namen von germanischen Göttern zitieren zu lassen und ansonsten ein paar Brocken Latein hineinzuwerfen, macht nun mal keinen historischen Roman aus, jedenfalls keinen guten.

Aber bei Hörbüchern, die ich im Auto oder bei der Hausarbeit höre, also eher nebenbei, bin ich meist weniger kritisch. Die Geschichte hört sich nicht so schlecht an, man vergeudet damit schließlich keine Lebenszeit.

Abgebrochen habe ich dann nach der zweiten CD wegen der Sprecherin. Die hat sich offensichtlich bemüht, durch Sprachtraining ihrer natürlich hohen Stimme ein tieferes Timbre zu geben. Das funktioniert in den Erzählerpassagen leidlich gut. Aber wehe sie versucht, wörtliche Rede zu lesen: dann geht die Stimme eine gute Oktave höher, bei Aufregung noch einmal ein paar Töne, und so klingen alle erregten Krieger, römische wie germanische, wie aus einem Mädchenpensionat für höhere Töchter. Das Buch allein hätte bei mir wahrscheinlich zwei Sterne bekommen, als Hörbuch geht einfach nur einzelner Stern.

Merke: Ich kann mit zur Not mit anachronistischen Helden (Heldinnen) leben. Ich kann zur Not mit pseudo-Historien leben. Ich kann zur Not vielleicht mit schlechten Sprechern leben. Alle drei zusammen: was zu viel ist, ist zu viel.
Profile Image for Laura.
25 reviews2 followers
November 11, 2021
Ein extrem gutes Buch und die Protagonisten sind alle zum mitfiebern gemacht. Gerhild ist eine sehr bemerkenswerte junge Frau an der man viel lernen kann und die Konflikte zwischen Rom und dem Germanien sind alles andere als langweilig dar gestellt!
Ich hatte nicht eine Minute wo mir das Buch auch nur einmal langweilig oder träge vorkam. Totale Empfehlung!
Profile Image for Isabel.
505 reviews12 followers
November 11, 2018
Netter historischer Roman mit einigen Längen. Zum Ende hin wird es aber nochmal spannend!
Profile Image for Jess.
281 reviews11 followers
December 4, 2019
Einer der schlechtesten Romane von Iny Lorentz. Ich habe es als Hörbuch gehört, wenn ich das Buch gelesen hätte, hätte ich es wohl abgebrochen. Schade
21 reviews
March 29, 2021
Guter historischer Roman. Hat mich sehr gut unterhalten. Empfehlenswert.
5 reviews
April 4, 2022
Sehr spannend, nur das Ende fand ich persönlich nicht so gut.
75 reviews
March 31, 2025
Man braucht etwas länger um zu wissen das es sich um den Weg nach Rom handelt und die steinerne Schlange die Stadtmauer ist.
Auch viele italienische Namen
Profile Image for Ascari Vau.
418 reviews
January 2, 2016
Iny Lorentz, Deutschlands bekanntestes Team, wenn es um historisches Romane geht, hat wieder ein neues Buch herausgebracht. Dieses Mal spielt die Geschichte allerdings in der Antike, genauer gesagt im 3. Jahrhundert nach Christus am rätischen Limes.

Klappentext:

Germanien im Jahre 213 nach Chr. Die junge Gerhild, Tochter eines Stammesfürsten, ist eine mutige und standesbewusste Frau. Als der römische Statthalter Quintus ihren Stamm aufsucht und sie zur Geliebten fordert, sind ihre beiden Brüder zu ihrem Entsetzen damit einverstanden. Sie will sich jedoch nicht in ein Schicksal fügen, das gleichbedeutend mit Sklaverei ist, und verlangt, dass der Römer um sie kämpfen soll. Da sie ahnt, dass ihre Brüder den Römer gewinnen lassen wollen, tritt sie selbst gegen ihn an. Was niemand für möglich gehalten hätte, geschieht: Die junge Frau siegt und blamiert Quintus damit vor ihrem Stamm und seinen eigenen Leuten. Der Römer will seine Niederlage nicht hinnehmen und sinnt auf Rache. Für Gerhild beginnt damit ein verzweifelter Kampf ums Überleben …

Meine Meinung:

Der Klappentext gibt nur etwa die ersten 70 Seiten des Romans wieder, spiegelt also nur den Auftakt der Handlung wider, die sich nach und nach zu einer immer größeren Auseinandersetzung zwischen Römern und den verschiedenen germanischen Stämmen, die jenseits des Limes leben, entwickelt.

Der Grund dafür ist der Ehrgeiz des römischen Kaisers Caracalla, der sich profilieren und das römische Reich vergrößern will. In seinem Fahrwasser kommt Quintus Severus in das Land, der zum Stadthalter der neuen Provinz "Germania Magna" ernannt werden möchte. Als er Gerhild das erste Mal sieht, möchte er sie unbedingt besitzen und unternimmt immer größere Anstrengungen, sein Ziel zu erreichen, als er sieht, wie erfolgreich sie sich ihm widersetzt.

Hilfe bekommt Gerhild von Julius, einem Goten, der bei den Römern als Reiteroffizier dient. Er ist der erste, der erkennt, welches Potenzial in Gerhild schlummert und gibt ihr Unterricht im Schwertkampf. Da Gerhild außerdem nicht bereit ist, ihr Land und ihren Stamm aufzugeben, wird sie ein wenig unfreiwillig zur Anführerin einer ganzen Schar von Kriegern, die sich gegen die Römer zur Wehr setzen.

Soweit zur Handlung :). Iny Lorentz entwerfen wie gewohnt ein Szenario, in dem es die Bösen nach dem Leben und Gut anderer trachtet und wo die Guten gezwungen sind, sich ihrer Haut zu erwehren, um in Frieden leben zu können. Gerhild hielt ich persönlich für einen sehr interessanten Charakter, der mich mehrmals an die britische Kriegerin Boudicca und auch ein bisschen an die Kriegerprinzessin Xena denken ließ (Okay, so gut kämpfen wie Xena konnte sie jetzt nicht :D).

Was mir aber bei mir gefehlt hat, waren ein bisschen die Hintergründe. Was treibt sie an? Wie fühlt sie? Warum tut sie dieses oder jenes? Vieles blieb mir leider fremd, weswegen man sich als Leser bald so fühlt, als ob man über 600 Seiten lang eine Art Kriegstagebuch über die einzelnen Auseinandersetzungen lesen würde. Viele Namen, viele Charaktere, aber keiner wächst einem dabei ans Herz.

Auch erschien mir vieles sehr schwarzweiß gezeichnet, besonders bei den Antagonisten zeigte sich dies sehr deutlich. Sowohl Quintus als auch der Germane Baldarich, dessen Wege Gerhild kreuzt, sind nur negativ beschrieben ... Ein kleines bisschen mehr Differenzierung und Charakterzeichnung hätte nicht geschadet.

Was mir auch gefehlt hat, sind die Beschreibungen. Ich lese historische Romane eigentlich hauptsächlich deswegen sehr gerne, weil ich hoffe, damit etwas über die Zeit zu erfahren, in der diese Menschen gelebt haben. Da dürfen entsprechende Beschreibungen nicht fehlen. Wie haben die Germanen diesseits und jenseits des Limes gelebt? Auf diese Frage bekommt man leider kaum Antwort, weil die Handlung sich bald nur noch um die Kämpfe und Auseinandersetzungen dreht ...

Auch die Liebe zwischen Gerhild und Julius wird eigentlich kaum beschrieben, überhaupt sind die Charaktere hier erstaunlich nüchtern. Verbindungen zwischen Frauen und Männern werden als nützlich und notwendig beschrieben, Gefühle werden wenn überhaupt nur angedeutet. Wer das Buch also liest, weil er auch auf eine schöne Liebesgeschichte hofft, wird herbe enttäuscht werden.

Mein Fazit:

Ein durchaus interessanter Ansatz für eine spannende Geschichte, dessen Potenzial meiner Meinung nach aber nicht voll genutzt wurde. Wenig historische Details (Es gibt lediglich ein Nachwort, wo ein wenig beschrieben wird) und die zum Teil etwas eintönigen Auseinandersetzungen machen den Roman zeitweise anstrengend. 200 Seiten weniger hätten daher dem Buch und der Handlung nicht geschadet ...
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Sabine.
771 reviews20 followers
November 29, 2015
Ich war sehr neugierig auf diese Geschichte, die im Jahr 213 spielt und bei der es um den Kampf zwischen Römern und Germanen geht. Wer einen ausgetüftelten historischen Roman erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein, wer sich aber auf ein Abenteuer mit einer starken Protagonistin einlassen kann, der wird mit einer unterhaltsamen und spannenden Geschichte belohnt.
Schon der Einstieg ist sehr gelungen und man lernt die Protagonistin Gerhild kennen, eine junge Germanin, die mutig und selbstbewusst den Kampf gegen die Römer aufnimmt, nachdem ihrer Bruder, der Führer des Stammes, kläglich versagt und klein beigegeben hat. Daraus entwickelt sich ein spannender Kampf zwischen Römern und Germanen, deren Land und deren Freiheit. Dabei haben die Autoren die einmal geschaffene Spannung auch sehr hoch halten können, es gab nur selten Phasen oder Pausen, in denen es ruhiger zugegangen ist, bis schließlich die Geschichte in einem großen Finale mündet. Im Vordergrund des Buches steht eindeutig die Fehde, man merkt als Leser zwar die langsam und leise aufkeimende Liebe zwischen Gerhild und Julius, einem Germanen, der sich den Römern angeschlossen hat, diese Liebesgeschichte nimmt aber nur sehr wenig Raum ein, bleibt wirklich sehr im Hintergrund und blinzelt nur ab und an mal durch.
Ich mochte Gerhild gerne, auch wenn ich ihre Figur sehr eindimensional gestaltet fand und sie leider auch mit ihrem Einsatz und Mut, ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Kampfesstärke alles andere als realistisch und glaubwürdig gewirkt hat. Trotzdem habe ich mit ihr gefiebert und den Kampf um das eigene Land mit Spannung verfolgt. Julius, den ehemaligen Germanen, der sich dann aber den Römern anschließt, mochte ich ebenfalls sehr gerne, er hat – obwohl er ja auf der falschen Seite steht – das Herz am rechten Fleck, bleibt menschlich und hadert immer wieder mit sich und den ihm vorgegebenen Anordnungen und Entscheidungen. Das macht ihn zu einer sehr sympathischen Figur. Daneben gibt es noch viele andere Figuren, die sich grob in Gut und Böse einteilen lassen und innerhalb des Klischees dann aber gut gestaltet sind.
Der Schreibstil ist sehr einfach und eher modern gehalten, liest sich dadurch aber flüssig und die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Manche Formulierungen fand ich unpassend und ich hätte mir einen zur Zeit passenderen Schreibstil gewünscht – so aber sind zwar immer mal wieder einige römische oder auch germanische Götternamen gefallen, ansonsten aber hätte man vom Schreibstil her nicht ahnen können, dass das Buch in der Römerzeit spielt. Was ich auch vermisst habe, sind ein paar mehr Alltagsbeschreibungen beider Völker, um mich besser in die Zeit und die verschiedenen Lebensweisen einfühlen zu können. Leider ist es hier nur bei wenigen Anspielungen geblieben, die dann auch noch sehr oberflächlich waren und leider nicht ausgefeilt wurden. So bleibt insgesamt der historische Aspekt des Buches leider sehr im Hintergrund, auch wenn es einige wenige historische Persönlichkeiten gibt, die in die Geschichte eingeflochten sind – aber auch diese bleiben sehr im Hintergrund, und ich hätte mir mehr Verknüpfung zwischen Historie und Fiktion gewünscht.
Trotz meiner Kritikpunkte hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und mir spannende Lesestunden geschenkt. Kann man darüber hinwegsehen, dass im Mittelpunkt eine starke und sympathsiche, aber leider auch sehr unrealistische Frau steht, die den Kampf gegen die Römer wagt, wir man mit einer spannenden Geschichte belohnt, die nie langweilig wird und einige Überraschungen und Wendungen parat hält. Zwar gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber tritt doch sehr in den Hintergrund, so dass sie eigentlich kaum erwähnenswert ist. Im Mittelpunkt steht eindeutig der Kampf und das Abenteuer – und das auf eine sehr unterhaltsame und packende Art.

Mein Fazit
Ein spannender Abenteuerroman, der zur Römerzeit spielt und von der ersten bis zur letzten Seite fesselt – man sollte nur darüber hinwegsehen, dass eine junge und mutige Frau im Mittelpunkt der Geschichte steht, die zwar sympathisch, aber leider sehr unglaubwürdig gestaltet wurde. Dafür aber fesselt das Buch durch viele überraschende Wendungen und einen sehr interessanten Plot. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen, weil mir die Geschichte unterhaltsame Lesestunden geschenkt hat – wer jedoch einen ausgefeilten historischen Roman erwartet, wird wahrscheinlich aber enttäuscht sein, denn hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem spannenden Abenteuer.
Profile Image for Keksisbaby.
961 reviews27 followers
February 24, 2016
Gerhild lebte mit ihrem Volk eigentlich recht ruhig jenseits des Limes der Römer. Sie treiben Handel mit ihnen und stellen Heere für die Feldzüge. Doch das genügt den Römern nicht. Cesar will seinen Herrschaftsbereich ausweiten und noch mehr germanische Stämme unter das römische Joch zwingen. Dies durchzuführen ist die Aufgabe des Statthalters Quintus. Der bekleckert sich dabei nicht gerade mit Ruhm, schändet, tötet oder versklavt die Germanen. Quintus findet Gefallen an der jungen Fürstentochter und hätte sie gern als Konkubine, doch da hat er seine Rechnung ohne die tollkühne Frau gemacht. Mehr als einmal gelingt es ihr sich seinem Einfluss zu entziehen. Sie erkennt, dass die verstreuten Stämme zusammenhalten müssen um sich Rom zu widersetzen. Doch dafür müssen sie ihre Querelen untereinander beenden und das ist manchmal leichter gesagt als getan. Mit ihrer Tollkühnheit und ihrem Mut erwirbt sich Gerhild schnell den Ruf als Wuodans Schildmaid und schon bald folgen ihr immer mehr Germanen, auf dem Feldzug gegen das Imperium.

Wenn man wie ich 15 Romane von Iny Lorentz gelesen hat, erkennt man ein bestimmtes Muster hinter den Geschichten. Eine junge Frau trotzt Tod und Teufel, egal in welcher Epoche und findet am Ende die Liebe ihres Lebens. Die Guten sind bis zur Selbstaufgabe angefüllt mit allen wünschenswerten Tugenden, wohingegen die Bösen stereotypisch finstere Pläne schmieden, nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und nicht einen Funken Anstand im Leibe haben. Was ihnen über kurz oder lang zum Verhängnis wird. Auffallend ist das jeder Mann egal wie sich die politische Umgebung gerade gestaltet, danach trachtet ein Weib in die Büsche zu ziehen und seinen Speer in ihr Fleisch zu versenken. Nach dem Objekt der Begierde wird auch dann gerne mal das politische Kalkül und die Ziele ausgerichtet. Von daher werden Entscheidungen auch hier gern mal mit der unteren Gürtellinie getroffen und nicht mit dem Hirn. Also alles schön schwarz/weiß ohne Grauzone. Aber wie gesagt, nach 15 Romanen habe ich nichts anderes erwartet und von daher möchte ich mich darüber nicht mokieren. Gerhild war mir ein bisschen zu viel des Guten. Sogar für einen Iny Lorentz Roman. Egal was sie anfasst und anfängt, immer gelingt ihr dies und immer hat sie noch einen genialen Plan in der Hinterhand. Sie allein besiegt ein Heer von 2000 römischen Soldaten und der Fiesling bekommt am Ende was er verdient. Was mich sonst versöhnt ist das ich wenigstens einen Eindruck bekomme von der beschriebenen Epocheö. In diesem Buch jedoch nicht und das obwohl ich hinterher die historischen Erklärungen zu der Story gelesen habe. Im Wesentlichen war es diesmal nur eine Zusammenfassung der Geschichte. Schade, vielleicht bin ich aber auch aus dieser Art Roman herausgewachsen. Aber das werde ich noch an zwei drei weiteren Romanen eruieren.

Alles in allem eine unterhaltsame Erzählung über die Zeit der Germanen und deren Widerstand gegen Rom, auch wenn der Stil langsam für mich seinen Reiz verliert.

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