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Roll.on: Das war's dann wohl mit Frauenheld!

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Es ist ein sonniger Tag im Mai 1991, als Lars, gerade mal 21 Jahre alt, mit seinem Motorrad verunglückt. Die Diagnose: vom Hals ab querschnittsgelähmt.
Nach anfänglichen Depressionen und Selbstmordgedanken lernt er, sein Schicksal zu akzeptieren und fndet seine neue Erfüllung in der Malerei mit dem Mund, in der er es bald schon zur Meisterschaft bringt.
Mit Witz, Selbstironie und einem Schuss schwarzen Humor erzählt er aus seinem Leben: von der Unausweichlichkeit des Schicksals, von der mehr als einjährigen Reha, vom Neubeginn und dem Studium der Ölmalerei. Von skurrilen und dramatischen Begebenheiten im Leben eines "Rollis" - von schusseligen Zivis und abenteuerlichen Reisen. Von der wunderbaren Unbefangenheit, mit der Kinder ihn ausfragen. Und von der Liebe.

188 pages, Kindle Edition

Published July 16, 2019

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809 reviews44 followers
September 1, 2019
Anfang 20 wird Lars Höllerer durch einen Motorradunfall von den Beinen gefegt. Schock-Diagnose: Vom Hals abwärts gelähmt. Was folgt sind mehrere Monate Reha, Depressionen und auch Suizidgedanken. Doch schließlich beginnt er sein neues „flügellahmes“ Leben zu akzeptieren. Er findet Erfüllung in der Malerei mit dem Mund, die er über die Jahre perfektioniert und mit der er weltweit Anerkennung findet.

In seinem autobiographischen Buch „Roll.on - Das war`s dann wohl mit Frauenheld“ erzählt er voller Witz und Ironie von seinen Erlebnissen mit verschiedenen Zivildienstleistenden. Doch auch die zahlreichen Schattenseiten finden Beachtung: die völlige Hilflosigkeit, die Abhängigkeit von anderen Personen, Druckstellen durch langes sitzen, Schmerzen sowie die Störung der Regulierungsfähigkeit der Körpertemperatur und dadurch extrem unangenehme Temperaturschwankungen. Über viele vermeintliche Kleinigkeiten macht man sich als gesunder Mensch keine Gedanken. Diese können für Paraplegiker (beide Beine und Arme sind gelähmt) jedoch zur Gefahr, wenn nicht sogar lebensbedrohlich werden. Nicht sicher gelagert besteht beispielsweise Sturzgefahr, ein nicht aufgeladener Rollstuhl bedeutet kein Vorankommen mehr und wenn die Sprachsteuerung am Telefon nicht richtig funktioniert kann der Betroffene keine Hilfe rufen.

Lars Höllerer lässt uns an Ausschnitten seines Lebens teilhaben, erzählt von den Wochen nach dem Unfall, die ihn zunächst mutlos zurück ließen, von seinen Freunden, seiner Familie, der Malerei, seinen Reisen und auch der Liebe. Er zeigt dem Leser, dass man auch körperlich völlig eingeschränkt ein zufriedenes Leben führen kann. Dabei hilft natürlich ein stabiles Umfeld, eine gewissenhafte und vertrauensvolle Pflege. In Deutschland kann man sich in einem funktionierenden Gesundheitssystem relativ gut aufgehoben fühlen. Das ist aber leider nicht in allen Ländern der Fall!

Er thematisiert auch die Vereinigung der Mund- und Fußmalenden Künstler in aller Welt (VDMFK), durch die es ihm möglich ist seiner großen Leidenschaft - der Malerei - nachzugehen. Besonders zu erwähnen sind in dem Zusammenhang auch das Cover des Buches und die Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels. Diese stammen nämlich vom Autoren selbst.

Das Buch gibt Mut und Hoffnung. Es ermöglicht einen Einblick in das Leben eines Querschnittsgelähmten und beleuchtet sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten. Sehr unterhaltsam, interessant und lesenswert!
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